Gerhart Hauptmann - Vor Sonnenaufgang

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Eine Bauernfamilie kommt durch Kohlenfunde zu Geld. Doch der Alkohol, der «geliebte Fusel»? von dem man einfach nicht lassen kann, macht alles zunichte.
Die Uraufführung von Hauptmanns sozialem Drama «Vor Sonnenaufgang» am 20. Oktober 1889 setzte das naturalistische Drama endgültig durch und machte den unbekannten Autor über Nacht berühmt.
Die Textgrundlage dieser Ausgabe bildet der Erstdruck von 1889 im Abgleich mit späteren Ausgaben.
E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E-Book können parallel benutzt werden.

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HELENE.

Dann greife Du ein, schaff’ die Spillern fort! Was soll ich gegen so ’n altes Weib machen, die ihr immer nach dem Munde geht.

HOFFMANN.

Was denn? . . . ich als Mann . . . was soll ich als Mann? . . . und außerdem, Du kennst doch die Schwiegermama.

HELENE

(bitter). Allerdings.

HOFFMANN.

Wo ist sie denn jetzt?

HELENE.

Die Spillern stutzt sie heraus, seit Herr Loth hier ist; sie wird wahrscheinlich zum Abendbrod wieder ihr Rad schlagen.

HOFFMANN

(schon wieder in eigenen Gedanken, macht einen Gang durch’s Zimmer; heftig). Es ist das letzte Mal, auf Ehre! daß ich so etwas hier in diesem Hause abwarte. – Auf Ehre!

HELENE.

Ja, Du hast es eben gut. Du kannst gehen, wohin Du willst.

HOFFMANN.

Bei mir zu Hause wäre der unglückliche Rückfall in dies schauderhafte Laster auch sicher nicht vorgekommen.

HELENE.

Mich mache dafür nicht verantwortlich! Von mir hat sie den Branntwein nicht bekommen. Schaff’ Du nur die Spillern fort, ich sollte bloß ’n Mann sein.

HOFFMANN

(seufzend). Ach, wenn es nur erst wieder vorüber wär’! – (in der Thür rechts) also Schwägerin, Du thust mir den Gefallen: einen recht apetitlichen Abendtisch! Ich erledige schnell noch eine Kleinigkeit.

[27]HELENE

(drückt auf den Klingelknopf. Miele kommt). Miele, decken Sie den Tisch! Eduard soll Sekt kalt stellen und vier Dutzend Austern öffnen.

MIELE

(unterdrückt, batzig). Sie kinn’n ’s ’m salber sagen, a nimmt nischt oa vu mir, a meent immer: a wär ok beim Inschinnär gemit’t.

HELENE.

Dann schick’ ihn wenigstens rein.

(Miele ab. Helene tritt vor den Spiegel, ordnet dies und das an ihrer Toilette; währenddeß tritt Eduard ein.)

HELENE

(immer noch vor dem Spiegel). Eduard, stellen Sie Sekt kalt und öffnen Sie Austern! Herr Hoffmann hat es befohlen.

EDUARD.

Sehr wohl, Fräulein. (Eduard ab. Gleich darauf klopft es an die Mittelthür.)

HELENE

(fährt zusammen). Großer Gott! – (zaghaft:) Herein! – (lauter und fester:) herein!

LOTH

(tritt ein ohne Verbeugung). Ach, um Verzeihung! – ich wollte nicht stören, – mein Name ist Loth.

HELENE

(verbeugt sich tanzstundenmäßig).

STIMME HOFFMANN’S

(durch die geschlossene Zimmerthür). Kinder! keine Umstände! – ich komme gleich heraus. Loth! es ist meine Schwägerin Helene Krause! und Schwägerin! es ist mein Freund Alfred Loth! Betrachtet Euch als vorgestellt.

HELENE.

Nein, über Dich aber auch!

LOTH.

Ich nehme es ihm nicht übel, Fräulein! bin selbst, wie man mir sehr oft gesagt hat, in Sachen des guten Tons ein halber Barbar. – Aber wenn ich Sie gestört habe, so . . .

HELENE.

Bitte, – Sie haben mich gar nicht gestört, – durchaus nicht. (Befangenheitspause, hierauf:) Es ist . . . . [28]es ist schön von Ihnen, daß – Sie meinen Schwager aufgesucht haben. Er beklagt sich immer von . . . er bedauert immer, von seinen Jugendfreunden so ganz vergessen zu sein.

LOTH.

Ja, es hat sich zufällig so getroffen. – Ich war immer in Berlin und daherum – wußte eigentlich nicht wo Hoffmann steckte. Seit meiner Breslauer Studienzeit war ich nicht mehr in Schlesien.

HELENE.

Also nur so zufällig sind Sie auf ihn gestoßen?

LOTH.

Nur ganz zufällig – und zwar gerade an dem Ort, wo ich meine Studien zu machen habe.

HELENE.

Ach, Spaß! – Witzdorf und Studien machen, nicht möglich! in diesem armseligen Neste?!

LOTH.

Armselig nennen Sie es? – Aber es liegt doch hier ein ganz außergewöhnlicher Reichthum.

HELENE.

Ja doch! in der Hinsicht . . .

LOTH.

Ich habe nur immer gestaunt. Ich kann Sie versichern, solche Bauernhöfe giebt es nirgend wo anders, da guckt ja der Überfluß wirklich aus Thüren und Fenstern.

HELENE.

Da haben Sie recht: in mehr als einem Stalle hier fressen Kühe und Pferde aus marmornen Krippen und neusilbernen Raufen! das hat die Kohle gemacht, die unter unseren Feldern gemuthet worden ist, die hat die armen Bauern im Handumdrehen steinreich gemacht (sie weist auf das Bild an der Hinterwand). Sehen Sie da – mein Großvater war Frachtfuhrmann; das Gütchen gehörte ihm, aber der geringe Boden ernährte ihn nicht, da mußte er Fuhren machen. – Das dort ist er selbst in der blauen Blouse – man trug damals noch solche blaue Blousen. – Auch mein Vater als junger Mensch [29]ist darin gegangen. – Nein! – so meinte ich es nicht – mit dem »armselig«; nur ist es so öde hier. So . . . gar nichts für den Geist giebt es. Zum Sterben langweilig ist es.

(Miele und Eduard ab- und zugehend decken den Tisch rechts im Hintergrunde.)

LOTH.

Giebt es denn nicht zuweilen Bälle oder Kränzchen?

HELENE.

Nicht ’mal das giebt es. Die Bauern spielen, jagen, trinken . . . was sieht man den ganzen Tag? (sie ist vor das Fenster getreten und weist mit der Hand hinaus) hauptsächlich solche Gestalten.

LOTH.

Hm! Bergleute.

HELENE.

Welche gehen zur Grube, welche kommen von der Grube: das hört nicht auf. – Wenigstens ich sehe immer Bergleute. Denken Sie, daß ich alleine auf die Straße mag? höchstens auf die Felder, durch das Hinterthor. Es ist ein zu rohes Pack! – und wie sie einen immer anglotzen, so schrecklich finster – als ob man geradezu was verbrochen hätte.

Im Winter, wenn wir so manchmal Schlitten gefahren sind[,] und sie kommen dann in der Dunkelei in großen Trupps über die Berge, im Schneegestöber[,] und sie sollen ausweichen, da gehen sie vor den Pferden her und weichen nicht aus. Da nehmen die Bauern manchmal den Peitschenstiel, anders kommen sie nicht durch. Ach, und dann schimpfen sie hinterher. Hu! ich habe mich manchmal so entsetzlich geängstigt.

LOTH.

Und nun denken Sie an: Gerade um dieser Menschen willen – vor denen Sie sich so sehr fürchten, bin ich hierher gekommen.

HELENE.

Nein aber . . .

[30]LOTH.

Ganz im Ernst, sie interessiren mich hier mehr als Alles andere.

HELENE.

Niemand ausgenommen?

LOTH.

Nein.

HELENE.

Auch mein Schwager nicht ausgenommen?

LOTH.

Nein! – das Interesse für diese Menschen ist ein ganz anderes, – höheres . . . verzeihen Sie, Fräulein! Sie können das am Ende doch wohl nicht verstehen.

HELENE.

Wieso nicht? ich verstehe Sie sehr gut. Sie . . . (sie läßt einen Brief aus der Tasche gleiten, Loth bückt sich darnach) ach, lassen Sie . . . es ist nicht wichtig, nur eine gleichgültige Pensionscorrespondenz.

LOTH.

Sie sind in Pension gewesen?

HELENE.

Ja, in Herrnhut. Sie müssen nicht denken, daß ich . . . nein, nein, ich verstehe Sie schon.

LOTH.

Ich meine[,] die Arbeiter interessiren mich um ihrer selbst willen.

HELENE.

Ja, freilich, – es ist ja sehr interessant . . . so ein Bergmann . . . wenn man’s so nehmen will . . . es giebt ja Gegenden, wo man gar keine findet, aber wenn man sie so täglich . . .

LOTH.

Auch wenn man sie täglich sieht, Fräulein . . . man muß sie sogar täglich sehen, um das Interessante an ihnen herauszufinden.

HELENE.

Nun, wenn es so schwer herauszufinden . . . was ist es denn dann? das Interessante mein’ ich.

LOTH.

Es ist zum Beispiel interessant, daß diese Menschen, wie Sie sagen, immer so gehässig oder finster blicken.

[31]HELENE.

Wieso meinen Sie, daß das besonders interessant ist?

LOTH.

Weil es nicht das Gewöhnliche ist. Wir Anderen pflegen doch nur zeitweilig und keineswegs immer so zu blicken.

HELENE.

Ja, weshalb blicken sie denn nur immer so . . . so gehässig, so mürrisch? es muß doch einen Grund haben.

LOTH.

Ganz recht! und den möchte ich gern herausfinden.

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