Vom Urinstinkt zum Wirtschaftszweig Vom Urinstinkt zum Wirtschaftszweig
Was hilft gegen Angst? Was hilft gegen Angst? Wir müssen nicht immer gleich zu Medikamenten greifen. Denn das Leben stattet uns mit vielen ganz natürlichen Mitteln aus, die uns beim Bekämpfen von Ängsten unterstützen. Den gesunden Menschenverstand haben wir ja bereits erwähnt und können ihn gar nicht genug betonen. Aber es gibt noch viel mehr natürliche und äußerst wirksame Anti-Angst-Mittel – zum Beispiel:
Die Ängste der Deutschen Die Ängste der Deutschen Die regelmäßige Studie »Die Ängste der Deutschen« im Auftrag der R+V Versicherung basiert auf 16 Grundängsten, die jedes Jahr abgefragt werden. Aufgeteilt sind diese in wirtschaftliche bzw. politische Themen, externe Bedrohungen, persönliche Sorgen und Umweltängste. Alles Wissenswerte dazu gibt es unter: https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen In den Ergebnissen der Studie aus dem Jahr 2016 sind besonders zwei Tendenzen zu beobachten:
German Angst – die geerbte Angst German Angst – die geerbte Angst Aufgrund der aktuellen Studie könnte man das, was man uns Deutschen bereits seit längerer Zeit nachsagt, bestätigt sehen. Viele denken, wir seien ein Volk der Angsthasen: Für uns hat man international sogar den Begriff »German Angst« kreiert, der eine unbegründete Angst oder Besorgtheit – besonders vor dem Verlust des eigenen Lebensstandards – ausdrücken soll.
Das 21. Jahrhundert: Jahre der Angst?
Die Generation Angst: Sind die Alten schuld?
Wann haben wir Menschen Angst?
Ängste loswerden: Der Kill-dein-Kaninchen-Teil
Ängste unter der Lupe
Diese Ängste betrachten wir genauer
1. Angst vor Einsamkeit: Das Kein-Kontakt-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Einsamkeit?
Was ist irreal an der Angst vor Einsamkeit?
Tod dem Kein-Kontakt-Kaninchen!
2. Angst vor Armut: Das Keine-Kohle-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Armut?
Was ist irreal an der Angst vor Armut?
Tod dem Keine-Kohle-Kaninchen
3. Angst vor Unbekanntem: Das Neu-Phobie-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Unbekanntem?
Was ist irreal an der Angst vor Unbekanntem?
Tod dem Neu-Phobie-Kaninchen
4. Angst vor Veränderung: Das Traditions-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Veränderung?
Was ist irreal an der Angst vor Veränderung?
Tod dem Traditions-Kaninchen!
5. Angst vor Verlust: Das Es-gehört-mir-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Verlust?
Was ist irreal an der Angst vor Verlust?
Tod dem Es-gehört-mir-Kaninchen!
6. Angst vor dem Scheitern: Das Schiefgeh-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor dem Scheitern?
Was ist irreal an der Angst vor dem Scheitern?
Tod dem Schiefgeh-Kaninchen!
7. Angst vor Krankheit und Tod: Das Apotheken-Umschau-Kaninchen
Was ist real an der Angst vor Krankheit und Tod?
Was ist irreal an der Angst vor Krankheit und Tod?
Tod dem Apotheken-Umschau-Kaninchen
Ausblick: Angst vor der Zukunft?
Wie sieht die Angst in der Zukunft aus?
Der Absch(l)uss: Das Ende unseres Kaninchenstalls
Quellen und Literatur
Die Autoren
»Kill dein Kaninchen!« ist rein metaphorisch zu verstehen.
Die Autoren bitten ausdrücklich darum, davon abzusehen,
sich auf die Jagd nach realen Kaninchen zu begeben.
Wenn das Kaninchen tot ist, gibt’s ein Happy End!
An einem Nachmittag im Sommer 2016 sitzen wir zusammen bei einem Arbeitslunch im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Es ist eines unserer monatlichen Treffen, bei denen wir uns über den Stand unserer gemeinsamen Projekte informieren, neue Ideen spinnen und von Hölzchen auf Stöckchen kommen. Ein ganz zentrales Thema an diesem verregneten Sommertag ist die Angst. Ob bei der Arbeit oder im Privatleben: Wir beobachten beide, wie um uns herum das Thema Angst immer präsenter wird. Die Grundstimmung bei unseren Freunden und Bekannten scheint immer ängstlicher zu werden, sich manchmal sogar in Panik zu ergießen. Und medial wird diese Angst auch noch geschürt. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Horrormeldungen und Warnungen über TV, Radio, Print, Online und die sozialen Netzwerke verbreitet werden.
Um uns herum verbreitet sich die Angst!
Es fängt jedoch bereits viel kleiner an. So mancher quält sich durch eine unglückliche Beziehung, weil er das Alleinsein mehr fürchtet als häufige Streitigkeiten und permanente Unzufriedenheit. Einige trauen sich aus Angst vor Überfällen nur noch mit Pfefferspray in der Tasche aus dem Haus. Andere gehen nicht mehr ins Kino, nicht mehr auf Konzerte und schon gar nicht auf Großveranstaltungen, weil sie überall Terrorgefahr wittern. Bedauerlicherweise entdecken wir auch bei uns selbst Tendenzen – sagen wir mal – der Besorgnis.
Wir, das sind Spontaneitätsexperte Ralf Schmitt und Kommunikationsprofi Mona Schnell. Beide selbstständig, erfolgreich mit dem eigenen Unternehmen, beide glücklich liiert und beide immer wieder in kleinen oder größeren Momenten gefangen, in denen das Panik-Kaninchen uns dominiert. Das heißt: Uns beschleicht zum Beispiel mal mehr, mal weniger häufig das Gefühl, unsere Fixkosten seien zu hoch, unsere Ausgaben nicht mehr überschaubar oder unsere Investition in ein Thema zu groß. Ralf sorgt sich darum, wie seine Kinder aufwachsen und was das Bildungssystem noch leistet. Mona fragt sich manchmal, ob Reisen noch sicher ist und was man aufgrund der ganzen Lebensmittelskandale überhaupt noch essen kann.
Ängsten mit einem Augenzwinkern begegnen!
Auch in unserer jahrelangen Zusammenarbeit, die naturgemäß mal besser, mal schlechter läuft, spielt die Angst davor, zu viel zu investieren – sei es Geld oder Arbeitsaufwand im Vergleich zu entgegengebrachter Wertschätzung – immer wieder eine Rolle. Zu unseren Stärken als Team zählt aber, dass wir offen über diese Thematiken sprechen können und auch in vermeintlich schlechten Momenten dem anderen nie die Tür vor der Nase zugeschlagen haben. Trotzdem waren und sind auch wir nie wirklich dagegen gefeit, in Panik zu verfallen. Als Team aus Flexibilitätsprofi (Ralf Schmitt) und Öfter-mal-was-Neues-Junkie (Mona Schnell) können und wollen wir das aber nicht so einfach auf uns sitzen lassen. Wir haben uns mit diesem Buch darangemacht, Ängsten entgegenzutreten und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Dafür haben wir Tipps und Kniffe entwickelt, die wir entweder selbst ausprobiert und für tauglich befunden oder die andere für uns erfolgreich getestet haben.
Wir sind beide keine Psychologen, Psychoanalytiker oder Heilpraktiker in diesem Bereich, auch wenn wir hier an mancher Stelle Studien und Meinungen von Fachexperten zu Rate ziehen. Wer eine medizinisch fundierte Betrachtungsweise erwartet, sollte dieses Buch lieber gleich weiterverschenken. Wir heilen keine Traumata und kurieren keine Phobien. Wir führen keine Gesprächstherapie durch und machen keine Familienaufstellung. Dafür gibt es Fachleute, die Sie unbedingt konsultieren sollten, wenn Sie sie brauchen.
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