Wolfgang Flür - Ich war ein Roboter

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Als Pioniere des Elektronischen Minimalismus waren Kraftwerk in den 70er und 80er Jahren Vorbild unzähliger Bands von Depeche Mode bis OMD, The Prodigy und Fat Boy Slim. Mit Stücken wie «Autobahn», «Wir sind die Roboter» oder «Das Model» haben sie die Grenzen dessen durchbrochen, was man damals im Allgemeinen als Pop bezeichnete. 1973 fanden die Kraftwerk-Gründer Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter in Wolfgang Flür einen perfekten Drummer, der bis 1986 bei der Gruppe blieb.
In diesem Buch, das hier in überarbeiteter und erweiterter Fassung vorliegt, berichtet er von seiner bewegten Zeit in einer der weltweit innovativsten Bands und erzählt aus seinem Leben, nachdem er von den Robotern Abschied genommen hat.

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Eines der ersten Konzerte fand am 3. April 1975 in Rochester, im Norden des Bundesstaates New York statt. Es verlief völlig unspektakulär und fast unbeachtet von der Presse. Das war auch so geplant, da wir uns erst einmal einspielen mussten und uns keine Fehler vor Kameras oder gierigen Reportern leisten wollten. Eine ungemütliche kalte Halle erwartete uns in der Kleinstadt. Das Publikum konnte kaum etwas mit uns anfangen. Dass man dort unsere Musik schon im Radio gehört hatte, würde ich eher bezweifeln. Ich kann mich auch an keinen Höhepunkt erinnern, außer, dass während unseres Auftritts ein eisiger Blizzard übers Land gefegt war, und wir anschließend ziemlich bestürzt in eine stille weiße Winterlandschaft starrten. Ein Kälteeinbruch dieser Kategorie war für uns ebenso fremd wie den Jugendlichen von Rochester unser unterkühlter Elektronensturm. Der kleine Flugplatz des Städtchens musste geschlossen werden, und wir traten die Rückreise am nächsten Tag mit einem gemieteten Kombi an. Es war eine ziemlich abenteuerliche Fahrt über dick zugeschneite Highways, die sich zu einer gewagten Rutschpartie zurück nach New York entwickelte.

Dort war es dann wieder schneefrei, wenn auch sehr kalt. Gut, dass wir alle unsere dicken Wintermäntel und Wolljacken mitgenommen hatten. Nie werde ich das Bild von Ralf vergessen, der mich mit seinem schwarzen Wollcoat mit Pelzkragen eher an einen Großindustriellen oder Banker erinnerte. Er hatte auch ständig einen ledernen Diplomatenkoffer mit goldenem Zahlenschloß bei sich und wirkte mit seiner altmodischen Hornbrille eher konservativ, nicht gerade wie ein Popstar. Florian dagegen hüllte sich in einen langen beigefarbenen Kamelhaarmantel, der, ganz im Stil der 70er Jahre, mit breiten Revers auch durchaus von einem Mafiaboss hätte sein können. Jedenfalls trugen die Gangster in Martin-Scorsese-Filmen immer solche modisch geschnittenen und eng taillierten Mäntel. Mit einer schmalen, gefährlich aussehenden Sonnenbrille aus dünnem Goldmetall verdeckte Florian seine Augen.

Ich selbst war damals noch ziemlich farbig drauf. Eine dreiviertellange knallbunte Wolljacke mit großen Karos und Knöpfen, wie sie die Holzfäller in Canada tragen, hatte ich mir vor der Abreise zugelegt. Auch trug ich meine Haare noch länger als meine Kollegen und ich umwickelte meinen Hals mit einem weichen, leuchtend roten Wollschal. Karl wärmte sich - immer noch ganz studentisch - mit seinem dunkelbraunen Dufflecoat. Jeans und ehemals weiße Turnschuhe bildeten geradezu eine Künstlerphilosophie für ihn.

Die nächsten Tage blieben wir noch einmal in New York und vertrieben uns die Zeit mit Schaufensterbummeln und nachmittäglichen Proben. Ralf hatte ein sonderbares Gerät aufgetrieben - das ›Vaco Orchestron‹. Ganz neu auf dem Markt, war es eine modernere Version des ätherischen Mellotron. Man konnte mittels dünner Cellophanscheiben, auf die Lichttonlinien gedruckt waren, original aufgenommene Instrumente und menschliche Chöre wiedergeben. Die transparenten Scheiben waren so groß wie Schallplatten und ebenfalls mit einem Loch in der Mitte versehen, die Linien verliefen nicht wie Rillen bei Schallplatten spiralförmig von außen nach innen, sondern bildeten in sich geschlossene Ringe. Jeder Ring erzeugte eine einzige Stimme und Tonhöhe. Da alle Linien parallel und gleichzeitig von einer Fotozellenreihe abgetastet wurden, konnte man sie mittels einer üblichen Tastatur polyphon abspielen. Der Klang war einfach toll. Das markante Gerät klappte ganz vorzüglich, und es war eine attraktive klangliche Bereicherung für unsere Musik. Bereits auf der Tournee setzte Ralf es schon in unseren Songs ein. Vor allem die Chöre und Streicher hatten etwas Faszinierendes. Sie klangen ein bißchen leiernd und melancholisch. Es lag am instabilen Antrieb über Gummibänder; Gleichlaufschwankungen waren die Folge. Aber das schadete dem Charme dieser Klänge überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, gerade das leichte Leiern war charakteristisch für das Vaco-Orchestron, ein unförmig schwerer Holzkasten in Wohnzimmerdesign. Später wurde es durch ein zweimanualiges und mit zwei Laufwerken ausgestatteten Modell ersetzt, auf dem man verschiedene Instrumente oder Chöre gleichzeitig spielen konnte.

Eines Abends kamen Ralf und Florian, die tagsüber ständig irgendwelche geschäftlichen Termine ohne uns andere wahrnahmen, wieder einmal in unser Hotel. Wir waren, wie meistens abends, zum Essen verabredet und fuhren mit unserem Manager zusammen in der sehr langen Limousine, immer noch gefahren vom sehr langen schwarzen Chauffeur, in ein elegantes Restaurant. Ralf und Florian zeigten uns neue Armbanduhren, die sie am Nachmittag in einem teuren Schmuckgeschäft am Broadway von ihrem Musikverlag als Bonus für die erfolgreiche Platte geschenkt bekommen hatten, von der mittlerweile um die 450 000 Einheiten verkauft worden waren. Die Chronometer, so berichtete Ralf stolz, hatten sie sich selbst aussuchen dürfen. Er hatte sich für eine elegante Weltzeit-Armbanduhr entschieden, die ganz aus Gold gefertigt war. Die Kontinente der Erde waren in verschiedenen Farbtönen des Edelmetalls gearbeitet. Das Ziffernblatt stellte den Globus dar, welcher von vertikalen Linien in die Weltzeitzonen unterteilt wurde. Ein winzig kleines Flugzeug, das in Sekundenschritten um die Erde tickte, bildete die Spitze des langen Sekundenzeigers. Ein wunderschönes und bestimmt sehr teures Kunsthandwerk hatte sich Ralf da ausgewählt. Florian dagegen hatte eine schwere Rolex-Armbanduhr ausgewählt. Ein protziges Stück Platinmetall in Techniklook mit einer fetten Aufziehkrone und dicken Knöpfen für die Kurzzeitmessung. Die Wahl beider Uhren sprach für die Künstler selbst. Ralf und Florian waren so unterschiedlich in ihrem persönlichen Geschmack wie in ihren musikalischen Talenten. Diese Tatsache bildete aber gerade ihre kreative Besonderheit. Mich selbst berührte es jedoch seltsam, wie sehr sie sich von uns anderen absonderten, und dass sie uns nun auch noch ihre wertvollen Geschenke vorführten.

Ihr Verhalten hatte mich nicht zum ersten Mal nachdenklich gestimmt. Der Umgang mit uns Freunden war Ralf und Florian nicht immer leicht gefallen. Wie wir uns fühlten, darüber dachten die beiden wohl kaum nach. Das war aber keine böse Absicht von ihnen, sondern fehlende Empathie - die mangelhafte Wahrnehmung der Gefühle ihrer Kollegen, wie ich es mir später erklärte. Es hatte natürlich auch mit unseren unterschiedlichen familiären Herkünften zu tun.

Auf jeden Fall war alles derart aufregend neu und positiv in New York, dass ich solche Randerlebnisse und unangenehmen Gefühle schnell wieder verdrängte. Nach zwei ›Warm-Up-Gigs‹ fand am 5. April das erste große Konzert statt. Wir sollten im Beacon Theatre am Broadway auftreten. Als wir nachmittags dort ankamen - von unseren Hotels aus bequem zu Fuß zu erreichen - staunten wir nicht schlecht. Das Beacon war ein gut erhaltenes Art Deco Theater, das schon lange unter Denkmalschutz stand. Mit mehreren Balkonen übereinander hatte es bestimmt an die zweitausend Sitzplätze. Alle Ornamente war goldfarben und die Polstersitze hatte man mit purpurnem Samt bezogen. Es erinnerte mich schon ein bißchen an das ebenfalls plüschig-rote Olympia in Paris, wo wir bereits im Vorjahr schon einen kleinen Auftritt absolviert hatten. Aber hier war alles viel größer, viel luxuriöser. So war eben Amerika ... An der Außenfassade machte eine riesige Neonlichtreklame mit unserem Namen und denen unserer beiden Vorgruppen - Greenslade und Michael Quatro - das Straßenpublikum auf das ungewöhnliche Musikereignis dieses Abends aufmerksam.

Unser Equipment hatten wir zusammen mit den Bühnenhelfern schnell aufgebaut. Viel war es ja nicht, wir hatten nur die beiden Synthesizer, eine Farfisa-Orgel, unsere beiden Elektro-Drums, Karls Vibraphon und Florians Elektro-Flöte dabei. Und eben das neue Vaco-Orchestron. Auch ineinander stapelbare Lautsprecherboxen, die ich Jahre zuvor selbst gebaut hatte, wurden auf die Bühne hinter uns gestellt, damit wir uns selbst hören konnten. Diese Boxen hatten eine außergewöhnliche Eigenschaft. Nach einem von Florian besorgten deutschen Bauplan hatte ich sie aus Furnierholzplatten und Biegesperrholz gebaut. Es waren sogenannte Baßrutschen. Ein Tieftonlautsprecher strahlte im oberen Teil der Box seine Schallwellen nach vorn ab. Die nach hinten abgestrahlten Frequenzen wurden nicht wie bei einer üblichen Baßbox mit Dämm-Material ›gesumpft‹, sondern durch ein gefaltetes Horn in den unteren Teil der Box geleitet und über eine Austrittsrutsche wiederum nach vorn abgegeben. Der Effekt war immens. Die Tiefen, die unten herauskamen, waren um vieles verstärkt und hatten wunderbare Subbässe, die einem den Magen umdrehen konnten. Alle Boxen differierten um jeweils zwei Wandstärken in ihrem Breitenmaß. Die unteren Hälften mit den Austrittsrutschen konnten durch Schnellspannverschlüsse abgenommen und bei Transporten ineinander gestapelt werden. Das sparte Platz. Allerdings konnten wir diese edlen Speaker nicht lange benutzen, da sie der rauhen Behandlung auf Tournee dauerhaft nicht gewachsen waren. Viel zu schnell gingen die genialen Kabinette während der vielen Transporte kaputt und wir mussten den Schrott dann irgendwann in den Staaten zurücklassen. Schade drum.

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