Hans-Christian Kirsch - On the Road
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Dann, im Oktober 1929 wird alles anders. Nach dem großen Börsenkrach hat niemand mehr Geld in Denver. Neal sr. wird arbeitslos. Das Geschäft mit dem Schwarzgebrannten bricht zusammen. In Bills Speise- und Tanzlokal bleiben die Kunden aus. Der Barkeeper und seine Frau ziehen auf einen Autohof.
Neal, Maude und die Kleinen wohnen jetzt in einer Zweizimmerwohnung über einer lärmenden Molkerei. Mae und Betty werden in ein katholisches Waisenhaus gesteckt. Maude ist wieder schwanger. Im Mai 1930 bringt sie ihr zehntes Kind zur Welt, ein Mädchen, Shirley Jean.
Neal sr. findet oft nur am Samstag Arbeit. Auch jetzt noch stecken Jack und Ralph der Mutter hin und wieder ein paar Dollar zu, aber es gibt Tage, an denen nur eine Mahlzeit auf den Tisch kommt. Einen Block weiter liegt eine Kuchenfabrik. Am Sonntag schneidet Neal dort hinter heruntergelassenen Vorhängen den mittleren Angestellten die Haare und wird dafür mit Kuchen bezahlt.
Anfang 1932 ist Neal sr. eigentlich ständig ohne Arbeit; wann immer er einen Cent in die Hände bekommt, gibt er ihn für Alkohol aus. Ein paarmal stiehlt er das Geld, das die großen Jungen der Mutter gegeben haben. Als es herauskommt, verprügeln sie ihn. Maude ist das Zusammenleben mit ihm endgültig leid. Die Eheleute trennen sich.
Die Mutter zieht mit dem neunjährigen Jimmy und dem Baby Shirley ins Snowden, einen Block mit Sozialwohnungen in der Innenstadt. Der große Neal haut ab in die Slums und nimmt den kleinen Neal mit. Bald residieren sie in einem Nachtasyl an der Ecke 16th und Market Street, dem Metropolitan.
Das Gebäude ist vom Einsturz bedroht. Seine Bewohner sind Säufer, Landstreicher, Schwachsinnige und Invaliden, die sich mit Betteln in der Innenstadt durchs Leben schlagen.
Es gibt keine Zimmer, sondern nur Gelasse: zwischen dreißig und vierzig Schlafzellen, die man pro Nacht für zehn oder fünfundzwanzig Cent mietet.
Vater und Sohn hausen in einem der größeren Räume, für die man pro Woche einen Dollar zahlt.
Untervermietet haben sie einen Schlafplatz auf einer Plattform über dem Knie einer Rohrleitung.
Dort haust der Krüppel Shorty, der keine Beine mehr hat, ein erschreckend hässlicher, aber sanftmütiger Mensch. Die Haut ist überkrustet von Schmutz. Das Gesicht hat keine Stirn. Sein Mund zeigt beim Grinsen die Stümpfe schwarz gewordener Zähne. Er hat einen schmalen Körper und überschlanke Arme.
Mit einem Brett auf Rädern, auf dem er sich mit Stöcken abstößt, fährt er jeden Morgen zu seinem Platz vor einem Restaurant in der Larimer Street. Seine täglichen Einnahmen als Bettler reichen gerade hin, um sich etwas zu essen und billigen Fusel zu kaufen. Heimgekehrt in sein Gelass, trinkt er sich in den Schlaf. Sind seine Einnahmen schlecht, masturbiert er. Sein verspritzter Same erinnert den kleinen Neal an auf dem Flur verschüttetes Eiweiß.
Geweckt wird Neal jr. jeden Morgen von dem Schlag der Turmuhr des Kaufhauses Daniels and Fisher.
Während der Vater in dem Bett ohne Laken weiterpennt, taumelt der Junge in den Waschraum, wo sich ein Dutzend Männer duschen und sich über die Plätze vor dem Spiegel streiten.
Kaffee, Brot und Haferflocken, sein Frühstück, erhält der Junge im Haus der Bürgermission, wo man an die zweihundert Obdachlose speist, die dafür zweimal in der Woche am Gottesdienst teilnehmen müssen.
Von der Armenspeisung läuft Neal zur Schule, die etwa eine Meile entfernt liegt. Während die Schulstunden meist ohne besondere Zwischenfälle verlaufen - er besitzt eine rasche Auffassungsgabe, ist an Wissen interessiert und keiner von denen, die die Lehrer auf dem Kieker haben -, ist der Weg in die Schule und wieder heim jedesmal ein Abenteuer. Da gibt es Abkürzungen über die Feuerleitern der Slumgebäude, Spaziergänge über Dächer, durch Zwischenräume, an Spukhäusem vorbei. Gewandtheit, Ausdauer und Willensanstrengung sind dabei erforderlich. Balancieren auf den Randkanten der Bürgersteige. Wassertrinken an einem hohen Brunnen, ohne dass dabei die Schuhe nass werden. Einen alten schmutzigen Tennisball immer in Bewegung halten, und bei all dem sich die Zeit unterwegs so einteilen, dass man auf dem Hinweg auf die Sekunde beim Läuten der Glocke zur Stelle ist.
Er gewöhnt sich daran, draußen ständig zu rennen und nur noch normal zu laufen, wenn er mit einem Erwachsenen unterwegs ist.
Aber am liebsten ist er doch im Metropolitan. Die Insassen des Asyls sind alle nett zu dem Jungen. Sein Auftauchen bedeutet eine Ablenkung, einen Lichtblick in ihrem desillusionierten, trübseligen Leben.
Im Innenhof wird es am Abend lebendig. Die Runde der Glücksspieler versammelt sich. Der kleine Neal kiebitzt mal hier, mal dort, oder er zielt mit seinen aus Stricknadeln selbstgemachten Wurfpfeilen auf die Sprünge im Steinfußboden oder die Sitzflächen leerer Stühle.
Am Samstag arbeitet der Vater am dritten Stuhl in Zazas Friseursalon in der Larimer Street. Es ist dem jungen Neal erlaubt, dort herumzusitzen, den Duft von Talkum und Pomade einzuatmen und in den Illustrierten zu blättern, die für die Kunden ausliegen. Gleich nebenan liegt das schmutzige Zaza-Filmtheater, in dem es ranzig riecht und dessen verbilligte Vorstellungen Neal besucht. Er sieht Western, Tanzfilme mit Fred Astaire und Ginger Rogers, er sieht King Kong und lernt von den älteren Jungen den Reim ›King Kong plays Ping Pong with his Ding Dong‹. Samstag, das bedeutet eine üppige Mahlzeit in einem Schnellimbiss, der für sein schmutziges Besteck berüchtigt ist. Samstag, das bedeutet, dass der Vater sich Fusel kauft und schon angetrunken mit dem Jungen in die Nachtvorstellung des Kinos geht.
Und am Sonntag im Winter gibt es in der Halle des Metropolitan genug zu erleben, aber lass es Frühling werden, dann ziehen Vater und Sohn jeden Feiertag hinunter in das halbverfallene Industrieviertel von Denver. Ihr Weg führt vorbei am Singer-Nähmaschinenwerk, an einem Möbelspeicher, an der Union Train Station und dem ausgedehnten Gleisgelände zwischen der 1st und der 14th Street. Und dann kommen sie an den South Platte River, der sich unter der Brücke aus Eisen und Holz dahinschlängelt. Stundenlang kann Neal jr. dort stehen und flache Steine über die Wasserfläche hinflitzen lassen.
Am Fluss, unter den Brücken, findet der Junge auch allerlei Abfall: Flaschen, für die man ein paar Cent bekommt, Speichen von alten Fahrrädern, rostige Metallteile von aufgegebenen Maschinen, die man beim Altwarenhändler los wird. Einmal findet er dort einen ganzen Stapel alter Tageszeitungen, zweihundert Nummern von einem bestimmten Tag, noch mit Schnur darum.
Mehr noch beschäftigen die Phantasie des Jungen die Szenerien der riesigen, allmählich verfallenden Industriebauten. Beispielsweise das Gebäude der Pride-of-The-Rocky-Getreidemühle mit seinen gewaltigen Kellern und den drei Stockwerken voller Maschinenungetüme, die so eng zusammengerückt stehen, dass die Durchgänge wie Löcher für die Gespenster von Maulwürfen wirken. Noch viele Jahre später wird er sich an die unheimliche Atmosphäre in diesen Industriebauten mit magischer Eindringlichkeit erinnern können:
›...Über den in Unordnung geratenen, teilweise zerbrochenen Maschinenteilen... und über dem gesamten, wie schlafend daliegenden Gebäude lag eine Staubschicht, die sich über ein Dutzend Jahre hin angesammelt hatte. Erschreckenderweise war es toter Staub, und obwohl er knöcheltief war, wirbelte ich weder ein Körnchen davon auf, noch drang etwas davon in meine Schuhe, während ich in meiner bestürzten Traumverlorenheit da herumschlich. Alles war tot, still, keine Bewegung, kein Laut, außer einem einzigen, dem von Hunderten durch die Sonne ihre Energie beziehenden Fliegen, die um mich summten. Ich kam mir vor wie in einem Grab, so isoliert war ich durch die dicken Mauern des von Zügen überratterten Viadukts in der 20. Street, der nur ein paar Yards entfernt lag. Am bedrückendsten aber war vielleicht der Gedanke, dass die Hitze hier bis in den Sommer immer mehr zunehmen würde, bis ihre Schwere so übermächtig wäre, dass es kein Entkommen mehr gab.‹2
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