Wolfgang Flür - Ich war ein Roboter

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Als Pioniere des Elektronischen Minimalismus waren Kraftwerk in den 70er und 80er Jahren Vorbild unzähliger Bands von Depeche Mode bis OMD, The Prodigy und Fat Boy Slim. Mit Stücken wie «Autobahn», «Wir sind die Roboter» oder «Das Model» haben sie die Grenzen dessen durchbrochen, was man damals im Allgemeinen als Pop bezeichnete. 1973 fanden die Kraftwerk-Gründer Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter in Wolfgang Flür einen perfekten Drummer, der bis 1986 bei der Gruppe blieb.
In diesem Buch, das hier in überarbeiteter und erweiterter Fassung vorliegt, berichtet er von seiner bewegten Zeit in einer der weltweit innovativsten Bands und erzählt aus seinem Leben, nachdem er von den Robotern Abschied genommen hat.

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Bald schon habe ich die Kupferscheiben für die wichtigeren Sounds durch solche aus Stahl ersetzt. Diese waren viel härter und bekamen nicht so schnell Dellen. Da es Edelstahl war, rosteten sie auch nicht. Beim empfindlicheren Kupfer oder Messing gab es bei diesen Scheiben von Anfang an Probleme mit der elektrischen Leitfähigkeit. Die Verwendung von Edelstahlplatten löste diese Probleme.

Kraftwerk war mit neuem Schlagwerk ausgerüstet! Ganz einfach konnte ich nun im Stehen elektrisches Schlagzeug spielen und vor allem fast ohne jede Anstrengung oder gar schweißtreibend! Florian war so begeistert davon, dass er mich ständig vom Brett wegschubste, um selbst darauf zu ›klöpfeln‹. Was konnte der Mann für einen Spaß haben! Wir rangelten regelrecht darum, wer mit dem Kistchen spielen durfte. Natürlich gewann am Ende ich, denn wer sonst war hier der Drummer? Auch Ralf hatte seine Freude an dem neuen Teil, und es war die Fortsetzung der von ihnen eingeleitete Weiterführung der Bemühungen um technische Innovationen und futuristisches Design auf der Bühne. Wir waren jetzt die einzigen, die solch ein Schlagzeug hatten. Aber darüber dachten wir gar nicht erst nach – glaubte ich damals jedenfalls. Jeder andere hätte dieses innovative Schlaginstrument wohl sofort zum Patent angemeldet. Wir jedoch waren viel zu sehr Künstler, viel zu erhaben, um je über eine kaufmännische Möglichkeiten nachzudenken. Das Kinderschlagzeug, das immer noch im Studio stand, wurde von da an nicht mehr benutzt und ich hatte nun keine Sorgen mehr wegen unseres Auftritts im ZDF. Ausgestattet mit dieser neuen Attraktion, war ich jetzt sogar richtig scharf darauf.

7

NEUES IM KULTURKANAL

Berlin, Oktober 1973 +++ Wir flogen mit British Airways nach Berlin und hatten froh gelaunt unser gut funktionierendes Drum-Pads-Board im Gepäck. Und ich das erste Mal in einem ›Fluchzeuch‹! Ich hatte gar kein gutes Gefühl dabei. Nicht, dass ich ein überängstlicher Typ war, aber ich fragte mich beim Fliegen doch, ob wir Menschen mit dieser unnatürlichsten aller Fortbewegungsarten die Natur nicht all zu sehr herausforderten. Man sitzt ja immerhin auf großen Mengen von explosivem Treibstoff und lässt sich von Düsentriebwerken in die Stratosphäre schießen. Man sitzt auf quälend drückenden Stühlen im künstlichem Klima einer zerbrechlichen Druckkammer aus dünner Aluminiumhaut. Es ist sehr unangenehm für die Ohren und für den Blutdruck. Nie werde ich Menschen verstehen, die diese Tortur mögen, ja, suchen. Ganz abgesehen von den heißen Abgasen, die Jets in die Atmosphäre pusten. Da lobe ich mir doch das Zugfahren. Man kann umherschlendern und im Restaurantwagen gediegen speisen; man sitzt gemütlich in behäbigen Sesseln, während sich draußen grüne Landschaften, moderne Städte, romantische Dörfer und glitzernde Industrieanlagen abwechseln. Da kann man doch was sehen und erleben! Die Reise dauert zwar länger, aber genau das hatte ich schon immer gemocht – wenn etwas länger dauert. Ich hatte es nie wirklich eilig in meinem Leben. Träumen und Trödeln waren ja schon als Kind meine Lieblingsbeschäftigungen.

Wir landeten jedenfalls heil in Berlin-Tempelhof, und ich war froh, wieder mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen. Von der Größe der damals noch von Westdeutschland isolierten Stadt war ich vollkommen überwältigt. Das war doch etwas ganz anderes als unser Düsseldörfchen. Hier bekam ich einen ersten Vorgeschmack, was es heißt, mit Kraftwerk in den Metropolen der Welt unterwegs zu sein.

Im Fernsehstudio des ZDF ging es sachlich und professionell zu. Unsere paar Sachen waren schnell aufgebaut. Wir waren ganz schöne aufgeregt, jetzt hier vom Sender die Chance zu bekommen, in ihrer Kultursendung aufzutreten. Es war schon eine Ehre, derart gehypt zu werden, weil uns die Redaktion vorausschauendunter Kultur eingereiht hatte anstatt unter Showbiz.

Wir spielten das Stück ›Tanzmusik‹ live vor den Kameramännern, die total auf mein merkwürdiges Elektroschlagzeug mit all den hinten heraushängenden Kabeln abfuhren. Tatsächlich wirken wir bei diesem Auftritt ziemlich grotesk, wie ich nach all den Jahren auf dem Videomitschnitt der ZDF-Sendung noch einmal nacherleben konnte. Aus heutiger Sicht hat unsere Darbietung etwas Rührendes und Amateurhaftes. Die ganze Show hatte die Wirkung einer Schlaftablette, aber so naiv fing das Ganze halt damals an.

Das wirklich Spektakuläre an unserem Auftritt aber war meine völlig neue Art zu trommeln. Hier war ich eindeutig der Star, auf dessen abenteuerliches Rhythmusbrett die Kameramänner ihre großen Objektive richteten. Ralfs Minimoog-Synthesizer sah ja noch wie eine herkömmliche Orgel aus und Florians Querflöte hatte auch nichts besonders Aufsehenserregendes. Dass ich damals aber tatsächlich den Nerv hatte, mit solch einer zusammengebastelten Amateurkonstruktion vor die Kameras zu treten, macht mir klar, dass ich schon immer eine ordentliche Portion Verrücktheit in mir hatte. Sie trug dazu bei, dass wir uns danach noch mehr für die elektronische Herstellung und Präsentation unserer Musik begeisterten. Ohne diese ersten kleinen Anfangsschritte hätten wir bestimmt nie die Führungsrolle in der elektronischen Popmusik eingenommen.

Berlin bot hinterher jede Menge Möglichkeiten, die Nacht zum Tage zu machen. So fuhren wir nach der Sendung auch gar nicht erst in unser Hotel, sondern schlenderten gemütlich durch die Stadt, aßen und tranken im Café Kranzler am Ku'damm und streunten die ganze Nacht durch Kneipen und Discotheken. Wir waren extrem neugierig auf Erlebnisse in der Subkultur. Im Morgengrauen stellte sich dann massive Müdikgeit ein. Ich weiß noch, dass wir völlig ermattet im Morgengrauen mit einem Taxi zum Flughafen zurückfuhren. Es regnete, und es war kalt geworden. Keine aufbauende Kombination für übermüdete Künstler. Als wir wieder im Flugzeug saßen - es war einer der ersten Flüge an diesem Morgen - kam auch der Kapitän hinein. Er hatte noch seinen nassen Regenmantel an und wirkte leicht unwillig wegen der frühen Stunde. Dazu balancierte er neben seiner Aktentasche eine dampfende Tasse mit Kaffee durch den schmalen Gang, bis er im Cockpit verschwand. Sein Erscheinungsbild wirkte nicht gerade beruhigend auf uns. Nur wenige Fluggäste waren an Bord auf dem Rückflug in den Westen, außer ein paar Geschäftsleuten und uns drei völlig übernächtigten Kraftwerkern.

Überhaupt war das kein guter Tag fürs Fliegen. Als wir nämlich schon einige Zeit Berlin hinter uns gelassen hatten, begann das Flugzeug plötzlich fürchterlich zu rütteln. Durch härteste Windböen machte die Maschine so schrecklich zackige Bewegungen, dass auf einmal mehrere der Deckenverkleidungen mit lautem Krachen in den Gang hinunterfielen und man nun die Hydraulikleitungen und Kabelkanäle bewundern konnte. Es war die vollkommene Härte und ich dachte, es sei jetzt aus mit uns. In den entsetzten Gesichtern anderer Passagiere sah ich ähnliche Empfindungen. Von einer der hinteren Sitzreihen hörte ich einen anderen schockierten Passagier rufen: »Immer diese Scheiße mit British Elend!« Diesen Spruch kannte ich schon, allerdings gemünzt auf eine englische Automarke, deren Modelle ebenfalls öfter einmal etwas verloren. Später flogen wir dann noch einmal mit dieser Linie, von Bombay nach Düsseldorf. Da war die Situation auch sehr speziell, aber dabei ging zum Glück alles gut. Doch davon später...

Als wir am Vormittag wieder zu Hause angekommen waren, fiel ich todmüde in mein Bett. Ich war völlig fertig, aber glücklich und stolz. Etwas hatte ›klick‹ in mir gemacht und ich wußte instinktiv: Der Sache mit Kraftwerk gehört die Zukunft, der schweißtreibende Trommler der englischhörigen Beat-Epoche gehörte der Vergangenheit an. Die Kameramänner vom ZDF hatten mir meine Restzweifel an meiner neuen Art, Schlagzeug zu spielen, genommen. Ab da liebte ich das ›elektrische Bügelbrett‹, wie wir das Ding später oft ironisch nannten.

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