Gerhart Hauptmann - Vor Sonnenaufgang

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Eine Bauernfamilie kommt durch Kohlenfunde zu Geld. Doch der Alkohol, der «geliebte Fusel»? von dem man einfach nicht lassen kann, macht alles zunichte.
Die Uraufführung von Hauptmanns sozialem Drama «Vor Sonnenaufgang» am 20. Oktober 1889 setzte das naturalistische Drama endgültig durch und machte den unbekannten Autor über Nacht berühmt.
Die Textgrundlage dieser Ausgabe bildet der Erstdruck von 1889 im Abgleich mit späteren Ausgaben.
E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E-Book können parallel benutzt werden.

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HOFFMANN.

Abstoßendes Zeug. Ich will von der Kunst erheitert sein. . . . Nee! diese Sorte Kunst war durchaus nicht mein Geschmack.

LOTH.

Meiner war es auch nicht, aber er hatte sich nun doch einmal drauf versteift. Voriges Frühjahr schrieben sie da ein Denkmal aus; irgend ein [16]Duodezfürstchen, glaub’ ich, sollte verewigt werden. Fips hatte sich betheiligt und gewonnen; kurz darauf schoß er sich todt.

HOFFMANN.

Wo da die Gewissenhaftigkeit stecken soll, ist mir völlig schleierhaft. – Für so was habe ich nur eine Benennung: Spahn – auch Wurm – Spleen – so was.

LOTH.

Das ist ja das allgemeine Urtheil.

HOFFMANN.

Thut mir leid, kann aber nicht umhin mich ihm anzuschließen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

LOTH.

Es ist ja für ihn auch ganz gleichgültig, was . . .

HOFFMANN.

Ach überhaupt lassen wir das. Ich bedauere ihn im Grunde ganz ebenso sehr wie Du, aber – nun ist er doch einmal todt, der gute Kerl; – erzähle mir lieber was von Dir, was Du getrieben hast, wie’s Dir ergangen ist.

LOTH.

Es ist mir so ergangen, wie ich’s erwarten mußte. – Hast Du gar nichts von mir gehört? – durch die Zeitungen mein’ ich.

HOFFMANN

(ein wenig befangen). Wüßte nicht.

LOTH.

Nichts von der Leipziger Geschichte?

HOFFMANN.

Ach so, das! – Ja! – Ich glaube . . . . nichts Genaues.

LOTH.

Also, die Sache war folgende:

HOFFMANN

(seine Hand auf Loth’s Arm legend). Ehe Du anfängst: willst Du denn gar nichts zu Dir nehmen?

LOTH.

Später vielleicht.

HOFFMANN.

Auch nicht ein Gläschen Cognac?

LOTH.

Nein. Das am allerwenigsten.

HOFFMANN.

Nun, dann werde ich ein Gläschen . . . . Nichts besser für den Magen (holt Flasche und zwei [17]Gläschen vom Buffet, setzt Alles auf den Tisch vor Loth). Grand Champagne, feinste Nummer; ich kann ihn empfehlen. – Möchtest Du nicht . . . . ?

LOTH.

Danke!

HOFFMANN

(kippt das Gläschen in den Mund). Oah! – na, nu bin ich ganz Ohr.

LOTH.

Kurz und gut: da bin ich eben sehr stark hineingefallen.

HOFFMANN.

Mit zwei Jahren, glaub ich?!

LOTH.

Ganz recht! Du scheinst es ja doch also zu wissen. Zwei Jahre Gefängniß bekam ich, und nachdem haben sie mich noch von der Universität relegirt. Damals war ich – einundzwanzig – nun! in diesen zwei Gefängnißjahren habe ich mein erstes volkswirthschaftliches Buch geschrieben. Daß es gerade ein Vergnügen gewesen, zu brummen, müßte ich allerdings lügen.

HOFFMANN.

Wie man doch einmal so sein konnte! merkwürdig! Sowas hat man sich nun allen Ernstes in den Kopf gesetzt. Baare Kindereien sind es gewesen, kann mir nicht helfen. Du! – nach Amerika auswandern, ’n Dutzend Gelbschnäbel wie wir! – wir und Musterstaat gründen! Köstliche Vorstellung!

LOTH.

Kindereien?! – tjaa! In gewisser Beziehung sind es auch wirklich Kindereien gewesen; wir unterschätzten die Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens.

HOFFMANN.

Und daß Du nun wirk–lich hinaus gingst – nach Amerika – all–len Ernstes mit leeren Händen . . . . Denk doch mal an, was es heißt, Grund und Boden für einen Musterstaat mit leeren Händen erwerben zu wollen: das ist ja beinah ver . . . . . , jedenfalls ist es einzig naiv.

[18]LOTH.

Ach, gerade mit dem Ergebniß meiner Amerikafahrt bin ich ganz zufrieden.

HOFFMANN

(laut auflachend). Kaltwasserkur, vorzügliche Resultate, wenn Du es so meinst . . .

LOTH.

Kann sein, ich bin etwas abgekühlt worden; damit ist mir aber gar nichts Besonderes geschehen. Jeder Mensch macht seinen Abkühlungsprozeß durch. Ich bin jedoch weit davon entfernt, den Werth der . . . . nun, sagen wir hitzigen Zeit zu verkennen, sie war auch gar nicht so furchtbar naiv, wie Du sie hinstellst.

HOFFMANN.

Na, ich weiß nicht?!

LOTH.

Du brauchst nur an die Durchschnittskindereien unserer Tage denken: das Couleurwesen auf den Universitäten, das Saufen, das Pauken. Warum all’ der Lärm? Wie Fips zu sagen pflegte: um Hekuba! Um Hekuba drehte es sich bei uns doch wohl nicht; wir hatten die allerhöchsten menschheitlichen Ziele im Auge. Und abgesehen davon, diese naive Zeit hat bei mir gründlich mit Vorurtheilen aufgeräumt, ich bin mit der Scheinreligion und Scheinmoral und mit noch manchem anderen . . . .

HOFFMANN.

Das kann ich Dir ja auch ohne Weiteres zugeben: Wenn ich jetzt doch immerhin ein vorurtheilsloser, aufgeklärter Mensch bin, dann verdanke ich das, wie ich gar nicht leugne, den Tagen unseres Umgangs. – Natürlicherweise! – Ich bin der Letzte, das zu leugnen. – Ich bin überhaupt in keiner Beziehung Unmensch. Nur muß man nicht mit dem Kopfe durch die Wand rennen wollen. – Man muß nicht die Übel, an denen die gegenwärtige Generation, leider Gottes, krankt, durch noch [19]größere verdrängen wollen; man muß – Alles ruhig seinen natürlichen Gang gehen lassen. Was kommen soll, kommt! Praktisch, praktisch muß man verfahren! Erinnere Dich! Ich habe das früher gerade so betont: Und dieser Grundsatz hat sich bezahlt gemacht. – Das ist es ja eben. Ihr Alle – Du mit eingerechnet –, Ihr verfahrt höchst unpraktisch.

LOTH.

Erklär’ mir eben mal, wie Du das meinst.

HOFFMANN.

Einfach! Ihr nützt Eure Fähigkeiten nicht aus. Zum Beispiel Du: ’n Kerl wie Du, mit Kenntnissen, Energie etc., was hätte Dir nicht offen gestanden! Statt dessen, was machst Du? Com–pro–mit–tirst Dich von vornherein der–art . . . . na, Hand aufs Herz! Hast Du das nicht manchmal bereut?

LOTH.

Ich konnte nicht gut bereuen, weil ich ohne Schuld verurtheilt worden bin.

HOFFMANN.

Kann ich ja nicht beurtheilen, weißt Du.

LOTH.

Du wirst das gleich können, wenn ich Dir sage: die Anklageschrift führte aus, ich hätte unseren Verein Vancouver-Island nur zum Zwecke parteilicher Agitation ins Leben gerufen, dann sollte ich auch Geld zu Parteizwecken gesammelt haben. Du weißt ja nun, daß es uns mit unseren colonialen Bestrebungen Ernst war, und was das Geldsammeln anlangt, so hast Du ja selbst gesagt, daß wir Alle miteinander leere Hände hatten. Die Anklage enthält also kein wahres Wort, und als Mitglied solltest Du das doch . . . .

HOFFMANN.

Na – Mitglied war ich doch wohl eigentlich nicht so recht. – Übrigens glaube ich Dir selbstredend. – Die Richter sind halt immer nur Menschen, muß man nehmen. – Jedenfalls hättest Du, um praktisch zu [20]handeln, auch den Schein meiden müssen. Überhaupt: ich habe mich in der Folge manchmal baß gewundert über Dich: Redacteur der Arbeiterkanzel, des obscursten aller Käseblättchen – Reichstagscandidat des süßen Pöbels! Und was hast Du nu davon? – versteh’ mich nicht falsch! Ich bin der Letzte, der es an Mitleid mit dem armen Volke fehlen läßt, aber wenn etwas geschieht, dann mag es von Oben herab geschehen! Es muß sogar von Oben herab geschehen, das Volk weiß nun mal nicht, was ihm noth thut – das »Von-unten-herauf«, siehst Du, das eben nenne ich das »Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-rennen«.

LOTH.

Ich bin aus dem, was Du eben gesagt hast, nicht klug geworden.

HOFFMANN.

Na, ich meine eben: sieh mich an! ich habe die Hände frei: ich könnte nu schon anfangen, was für die Ideale zu thun. – Ich kann wohl sagen, mein praktisches Programm ist nahezu durchgeführt. Aber Ihr . . . . immer mit leeren Händen, was wollt denn Ihr machen?

LOTH.

Ja, wie man so hört: Du segelst stark auf Bleichröder zu.

HOFFMANN

(geschmeichelt). Zu viel Ehre – vorläufig noch. Wer sagt das? – Man arbeitet eben seinen soliden Stiefel fort: das belohnt sich naturgemäß – wer sagt das übrigens?

LOTH.

Ich hörte drüben in Jauer zwei Herren am Nebentisch davon reden.

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