Martin Luther - Martin Luther

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"Ich vermag nichts ohne Gott, und Gott will nichts ohne mich!" Martin Luther
Martin Luther (1483 bis 1546), der Reformator und Bibelverdeutscher, ein Gründervater der deutschen Sprache auch ein christlicher Mystiker? Wie immer man diese Frage beantworten will, fest steht, dass die von ihm ausgegangene religiöse Erneuerung ohne wirkkräftige Impulse aus der deutschen Mystik und eigenes Erleben nicht zu denken ist. Ihm verdanken wir die Entdeckung der von ihm hoch eingeschätzten Theologia Deutsch. Die durch ihn proklamierte Freiheit des Christenmenschen ist aus inneren Erfahrungen erwachsen, die zugleich am Anfang des Protestantismus stehen. Es fehlen aber auch nicht kritische Töne, da Luther das innere Wort nie unter Preisgabe des an das Wort der Schrift gebundene äußere Wort gelten ließ.
Aus dem umfangreichen Werk des Wittenberger Reformators hat Gerhard Wehr eine repräsentative Auswahl von Texten zusammengestellt und mit Erläuterungen erschlossen.
Dazu gehören meditativ gehaltene Beiträge sowie Schriften zur christlichen Brautmystik, Texte aus Luthers Magnificat-Auslegung, aus seiner Freiheitsschrift und verwandten Abhandlungen.

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Angesichts eines solchen Negativbefundes stellt sich die Frage, welche Chance die christliche Mystik im Protestantismus überhaupt gehabt hat, und zwar bereits in ihrer Anfangszeit, also etwa im ersten Jahrhundert nach dem sogenannten Thesenanschlag von 1517. Und muss man – um auf jenes Wort von Harnack anzuspielen – etwa die Mystik erst künstlich „protestantisch“ machen? Oder gehört nicht gerade sie vielmehr zum Wesensbestand des christlichen Glaubens überhaupt, und zwar unabhängig von allen konfessionellen Verschiedenheiten? Man denke nur an die reiche Tradition, die sich von der Urchristenheit, von Paulus und dem Johannesevangelium her über viele Jahrhunderte und kirchengeschichtliche Epochen hinweg erstreckt. 7Und nicht nur dies: Man nehme nur das berühmte Wort Karl Rahners: „… der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, einer, der etwas ‚erfahren‘ hat, oder er wird nicht mehr sein …“ 8

Zu sprechen ist nun von Martin Luther (1483 – 1546) selbst. Nicht darum soll es gehen, den Wittenberger Reformator für eine bestimmte Frömmigkeitsform ausschließlich dingfest machen zu wollen oder als „Mystiker“ auszurufen. Aber außer Frage steht, dass Luther ohne wirkkräftige Impulse aus der mystischen Tradition gar nicht zu denken ist. Sie bestimmt seine gelebte individuelle Frömmigkeit, sein Gebetsleben, seine meditative Vergegenwärtigung der Christusbotschaft. Will man seine Glaubensart auf einen einfachen Nenner bringen, dann erinnert man sich seiner These: „Gebet, Meditation und [Bewährung in der] Anfechtung machen einen Theologen aus.“ ( Oratio, meditatio et tentatio faciunt theologum ). Sie begründen das geistliche Leben eines Christenmenschen. Davon wird noch zu sprechen sein.

Man erinnere sich: Luther, der aus Eisleben stammende anfängliche Jurastudent, hatte bereits während seines Studiums eine Lebenswende vollzogen. 9Es war ein Spontanereignis während eines heftigen Gewitters, das den letzten Anstoß dafür gab, dass der mit dem Todesproblem ringende junge Mann seinem Leben die entscheidende Wende gab. Es führt zum Entschluss, ein Augustiner-Eremit, also Mönch und Ordensmann, zu werden. In seinem Erfurter Mutterkloster wurde er in die geistliche Disziplin eingeführt, in Gebet und Meditation, nicht zuletzt in die cognitio Dei experimentalis , also in die auf Erfahrung gegründete Gotteserkenntnis. Diese Formulierung gilt als eine Standarddefinition dafür, was schon Jahrhunderte vor Luther unter christlicher Mystik verstanden worden ist. Insofern hat christlicher Glaube nicht etwa mit einem bloßen Für-wahr-Halten dogmatischer Aussagen zu tun, sondern mit innerer Erfahrung , die wiederum auf die ganze Lebenshaltung im Angesicht Gottes ausstrahlt. Mit anderen Worten: Unter Mystik lässt sich die lebendige, in die Tiefe der menschlichen Existenz eingreifende Erfahrung der Gottesgegenwart verstehen. Von daher gesehen hat Luther auch niemals aufgehört, „katholisch“ zu sein. Das heißt, er hat nie aufgehört, der einen allgemeinen Kirche des einen Jesus Christus anzugehören und seine Existenz auf ihn zu gründen.

Zum anderen gibt es das, was sich als die „Ökumene des Geistes“ bezeichnen lässt, die ebenfalls von keiner Konfession, auch nicht vom Christentum in seiner Gesamtheit ausschließlich in Anspruch genommen werden kann. Es handelt sich darum, dass der geistoffene Mensch mit all jenen innerlich verbunden ist, die in der einen oder anderen Religionsform durch die innere Stimme des Geistes angesprochen werden. Mystisch sensible Menschen, unter ihnen in den Tagen der Reformation beispielsweise Thomas Müntzer oder Sebastian Franck, setzten sich über die konfessionalistischen Pferche hinweg und wollten auch „Türken und Heiden“, also Muslime und andere Nichtchristen, dabei haben, wenn sie vom Leben im Geist Zeugnis ablegten. Das entsprach freilich einer erheblichen Erweiterung ihres Mystik-Verständnisses. Zurückblickend könnte man auch von der Bewegung der Gottesfreunde und Gottesfreundinnen sprechen, die in den Tagen von Johannes Tauler, Heinrich von Nördlingen, Christina Ebnerin und vielen anderen in einem regen Austausch gelebt haben. Von diesem älteren Zweig dieser Geistesart ist Luther nicht abzulösen. Auch wenn er Schriften Meister Eckharts wohl nicht kannte, so schätzte er die Predigten Taulers sehr! Thomas Müntzer und viele andere folgten hierin Luthers Empfehlung.

2. LUTHERS ZUGANG ZUR MYSTIK

Die Berührung mit der Mystik muss bei Luther schon verhältnismäßig früh eingesetzt haben, auch wenn sie erst in der Reife seines Lebens und theologischen Schaffens voll zum Tragen gekommen ist. Bereits während seiner kurzen Magdeburger Schulzeit (1497/98) kam es zu ersten Berührungen. Martins Lehrer waren in Magdeburg „Brüder vom gemeinsamen Leben“. Es handelte sich um Vertreter jener Devotio moderna (neue Frömmigkeit), die eine persönlich erfahrene und gelebte Religiosität betonten. Es ging um die Imitatio Christi 10, um das große, die christliche Existenz bestimmende Thema Nachfolge Christi. Das ist auch der Titel der bis heute weit verbreiteten Erbauungsschrift, die dem Thomas a Kempis (gestorben 1471) zugeschrieben wird: „Daher sei unser höchstes Studium, uns in Jesu Leben zu versenken. Seine Lehre überragt ja alle Lehren der Heiligen, und die Gottes Geist haben, werden dort ‚verborgenes Manna‘ finden … Wer aber Christi Worte völlig verstehen und schmecken will, der muss danach trachten, sein ganzes Leben ihm nachzubilden [ conformitas ].“ 11

Aus demselben Kreis jener Devotio moderna stammt ein anderes Werk, das der junge Erfurter Augustiner hoch schätzte, nämlich das sogenannte Rosetum geistlicher Übungen des Mauburnus (Johannes Mombaer aus Brüssel). Auf diese Weise gewann Luther Einblick in die meditative Praxis vom ältesten Christentum bis zu den Mystikern und Mystikerinnen des Mittelalters. Und das kann nicht die einzige Quelle dieser Art gewesen sein. Wesentlich ist die Gebetspraxis als solche, die durch den gottesdienstlichen Vollzug Tag für Tag und von Gebetszeit zu Gebetszeit im Kloster geübt wird. Man sollte daher nicht vergessen, dass der Initiator der Reformation volle fünfzehn Jahre lang Mönch gewesen ist! Nun fragt es sich: Wie passen Mystik und reformatorische Erkenntnis bei Luther biografisch betrachtet zusammen? – Es ist der in die Tiefe der Gottesferne und der daraus sich ergebenden Verzweiflung hineingestürzte, mit der iustitia Dei , der Gerechtigkeit Gottes, ringende Christ, der keinen Ausweg findet. Dieser Situation gibt er Ausdruck in den Versen aus seinem Lied „Nun freut euch lieben Christen g’mein“:

„Die Angst mich zur Verzweiflung trieb, dass nichts denn Sterben bei mir blieb / zur Höllen musst ich sinken.“

Von seinem darin sich ausdrückenden Sündenbewusstsein gepeinigt, wendet sich der geängstigte Mönch an Johannes von Staupitz, den für ihn zuständigen Ordensoberen, der selbst durch mystische Erfahrung geprägt ist. Und wenn Luther rückblickend sagt, er habe seinen entscheidenden Erkenntnisgewinn, seinen Existenzgewinn als das Sein in Christus , allein ihm zu verdanken, dann wird deutlich, welche seelsorgerliche Hilfe er von dem älteren Mitbruder empfangen haben muss. Das konnte Luther nur deshalb bekennen, weil Johannes von Staupitz seinen jungen Ordensbruder auf Christus – solus Christus (allein Christus) – hingewiesen hat, sodass er sagen konnte: Allein Christus ist unsere Gerechtigkeit, und zwar nicht etwa in Gestalt einer unerfüllbaren Forderung religiöser Werke, die die mittelalterliche Kirche von jedem Einzelnen verlangt. Vielmehr ist es die bereits gegebene, als ein Geschenk zu empfangende unverdienbare Gnade Gottes, die das Heil verbürgt. Vereinfacht ausgedrückt und auf die neutestamentliche Quelle bezogen, heißt das: Es ist die Christus-Mystik des Apostels Paulus, die für den werdenden Reformator bestimmend wird, sodass er als Ergebnis seines religiösen Erkenntnisringens sein programmatisches sola fide (allein aus Glauben) formulieren kann. 12

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