Peter Rosegger - Jakob der Letzte

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Peter Roseggers Klassiker erstmals in verlässlicher Textfassung. Mit Materialien zum biografischen, werkgeschichtlichen und politischen Kontext. »Jakob der Letzte«, 1887 im »Heimgarten«, 1888 bei Hartleben als Buch veröffentlicht, wurde rasch zum Bestseller. Rosegger reagierte damit auf die zunehmende Landflucht. Sein Protagonist Jakob Reuthofer, der unbeirrbar an seinem ererbten Fleck Erde festhält, wird zum gebrochenen Helden. Ohne seine Frau und seine Kinder endet Jakob als Desperado, es triumphiert nicht die heilsame Kraft der Heimat, sondern ein radikaler Pessimismus – Jakob ist der »Modernisierungsverlierer« par excellence, für seine Rettung weiß auch der Autor kein Rezept anzubieten.

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Das Zigarrentäschchen hielt er dem Bauer hin, er selbst hatte sich während der Auseinandersetzungen eine frische in den Mund gesteckt.

Die Umsitzenden hatten mit gemischten Empfindungen und Gebärden zugehört. Einerseits waren sie überrascht von den hohen Preisen, die sie hier nennen hörten, dann wurmte es sie, daß der Fremde ihre Grundstücke doch so wegwerfend abtat; anderseits hofften sie, daß deswegen der Handel nicht zustande kommen würde.

„Herr!“ sagte nun der Guldeisner hastig, „da mögen Sie weit umgehen, einen Hof, wo alles so beisammensteht, das Vieh, die Fahrnisse doppelt und dreifach, die Gebäude in gutem Zustand, so was finden Sie nicht mehr.“ Fast im Flüstertone sagte er es, denn er war nicht gewohnt, sein Besitztum mit Worten zu loben, er wußte zu gut, es lobte sich selbst.

„Die Gebäude“, antwortete der Kampelherr, „schätze ich nach dem Holzwert. Ich würde sie zu Kohlen verbrennen lassen.“

Das wollte dem Guldeisner schier ans Herz zucken. Seinen stattlichen Guldeisnerhof zu Kohlen brennen! – Allein das Herrenschlössel draußen in Krebsau, das er sich bereits beschaut hatte, ist noch vornehmer, als das alte Bauernhaus da oben, es ist aus Backsteinen gebaut und mit Schiefern gedeckt, das kann nicht zu Kohlen gebrannt werden. Holz ist Holz, und Geld ist Geld. Jeder ein Narr, der sich’s besser machen kann und tut’s nicht …

„Herr Kampelherr“, sagte der Großbauer und seine Stimme bog sich weicher, als es ihm selber lieb war, „das einunddreißigste Tausend machen Sie voll! Werden nachher mit der Wirtschaft um so mehr Glück haben.“

„Dreißigtausendsiebenhundert Gulden und keinen Kreuzer mehr“, sagte der Kampelherr gleichmütig.

„Wenigstens“, flüsterte der Guldeisner und legte sich mit dem Oberkörper über den Tisch hin, „wenigstens einen guten Leihkauf dazu!“

„Pfui Teufel!“ brummte einer am Nebentische, „der Großbauer bettelt!“

„Leihkauf?“ fragte der Kampelherr, „für wen denn? Der Guldeisner hat ja, so viel ich weiß, keine Frau.“

„Das nicht, Frau nicht. Ist eh’ so“, stotterte der Bauer und trank.

„Ich bitte Sie, Stepper!“ rief der Kampelherr dem vorübergehenden Wirt zu, „sagen Sie meinem Kutscher, daß er einspannen soll.“

„Geschwind wie der Wind“, entgegnete der dienstfertige Mann und eilte davon.

Der Guldeisner hatte sehr rote Wangen bekommen, seine Nasennüstern zuckten stark, seine Augen rollten lebhaft hin und her, und mit den Fingernägeln trommelte er auf dem Tische. Plötzlich riß er sein rotes Taschentuch aus dem Sack und rieb sich damit von der Stirne die Schweißtropfen. Hoch vom Bergesrücken herab winkten ihm die alten Tannen und Lärchen seines Waldes. Hinter jungem Anwuchs ragten die Kronen auf, von den Schirmbäumen seines Hauses. Einen Augenblick war ihm, als ob eine Stimme durch die Luft weine: Franz! Franz, bleib’ uns getreu! – Die Stimme der Vorfahren, die im Grabe schliefen. – Der Kampelherr zog die Geldtasche hervor, um dem Wirte die Zeche zu bezahlen, und als der Guldeisner die großen Banknoten sah, die ganz unordentlich in das Lederfach hineingepfercht waren, da verlor er die Besinnung. „Gottswill, Kampelherr, der Guldeisnerhof gehört dein!“ rief er und schlug in die Hand.

Mehrere der Umsitzenden sprangen von ihren Bänken auf.

„Schade um die braven Eltern, die du gehabt hast!“ sagte einer halblaut. Das hörte der Guldeisner; sonst hätte er derlei Anzüglichkeiten mit stiller Verachtung bestraft, jetzt fühlte er die Notwendigkeit, sich zu verteidigen.

„Meine Eltern!“ schmetterte er scharf auffahrend, „was habt ihr mit ihnen?“ Dann sagte er gemütlicher: „Unsere Vorfahren – euere wie meine – sind selbst nicht in Altenmoos geblieben. Keiner! Kein einziger.“

„Freilich sind sie nicht in Altenmoos geblieben“, lachte der jetzt herbeigekommene Dreisam, „weil man sie hat hinausgetragen auf den Sandebener Kirchhof.“

„Schon gut. Ganz gut“, sagte der Guldeisner, aber jetzt war er heiser, „die mögen nicht einmal begraben liegen in Altenmoos. Und unsereiner sollt’ da lebendig versauern? Ein Narr müßt’ einer sein!“

Der Kampelherr brach eine frische Flasche an. Der Guldeisner hieb mit der Faust auf den Tisch, daß die Bretter surrten. „Aus ist’s und gar ist’s!“ rief er. „Jetzt haben wir Feierabend. Jetzt ist’s lustig, jetzt hebt der Festtag an!“

Der Kampelherr zählte ihm gleichgültig, als wären es Spielkartenblätter, die Banknoten vor. Dabei wollte sich der Wind einmischen, dieser war der Meinung, so viel Geld sollte nicht einem einzigen Menschen zufallen, und er suchte die Tausender ein wenig unter der Gesellschaft zu zerstreuen. Aber der Kampelherr beschwerte das gezählte Banknotenbüschel mit seinem Taschenmesser, daß er dem Bauern nun auch die Hunderter vorziffern konnte. Der Guldeisner nahm die Zigarre aus dem Mund, klemmte sie aber sofort wieder zwischen die Zähne; die Leute sollen sehen, daß ein Guldeisner wegen des Indensacksteckens von dreißigtausend Gulden das Tabaksfeuer nicht ausgehen läßt. Er bog den Papierbuschen mit scheinbarer Gleichgültigkeit zusammen und schob ihn in seine Brusttasche.

Da hieb ihm auf einmal der Altknecht des Reuthofers, der Luschelpeterl, die Hand auf die Achsel: „Franzel, namla wohl wahr, heut’ zahlst eins!“

„Seit wann?“ fragte der Guldeisner und wendete sich um, „seit wann sind denn wir zwei so gute Kameraden miteinand’?“

„Gute Kameradschaft ist alleweil schön. Gewiß auch“, versetzte der Knecht, „wenn ich auch frei ein bissel älter bin als du, und ein Bauernknecht, desweg bin ich nicht hochmütig und verachte niemand. Bist auch einmal wer gewesen, Franzl. Wohl wahr ist’s!“

Der Mann wußte nicht, wie ihm geschah. War er denn der Guldeisner nicht mehr, vor dem alle Altenmooser Leute Ehrerbietung oder Furcht hatten? – Er war es nicht mehr. Der Boden, auf dem er so fest und stolz gestanden, war plötzlich weggezogen unter seinen Füßen, er zappelte in der Luft. Aber er wollte zeigen, wo jetzt seine Stärke lag, nicht mehr auf dem Erdboden, sondern in der Tasche. Das Geld riß er heraus und schrie: „Steppenwirt! Das große Faß vom Besten zapf an! Die Altenmooser Leut’ sollen trinken! Trinken, so viel sie mögen! Ich zahl’ alles!“

Beugte sich nun der Sepp in der Grub vor von seinem Sitz und sagte: „Wir Altenmooser Bauern können freilich trinken, so viel wir mögen, das wissen wir. Und daß wir unsere Sach’ auch selber zahlen können, das sollst du wissen.“ Er stand auf und ging in die Stube hinein. Mehrere machten es ihm nach, darunter der Dreisam und der Luschelpeterl.

Der Dreisam sagte: „Wir brauchen den abgehausten Guldeisner nicht dazu. Das größte Faß vom Besten wird sowieso angezapft. Der Herr Waldmeister soll hereinkommen, wir wollen jetzt ein anderes Zauberstückel miteinander probieren.“

Der Waldmeister ließ nicht auf sich warten, und jetzt ging in der Stube die Geschichte mit dem Bart an.

„Wer hat den stärksten Bart?“ fragte der Wirt seine Gäste.

„Der Dreisam!“ riefen sie.

„Glaub’ nicht“, sagte der Wirt und zog einen Schlüssel aus dem Sack, „der da, denn er sperrt mit dem Bart das Kellerschloß auf.“

„Ernsterweise!“ rief der Waldmeister schnarrend und zeigte auf den Dreisam. „Der Kerl sagt, sein Bart wäre länger gewachsen, als ich an einem Tag laufen könnte. Er soll den Ausspruch wiederholen!“

„Mein Bart ist länger gewachsen, als der Herr an einem Tag laufen kann“, sagte der Dreisam und zog seinen Bart mit den Händen auseinander, daß man dessen ganze Länge und Üppigkeit sehen konnte. Hinter dem Ofen schlug eine Amsel.

„Altes Lügenmaul!“ begehrte der Waldmeister auf. „Der Rauber in Grätz hat den längsten Bart gehabt, und hat ihm der nicht weiter, als bis an die Zehen gelangt! Der Friedrich Barbarossa, liest man, hat einen übernatürlichen Bart und ist doch nicht länger, als dreimal um den steinernen Tisch gewachsen. Und so ein lumpiger Bauernfant will sich prahlen mit seinem Fuchsschweif am Kinn.“

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