Charles Beauclerk - Nell Gwyn

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"Ich bin doch die protestantische Hure!", ruft Nell 1681 dem aufgebrachten Londoner Pöbel entgegen,der im Begriff steht, ihre Kutsche zu stürmen, und kann daraufhin ihren Weg unbehelligt und unter den Jubel-rufen der Menge fortsetzen. «Eine Prinzessin des Volkes» nennt Charles Beauclerk seine Urahnin Nell Gwyn. Der legendären Mätresse Charles II., des englischen Königs, widmet er eine ebenso brillante wie warmherzige Biografie, die zugleich ein farbenprächtiges Epochenbild entrollt: England in den übermütig aufschäumenden Jahren der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts, die das Duckmäusertum der Ära Cromwell hinwegfegten.-

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Wollte eine Frau Karriere machen, aber niedere Arbeiten meiden, so blieb als einziger Weg tatsächlich nur die Kunst, denn einen Arbeitsmarkt für Frauen gab es nicht. Vielen adligen Damen, deren Leben durch den Bürgerkrieg zerstört worden war, blieb nur die Wahl, entweder eine Dienstbotenstelle anzutreten oder Gouvernante zu werden. Pepys’ Schwester Paulina, die er als sehr schlicht und unauffällig beschreibt, blieb durch das Geschick ihres Bruders vor dem Schicksal bewahrt, ihr Leben als Dienstmädchen zu fristen, denn er fand nicht nur einen Ehemann für sie, sondern trieb auch noch eine Mitgift auf. Wie Liza Picard es ausdrückt, »führte der normale Weg zur Beschäftigung für eine Frau entweder durch die Vordertür ins Haus eines Mannes, nämlich als seine Gattin, oder aber durch den Hintereingang, dann als seine Dienstbotin«.

Eine der Gefahren – oder Chancen –, die das Schauspielergewerbe für Frauen mit sich brachte, bestand darin, von einem reichen oder adligen Liebhaber von der Bühne weggeschnappt zu werden. Manch eine vielversprechende Karriere wurde durch das Auftauchen eines raublustigen Galans entweder unterbrochen oder sogar beendet. Unter den gegebenen Umständen liegt allerdings auch der Schluss nicht fern, dass viele Frauen den Schauspielerberuf ergriffen, gerade weil sie hofften, solch einem Liebhaber zu begegnen, und nicht so sehr aus Liebe zur Bühne. Hester Davenport wurde schon nach knapp zwei Jahren am Duke’s House die Geliebte des 20. Earl von Oxford. Mit einem falschen Heiratsversprechen hatte er sie dazu gebracht, die Bühne zu verlassen, doch sie bestand später darauf, dass der gemeinsame uneheliche Sohn Aubrey de Vere zum 21. Earl von Oxford erhoben wurde. Für Margaret Hughes, eine Schauspielerin im Theatre Royal, waren sogar noch weniger Aufführungen vonnöten, bis sie der schon in die Jahre gekommene Prinz Rupert abschleppte, mit dem sie eine Tochter hatte, Ruperta. Mrs Johnson fiel dem Earl von Peterborough in die Hände, Elizabeth Hall wurde Beute von Sir Philip Howard, und Susanna Uphill landete bei dessen Vetter, Sir Robert Howard. Die bei weitem berühmtesten Opfer sexueller Entführungen aber waren Moll Davis und Nell Gwyn, denn sie beide erlagen dem König.

In den Prologen oder Epilogen ihrer Autoren klagten die Schauspieltruppen häufig darüber, dass ihnen die weiblichen Darsteller durch exzessives Liebeswerben abhanden kamen. Nathaniel Lee, der sich im Nachwort zu The Rival Queens (1677) an die hierfür verantwortlichen Herren wandte, schrieb:

... die Weiber schmücken den Theaterplan,

wir füttern sie und Ihr vernascht sie dann.

Und Colley Cibber spricht voller Bedauern von den »vielen zerbrechlichen Schönen, ... die, noch bevor sie auf der Bühne zur vollen Reife gelangen konnten, sträflich vom Baume entwendet wurden«. 6Sir Courtley Nice drückt sich in Shadwells Stück The Disappointment weniger elegisch aus und sagt, das King’s House sei zu einem »Hurenmarkt« verkommen. Solche Liebschaften gereichten der Schauspielerin jedoch nicht immer zum Vorteil. In Aphra Behns Komödie The City Heiress spricht Tom Wilding über »unsere theaternärrischen jungen Leute, die sich in eine Frau verlieben, weil sie gut spielt, diese dann drängen, die Bühne zu verlassen, und sie damit ihres einzigen Reizes berauben, um sie hernach ihrem Unglück zu überlassen«. Doch natürlich waren die Truppen machtlos und konnten ihre Darstellerinnen nicht daran hindern, ihre Vorzüge zur Schau zu stellen, denn genau das verlangten ja die Rollen von ihnen. Und ebenso wenig konnten sie die Gentlemen davon abhalten, ihnen hinter der Bühne nachzusteigen. Nach zwanzig Jahren Puritanismus war das Auge eben lüstern geworden.

Interessant ist, dass eine gewisse Mary Lee, die von 1670 bis 1685 in der Duke’s Company auftrat, auch dann noch als Schauspielerin auftrat, nachdem sie Sir Charles Slingsby geheiratet hatte. Solange sie ihren Ehemann nicht betrog – und es gab keinerlei Hinweis auf ihre Untreue –, wurde ihre vor der Ehe begonnene Theaterlaufbahn nicht als Makel für ihren neuen Status empfunden, denn wie bei allen Dingen, deren Spiritus rector menschliche Gefühle sind, spielte auch in der Art und Weise, wie die Klassen der Reichen oder der Landbesitzer dem Theater gegenüberstanden, ein Gutteil Ambivalenz, um nicht zu sagen Heuchelei mit. So waren z.B. viele der Galane eifersüchtig auf jene Schauspieler, die attraktive Kolleginnen geheiratet hatten oder mit ihnen verkehrten. Letztere waren ebenso glamourös wie die Filmstars von heute und Meister darin, so zu tun, als wären sie ihren Bewunderern gesellschaftlich gleichgestellt oder sogar höherrangig als diese. Man kann sich wohl kaum vorstellen, welch ungeheuer aufreizende Anziehungskraft diese von allen gesellschaftlichen Zwängen befreiten Geschöpfe auf die männliche Fantasie ausübten. William Mountfort, ein aufsteigender Stern am Himmel des Theatre Royal, dessen Frau Susanna Mountfort später die gefeiertste Schauspielerin ihrer Tage werden sollte, wurde z.B. auf offener Straße von Captain Richard Hill erstochen. Hill hatte sich bemüht, Anne Bracegirdle, ebenfalls eine Schauspielerin, für sich zu gewinnen, und war wahnsinnig eifersüchtig auf Mountfort, weil der auf der Bühne häufig ihren Liebhaber mimte. Wieder eine der für die Restaurationsepoche so typischen Verquickungen von Kunst und wahrem Leben.

Nell Gwyn hatte unerhörtes Glück, dass sie an Hart und Lacy geraten war. Möglicherweise hat dabei eine alte Familienbekanntschaft sogar eine noch größere Rolle gespielt als Frau Fortuna, denn es besteht Grund zu der Annahme, dass Nells Vater während des Bürgerkriegs zusammen mit Lacy in Sir Thomas Dallisons Kavallerieregiment gedient hatte. Wenn das zutrifft, dann war es ein passender Zufall, dass, wie manche behaupten, Nells erste Rolle die der Doll Troop in Lacys eigener Komödie The Old Troop war, die 1664 aufgeführt wurde. Wahrscheinlich hatte dann auch Nells Mutter in ihren Garnisonstagen als Vorbild für die Doll Troop, die Hure der Kompanie, hergehalten.

Lacy gehörte also derselben Generation an wie Nells Vater. Nach dem Bürgerkrieg wurde er Tanzlehrer, bis die Restauration es ihm schließlich wieder erlaubte, in sein altes Metier als Schauspieler zurückzukehren. Er war ein großer, kräftiger Mann aus Yorkshire, der kein Blatt vor den Mund nahm und in komischen Rollen und humoristischen Tanzszenen glänzte. Er galt als der größte Falstaff seiner Zeit. Seine Unverblümtheit konnte ihn aber auch in Schwierigkeiten bringen, so etwa, als er über den Dramatiker Edward Howard äußerte, der »sei eher ein Narr denn ein Dichter«. Als Howard den Schauspieler daraufhin ohrfeigte, schlug der mit seinem Stock auf ihn ein, bis man ihn schließlich in die Portiersloge von Whitehall sperrte. Hätte Lacy nicht in den Diensten des Königs gestanden, wäre man vermutlich sehr viel härter mit ihm umgesprungen. Doch er zählte nun einmal zu den Lieblingsschauspielern des Königs, und ein Porträt von ihm hing sogar in Windsor Castle. Charles selber hatte es in Auftrag gegeben.

Für Nell erwies sich der alte Haudegen als ein liebevoller und väterlicher Lehrer, der ihr beibrachte, wie man auf der Bühne tanzte und einen Epilog vortrug. Böse Zungen behaupteten, zwischen dem Meister und seiner Schülerin habe es eine sexuelle Beziehung gegeben. Der Verfasser von »The Lady of Pleasure« ist keine Ausnahme, wenn er schreibt:

Was Lacys Greisenstümperei versaut,

hat Hart in Jugendfrische ausgebaut.

Es gibt aber keinen Grund dafür anzunehmen, die beiden hätten eine Affäre miteinander gehabt, und außerdem beweist dieser Satiriker seine Ignoranz noch auf eine andere Weise. Hart und Lacy waren nämlich Altersgenossen. Der Gegensatz zwischen »Greisenstümperei« und »Jugendfrische« war reine Erfindung, denn Lacy war allerhöchstens fünf Jahre älter als Hart.

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