Len Brown - Im Gespräch mit Morrissey

Здесь есть возможность читать онлайн «Len Brown - Im Gespräch mit Morrissey» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Im Gespräch mit Morrissey: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Im Gespräch mit Morrissey»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Mit seinen kontroversen Texten und provokanten öffentlichen Äußerungen sorgt er immer wieder für Diskussionen. Der überzeugte Vegetarier ist begeisterter Anhänger von Oscar Wilde, Dauer-Kritiker von Tony Blair und des englischen Königshauses; – und er lebt dabei in einem selbstgewählten Zölibat. Kein Zweifel: Der Sänger, Texter, Poet Steven Patrick Morrissey, der sich selbst einfach nur Morrissey nennt, ist eine schillernde Figur der Popwelt. Und seine Fangemeinde ist ebenso groß wie treu: Mit seinem neuen Album «Years Of Refusal» schaffte er 2009 in England Platz 3, in Deutschland Platz 4. Bekannt wurde Morrissey vor allem als Sänger der stilbildenden und erfolgreichen Achtzigerjahre-Indie-Band The Smiths. Nach dem Ende der Band im Jahr 1987 startete Morrissey eine erfolgreiche Solokarriere. Seine provokanten und zynischen Texte drehen sich um Themen wie Außenseitertum, Tierrechte, mehrdeutige Sexualität und unerwiderte Liebe. Selbstironie, persönliche Offenheit und intellektuelle Wortwitze sind typisch für seine lyrisch-literarischenTexte. Len Brown hat mit Morrissey im Laufe der Jahre mehr Interviews als jeder andere Journalist geführt. Gespräche, die häufig kein Ende fanden und in denen Morrissey Einblicke gewährte in seine Motive und Beweggründe, die er sonst verschlossen hält. Zahlreiche Fotos aus allen Schaffensphasen runden dieses bemerkenswerte Buch über Morrissey ab.

Im Gespräch mit Morrissey — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Im Gespräch mit Morrissey», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wie wirkte sich der Vertrag mit der EMI auf die Band aus? Waren denn alle vollkommen überzeugt von dieser Entscheidung?

„Ganz und gar nicht! Aber als die Smiths bei EMI unterschrieben, wurde das Leben mit Rough Trade viel leichter und erblühte in einer Art und Weise, wie es nie zuvor der Fall gewesen war.

„Es macht mir zwar keinen Spaß, Rough Trade anzuschwärzen, da ich ihre Dilemmas sehe und sie durchaus verstehen kann – ich finde abschließend aber einfach, dass man uns nicht als den kleinen Schatz betrachtete, der wir in Wirklichkeit waren. So, wie ich das sehe, war ich das einzige Bandmitglied, dem man überhaupt ein wenig Respekt entgegenbrachte. Für Johnny, Mike oder Andy hatten sie nichts übrig.“

Hat sie das verletzt?

„Ja. Sie und mich. Als die Smiths bei EMI unterschrieben, sagte Geoff Travis außerdem gegenüber dem Guardian, die Smiths hätten den Vertrag nur aus reiner Gier heraus abgeschlossen. Das glaubte er zwar selbst nicht ganz, aber es war der Tropfen, der das Fass vollends zum Überlaufen brachte. Es hatte zuvor schon mehrere letzte Tropfen gegeben, aber das war eben der letzte der letzten!“

„Paint A Vulgar Picture“ war also ein Seitenhieb auf Rough Trade?

Er lacht: „Nein, um Rough Trade ging es darin überhaupt nicht. Deshalb war ich ja auch ein bisschen verwirrt, als Geoff Travis, der große Boss von Rough Trade, es so schlimm fand und so dagegen wetterte. Es handelte ganz allgemein von der Musikindustrie, von praktisch allen, die gestorben sind und eine Legende hinterlassen haben, die sich auch heute noch gut verkaufen lässt. Billy Fury, Marc Bolan …“

Was ist mit „You Just Haven’t Earned It Yet Baby“?

„Geoff mochte den Song überhaupt nicht, weil er dachte, er wäre persönlich an ihn gerichtet.“

Und? Richtete er sich persönlich an Geoff Travis?

Er lacht lauthals: „Ich habe nie behauptet, dass sich der Song persönlich an ihn richtet. Das ist nur eine sehr, sehr grausame Interpretation Ihrerseits.“

Waren Sie enttäuscht, dass die letzten Singles bei Rough Trade nicht erfolgreicher waren?

„Ich hatte erwartet, dass sie allesamt größere Hits würden. Natürlich finde ich, dass die Leute Smiths-Platten hören sollten. Unter den gegebenen Umständen hätte ich auch leicht sagen können: ‚Wir nehmen überhaupt nichts auf‘, aber ich bin sehr stolz auf diese Songs. Ich stimmte der Veröffentlichung zu, weil ich eben finde, dass die Leute diese Songs hören sollten. ‚Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me‘ und ‚I Started Something I Couldn’t Finish‘ waren großartige Songs, aber es gab eindeutig keine akzeptablen B-Seiten. Ebenso bestand kein zwingender Grund dafür, eine Single-CD oder -Kassette zu veröffentlichen, aber sie sind trotzdem erschienen. Das Ganze ist vertrackt, denn gerade, weil ich wollte, dass diese Songs gehört wurden, schien das Ende der Smiths zum passenden Zeitpunkt zu kommen. Trotzdem dachte ich, wenn es eine letzte Gelegenheit gäbe, mit unserer Musik in den Äther vorzustoßen, dann sollten wir sie nutzen. Ich finde außerdem, dass die Smiths die Sprache der Popmusik erweitert haben, indem sie eine neue Art von Texten einführten, die man in einem Top-40-Kontext bislang noch nicht gehört hatte. Und das ist sehr wichtig. Mir fällt gerade keine andere Band ein, die das momentan macht.“

Wie denken Sie über die schwachen B-Seiten – alte Mixe und Livemitschnitte – der letzten Rough-Trade-Singles?

„Ich kann damit leben. So schlecht sind sie auch wieder nicht. ‚Pretty Girls Make Graves‘ hielt ich allerdings für … [Grimassen]. Ich habe es erst mehrere Wochen nach der Veröffentlichung angehört. Die Platte mit ‚Some Girls Are Bigger Than Others‘ habe ich erst aufgelegt, als sie wieder aus den Charts war.“

Ich erinnere mich daran, wie Sie es in der Brixton Academy gespielt haben.

„Der Gesang war nicht besonders gut, aber soo schlecht ist es auch wieder nicht.“

Wie steht’s mit der Coverversion von James’ „What’s The World“?

„In einer anderen Zeit, mit einer voll funktionstüchtigen Band wäre das nie passiert. Es war einfach … Füllmaterial für die Kassetten-Version von ‚I Started Something I Couldn’t Finish‘.“

Und das angekündigte Live-Album der Smiths bei Rough Trade?

„Nun, es ist sehr gut, also freut es mich eigentlich, dass es herauskommt. Und da viele dieser Songs nie wieder live zu hören sein werden, ist es doch interessant, sie irgendwie dokumentiert zu haben.“

Könnte Rough Trade weiterhin Smiths-Singles veröffentlichen?

„Ja, das können sie. Ich glaube, sie wollen ‚This Charming Man‘ neu veröffentlichen, weil es seit 1932 oder so auf Halde liegt.“

Warum erschien „There Is A Light That Never Goes Out“ nie als Single? Das hätte Ihr größter Hit werden können.

„Man muss Rough Trade zugutehalten, dass sie das Stück als den Song auf The Queen Is Dead haben wollten, aber innerhalb der Band fand dies keine Zustimmung. Wir wollten ‚Bigmouth Strikes Again‘ haben. Ich glaube, dass danach ‚There Is A Light That Never Goes Out‘ kommen sollte, doch bis es so weit war, hatten wir schon ‚Panic‘ geschrieben und wollten es unbedingt … in die Pop-Wildnis hinausschleudern.“

Aber was kann Rough Trade daran hindern, bis in alle Ewigkeit Singles neu aufzulegen?

„Realistisch betrachtet, glaube ich nicht, dass sie das tun können. Es ist einfach vorbei. Sie haben mit der letzten Smiths-Veröffentlichung noch einmal alles herausgeholt, aber ich denke, Rough Trade wissen selbst ganz gut, dass sie nicht viel weiter gehen können. Wenn noch eine Best-Of-Platte erschiene, würden die Leute auf sie losgehen und Geoff Travis steinigen.“

Würde Sie das nicht freuen?

Er kichert. „Nein, ich würde keinen einzigen Stein werfen. Im Allgemeinen bin ich ein friedliebender Bürger.“ (Jahre später verglich er den wieder aufgewärmten Songkatalog der Smiths mit „einem Fisch, der ganz langsam an der Hafenmauer verendet“.)

Was geschah mit der Single „Stop Me If You’ve Heard This One Before“?

„Die Veröffentlichung war mir ungemein wichtig. Rough Trade verschickte Weißpressungen an Radio One, doch sie sagten, sie würden die Platte wegen der Zeile über Massenmord unter gar keinen Umständen spielen. Sie sagten, die Leute würden das sofort mit [dem Massaker von] Hungerford in Verbindung bringen, und Tausende würden sich Maschinengewehre kaufen und ihre Großeltern umbringen. Ich finde, Rough Trade hätten ‚Death Of A Disco Dancer‘ veröffentlichen sollen, nur um ihnen eins auszuwischen.“

Weil Sie darauf Klavier spielen?

Er kichert. „Genau! Gibt es einen besseren Grund? Zur Seite, Lieutenant Pigeon!“

Sagen Sie das, weil die Mutter des Bandleaders von Lieutenant Pigeon damals auf einem Stück Klavier gespielt hat?

„Ja, aber erinnern Sie sich noch an die Nachfolgesingle? Das Stück hieß ‚Desperate Dan‘. Derselbe Song, aber ohne das Pfeifen.“

Im Winter des Achtziger-Pop mit seinen Wegwerfikonen und seinem bankrotten Hang zum Kannibalismus sollte die Bedeutung von Steven Patrick Morrissey auf keinen Fall unterschätzt werden. Mit den Smiths wurde er zum provokativsten Kommentator und wortgewandtesten Textdichter des Jahrzehnts. Es schien jedoch bereits, als nähmen wir post mortem eine pathologische Untersuchung an einem wunderbaren Wesen vor, das Morrissey und Marr zusammen erschaffen hatten (nicht vergessen werden darf freilich der hochenergetische Beitrag der Spießgesellen Rourke und Joyce); es war ein Wesen, das ich, wie viele andere, geliebt hatte und nun beweinte.

Ob Morrissey & Marr als Komponisten einmal in einem Atemzug mit Lennon & McCartney, Lieber & Stoller oder Goffin & King (vielleicht sogar Flanders & Swann) genannt werden, wird erst die Zukunft zeigen. Morrissey war jedoch eindeutig nicht gekommen, um die Smiths zu beerdigen, sondern um ein Loblied auf sie zu singen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Im Gespräch mit Morrissey»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Im Gespräch mit Morrissey» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Im Gespräch mit Morrissey»

Обсуждение, отзывы о книге «Im Gespräch mit Morrissey» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.