Ernst Hofacker - Giganten

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Dieses Stammbuch der Rock-Kultur erzählt Geschichten voller Triumph und Tragik. Ernst Hofacker verdichtet Werdegang und Werk von 25 Schlüsselfiguren der klassischen Rock-Ära zu einer unterhaltsamen Reise durch die Jahrzehnte: Vom Nachkriegsblues eines Muddy Waters und B.B. King ist die Rede, vom stilprägenden Rock'n'Roll Chuck Berrys und den Helden der Beat- und Protest-Epoche wie Keith Richards, Ray Davies und Bob Dylan. Led Zeppelin, Pink Floyd und Eagles werden vorgestellt, die Protagonisten des perfektionierten Rock-Business der Siebzigerjahre, aber auch Künstler, die noch heute aktiv sind: Bruce Springsteen etwa, Tom Petty und Eric Clapton. Dieses Buch eröffnet eine Welt der Ikonen, die wie Jimi Hendrix, John Lennon und Bob Marley auch Jahre nach ihrem Tode noch kultisch verehrt werden, erzählt aber auch von den eher tragischen Fällen: Künstlern, wie Gram Parsons, Lynyrd Skynyrd, Rory Gallagher und Stevie Ray Vaughan, die dem Rock'n'Roll-Lifestyle auf die eine oder andere Weise zu früh zum Opfer fielen. Und natürlich dürfen die Stilisten nicht fehlen, deren künstlerische Ausdrucksfähigkeit die Rock-Kultur wundersam bereicherte und bisweilen nachhaltig veränderte. Ob sie nun wie Pete Townshend, Free und David Bowie als Innovatoren hervortraten oder wie Van Morrison, Creedence Clearwater Revival und Peter Green vorhandene Spielarten auf ein neues Niveau hievten – legendär sind sie alle.

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In den Jahren der Depression beginnen Hunderttausende afroamerikanischer Landarbeiter in die großen Städte des Nordens zu ziehen, wo sie in Fabriken, vor allem denen der Autoindustrie, Arbeit zu finden hoffen. Für die Menschen aus dem Mississippi-Delta wird neben der Drei-Millionen-Metropole Chicago zunächst mal das nur halb so weit entfernte und mit nur 800.000 Bewohnern erheblich kleinere St. Louis zum Ziel ihrer Träume. Inzwischen ist Muddy längst klar, dass er es als professioneller Musiker schaffen will. Einige seiner Kumpels haben bereits Schallplatten gemacht, etwa Skip James und Son House. Die Plattenfirmen aber sitzen in den großen Städten, und dort gibt es lukrative Jobs für Musiker. 1940 packt Muddy seine Gitarre ein und zieht nach St. Louis. Hier leben einige der bekanntesten Blueser, darunter Lonnie Johnson, Big Joe Williams und Roosevelt Sykes. Allerdings ist der große, kräftige Mann aus Clarksdale ein Landei durch und durch, es fällt ihm schwer, seine Heimat und besonders seine Großmutter Della, bei der er aufgewachsen ist, zu verlassen. Nach nur zwei Monaten, in denen er erkennen muss, dass sie in St. Louis nicht auf ihn gewartet haben und sein Ruhm von daheim ihm dort gar nichts nutzt, kehrt er heimwehgeplagt zurück. Wieder heuert er auf Stovalls Plantage als Traktorfahrer an. 27 Jahre ist er nun alt und gilt als einer der begabtesten Musiker des Deltas. Zudem ist er Vater einer fünfjährigen Tochter mit Namen Azelene. Ehefrau Mabel allerdings ist nicht die Mutter, wegen seiner dauernden Untreue hat sie ihn ohnehin längst verlassen – zeitlebens war Muddy ein nimmermüder Schürzenjäger. Schlechte Aussichten also, das Musikbusiness scheint in weite Ferne gerückt. Was Muddy indes nicht ahnt: Seine »Entdeckung« steht unmittelbar bevor.

Im Sommer 1941 startet eine kleine Expedition in den Süden der USA. Sie besteht aus Professor John Wesley Work III. von der Fisk University in Nashville, Tennessee, und dem Volkskundler Alan Lomax von der Library of Congress in Washington D.C. Die beiden Forscher wollen afroamerikanische Folkloremusiker aufstöbern und deren Songs für die Nachwelt dokumentieren. Oder, wie es Lomax in einem Bericht formuliert: »Die vereinbarte Studie sollte objektiv und erschöpfend die musikalischen Gewohnheiten einer einzelnen Negergemeinde im Delta erforschen.« Man einigt sich darauf, mit dem Coahoma County und dort speziell der Gegend von Clarksdale den bevölkerungsreichsten Landstrich des Deltas aufzusuchen. Am 29. August erreichen Lomax und Work Stovalls Farm. Immer wieder stoßen sie bei ihren Erkundungen auf den Namen Muddy Water, wie er sich inzwischen nennt (das fehlende S wird er erst später in Chicago hinzufügen). Sie machen den Mann ausfindig und können sein anfängliches Misstrauen schnell zerstreuen.

Am Nachmittag des 31. August bauen sie ihr Equipment in Muddys Haus auf. Zu dem klobigen, stolze 68 Kilogramm schweren Schallplattenaufnahmegerät Presto, Modell D, gehören 12-Inch-Glasschallplatten, in deren Wachsbeschichtung ein Stichel die Rille schneidet. Während Work sich um die Technik kümmert, gibt Muddy einige seiner Songs zum Besten, zwischendurch befragt ihn Lomax über Entstehung, Ursprünge und Techniken. Beides, die Songs und das Interview, werden aufgezeichnet. Die Aufnahmen landen umgehend im Archiv der Library of Congress (das faszinierende Dokument ist heute erhältlich auf dem Album The Complete Plantation Recordings), Muddy allerdings erhält bald darauf von Lomax zwei Schallplatten, auf denen die Songs Country Blues und I Be’s Troubled (das spätere I Can’t Be Satisfied) enthalten sind. Es ist dies die letzte und entscheidende Initialzündung, die Muddy braucht, um seine Profikarriere zu starten. Wie er Jahrzehnte später dem US-Journalisten Paul Oliver erzählt: »Ich hörte mich wirklich zum ersten Mal. Als mir Mister Lomax die Platte vorspielte, dachte ich, Mann, der Junge kann wirklich den Blues singen!« Im Juli 1942 kehren Lomax und Work noch einmal zurück und nehmen weiteres Material auf, diesmal spielt Muddy auch in Begleitung des Sons Sims Quartetts.

Wie viele seiner Folkblues-Kollegen benutzt Muddy auf den Plantation Recordings offene Gitarrenstimmungen, vornehmlich G- und E-Dur, wobei er auf den Basssaiten mit dem Daumen die rhythmische Begleitung zupft, während er mit den anderen Fingern auf den hohen Saiten per Bottleneck die typischen heulenden Fills und Verzierungen erzeugt. Zusammen ergibt das einen so komplexen Klang, dass kaum jemand glaubt, dass dabei nur eine einzige Gitarre im Spiel ist. Zu Muddys ausgeprägter Technik kommen seine kräftige Stimme, die er bei aller Emotionalität des Vortrags kontrolliert einsetzt, sowie ein im Countryblues jener Jahre noch höchst seltenes, intuitives Gespür für einen kompakten Songaufbau – Qualitäten, die Lomax schon bei diesen ersten Sessions erkennt und die Muddy in den folgenden Jahren zum Begründer eines ganzen Genres machen werden. Wobei man allerdings in Rechnung stellen muss, dass Muddys Songs und die seiner Zeitgenossen oft keine Eigenkompositionen, sondern Weiterentwicklungen bereits bekannter Vorlagen anderer Künstler waren. So besteht etwa zwischen Robert Johnsons Walking Blues, einer anderen Version, die Son House eingespielt hat, und Muddys Country Blues mehr als nur eine starke Ähnlichkeit.

Die Erfahrung mit Lomax ermutigt Muddy, nun endlich den großen Schritt zu wagen: 1943 siedelt der inzwischen 30-Jährige nach Chicago über. Dort, auf der Southside, befindet sich die größte Siedlung afroamerikanischer Bürger nördlich der Mason-Dixon-Line – und folglich auch ein großes, höchst lebendiges Amüsierviertel, das sich um die Maxwell Street angesiedelt hat. Hier versucht der Mann aus Clarksdale Fuß zu fassen, nachdem er sich zunächst in einer Papierfabrik, später dann als Lastwagenfahrer, verdingt hat, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nachts aber ist er auf der Clubmeile unterwegs, wo der lebenslustige Musiker jede Menge Kontakte schließt. Zu seinen Kumpels gehören bald Leute wie Big Bill Broonzy, Eddie Boyd, Jimmy Rogers und der Pianist Sunnyland Slim. Mit Rogers beginnt Waters nun seinen Stil weiterzuentwickeln, gemeinsam jammen die beiden und experimentieren mit Tonabnehmern und Verstärkern. Ein weiterer Freund, Blue Smitty, bringt Muddy das Fingerpicking in der Standardstimmung bei, die Waters bis dahin noch kaum verwendet hat. Und er wechselt von der akustischen, mit einem Tonabnehmer ausgerüsteten Gitarre auf ein elektrisches Gretsch-Modell.

1947 – Waters gehört inzwischen zu den gefragtesten Musikern der noch kleinen Southside-Szene – nehmen die Dinge Gestalt an. Sunnyland Slim verschafft ihm die Chance, an einer Session für das Aristocrat Label teilzunehmen. Der Song, der dabei entsteht, heißt Johnson Machine Gun, die noch verbliebene Studiozeit nutzt Muddy, um zwei seiner eigenen Stücke, Gypsy Woman und Little Anna Mae, einzuspielen. Leonard und Phil Chess, die das marode Label gerade gekauft haben, wissen nichts damit anzufangen und lassen die Aufnahmen bis zum Februar 1948 im Schrank. Erst dann werfen sie sie auf den Markt, allerdings bleibt Muddys Plattendebüt ohne Resonanz. Wenig später aber platzt der Knoten, im April, nach einer zweiten Session, kommen I Can’t Be Satisfied und Feel Like Going Home heraus. Innerhalb von gerade mal 24 Stunden ist die Auflage bis auf einen kleinen Rest vergriffen.

Zwar hat Muddy inzwischen eine feste Band, der neben Jimmy Rogers als zweitem Gitarristen vor allem der junge Harpvirtuose Little Walter angehört, die aber ist auf der Platte nicht zu hören. Waters spielt allein, begleitet lediglich von dem Bassisten Big Crawford.

Trotzdem bringen diese frühen Aufnahmen bereits die Formel des Chicago Blues Waters’scher Prägung auf den Punkt. In den Dreißigejahren noch war der Country Blues der aus dem Süden zugewanderten Afroamerikaner den Einflüssen von Vaudeville, Jazz und dem populären Swing begegnet, wobei sich das Piano als dominierendes Instrument herauskristallisiert hatte. Jetzt aber, nach dem Weltkrieg, beginnt sich die elektrifizierte Gitarre als Hauptinstrument durchzusetzen. Sie verändert das Klangbild des Blues, der wesentlich härter, rauer, aggressiver und weniger geglättet daherkommt als beispielsweise die Rhythm’n’Blues-Hits des so erfolgreichen, vom Swing beeinflussten Louis Jordan. Leute wie Muddy Waters, Howlin’ Wolf und der in Detroit beheimatete John Lee Hooker unterstreichen mit ihrem direkten, rüden Vortragsstil Bodenständigkeit und Verwurzelung der Musik im Leben der einfachen Leute. Kurz: Die meistens ohne viel Aufwand eingespielten Platten treffen den Nerv der Menschen und klingen genauso frisch und ungehobelt wie die zahllosen, meist mit Gitarre, Piano, Harp, Bass und Drums besetzten Bands in den Kneipen der Amüsierviertel. Hinzu kommt, dass die großen Plattenfirmen, die im Zweiten Weltkrieg wegen der Schellack-Rationierung ihre Produktion einschränken mussten, das vermeintlich wenig lukrative Geschäft mit der »Race Music« den kleinen unabhängigen Firmen überlassen. Die wiederum sind wendig und können schnell auf den sich ändernden Markt reagieren. Wie Leonards Sohn Marshall Chess einmal anmerkte: »Wenn du am Freitagnachmittag eine Platte produziertest, war sie schon am Samstagabend fertig und du konntest sie den Leuten in den Kneipen verkaufen.« So schießen in Chicago Labels wie Chess (das 1950 aus der Firma Aristocrat Records hervorgeht), Checker, Parrot und J.O.B. Records aus dem Boden, die den wachsenden Bluesmarkt unter sich aufteilen.

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