Charles Beauclerk - Nell Gwyn

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"Ich bin doch die protestantische Hure!", ruft Nell 1681 dem aufgebrachten Londoner Pöbel entgegen,der im Begriff steht, ihre Kutsche zu stürmen, und kann daraufhin ihren Weg unbehelligt und unter den Jubel-rufen der Menge fortsetzen. «Eine Prinzessin des Volkes» nennt Charles Beauclerk seine Urahnin Nell Gwyn. Der legendären Mätresse Charles II., des englischen Königs, widmet er eine ebenso brillante wie warmherzige Biografie, die zugleich ein farbenprächtiges Epochenbild entrollt: England in den übermütig aufschäumenden Jahren der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts, die das Duckmäusertum der Ära Cromwell hinwegfegten.-

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Kapitel 1

Bescheidene Anfänge

Angesichts der Umstände, unter denen Nell Gwyn aufwuchs, ist es bemerkenswert, dass wir nicht nur das Datum ihrer Geburt kennen, sondern sogar den genauen Zeitpunkt. Diesen glücklichen Zufall verdanken wir dem Antiquar und Astrologen Elias Ashmole, der ein Horoskop auf ihren Namen gestellt hat, das sich heute in der Bodleian Library in Oxford befindet. Ashmole zufolge, der diese Auskünfte möglicherweise von der Dame persönlich erhalten hat, wurde Nell Gwyn am Samstag, dem 2. Februar 1650 um sechs Uhr in der Früh geboren. Die Angabe des Geburtsortes fehlt, und wir wissen auch nicht, in wessen Auftrag diese Geburtskonstellation errechnet wurde.

Die Astrologen, von denen zwei auch ihre Biographen waren, scheinen sich darin einig zu sein, dass die von Ashmole berechnete Konstellation ein wahrheitsgetreues Bild von Nell Gwyn zeichnet und dass deshalb die zugrunde gelegten Daten richtig waren. Es überrascht nicht, dass zum Zeitpunkt ihrer Geburt Venus am Horizont stand, was ihr Schönheit und Charme sowie die Liebe zum Vergnügen und zu materiellen Annehmlichkeiten mitgab. Im Zenit, im charismatischen Haus des Skorpions aber stand Jupiter, womit ihr die Aussicht in die Wiege gelegt wurde, eines Tages Berühmtheit zu erlangen und Schutz von ganz oben zu genießen sowie die Gewissheit, dass sich ihr auf dem Weg ins ersehnte Rampenlicht nur wenige Hindernisse in den Weg stellen würden. Das Element Erde, das doch so viele ganz natürlich mit Nell in Verbindung bringen, fehlt in der Konstellation fast gänzlich, stattdessen erscheinen Mutterwitz und Spontaneität als ihre herausragenden Eigenschaften.

Ihr Geburtstag fiel mit dem keltischen Ibolcfest zusammen, mit dem die Rückkehr der Sonne gefeiert wurde. Dieser Tag war der keltischen Göttin Brigid gewidmet, der Lichtbringerin, in deren Tempel in Kildare die ewige Flamme gehütet wurde. Unter der katholischen Kirche wurde aus Birgid dann die heilige Brigitte und das Imbolcfest wurde umgewandelt in das Fest von Mariä Reinigung, bei dem um Mitternacht Kerzen entzündet werden, um mit ihnen die allerersten Anzeichen des Frühlings zu begrüßen.

Auch wenn wir mit ihrem Namen und mit ihrem Geburtstag Licht und Helligkeit assoziieren, so kam Nell Gwyn doch zu einem der dunkelsten Zeitpunkte in der englischen Geschichte zur Welt. Fast genau ein Jahr zuvor war König Charles I. hingerichtet worden und hatte die Nation in einem Zustand des Schocks und der Verwirrung zurückgelassen. Die Theater waren geschlossen, die Maibäume gekappt, öffentliche Vergnügungen und Feiertage waren abgeschafft, Tanz, Gesang und das Spielen von Musikinstrumenten verboten. Sogar Ringkämpfe, Springen, Laufen und ›unnötiges Schreiten‹ (d.h. Spazierengehen) waren dem gemeinen Volk untersagt. Ehebruch galt nun als Kapitalverbrechen. Der eiserne Riese Puritanismus donnerte durch das Land und drohte, das gesamte gesellschaftliche Gefüge auseinanderzureißen.

Es herrschte die allgemeine Überzeugung vor, das Ende der Welt sei nahe und Christus werde zurückkehren und sein tausendjähriges Reich auf Erden antreten. Die Hinrichtung des Königs hatte diese Endzeitstimmung noch verstärkt. Vom Land strömten Messiasse, Propheten sowie Angehörige aller nur denkbaren Sekten, Männer wie Frauen, nach London, und ganz England erlebte so etwas wie einen Nervenzusammenbruch. Von allen Seiten hörte man Prophezeiungen, und die kamen der Regierung durchaus recht, konnte sie doch damit ein Meinungsklima schaffen, das ihren Zielen förderlich war. So gab es etwa Deutungen, die in der Hinrichtung des Königs eine notwendige Vorbedingung für die Herrschaft Christi sahen. Zur Zeit von Nells Kindheit wimmelte es in London nur so von besessenen Seelen.

Das Hauptziel für die blindwütigen Projektionen der Puritaner gaben natürlich die Frauen ab, denn in ihnen sahen sie die Verkörperung der dunklen Seite der Menschheit. Ihr Status in der neuen Gesellschaft war nur um ein weniges besser als der von Kindern. Vorbei waren die Tage von Shakespeares geistvollen Heldinnen. Die Puritaner strebten unaufhörlich nach dem Licht, und deshalb unterdrückten sie die eigenen Triebe und verdrängten diese gleich sich windenden Teufeln in die hintersten Winkel ihrer Seele. Stattdessen hielten sie außerhalb ihrer Selbst Ausschau nach den Objekten, die sie quälten. Die Frauen waren da ein geeigneter Sündenbock, und jene, die sich aufgrund ihres unabhängigen Geistes nicht fügen wollten, wurden entweder verrückt oder aber Prostituierte. Es ist übrigens nicht verwunderlich, dass die Prostitution im Commonwealth weiter verbreitet war als unter der Herrschaft von Charles I. Das ist nun einmal das Ergebnis von Verteufelungen.

Eines schönen Morgens jedoch widerfuhr ihnen in der St-Paul’s-Kathedrale die wohlverdiente Gerechtigkeit. Ein puritanischer Geistlicher predigte gerade über die Wiederauferstehung, als sich plötzlich eine Dame von ihrem Platz in der Kirchenbank erhob, all ihre Hüllen fallen ließ und mit dem begeisterten Ruf »Es lebe die Auferstehung!« auf ihn zustürmte. Wir wollen für den Mann Gottes nur hoffen, dass sich unter den Gliedern der Gemeinde, die sich daraufhin erhoben, nicht auch das seine befand. Das gute alte England mag zwar in den Untergrund gedrängt worden sein, tot war es aber beileibe nicht.

Vielleicht spiegelt nichts die Trostlosigkeit der Gottesherrschaft im puritanischen England besser wider als die Vornamen, die fromme Puritaner ihren Kinder aufbürdeten. Es sind dies Namen wie Abstinence (Enthaltsamkeit), Forsaken (Entsagung), Tribulation (Sorge, Qual), Ashes (Asche), Lamentation (Klage), Fear-not (Fürchte dich nicht), Weep-not (Weine nicht), Kill-sin (Töte die Sünde) und Fly-fornication (Fliehe die Unzucht). Wie wundervoll hell und einfach klingt doch »Nell Gwyn« neben einem Namen wie »Perseverance (Ausdauer) Middleton«! Es nimmt nicht Wunder, dass die Encyclopaedia Britannica sie als die »lebende Antithese zum Puritanismus« beschreibt. Auch die Kunst war in den Untergrund verbannt worden, desgleichen jegliche Äußerung von Freude, Schönheit oder Lebenslust. Wie sagte doch der Dichter: »Die Liebenden, die Tänzer zerstampft und unterjocht«. 1

Genau an dem Tag, an dem Nell Gwyn das Licht der Welt erblickte, an jenem 2. Februar 1650, marschierte Cromwell durch das vom Regen aufgeweichte Tipperary. Er befand sich mitten in seinem blutigen Feldzug gegen Irland. Das Urteil Gottes kam über die verachtenswerten »Barbaren«, und das Vorrecht, Sein gerechtes Schwert führen zu dürfen, gebührte dem zukünftigen Lordprotector von England. Cromwells Stern war im steilen Aufstieg begriffen. Zur gleichen Zeit hielt sich der neunzehnjährige König Charles II. mit seinem zerlumpten Ad-hoc-Hofstaat auf der Kanalinsel Jersey auf, wo er sich an Segeltouren ergötzte und lange Spaziergänge unternahm, wenn er dem ewigen Gezänk seiner Gefolgsleute oder einfach der Langeweile seines auf Dauer improvisierten Daseins entfliehen wollte. Geld war knapp. Selbst für den König war Schmalhans Küchenmeister und seine Kleidung auffällig abgewetzt. Die Rückkehr auf den Thron erschien ihm wie ein unerfüllbarer Traum.

Bezeichnenderweise zeigt die Vorderseite des königlichen Siegels, das für die Thronbesteigung König Charles’ II. in Jersey angefertigt worden war, das Bild des heiligen Georg, denn der König sollte noch weitere zehn Jahre als fahrender Ritter im Exil zubringen müssen. Die Drachen allerdings, die er zu bezwingen hatte, waren solche, die er in sich selber herangezogen hatte. In den folgenden zehn Jahren lernte er, als Mann unter Männern zu leben. Er musste Enttäuschungen und Demütigungen hinnehmen, an denen manch ein anderer zerbrochen wäre. Er aber lernte dadurch sich selber so gut kennen, wie es nur wenigen Monarchen je vergönnt war. Wie sehr sich Charles’ Persönlichkeit im Exil veränderte, wurde jedoch kaum bemerkt, denn wahrscheinlich behielt er diesen neuen Menschen beharrlich für sich. Er hatte gelernt, sich um des Überlebens willen zu verbergen, und aus dieser Notwendigkeit machte er später ein Kunst.

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