16. KAPITEL: BIËN WU / Naturkundliches
17. KAPITEL: AI GUNG WEN DSCHENG / Die Fragen des Fürsten Ai über die Regierung
18. KAPITEL: YEN HUI
Trennungsschmerz• Der vollendete Mensch• Der Edle• Richtlinien der Güte• Der Gemeine• Mahnung an Dsï Lu• Unterschied zwischen dem Edlen und Gemeinen• Über Freundschaft• Wider das Verunglimpfen• Wider das Richten
19. KAPITEL: DSÏ LU TSCHU DIËN
Dsï Lus erste Begegnung mit dem Meister• Dsï Lus Abschied• Rechtfertigung der Amtsführung des Meisters• Verschiedene Wirkungen derselben Verhältnisse• Ehrfurcht vor dem täglichen Brot• Verschiedene Gesinnung bei gleicher Handlung• Der Schein trügt• Der Edle und der Gemeine• Persönlicher Wandel
20. KAPITEL: DSAI O / In Bedrängnis
Im Sturm nicht zagen• Dseng Dsïs stolze Armut
21. KAPITEL: JU GUAN / Eintritt in die amtliche Laufbahn
22. KAPITEL: KUN SCHÏ / Erzwungener Eid
Über Kindesehrfurcht• Die Kunst des Untenseins
23. KAPITEL: WU DI DE / Über die Kraft der fünf Herrscher
24. KAPITEL: WU DI / Die fünf Herrscher
25. KAPITEL: DSCHÏ PE / Zügelhaltung
26. KAPITEL: BEN MING GIË / Erklärung der ursprünglichen Bestimmung
27. KAPITEL: LUN LI / Über die Sitte
Über die Sitte• Über Lieder, Musik und die Sitte
28. KAPITEL: GUNG SCHE / Über Gautrinken und Schützenfeste
Das Schützenfest• Gautrinken• Fasching
29. KAPITEL: GIAU WEN / Fragen über das Angeropfer
30. KAPITEL: WU HING GIË / Ausführungen über die fünf Strafen
Gesetz und Sitte
31. KAPITEL: HING DSCHENG / Strafen und Regieren
32. KAPITEL: LI YÜN / Die Entwicklung der Sitte
33. KAPITEL: GUAN SUNG / Die Männerweihe
34. KAPITEL: MIAU DSCHÏ / Einrichtung der Ahnentempel
35. KAPITEL: BIËN YÜO GIË / Über Musik
Dsï Lus Zitherspiel
36. KAPITEL: WEN YÜ / Über den Nephrit
Der Wert des Nephrits• Wie man die Regierung eines Landes kennenlernt• Die Lehren der Heiligen
37. KAPITEL: KÜ DSIË GIË / Beugung der Grundsätze
Der Edle in Glück und Unglück• Die Rettung von Lu• Der alte Bekannte
38. KAPITEL: TSI SCHÏ ÖRL DI DSÏ GIË / Die 72 Jünger
39. KAPITEL: BEN SING GIË / Der Stammbaum des Meisters
40. KAPITEL: DSCHUNG GI GIË / Das Ende des Meisters
41. KAPITEL: DSCHENG LUN GIË / Richtigstellung der Reden
Der Förster• Wo Kungs Jünger das Kämpfen gelernt haben• Hinterlassene Anordnungen des Mong Hi Dsï• Ungehörige Freudenzeichen• Fiat justitia• Diplomatische Geschicklichkeit• Diplomatische Mahnung eines Fürsten• Unparteilichkeit• Der unparteiische Bruder• Das Ventil der öffentlichen Meinung• Dsï Tschans Eintreten für sein Land• Das Vermächtnis Dsï Tschans an seinen Nachfolger• Grausamkeit der Regierung• Gerechte Verteilung• Eherne Gesetze• Freiheit von Aberglauben• Des Meisters Rückkehr nach Lu• Fürstenmord• Hoftrauer• Gefährliche Ehrung• Die Arbeit der Frau• Unklugheit• Habsucht• Dsï Tschans Güte• Ehre vor dem Alter• Unheilvolle Einflüsse• Nehmen und geben
42. KAPITEL: KÜ LI DSÏ GUNG WEN / Die Fragen des Dsï Gung nach den Einzelsitten
Korrektur der Geschichte• Paradoxe• Benehmen des Fürsten in Notzeiten• Gegen Unordentlichkeit• Der Stallbrand• Luxus und Knickerigkeit• Dsang Wen Dschung• Dsang Wu Dschung• Die stärkste Wehr• Mitleid im Krieg• Reform der Trauersitten• Rücksicht auf verstorbene Beamte• Mangelhafte Trauerkleidung• Trauer beim Tod eines Halbbruders• Ehrung jugendlicher Tapferkeit• Mangelhafte Trauer• Beachtung der Regel• Traueranweisung an die Nichte• Die höchste Trauerbezeigung• Vollendung der Trauer• Grenzen der Trauer• Höhere Stufe der Vollkommenheit• Ende der Trauer• Armut kein Hindernis der Trauer• Wie Gi Dscha seinen Sohn begrub• Wert der Gesinnung• Sorgfalt des Meisters• Dsï Lus Trauer um seine Schwester• Die Trauer von Kungs Sohn• Ehehindernisse• Der Fürst und seine Verwandten
43. KAPITEL: KÜ LI DSÏ HIA WEN / Die Fragen des Dsï Hia nach den Einzelsitten
Blutrache• Beschäftigung während der Trauer• Prinzenerziehung• Trauer um eine Fürstin• Ausnahmen bei der Trauer• Rücksicht des Meisters• Beim Essen• Trauer der Beamten um Minister• Trauer um die Eltern• Zeit der Beileidsbezeugung• Zwei Männer der Vorzeit• Trauer für die Pflegemutter• Des Meisters Trauer• Vorsicht des Meisters• Vorsicht im Urteil• Yen Ping Dschungs Bescheidenheit• Warnung vor Übermut• Warnung vor der Trauer um einen Unwürdigen• Verstoß gegen die Sitte• Beim Tode Gung-Fu Wen-Bos• Der Tod des Dsï Lu• Der Tod des Gi Huan Dsï• Über Ahnentafeln• Des Meisters Hund
44. KAPITEL: KÜ LI GUNG-SI TSCHÏ WEN / Die Fragen des Gung-Si Tschï nach den Einzelsitten
Beerdigung zurückgetretener Würdenträger• Erbfolge• Der Tod der Mutter des Meisters• Yang Hus Taktlosigkeit• Nach Yen Huis Tod• Über den Sinn der Totenopfer• Die Geräte für die Toten• Gefahren des Totenkults• Nach Yen Huis Tod• Des Meisters Opfer für seine Eltern• Dsï Lus Vorkehrungen beim Opfer• Änderungen der Stadtordnung• Fasten• Weibliche Zurückgezogenheit• Unpassende Kleidung
Anmerkungen
Namenregister
Bibliographie
EINLEITUNG
Die Bedeutung der Konfuzianischen Schulgespräche
Die Gia Yü oder die Konfuzianischen Schulgespräche bilden eine Sammlung von 44 Kapiteln. Sie enthalten teils Geschichten aus dem Leben des Meisters Kung, teils Anekdoten, Gespräche, Urteile über Zeitgenossen und historische Persönlichkeiten, teils endlich Ausführungen größeren Umfangs über verschiedene Lebensfragen. Sie geben sich als Aufzeichnungen von Jüngern. Von den Lun Yü unterscheiden sie sich im Allgemeinen stilistisch. Die Lun Yü enthalten das Material geschliffen zu einzelnen Aphorismen. Der Anlaß der einzelnen Aussprüche ist oft nur noch stichwortartig vorausgestellt, so daß – ähnlich wie bei Goethes Sprüchen in Prosa – der Zusammenhang des Erlebens, aus dem heraus der Gedanke sich kristallisiert hat, zwar nicht ganz getilgt ist, aber doch aufs Äußerste komprimiert. Die Schulgespräche sind in diesem Stück umfangreicher, geben mehr Einzelheiten, mehr Ausmalung der Lage; der Stil ist breiter, ausgeführter.
Aber eben deshalb bietet dieses Werk mehr allgemein zugängliche Seiten als jene aufs Äußerste vereinfachten Sentenzen der Lun Yü, deren verständliche Übersetzung unter Wahrung ihres Stils fast zu den Unmöglichkeiten gehört. In mancher Hinsicht sind die Schulgespräche eine überaus wertvolle Ergänzung der Lun Yü, da sie unvermitteltes Licht auf manch einen der dunklen Aussprüche jenes Werkes werfen, der im Schein dieses Lichtes nun erst recht frisches Leben gewinnt.
Gewiß hat sich in diesen Geschichten ein geistiges Element an der Gestaltung beteiligt, formend und den Sinn deutlicher herausarbeitend, als er im unmittelbaren Erlebnis zutage trat. Dieser Geist, der so die einzelnen Stücke gestaltet, ist der Geist der konfuzianischen Schule. Der Vorgang, der uns hier entgegentritt, ist nichts anderes als die Gestaltung einer konfuzianischen Wirklichkeit höherer Ordnung aus den Vorgängen der geschichtlichen Wirklichkeit heraus. Etwas von dieser geistigen Assimilation der unmittelbaren Wirklichkeit finden wir ja in der Atmosphäre jedes wahrhaft großen Mannes, und es wäre ein verkehrtes Streben, es anders haben zu wollen; denn jeder Große kann nur dann ganz von uns aufgefaßt werden, wenn wir die geistigen Wirkungen, die von ihm ausgehen, mit zu seinem Bilde hinzunehmen. Man kann geradezu sagen, daß, je weniger Mythos sich um einen Mann bildet, desto weniger er uns zu geben vermag. Nur gibt es für den Mythos sozusagen Tonarten. Nicht jeder Mythos ist gleichwertig. Im höchsten Sinne wahr ist nur der Mythos, der den tiefsten Regionen des menschlichen Wesens entspricht.
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