Katja Roeckner - Berlin atomar

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Berlin strahlt nicht? Das Risiko für einen Atomunfall ist in der Hauptstadt wohl äußerst gering. Außer dem kleinen Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrums im Stadtteil Wannsee gibt es keine Atomreaktoren in oder nahe der Stadt. Eine Selbstverständlichkeit?
Wäre es nach den Plänen gegangen, die der West-Berliner Senat und der Stromversorger Bewag in den 1950er bis 1970er Jahren vorantrieben, würde in Berlin jetzt mindestens ein großer Atomreaktor stehen. Die nie verwirklichten Pläne rekonstruieren die Autoren Stück für Stück und beschreiben damit eine fast unglaubliche Geschichte, die weit über den lokalen Berliner Rahmen hinausweist.

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Proteste gegen die Entsorgung von Atommüll, wie sie heute seit vielen Jahren bei jedem Castor-Transport mit abgebrannten Brennelementen in die Zwischenlager Ahaus, Greifswald und Gorleben massiv und militant aufflammen, gab es erst seit Ende der 1970er-Jahre. 1977 traf der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) eine folgenreiche Standortentscheidung für ein Endlager – den Salzstock Gorleben. Bis heute ist es nicht in Betrieb. Dass Atomkraftwerke überhaupt ein Entsorgungsproblem haben würden, sahen in den 1950er und 1960er-Jahren nur sehr wenige Experten. Der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker sagte noch 1969 bei einem Besuch im Kernforschungszentrum Karlsruhe, dass der gesamte Atommüll des Jahres 2000 „in einen Kasten“ passe. Wenn man den „gut versiegelt, verschließt und in ein Bergwerk steckt, dann wird man hoffen können, daß man das Problem gelöst hat“. 14

Berliner Besonderheiten

Berlin konnte nach einer Zwangspause in der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder an seine Rolle als Pionier der Atomforschung anknüpfen. Hier erreichten Wissenschaftler am Kaiser-Wilhelm-Institut (Vorläufer der heutigen Max-Planck-Institute) für Chemie die allererste Kernspaltung überhaupt. Im Dezember 1938 gelang es Otto Hahn, zusammen mit seinem Assistenten Fritz Straßmann, Uran durch den Beschuss mit Neutronen zu spalten. Die Interpretation, dass es sich tatsächlich um eine Kernspaltung handelte, gelang Hahns früherer Kollegin Lise Meitner aus dem schwedischen Exil per Ferndiagnose. Seit 1956 wurde in West-Berlin die Gründung des – so der Arbeitstitel – „Instituts für Kernforschung Berlin“ vorangetrieben. Eine Initiative von Professoren von Freier Universität und Technischer Universität Berlin hatte dazu den Anstoß gegeben. Offiziell eingeweiht wurde es schließlich am 14. März 1959 als „Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung Berlin“, in Anwesenheit der beiden Namensgeber Lise Meitner und Otto Hahn sowie des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt (SPD).

Der erste Reaktor des Zentrums, der „Berliner Experimentier Reaktor“, BER I, war bereits ein Jahr zuvor in Betrieb gegangen. Er hatte eine Leistung von 50 Kilowatt und diente noch ganz der klassischen Grundlagenforschung, der Erforschung des Aufbaus und des Verhaltens von Atomkernen. 15Geliefert hatte den Reaktor die amerikanische Firma „Atomics International“ aus Kalifornien, nachdem der damalige Bundesatomminister Franz Josef Strauß bereits im Sommer 1956 entschieden hatte, das Berliner Forschungszentrum zur Hälfte zu finanzieren.

Die besondere Rechtslage West-Berlins schien das Vorhaben zeitweise noch zum Scheitern zu bringen, konnte dann aber schnell gelöst werden 16: Für das Brennmaterial waren die Berliner auf Lieferungen aus den USA angewiesen, die das „Atoms for Peace“-Programm förderte. Allerdings waren in diesem Programm nur Abkommen mit „Nationen“ vorgesehen, was die „besondere politische Einheit West-Berlin“ ausschloss. Sehr schnell ermöglichte der amerikanische Senat im Frühjahr 1957 in einem gesetzgeberischen Eilverfahren jedoch eine Ausnahmegenehmigung durch die Aufnahme eines speziellen Berlin-Passus im Gesetz. Den Ausschlag für dieses entschlossene Handeln hatte offensichtlich der Vorsitzende der „Atomic Energy Commission“, Admiral Lewis L. Strauss, gegeben, der auf die drohende Vorreiterrolle der DDR in der Atomforschung hinwies: „[…] the erection of a United States reactor in West Berlin would do much to offset any psychological advantage that the Communists might seek to derive from the new research center which has been established in Dresden, […]“. 17Denn schon im Dezember 1957 nahm die DDR am Zentralinstitut für Kernforschung in Dresden-Rossendorf ihren ersten Forschungsreaktor, der von der Sowjetunion geliefert worden war, in Betrieb. Wie schnell so ein Forschungsvorhaben zum Gegenstand der Weltpolitik werden konnte, zeigt sich hier mehr als deutlich.

Bis heute wird am Wannsee geforscht, inzwischen ist das Institut umbenannt in „Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie“, nach der Integration in die Helmholtz-Forschungsinstitute und der Zusammenlegung mit der „Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung“ (Bessy) im Jahr 2009. Seit 1973 betreibt das Institut den zweiten Reaktor, BER II, der der Forschung mit Neutronenstreuung dient. 18

Der Reaktor ist seit 2010 für Wartungsarbeiten abgeschaltet und sollte 2012 wieder angefahren werden. Demonstranten in Berlin und Potsdam forderten die endgültige Stilllegung. Neben dieser wissenschaftlichen Nutzung der Kerntechnologie aber gab es in den 1960er-Jahren Pläne, am Wannsee einen kommerziellen Atomreaktor zu errichten.

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