Liselotte Welskopf-Henrich - Stein mit Hörnern

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Im Buschland bei New City kommt es zu einem nächtlichen Kampf, den Joe King schwerverletzt überlebt. Es folgt ein monatelanger Krankenhausaufenthalt in einer teuren Privatklinik. Nur unter größten Anstrengungen vermag Queenie den Aufenthalt zu finanzieren. Sie gerät in gefährliche Beziehungen zur Halbwelt von New City. Unterdessen sind die Feinde Joe Kings, allen voran Sidney Bighorn, nicht untätig. Sie wollen die Abwesenheit des rebellischen Indianers nutzen und vollendete Tatsachen schaffen, um die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Zudem wird Joe King verdächtigt, die Rauschgiftschmugglerin Esmeralda O’Connor ermordet zu haben.

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Sligh war nach dem Lunch etwas früher, als er angesagt hatte, im Krankenhaus zurück, ein Tatbestand, den es nur äußerst selten in seinem Leben gab.

Der junge Indianer wurde narkotisiert, und der Chefarzt operierte den ersten schwierigen Fall seiner Hospitalpraxis in der Prärie mit Sorgfalt, mit seinem privaten, durch die besten Instrumente aus aller Welt ergänzten Besteck, mit jenem bewundernswerten Geschick, dessen er bei hoch zahlenden Patienten fähig gewesen war. Das Röntgenbild und eine etwa gelingende Operation genügten, um seinen Ruhm als Chirurg künftig weiter blühen oder, wenn der Arzt ganz aufrichtig mit sich selbst sein wollte, um diesen Ruf wieder aufblühen zu lassen. Doch vermied Sligh den Gedanken an ein gewisses Absinken seiner Erfolge, da es mit »der Affäre« zusammenhing.

Als die Operation gelungen war und der Patient, noch am Leben, in Gips lag, der zuständigen Schwester zur besonders sorgfältigen Beobachtung und Pflege empfohlen, versuchte diese, die Aufmerksamkeit des Chefs noch einmal für sich zu gewinnen. Sie bewerkstelligte ihr Vorhaben umständlich, ungeschickt, wie es ein Mensch in Verlegenheit wohl tut, und Roger Sligh, der, im Unterschied zu manchen seiner Kollegen, nicht nur Liebesaffären, sondern überhaupt jegliche Beziehungen persönlicher Natur aus der dienstlichen Sphäre zu verbannen gewohnt war, gedachte zunächst zu tun, als ob er nichts bemerke. Dann aber entschloss er sich zu einem streng aufmerksamen Blick.

»Was gibt es?«

»Es ist ein Zettel gefunden worden.«

Diese inhaltlose Mitteilung konnte, so schien es dem Chefarzt, der Anfang eines zeitraubenden Geschwätzes werden, das er nicht liebte, und um dies zu vermeiden, fragte er sofort kurz und bündig:

»Wo?«

»In den letzten Ausscheidungen des Patienten.«

»Stand etwas darauf?«

»Ihr Name, Doktor.«

»Was für ein Name?«

»Roger Sligh, M. D., Indian Hospital.«

»Das war noch zu lesen?«

»Ja.«

»Wo ist der Zettel?«

»In Ihrem Ordinationszimmer.«

Roger Sligh sagte nichts weiter, sondern begab sich dorthin. Der Assistenzarzt hatte den Zettel, soweit möglich, gereinigt und getrocknet. Es war ein kleiner Zettel aus sehr widerstandsfähigem Papier, mit Dokumententinte beschrieben. Er war fest gefaltet und verklebt gewesen. Zu lesen war nichts als der Name des Chefarztes, die Angabe des Hospitals und die Zahl 8 000,-. Sligh ließ sich wiederholen, wie das Papier gefunden worden war.

»Ist das nicht total verrückt, Landis? Warum frisst der Kerl meinen Namen auf?«

Assistenzarzt Landis zuckte die Achseln.

Sligh nahm das Papier an sich. Außer ihm selbst konnte niemand Interesse daran haben. Ein dem Chefarzt völlig unbekannter Indianer hatte ein Papier mit Slighs Namen und einer unverständlichen Zahlenangabe verschluckt.

Roger Sligh, M. D., studierte nochmals seine eigene Adresse. Er legte das Papier sorgfältig in seine Brieftasche und fragte, ob es noch dringende Fälle gebe.

Es gab sie nicht.

Sligh konnte ohne Gewissensbisse das Hospital für heute verlassen. Die Operation war langwierig und schwierig gewesen. Der geringste Missgriff hätte den Tod des Patienten herbeiführen können. Es musste jedermann einleuchten, dass sich der Chef heute früher als sonst müde fühlte.

Zu Hause angekommen, erholte sich Sligh in seinem Klubsessel, demjenigen Klubsessel, von dem aus er, selbst ungesehen, durch das Fenster beobachten konnte, was für Wagen die Agenturstraße entlangfuhren. Es war dies keine interessante, aber eine ablenkende Beschäftigung. Nach zwei Stunden aß er zu Abend. Seine Haushälterin konnte sich nicht beklagen, dass der Doktor etwa schlechten Appetit habe. Er aß, was die Schüsseln ihm Schmackhaftes boten.

Die Haushälterin ging.

Das war der Moment, den Sligh gefürchtet hatte. Er blieb allein in der Gesellschaft seiner Gedanken. Verdammte Handschrift! Der Erpresser hatte Slighs neue Adresse gefunden. Sligh wusste nicht, wer das war. Ein Unbekannter, ein Nebel, ein Verfolger ohne Namen und ohne Gesicht. Oder kannte er dieses Gesicht jetzt? Hatte er dem verfluchten Burschen das Leben gerettet?

Das ließ sich untersuchen. Er musste die Handschrift Joe Kings kennenlernen. Niemand vermochte seine Handschrift so zu verstellen, dass ein geübter Schriftsachverständiger sie nicht wiedererkannte. Am wenigsten vermochte das ein primitiver Indianer, ein Rancher. Sligh wollte ruhig bleiben, bis er sich objektive Unterlagen verschafft hatte. Er schaltete den Fernsehapparat an. Das Ballett war albern, der Ansager aufgesetzt, die Musik ohne Elan. Sligh stellte ihn wieder ab. Er legte sich zu Bett. Die Matratze war zu weich, das Keilkissen überflüssig.

Das Keilkissen war nicht überflüssig, die Matratze war hart. Sligh schaltete die Wandlampe ein und las.

Es interessierte ihn jedoch nicht im geringsten, ob Vater Adam mit seinen beiden merkwürdigen Söhnen zurechtkam oder nicht. Sligh schlug das Buch wieder zu.

Er schrieb eine Überweisung über achttausend Dollar an das übliche Konto aus. Es blieb ihm selbst überlassen, ob er sie zur Bank geben würde oder nicht.

Der Schlaflose hatte sieben Stunden vor sich, ehe er mit Vernunft und seinen selbstgesetzten Regeln entsprechend aufstehen konnte: Länge eines Ozeanfluges, weiter nichts.

Es musste irgendwelche Schriftproben von Joe King geben. Jetzt konnte dieser Indianer nicht mehr schreiben. Vielleicht vermochte er es nie mehr. Der Erfolg der Operation musste abgewartet werden. Zwei Jahre, drei Jahre stationäre Behandlung und orthopädische Übungen in einem Sanatorium. Wenn Joe King selbst der Erpresser war, hatte Sligh ihn vorläufig nicht mehr zu fürchten. Bis zur Entlassung, wenn sie je stattfinden konnte, war die Sache mit dem Zettel aufgeklärt.

Okay.

Roger Sligh, M. D., schlief endlich ein. Er erwachte am nächsten Morgen zehn Minuten später als sonst und musste seine Zeitungslektüre dementsprechend kürzen. Im Krankenhaus erfuhr er, dass der Patient King die Augen offen hatte, der Unterkiefer aber unbeweglich blieb. »Als King betäubt war, hing der Kiefer schlaff. Seit wann ist er wieder starr, Landis?«

»Seit dem Erwachen.«

»Also simuliert der Patient.«

»Vielleicht auch Schockwirkung.«

»Neuer Schock? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Was hat er zuerst gesehen, als er wach wurde?«

»Scheinbar eine Alptraumerscheinung.«

»Hm.« Während der Arzt brummte, dachte er: Psychopath oder ausgekochter Gauner oder beides.

Er ordnete an, dass man noch einen Tag abwarten und den Patienten dann künstlich ernähren sollte. Da die Wirbelsäule nach der Operation nicht bewegt werden durfte, war die künstliche Ernährung kein einfaches Problem. Sligh wusste nicht, was er im eigenen Interesse wünschen sollte. Er unterdrückte daher seine Gedanken und wünschte gar nichts. Er hatte auch nicht die Absicht, den mysteriösen Zettel mit seinem Namen der Polizei zu übergeben. Wenn überhaupt, dann war es für ihn nur zweckmäßig, selbst nachzuforschen. Er hatte Zeit. Aber irgendwann und irgendwie wollte er zu einer Schriftprobe dieses verdächtigen Indianers kommen.

Er hatte einen Einfall.

Eines Morgens wandte er sich an Mrs Crazy Eagle und erkundigte sich, ob sie ihm von irgendwoher, auf irgendeinem Wege eine Schriftprobe des Patienten King bringen könne, der durch sein undurchsichtiges Verhalten der Behandlung Schwierigkeiten mache. Schriften gäben Aufschluss über Charaktereigenschaften, es sei viel davon zu halten.

Der Wunsch wurde erfüllt. Ein gewisser Russell, Verkäufer von Wildwestzubehör in New City, stellte einen Brief über eine Viehverkaufsangelegenheit zur Verfügung. Es war auf den ersten Blick klar, dass die Schrift des Linkshänders Joe King mit derjenigen auf dem Zettel nicht identisch sein konnte.

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