Klaus Bittermann - Der kleine Fup

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Fup ist der Spitzname eines inzwischen 7-jährigen. Der Name ist eine Anspielung auf den wunderbar skurrilen Roman «FUP» von Jim Dodge, großartig übersetzt und hinreißend gelesen von Harry Rowohlt, eine Ente, die sich gerne in einem alten Autokino Filme anguckt. In kurzen Episoden beschreibt Bittermann ziemlich trocken und lakonisch die Abenteuer des bereits aus seinen Kreuzberger Szenen «Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol» bekannten Fup. Er ist Fan von Borussia Dortmund, übt fleißig den Zidane-Trick und den Übersteiger, sitzt gerne auf den Schultern seines Vaters, fährt Skateboard, sammelt Nexo Knight-, Fußball-, Star Wars- und sogar Postkarten von SPD-Politikern. Die von Sigmar Gabriel allerdings verzockt er lieber.
In wunderbar absurden Gesprächen öffnet sich immer wieder ein überraschend neuer Blick in einen ganz anderen Kosmos, in dem man nützliche Dinge erfährt, wie z.B. dass es von großem Vorteil ist, Batmans Freund zu sein, für den Fall, dass man von einem Oktopus angegriffen wird.

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»Schon mal was von Distanz gehört? Ein bisschen mehr Distanz! Das ist ja wohl nicht zuviel verlangt«, sagt der bärtige Mann sehr sehr laut.

Der andere schreit zurück: »Scheiß Distanz, du weißt doch gar nicht, was das ist!«

Ein Dritter stürzt herbei: »Jetzt seid doch mal nicht so laut.«

Fup guckt und mümmelt an seiner Laugenstange. Der Schlichter gesellt sich zu einem Schwarzen mit Bierdose. Dann kommt er zurück und sagt: »Das Arschloch will mir sein Handy nicht geben. Ick muss ne ganz wichtige SMS verschicken. Is echt wichtig.« Und zu dem Schwarzen, der Biernachschub holt: »Fick doch deine Weiber.«

Fup guckt, isst und steht den Leuten im Weg. Ich auch. Wieder schreien sich die ersten beiden Alkis an. Es geht um das beschissene Leben im Allgemeinen und wahrscheinlich auch im Besonderen. Der Schwarze ist wieder zurück. Der eine Schreihals schleicht sich von hinten an ihn ran und bewegt sein Becken vor und zurück.

Fup hat genug. Er fährt wieder nach Hause. Mit einer Hand. In der anderen hält er immer noch seine Laugenstange.

Kriegst du auf Fresse

Fup ist begeistert. Eine Achterbahn auf Wasser. Genau das Richtige für ihn. Von außen sieht das sehr verlockend aus. Auf dem Boot, wenn man nicht mehr raus kann, wird die Sache dann doch brenzlig, vor allem, wenn das Boot das steile Gefälle nach unten rauscht, schwappt und donnert. Aber Fup hält sich wacker. Nur »Mehr!«, wie es ihm sonst fordernd über die Lippen kommt, will er dieses Mal nicht.

Die Maientage in der Hasenheide haben aber noch jede Menge Attraktionen mehr zu bieten. Und Schausteller. Ich bin fasziniert von den Schaustellern, auch wenn sie sich vom Publikum inzwischen nicht mehr sonderlich unterscheiden, denn Tätowierungen – früher mal ihr Alleinstellungsmerkmal – hat inzwischen jeder, und das überall und flächendeckend. Vielleicht liegt es an den nach hinten gekämmten langen und geschwärzten Haaren aus Pomade. Vielleicht an ihrem gelangweilten und deprimierten Blick.

Ich traue mich kaum ans Kassenhäuschen. Da sitzt was Mürrisches drin und rückt nur widerwillig die Chips heraus. Es ist nicht viel los. Das Karussel fährt für Fup ganz allein, und er kann sich ganz allein auf einem Motorrad ins Zeug legen. Beim Ponyreiten werden vier traurige Ponys im Kreis geführt von einem älteren Mann, der den Kopf genauso hängen lässt wie die Ponys.

»Eine Runde noch, dann ist Schluss«, sagt der Mann. Es hört sich deprimiert und sehr existentiell an.

Auch die Bratwurst ist deprimierend. Sie hat eine dicke braune Kruste, weil sie schon lange auf dem Rost liegt. Aber schließlich muss sie noch verfüttert werden. Da kommen wir genau richtig. Fup schmeißt seine Bratwurst einfach in den Sand. Das ist nicht die schlechteste Alternative.

Wir setzen uns auf eine Bank. Neben uns lärmen zwei türkische Großfamilien. Einer der Män­ner guckt uns lange an. Dann fragt er: »Seid ihr Sinti?«

»Nein«, sagt Nadja, und das ist schade, dass man immer automatisch die Wahrheit sagt, denn jetzt werden wir nie erfahren, was gewesen wäre, wenn wir gesagt hätten: »Sieht man uns das so deutlich an?«

Sofort entbrennt eine heftige Diskussion darüber, von der wir allerdings nichts verstehen, weil auf türkisch diskutiert wird.

»Bist du der Mann«, fragt mich der andere Mann. Komischerweise weiß ich sofort, was er meint. Fröhlich halte ich meine Hand mit dem Ehering in die Höhe. Der befindet sich bei mir am Mittelfinger, und um den Ring zu betonen, knicke ich die anderen Finger ein. Für eine Sekunde wird es plötzlich ganz still. Man hätte eine Stecknadel gehört, hätte jemand eine fallen lassen. Aber niemand hatte eine Stecknadel zur Hand. Das ist natürlich Quatsch, aber ich wollte das immer schon mal schreiben. In Wirklichkeit ergießt sich die Soße aus Schnulzen, Rap und Techno auch weiterhin über den Platz und verklebt die Ohren.

»Wenn du so machen«, sagt der Mann, zeigt mir den Mittelfinger und lacht, »kriegst du auf Fresse.« Erst jetzt fällt mir auf, dass meine Geste nicht besonders glücklich gewählt war. Das hat man davon, wenn man unbedingt seinen Ehering vorzeigen muss.

Fast wie in Mexiko Stadt

Fup quiekt: »Mehr«. Ich sage: »Das heißt: höher«, obwohl ich zugebe, dass das eine etwas spitzfindige Diskussion ist, denn ob er nun auf der Schaukel »mehr« angeschubst werden oder »höher« schaukeln will, kommt ja aufs selbe raus, aber da ich sonst nichts zu tun habe, streite ich mich gern über solche Dinge.

Die Regeln des Streits sind ganz einfach. Fup sagt »mehr«, dann sage ich »höher«, dann sagt Fup wieder »mehr« und zwar etwas lauter, worauf ich auch etwas lauter »höher« sagen muss. Wer länger durchhält, hat gewonnen.

Natürlich verliere ich. Wer mit solcher Inbrunst »mehr« schreit, kräht und juchzt, hat zu Recht gewonnen.

Außerdem lenkt mich gerade eine Frau ab, die mit zwei Kindern in mein Blickfeld geraten ist. Sie lehnen ihre Fahrräder an den Zaun. Die zwei Mädchen nehmen ihre Fahrradhelme ab und gehen zur Schaukel, die neben Fup noch frei ist. Sie sind noch zu klein, um selber drauf zu klettern. Oder zu faul. Sie warten auf ihre Mutter, die die drei Fahrräder abschließt. Für jedes Fahrrad gibt es ein kleines Schloss und einen kleinen Schlüssel. Dann kommen die drei Fahrradhelme dran. Die Mutter kettet jeden Fahrradhelm einzeln mit einem Schloss und einem Schlüsselchen an den Zaun. Dabei muss sie gucken, dass sie das richtige Schlüsselchen für das richtige Schloss findet. Das dauert, und das sagt auch die Mutter, als ihre beiden Töchter zu maulen beginnen, weil sie schaukeln und nicht länger warten möchten.

Tja, wären wir in Nordkorea, müsste die Mutter die Fahrräder nicht abschließen. Dort werden nämlich keine Fahrräder geklaut. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es dort Fahrradschlösser gibt. Und wenn die Leute hier das wüssten, wäre das Ansehen Nordkoreas vielleicht gar nicht mehr so schlecht. Sollte man jedenfalls annehmen, aber wenn ich es mir genau überlege, würde man Nordkorea dafür noch mehr verachten, und zwar als einen Staat, in dem es nicht mal Fahrradschlösser gibt. Ich schätze, die Leute würden das ganz schön krass finden.

So aber fühle ich mich wie in einem schlimmen Viertel in Mexiko Stadt. Aber wer würde da einen Fahrradhelm klauen und dafür sogar einen Bolzenschneider mit sich führen, um das Schloss zu knacken? Und das mitten am Tag in unmittelbarer Nähe der rechtmäßigen Besitzerin der drei Fahrradhelme? Die müsste dann vermutlich erst­mal erschossen werden, um an die Fahrradhelme zu kommen, denn die Frau würde sich bestimmt dazwischenwerfen. Und das wäre selbst in einem schlimmen Viertel in Mexiko Stadt eher ungewöhnlich, jemanden wegen eines Fahrradhelms zu erschießen.

Hier im Viertel hat sowieso jeder einen Fahrradhelm. Die Vorsichtsmaßnahme gilt also offensichtlich Leuten, die noch keinen Zweitfahrradhelm haben. Die sind hier aber so selten, dass sie vermutlich schon in irgendeiner Kundendatei erfasst sind. Diese Zweitfahrradhelmnichtbesitzer haben bei dieser Frau schlechte Karten.

Aber wer weiß, vielleicht hat die Frau schlechte Erfahrungen gemacht, vielleicht ist ihr schon mal ein Förmchen oder Schäufelchen abhanden gekommen. Das kann natürlich sein.

»Mehr«, schreit Fup, und lässt unseren alten Streit wieder aufflammen. Dann macht er sich auf die Suche nach einem unabgeschlossenen Fahrrad. Er hat aus den beschriebenen Gründen schlechte Karten. Ich bin der Frau in diesem Moment sogar etwas dankbar, denn so muss ich ihm nicht hinterherlaufen und ihm erklären, dass wir hier schließlich nicht in irgendeinem schlimmen Viertel in Mexiko Stadt sind. Fup geht weiter und entwendet in einem unbeobachteten Moment einem Kind die Schaufel.

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