Olaf Nägele - Goettle und die Blutreiter

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Weingarten rüstet sich für den Event des Jahres. Tausende Pilger und Reiter freuen sich auf den Blutritt. Doch hinter den Kulissen gibt es ein Problem: Die Heilig-Blut-Reliquie wurde gestohlen. Verzweifelt bittet Stadtpfarrer Seegmüller seinen Biberacher Amtskollegen Andreas Goettle um Hilfe. Goettle trifft auf Feministinnen, Tierschützer und einen geschassten Securitychef, die allesamt Motive hätten, die Veranstaltung zu verhindern. Gerade als eine Erpressermail auf eine erste Fährte führt, wird der Hauptverdächtige ermordet …

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Andreas Goettle rieb sich über das Kinn. Die Schilderung des Weingartener Pfarrers ergab nicht sehr viele Anhaltspunkte für eine Ermittlung.

»Hen Se die Gestalta erkannt, die vor Ihne g’floha sen? Könntet des die Tierschützer g’wesa sei? Oder gibt’s no meh Leut, die was an die Kirchamauer sprühet?«

Seegmüller schüttelte den Kopf. »Nein, es war zu dunkel, ich habe niemanden erkannt. Ich könnte nicht mal sagen, ob es Männer oder Frauen waren. Sie hatten ja diese Kapuzenpullis an. Und die Tierschützer kenne ich nicht wirklich. Es gibt ein paar Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule, die hin und wieder Flugblätter in der Stadt verteilen. Aber die haben mit den Schmierereien nichts zu tun. Das hat die Polizei herausgefunden. Ich habe ja wegen der Graffitis Anzeige gegen unbekannt erstattet.«

»Irgendwie kann i mir des au net vorstella, dass die so gewieft vorganget. Die oine lenket Sie ab ond die andere verstecket sich in dr Kirch, um die Reliquie zum klaua. Die hen ja net wissa könna, dass Sie die Alarmolag net wieder anstellet, bevor Se nauslaufet. Des passt net z’samma.«

Pfarrer Seegmüller heulte auf. »Ja, streuen Sie ruhig Salz in meine Wunden. Ich weiß, dass ich allein die Schuld an dieser Misere trage. Glauben Sie mir, ich würde alles dafür tun, diesen Fehler wiedergutzumachen.«

»Tja, des schlechte G’wissa müsset Se jetzt aushalta«, erwiderte Pfarrer Goettle und lächelte sanft. »Aber mol im Ernschd: Wer könnte Interesse an der Reliquie han oder könnte es sei, dass oiner den Blutritt verhindera will?«

Seegmüller ging um seinen Schreibtisch herum, zog eine Schublade auf, kramte eine Mappe hervor und warf sie vor Goettle auf die Schreibtischplatte. »Da drin sind alle Artikel, Briefe und E-Mails gesammelt, in denen sich Menschen negativ über die Prozession äußern. Genervte Autofahrer, deren Fahrzeuge in den letzten Jahren abgeschleppt wurden, weil sie sich nicht an das Parkverbot in der Innenstadt gehalten haben. Frauen, die sich darüber beschweren, dass sie nicht teilnehmen dürfen. Anwohner, die sich durch die Prozession in ihrer Ruhe gestört fühlen. Menschen, die keiner Kirche angehören und kein Verständnis für den Blutritt aufbringen können. Menschen, die einem anderen Glauben angehören und sich ausgeschlossen fühlen. Radikale Kirchenhasser, Wutbürger, Verschwörungstheoretiker, die gegen alles sind, und so weiter. Wenn Sie diese Papiere durchlesen, werden Sie denken, dass niemand den Blutritt will.«

Goettle blätterte in dem Papierstapel und zog einen Brief hervor, der aus Zeitungsbuchstaben verschiedener Größe zusammengesetzt war. »Wir bluten für den Blutritt«, stand dort geschrieben. »Aufruf zur Massen-De-Menstruation! Frauen Oberschwabens versammelt euch!«

Biberachs Pfarrer ließ kopfschüttelnd das Blatt sinken. »Des Schreiba könnt von meine ›Grüne Minne‹ sei. Des isch a Frauengruppe in Biberach, mit denne isch net zum spaße. Wenn die sich was in dr Kopf g’setzt hen, kennet die koi Pardon. Außerdem spennet die a bissle. Aber Diebstahl? Des isch eigentlich net die Art von de ›Minne‹.«

»Was machen wir denn jetzt?«, fragte Seegmüller.

»Wenn Se vielleicht doch die Polizei eischaltet?«

Weingartens Stadtpfarrer sprang von seinem Stuhl auf, als hätte ihn jemand unter Strom gesetzt.

»Auf gar keinen Fall!«, polterte er. »Wenn die Polizei ermittelt, erfährt über kurz oder lang die Presse von dem Diebstahl. Und das macht ganz schnell in ganz Weingarten, ach was sage ich, in ganz Oberschwaben die Runde. Keine Reliquie, kein Blutritt. Das wäre eine Katastrophe für die gesamte Region.«

Goettle massierte die Schläfen. Er konnte es sich gut vorstellen, was eine solche Nachricht nach sich ziehen würde: Hotels würden massenhaft Stornierungen erhalten, die Ladengeschäfte würden Umsatzeinbußen hinnehmen müssen und das Image der Kirche würde unter dem Diebstahl immens leiden. Medien würden sich auf die Geschichte stürzen und sie ausschlachten. Den armen Seegmüller würden sie als Bruder Leichtfuß markieren, der nicht imstande war, auf die Kostbarkeit aufzupassen. Und es war damit zu rechnen, dass es für ihn berufliche Konsequenzen haben konnte. Die Diözese würde sich einschalten und Ermittlungen anstellen, der öffentliche Druck auf Seegmüller würde zunehmen und letztlich würde er zurücktreten müssen.

»Ond wie wär’s, wenn a Duplikat zom Einsatz käm? Zumindeschd für den Altar. Damit die Besucher koine Froga stellet.«

Seegmüller stutzte und sah sein Gegenüber nachdenklich an. »Für den Altar wäre das eine Notlösung. Den Blutritt können wir jedoch nicht mit einer Fälschung durchführen. Es geht schließlich um Gottes Segen, der den Menschen Trost und Hoffnung schenkt. Mit einer Replika kann das nicht gelingen, das wäre Betrug an allen Gläubigen.«

Goettle nickte. Er hatte selbst einige Male am Blutfreitag teilgenommen und die Kraft gespürt, die von der Prozession ausgegangen war. Er hatte sich einer Gemeinschaft zugehörig gefühlt, und als das Heilige Blut an ihm vorübergetragen wurde, war es, als würden Herz und Geist gleichzeitig berührt. »Sie hen natürlich recht. Mir machet des so: Fürs Erschde sperret mir den Zugang zum Altar und hänget a Tuch drüber. Mir saget, dass er saniert werda muas, ond dann solltet mir jemand finda, der an Reliquiar macha kann.«

»Nun, da gäbe es eine Lösung. Ich kenne jemanden, der in der Lage wäre, eine Kopie des Reliquiars anzufertigen. Ich fürchte allerdings, der Herr ist nicht besonders gut auf mich zu sprechen. Und ehrlich gesagt möchte ich ihn nicht um einen Gefallen bitten, geschweige denn ihn in diese Geschichte einweihen. Diesen Triumph gönne ich ihm nicht.«

Goettle erhob sich. »I glaub, mir hen im Moment net so viele Möglichkeita, ond persönliche Animositäta solltet mir außa vor lassa. I schwätz mit dem Kerle. Vielleicht duat der mir an G’falla. Ond weil mir koi Zeit zom verliera hen, mach i mi glei uff der Weg.«

Eine halbe Stunde später stand Andreas Goettle im Juweliergeschäft Trautwein in der Ochsengasse und wartete darauf, dass Georg Trautwein Zeit für ihn fand. An den Wänden des altmodisch wirkenden Ladens hingen kunstvoll gefertigte Kreuze, Bilder mit christlichen Motiven, zwischen den Vitrinen mit den Schmuckstücken standen Ikonen und Figuren von Schutzheiligen, die über die kostbaren Exponate wachten.

Der Inhaber des alteingesessenen Betriebs, ein gedrungener, grauhaariger Herr, den Andreas Goettle auf 70 Jahre schätzte, bediente ein junges Paar. Seegmüller hatte den Juwelier gut beschrieben, auch wenn er ihn mit Eigenschaften ausstaffiert hatte, die ihm etwas Diabolisches verleihen sollten. In Wahrheit handelte es sich bei Trautwein um einen gutmütigen, höflichen Gesellen, der zudem mit der Geduld eines Bahnschrankenwärters auf der Schwäbischen Alb ausgestattet war, wie Andreas Goettle während des Verkaufsgesprächs erfahren durfte. Der weibliche Part seines Kundengespanns hatte das Objekt der Begierde offensichtlich bereits für sich entdeckt, während sich beim maskulinen Teil die Freude in Grenzen hielt. Offensichtlich war der Preis des Herzensstücks der jungen Dame jenseits der finanziellen Schmerzgrenze des jungen Mannes.

»Schau doch, wie der Ring funkelt. Wie meine Augen«, versuchte sie, ihn zu überzeugen.

»Deine Augen funkeln nur, wenn du wütend bist«, gab er zur Antwort.

Trautwein lächelte milde und sagte nichts.

»Ach, bitte. Den oder keinen«, schob sie nach.

»Also gut: keinen«, parierte er.

»Ich kann Ihnen das Stück gern reservieren«, bemühte sich Georg Trautwein zu schlichten. »Sie überlegen in Ruhe und sagen mir Bescheid, wenn Sie sich für oder gegen den Ring entschieden haben.«

Er nahm das Schmuckstück und legte es in die Vitrine zurück. Die junge Frau verließ enttäuscht den Laden, ihr Galan folgte ihr mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

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