Liselotte Welskopf-Henrich - Stein mit Hörnern

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Im Buschland bei New City kommt es zu einem nächtlichen Kampf, den Joe King schwerverletzt überlebt. Es folgt ein monatelanger Krankenhausaufenthalt in einer teuren Privatklinik. Nur unter größten Anstrengungen vermag Queenie den Aufenthalt zu finanzieren. Sie gerät in gefährliche Beziehungen zur Halbwelt von New City. Unterdessen sind die Feinde Joe Kings, allen voran Sidney Bighorn, nicht untätig. Sie wollen die Abwesenheit des rebellischen Indianers nutzen und vollendete Tatsachen schaffen, um die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Zudem wird Joe King verdächtigt, die Rauschgiftschmugglerin Esmeralda O’Connor ermordet zu haben.

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Roger Sligh frühstückte ham and eggs. Den Tee liebte er sehr stark. Seine Haushälterin hatte sich daran gewöhnt, Dr. Sligh auch in dieser Beziehung stets zufriedenzustellen. Milch kam nicht auf den Tisch, auch kein Zucker. Nach dem Frühstück blieb Zeit, die »New York Times« und die »New City News« zu lesen, um sowohl an den Interessen der großen Welt als auch an denen der Provinzstadt, die für einen Autofahrer nicht allzu weit von der Reservation abgelegen war, teilzunehmen.

Es gab keine Neuigkeiten, die Roger Sligh hätten bewegen, geschweige denn seine Welt aus den Angeln heben können. Sligh begann, innerlich von der privaten in die dienstliche Atmosphäre umzuschalten, sobald er seinen Mantel angelegt hatte und am Steuer saß. Die Entfernung zum Hospital betrug etwa dreihundert Schritt. Es wäre befremdend gewesen, sie zu Fuß zurückzulegen. Sligh pflegte nichts zu tun, was dem stillschweigenden gesellschaftlichen Übereinkommen nicht entsprach. Er lenkte seinen neuen Pontiac zum Parkplatz hinter dem Krankenhaus, begab sich über den kiesbestreuten Vorplatz zum Hauptportal, trat ein, suchte sein Zimmer auf und begann seine Arbeit mit den ersten Visiten. Eine indianische Säuglings- und Fürsorgeschwester, die für diesen Zweck von einem Teil ihres Dienstes befreit war, begleitete ihn als Dolmetscherin.

Viele der indianischen Patienten, insbesondere die alten und die Kinder, sprachen überhaupt nicht oder nur sehr mangelhaft Englisch. Sligh hatte sich rasch an Mrs Crazy Eagle als Dolmetscherin gewöhnt. Sie war von angenehmem Äußeren, ohne ins Auge fallend hübsch zu wirken, hatte eine ruhige Stimme, lenkte die indianischen Patienten mit unauffälliger Sanftheit und kritisierte die Entscheidungen des Arztes nie. Sie war mit dem indianischen Richter Ed Crazy Eagle verheiratet, der am Stammesgericht wirkte, und sie wohnte mit ihrer Familie in der Siedlung für zu bevorzugende Indianer unmittelbar bei den Agentur-Verwaltungsgebäuden. Sie war somit familiär und sozial zufriedenstellend eingegliedert. Ihr Englisch war einwandfrei, wenn es auch an einem leichten Akzent nicht fehlte. Roger Sligh konnte sich auf sie verlassen. So hatte ihm der oberste Beamte der Reservation, Superintendent Hawley, versichert.

Es gab leicht zu erledigende Kontrollfälle, auch einige neue Diagnosen aufgrund von Röntgenaufnahmen und chemischen Untersuchungen. Doch hatte Sligh zurzeit keinen komplizierten oder interessanten Fall im Hospital.

Die Räume wirkten hell, selbst bei der trüben Witterung, die Betten waren schneeweiß, die Luft desinfiziert, ohne einen Geruch anzunehmen. Die Patienten blieben zurückhaltend, ernst, oder sie lächelten leicht, wenn der Chefarzt die baldige Entlassung zusagen konnte.

Kurz vor Mittag wurde ein »Unfall« eingeliefert. Da es kein zweites Hospital gab, galt das allgemeine Krankenhaus auch als Unfallkrankenhaus. Sligh hörte, dass keine unmittelbare Lebensgefahr bestehe und er die Blinddarmoperation, zu der soeben alles vorbereitet worden war, noch in Ruhe ausführen könne. Ein Assistenzarzt werde zunächst die erforderliche Röntgenaufnahme machen.

Sligh fühlte sich nach der Operation aber doch verpflichtet, sich des neuen Falles anzunehmen, ehe er zum Lunch ging. Er fand in dem Röntgenraum einen lang gewachsenen, noch jungen Indianer. Der Patient hatte die Augen geschlossen. Als der Assistenzarzt die Decke aufschlug, erkannte Sligh sofort, dass Beine und Arme schlaff, nicht bewegungsfähig waren, der Hals aber steif. Die linke Schulter hing.

»Wieso?«

Der Assistenzarzt gab dem Chef das Röntgenbild und berichtete. »Vor einigen Monaten Wirbelsäulenverletzungen und -verbiegungen, als er bei einer Adlerjagd in einen Sumpf geraten war und nur mit Mühe gerettet werden konnte. Von einem sogenannten Medizinmann unter Umgehung des dortigen Hospitals …«

»Welchen Hospitals?«

»In Kanada, Saskatchewan, Reservation einer Siksikaugruppe …«

»Weiter bitte.«

» … unter Umgehung des Hospitals von einem sogenannten Medizinmann kuriert. Scheinbar ganz wiederhergestellt, selbst zurückgefahren, gelebt wie immer, Rodeo geritten – Bronc sattellos –, tatsächlich, Doktor, ich habe selbst erst vor einigen Wochen diesen famosen Ritt gesehen …«

»Weiter bitte.«

»Mit dem Sportcabriolet vorgestern des Morgens von zu Hause mit unbekanntem Ziel weggefahren, heute früh zur vorausgesagten Stunde zurückgekommen, noch aus dem Wagen ausgestiegen – dann plötzlich zusammengebrochen.«

»Zeugen?«

»Die Frau und der älteste Pflegesohn.«

»Wieso älteste?«

»Zwei Pflegekinder im Haus.«

»Auch eigene Kinder?«

»Zwei. Ein drittes ist im vierten Monat.«

»Wie alt ist der Mann?«

»Fünfundzwanzig Jahre.«

Sligh hatte das Röntgenbild studiert und schüttelte den Kopf. »Unklare Sache. Sie haben betäubt?«

»Nein.«

»Nein?«

»Der Patient gab keinerlei Zeichen von Schmerzempfindung.«

»Bewusstlos, als er gebracht wurde?«

»Scheinbar.«

»Scheinbar. Er ist aber jetzt bei Bewusstsein. Es ist mir nur unbegreiflich, wie er diese Schmerzen aushält, ohne zu schreien. Hat er gesprochen?«

»Nein. Was ich über den Hergang und die Familie weiß, berichteten die Frau, der Pflegesohn und Mrs Crazy Eagle.«

»Name?«

»Joe King.«

»Mrs Crazy Eagle, bitte.«

Als die Dolmetscherin anwesend war, sprach Sligh den Patienten an: »Hallo! King! Sehen Sie mich an!«

Der Patient rührte sich nicht.

Sligh schob mit dem Finger vorsichtig ein Lid hoch. »Ich wette, dass er mich sieht. – King! Machen Sie den Mund auf!«

Der Patient rührte sich nicht. Das Lid war wieder heruntergegangen. Sligh versuchte überraschend, mit der einen Hand den Kopf nach hinten, mit der anderen den Unterkiefer herunterzudrücken.

Der Kiefer rührte sich nicht, als ob Starrkrampf eingetreten sei. Doch konnte sich Sligh nicht von dem Eindruck losmachen, dass die Zähne bewusst aufeinander gebissen waren und der Patient sich auf den Griff des Arztes noch schneller eingestellt hatte, als dieser ihn ausführte.

»Warum simuliert er? Mrs Crazy Eagle, kennen Sie diesen Mann?«

»Ja.«

»Wer ist das?«

»Ein erfolgreicher Rancher – Büffelranch, Pferdezucht –, Rodeo-Sieger.«

»Und verdammt, können Sie sich erklären, warum er nichts von uns wissen will?«

»Ich kann es mir nicht erklären.«

»Ganz auf Medizinmänner eingestellt?«

»Das glaube ich nicht.«

»Wollen Sie versuchen, in seiner Muttersprache mit ihm Kontakt zu bekommen?«

»Er spricht gut Englisch.«

»Wieso ist er tätowiert?«

»Das ist wohl eine Privatsache.« Bei ihrer Antwort senkte die Dolmetscherin die Augenlider. Mit dieser Reaktion verriet sie wider Willen und zum ersten Mal während einer Information für den Chefarzt, dass sie ihre Gedanken verbergen wollte.

»Was bedeuten der Stern und die merkwürdige Zeichnung darunter?«

»Es sind Symbole aus dem Stammesglauben.«

»Zeichen von geheimen Zauberbünden?«

»Das weiß ich nicht.«

Sligh besaß Menschenkenntnis genug, um zu spüren, dass er zu diesem Punkt nicht mehr erfahren würde. Er schaltete um. »Wenn ihm einer das Rückgrat hätte mehrfach brechen wollen, könnte es nicht schlimmer aussehen. Die Aufnahme zeigt auch einen eingedrungenen Fremdkörper – Nadel oder dergleichen. Ich muss sofort operieren, sonst geht er ein. Bereiten Sie alles vor, Landis. In einer halben Stunde bin ich wieder hier.«

Roger Sligh pflegte Dienst und Privatleben auch in Gedanken streng zu trennen. Doch wurde er an diesem Tag das Bild seines neuen Patienten nicht los, während er ein Kalbsteak und gemischten Salat, milde zubereitet, verzehrte.

In diesem Joe King schien ihm ein Mensch mit wahrhaft indianischer Psyche zu begegnen.

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