Paul Oskar Höcker - Don Juans Frau

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Ein berühmter Bildhauer, der ein temperamentvoller, sehr kraftvoller und lebensfreudiger Mann und ein ausgesprochener Don Juan ist, heiratet eine zwar schöne, aber zarte, stille und innerliche Frau. Da bleiben aufreibende Sorgen und seelische Kämpfe nicht aus. Der Ehebruch scheint unvermeidbar. Und eines Nachts flieht die Frau auf einem gebrechlichen Kahn hinaus in Eis, Wind und Wellen.-

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Es schien in diesen Wochen immer seltener erforderlich, dass sie im Atelier Diktat aufnahm. Die technischen und geschäftlichen Schriftstücke gingen den beiden neuen Sekretärinnen fehlerfrei von der Hand. Nur die Briefe, die den Verkauf der amerikanischen Patentrechte an die Firma Horlovius in Boston vorbereiteten, bearbeitete Felix noch immer persönlich.

Er kannte die Tochter des Bostoners schon von seiner Knaben- und Studienzeit her. Mary Horlovius hatte jahrelang bei ihrer Tante hier in Berlin gelebt. Als sie das Gymnasium und die Universität besuchte, war sie der „Schwarm“ ganzer Klaffen, ganzer Semester. Felix Haddendahl hatte mit ihr zusammen an schneereichen Tagen den Skisport im Grunewald entdeckt. Auch als Wellenreiter auf den Havelseen hatten sie sich mit einer besonders erlesenen Gruppe im letzten Sommer vor Marys Heimkehr nach Boston betätigt. Ihr Abschied erfolgte sehr plötzlich; bei einem Flugzeugunglück waren ihre Mutter und ihr Bruder ums Leben gekommen. „Moll“ — wie sie in der grossen Schar ihrer Freundinnen, Freunde und Anbeter hiess — vermählte sich im Jahr darauf mit Herbert Griffith, der in die Firma seines Schwiegervaters eingetreten war. Seit einiger Zeit aber unterzeichnete Mary Griffith, geb. Horlovius, die Briefe, die Felix empfing. Moll stand im Scheidungsprozess mit ihrem Mann; Herbert Griffith war aus der Firma Horlovius bereits ausgeschieden. In ein paar persönlichen Zeilen teilte Moll dem noch unvergessenen Jugendfreund dies mit.

Beim Ablegen der Korrespondenz mit Boston musste die neue Sekretärin die Hilfe von Fritzi in Anspruch nehmen, weil hier Geschäftliches und Persönliches durcheinanderliefen. So erfuhr Fritzi, dass Moll beabsichtigte, im Frühjahr für einen kurzen Trip über den grossen Teich herüberzukommen und sich wichtiger Geschäfte halber in London, Paris, Berlin und Budapest umzusehen. Natürlich sollte Felix rechtzeitig benachrichtigt werden, damit sie auch ihn sprechen könnte.

Vier Jahre war sie nicht mehr in Europa gewesen. „Es hat sich inzwischen viel bei Euch geändert. Du bist verheiratet? Wer hätte das gedacht! Ich hoffe: glücklicher als ich. Wenn Du mir aber persönlich schreibst, dann nenne mich ‚Moll‘, wie früher immer. ‚Mary‘ nannte mich Herbert. Seitdem kann ich den Namen nicht mehr leiden.“

Das stand im letzten Brief aus Boston, den Fritzi zu lesen bekam. Mit ihrer grosszügigen Handschrift hatte es Mrs. Griffith quer über das Blatt geschrieben, das in Maschinenschrift eine geschäftliche Mitteilung der Firma Horlovius aufwies.

Es beschäftigte Fritzi sehr. Die wenigen Wochen seit ihrer Verlobung mit Hans, seit ihrer Kündigung bei der Firma Haddendahl und seit Beginn der gereizten Stimmung, die ihr bisheriger Chef sie fühlen ließ, hatten genügt, sie stark umzumodeln.

Sie warb durchaus nicht mehr um gutes Wetter im Hause Haddendahl, war mehr höflich als gewinnend, blieb jederzeit sachlich; und dass Felix sie geflissentlich übersah, schien sie gar nicht zu bemerken. Kam aber Frau Höllscher einmal in die Optische Anstalt, um ihren Mann abzuholen, dann entwickelte Fritzi bei einer solchen Begegnung eine Wärme und einen Mitteilungsdrang wie nie zuvor.

Sie sei namenlos glücklich! versicherte sie der Gattin des Seniors. Denn Hans Kern sei nicht nur ein ritterlicher Mensch, ein hochbegabter Architekt mit verblüffenden Einfällen, um den sich jetzt alles reisse, sondern er lasse sie auch in seine Arbeit Einsicht nehmen ... Das war die Erfüllung eines Lieblingstraumes, der sie schon immer beherrschte! Strahlend jung und schön stand sie der etwas kritischen, illusionsbaren, nüchternen Frau gegenüber, die den stärksten Gegensatz zu ihrem Bruder Felix bildete.

Frau Höllscher zog die Stirn in hundert kleine Fältchen. „Mein liebes Kind: Wenn erst Kinder da sind und wenn Ihr Hausstand immer grösser und schwieriger wird, dann heisst es natürlich, auf all das verzichten. Wer kocht jetzt bei Ihnen? Seit mein Edu magenkrank ist, muss ich den halben Tag mit in der Küche stecken. Nun, es hat eben ein jedes seine besonderen Pflichten und Aufgaben.“

Natürlich bekam es auch Felix von seiner Schwester zu hören, was für eine blendende Laufbahn seine frühere Sekretärin betreten habe. Die beiden Blaufüchse, die sie trug, seien, meinte Lore, die schönsten, die sie im ganzen Winter gesehen.

Und Kordula fragte ihn ebenfalls nach ihr. Denn Fritzi hatte jetzt nicht mehr so viel Zeit wie früher, auf ein Teestündchen zu ihr zu kommen. Der Kreis, der sich für Hans Kern interessierte, wuchs ständig. Seine Pläne gefielen, seine Schöpfungen wurden viel besprochen. Und überall wollte man seine blonde Frau kennenlernen, die für eine Schönheit galt.

Seltsam: Felix hatte sie schon ganz aus dem Gedächtnis verloren. Er wusste nichts von ihr, hörte kaum zu, wenn über sie gesprochen wurde.

Übrigens schien die Unruhe in ihm in den letzten Wochen fast beängstigend anzusteigen. Er war oft wie elektrisch geladen, fast hektisch. Die gute Laune, die er mitbrachte, wenn er sich zwischen der Atelierarbeit und irgendeiner Sitzung oder einem festlichen Empfang auf ein Stündchen zu Hause zeigte, war vorgetäuscht. Gewiss, er wusste Witziges zu erzählen, wie auch früher immer, er zitierte aus dem Gedächtnis oft lange, lustige Dialoge aus Shakespearekomödien, um Kordula anzuregen und auf fröhlichere Gedanken zu bringen, wenn sie ihn mit ihren ängstlichen Augen so bittend und forschend ansah — aber gerade dann fühlte sie, dass er an ganz anderes dachte.

„Seine grosse Liebe kommt ja aus Boston zurück!“ warf Fritzi einmal unüberlegt hin. Es klang, als sei er in solchen Dingen nicht ernst zu nehmen. Sie schüttelte lachend den Kopf dabei.

Kordula hatte sich über ein paar Wunderlichkeiten ihres Mannes wohl etwas zu vertraulich geäussert, vielleicht gerade, weil Fritzi ihr so aus vollem Herzen von ihrem namenlosen Glück erzählte. Aber der plötzliche Ernst in Kordulas Zügen, der wie ein Schreck wirkte, teilte sich sofort auch Fritzis Miene mit. Sie suchte die Entgleisung rasch zu entschuldigen. Aber je mehr sie sagte, da Kordula schwieg, desto schlimmer wurde es ...

Eine Stunde später rief Fritzi von daheim bei ihr an und bat noch einmal um Verzeihung für die oberflächlich hingeworfene Bemerkung. Sie könnte sich’s niemals vergeben, wenn sie Frau Haddendahl ernstlich gekränkt haben sollte.

Kordula brauchte einige Zeit, bis sie die Fassung wiederfand. Sie hatte gelernt, die kleinen Abenteuer, mit denen Felix seinen Lebensweg schmückte, zu übersehen. Aber vor einer wirklich grossen Liebe, die ihn etwa überfiele, ängstigte sie sich. Er war ein grosser Wortkünstler. Seine blitzhaften Einfälle, seine schalksnärrischen Verdrehungen, wenn er plötzliche Entschlüsse zu begründen, zu erklären, zu verteidigen suchte, waren für sie stets das Zeichen, dass da etwas Neues in ihm rang. Er war aber bis zur letzten Sekunde seines lustigen Abschieds immer so ritterlich, so zärtlich, fast väterlich in seiner ganzen jungen Art, dass sie sich zwang, nur auf den guten Ton seines Herzens zu hören, dessen Schlag ihr ja doch ganz allein galt.

„In Boston“, sagte Kordula mit trockenem Munde, „lebt Mary Horlovius. Eine Jugendbekannte von Felix. Meinten Sie die?“

„Ach, eine Studentenschwärmerei, gewiss nicht mehr. Es war tatsächlich nur eine dumme Redensart, hingeworfen ohne jede Berechtigung. Hans hab’ ich’s gebeichtet. Er hat mir zu Hause arg zugesetzt. Zum erstenmal, seitdem wir verheiratet sind.“

Nach einer Pause nahm Kordula das Gespräch wieder auf. Ihre Stimme klang angstvoll. „Wir sind doch jetzt befreundet, Fritzi, nicht? Wollen Sie immer ehrlich zu mir ein?“

„Aber gewiss, gewiss!“

„Auch wenn das Leben Sie zwingt, mir dabei einmal wehe zu tun?“

Nun zögerte Fritzi. „Nehmen Sie jetzt nicht alles viel zu schwer?“

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