Hans-Christian Kirsch - On the Road

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Das wilde Leben und die impulsive, rebellische Literatur der Beat-Generation glichen nicht selten einer Höllenfahrt. Hans-Christian Kirsch porträtiert die Leitfiguren der literarischen Untergrundbewegung der 50er und 60er Jahre in den USA und setzt der Beat-Literatur mit liebevoller, aber keineswegs unkritischer und bisweilen ironischer Reverenz ein sehr persönliches Denkmal.

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In der Familie gibt es jetzt immer öfter Streit. Die Schwiegereltern machen Naomi dafür verantwortlich, dass ihr Sohn Schulden hat. Naomis Misstrauen gegen ihre Schwiegermutter wächst.

Naomi läuft daheim nackt durch die Wohnung. Louis ist nicht prüde, aber dieses Bedürfnis bei ihr wird immer mehr zu einem neurotischen Exhibitionismus, der auch die Kinder verschreckt.

Immer deutlicher zeichnen sich bei ihr Symptome einer paranoiden Schizophrenie ab. Sie hört Stimmen, macht überspannte Bemerkungen, reagiert übertrieben misstrauisch.

Bald muss sie wieder in eine Anstalt. Louis’ Geldmittel sind erschöpft, deswegen kommt diesmal ein Privatsanatorium nicht in Frage. Louis lässt sie in das Staatliche Krankenhaus Greystone in New Jersey einweisen.

Greystone ist ein riesiger Bau, eine Kaserne, anonym, unheimlich. Die dort bei Geisteskrankheiten angewandte Therapie besteht in der Verabreichung von Insulin und in Elektroschocks. Vierzigmal wird Naomi Stromstößen ausgesetzt, die ihre Phantasien dämpfen, aber sie gleichzeitig zutiefst verängstigen.

Im Vertrauen auf die Sachkenntnis der Ärzte lässt Louis die Behandlung seiner Frau mit Elektroschocks weiter zu. Erst 1936 kehrt Naomi wieder zu der Familie heim.

Allen trägt jetzt eine Brille mit dicken Gläsern und eine Zahnspange. Ein hässlicher Junge - weich, schwammig, unbeholfen. Sein Lieblingsschriftsteller ist Edgar Allan Poe, sein Lieblingsbuch Dr. Doolittle. Als sein Motto gibt das Jahrgangsbuch der Schule an: ›Tu, was du willst, wenn du es willst.‹4 Sein Freund Morton vertraut ihm an, wenn er in der Schule Mädchen sähe, würde er sich am liebsten auf sie stürzen. Ob auch Allen solche Wünsche überkämen? Nein, solche Empfindungen sind Allen fremd.

Im Haus von Mortons Eltern gehen vier Jungen ins Badezimmer. Allen ist auch mit dabei. Morton setzt sich auf die Toilette, einer der Jungen kniet sich vor ihn hin und küsst Mortons Penis.

1937, Allen ist jetzt elf, verdüstert sich die Atmosphäre daheim immer mehr. Naomi hat erneut einen Schub. Sie beschuldigt ihre Schwiegermutter, ihr ständig nachzuspionieren; das Geld für ihren Aufenthalt in der Anstalt habe Louis in Wahrheit seiner Mutter gegeben.

Wenn Louis auf solche Anschuldigungen nicht reagiert, macht Naomi dunkle Anspielungen auf eine Liebesaffäre mit einem anderen Mann in den ersten Jahren ihrer Ehe. Häufig schwänzt Allen die Schule, um daheim auf seine Mutter aufzupassen.

Eines Nachts schließt Naomi sich im Badezimmer ein und weigert sich herauszukommen. Louis Ginsberg muss die Tür aufbrechen. Drinnen steht seine Frau, starr und mit entgeistertem Blick. Das Blut rinnt ihr von beiden Handgelenken. Die Kinder warten im Nachthemd zitternd im Flur. Schließlich ruft der Jüngere: ›Mama verliert ihr Blut. Mama muss sterben.‹ Louis schließt die Tür. Seine Geduld mit der Kranken ist bewunderungswürdig.

Die erstaunliche Toleranz gegenüber Wahnsinn und Abweichungen von der Norm, die Allen Ginsberg zeit seines Lebens an den Tag legen wird - hier dürfte sie ihre Wurzeln haben.

Im Herbst 1939: Die Deutschen fallen in Polen ein. Naomi ist über drei Jahre in Greystone interniert gewesen. Noch einmal holt Louis sie heim. Sie ist desorientiert, verkriecht sich ins Schlafzimmer. Allen geht zu ihr. Ein Augenblick, der die ganze Misere verrät: ›Sie ging ins Schlafzimmer, um sich aufs Bett zu legen, zu grübeln, zu schlafen, sich zu verstecken - Ich leg mich zu ihr, um sie nicht allein zu lassen - leg mich auf das Bett neben sie - die Jalousien sind heruntergelassen, dämmrig, später Nachmittag - Louis im Vorderzimmer am Schreibtisch, wartet - vielleicht drauf, dass das Hühnchen zum Abendessen kocht.

»Hab keine Angst vor mir, weil ich aus der Irrenanstalt zurückkomme - ich bin deine Mutter -«

Arme Liebe, verloren - eine Furcht - ich liege da. Hab gesagt: »Ich lieb dich, Naomi« - steif, neben ihrem Arm. Ich hätte weinen können.‹5

Die politischen Streitigkeiten zwischen den Eltern leben wieder auf.

Naomi verteidigt den Überfall der Sowjetunion auf Finnland. Louis kann auch nicht immer den Mund halten.

Allen geht inzwischen auf die High-School, bekommt gute Noten in Englisch, arbeitet an der Schülerzeitung mit. Er debattiert über Hitler, denkt auf dem Heimweg von einer Theatervorstellung, von den merkwürdigen Mustern der Hecken und geheimnisvollen Schatten befremdet, über die Ausdehnung des Universums nach... vielleicht, dass das Ende Mauern aus Gummi sind. Aber wie kann das das Ende sein? Jenseits der Gummiwand ist doch wohl auch noch etwas?

Sich selbst sieht er so: ›Starke Brille und ein dünnes Gesicht mit vorstehenden Zähnen, geht zum Zahnarzt, um sie richten zu lassen. Eine Art mentaler Ghoul, völlig losgelöst vom Kontakt mit der Wirklichkeit, existierte er in einer Welt der Zeitungen und der Ästhetik: Beethoven, Leadbelly, Ma Rainey und Bessie Smith.‹6 Er schreibt Gedichte, getraut sich sogar, sie in der Klasse vorzulesen. Seine Englischlehrerin macht ihn mit der Lyrik Walt Whitmans bekannt. Der langschwingende Rhythmus in den Zeilen dieser Verse, die Aufforderung zum Ungehorsam, die Rebellion gegen von den Mächtigen geforderte Anpassung, die hymnische Begeisterung über die Magie der Wirklichkeit rühren ihn an. So denkt, so atmet auch er. Whitman definiert seine politischen Ideale.

Im Winter 1941 wird Naomis Zustand wieder bedenklich. Gibt es Suppe zu den Mahlzeiten, behauptet sie, ihre Schwiegermutter habe Gift hineingeschüttet. Es überkommen sie rätselhafte Anfälle, ein Versagen verschiedenster Körperfunktionen... Bilder, die sich Allen unvergesslich einprägen.

›Eines Nachts, plötzlicher Anfall - ihre Geräusche im Badezimmer - wie ein Krächzen ihrer Seele - Auswurf und rote Kotze kommt ihr aus dem Mund - wässriger Durchfall explodiert aus ihrem Hintern - auf allen vieren vor der Toilette - Urin läuft zwischen ihren Beinen davon...‹7

Wenn Allen von der Schule wegbleibt, um bei ihr zu wachen, erzählt sie ihm ihre Angstphantasien: Allein Buba, der Schwiegermutter, ist es zuzuschreiben, dass man ihr in Greystone vierzig Elektroschocks verabreicht hat.

In der Zimmerdecke sind Drähte eingebaut. Jedes Wort, das sie ausspricht, wird von Präsident Roosevelt persönlich abgehört. Allen holt einen Besenstiel und klopft damit die Zimmerdecke ab, um seiner Mutter zu beweisen, dass da nichts ist. Doch, beharrte sie. Sie hört sie doch reden. Sie geben ihr Namen, heißen sie eine Hure, befehlen dem Agenten, sie zu töten.

Dann springt sie auf und rennt zum Fenster. Die Stimmen haben ihr gesagt, dass der Agent unten auf der Straße steht.

Allen tritt hinter ihr ans Fenster. Es ist ihr zuzutrauen, dass sie sich hinabstürzt.. An einer Bushaltestelle warten ein paar Leute. Der eine Mann sieht aus wie ein Bankangestellter, er trägt einen eleganten Hut. Das ist er, ruft Naomi. Sie öffnet das Fenster, schreit: Fort mit dir, du Mistkerl.

Dann plötzlich erklärt sie, sie sei so müde, brauche Ruhe, müsse sich erholen.

Allen muss den Hausarzt anrufen, den sie anfleht, sie in eine Klinik in Lakewood einzuliefem. Erstaunlicherweise stimmt der Arzt ihrem Ansinnen zu.

Naomi packt einen Koffer, weigert sich, den Lift zu benutzen, weil sie fürchtet, der Fahrstuhlführer könne ihr Weggehen den Spitzeln melden.

Auf der Straße hält sie sich den hochgestellten Kragen ihres Mantels vor den Mund, um sich so gegen die von ihrer Schwiegermutter ausgestreuten Bazillen zu schützen.

Naomi und der fünfzehnjährige Allen sprechen in mehreren Sanatorien vor. Sie werden aber überall abgewiesen.

Endlich gelingt es Allen, die Aufnahme der Mutter durchzusetzen. Man führt sie in ein Zimmer unter dem Dach. Allen raunt der Mutter zu, sie solle sich still verhalten. Hier sei sie in Sicherheit. Er werde jetzt heimfahren, um Louis zu verständigen.

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