Sommer, Sonne, Energie SOMMER, SONNE, ENERGIE Ohne Sonne wäre kein Leben auf der Erde möglich. Denn das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen basiert auf Sonnenlicht. Schon unsere Vorfahren waren daher SONNENANBETER. In vielen Kulturen und religiösen Systemen wurden Licht und Sonne als göttlich verehrt. Und schon früh erkannte man ihre lebensspendende und heilende Kraft. Heute begegnen wir der Sonne am Himmel mit gemischten Gefühlen. Denn Sonne bedeutet auch Hitze und Stress für den Körper. Rufen wir uns zunächst die guten Seiten der Sonne in Erinnerung: Ein Sonnenbad ist das ideale Mittel, um den Körper zu stärken, leistungsfähiger zu machen und seine Abwehrkräfte zu mobilisieren. Das wusste man bereits im alten Ägypten und in der römischen und griechischen Antike. Mit Solarien und Heliotherapie rückten schon die damaligen Heilkundigen chronischen Leiden und schwermütiger Stimmung zu Leibe. Heliotherapie ist heute ein anerkanntes Naturheilverfahren, welches das Sonnenlicht medizinisch nutzt. Uns riet die Medizin in den letzten Jahrzehnten in Sachen Sonne zu disziplinierter Enthaltsamkeit. Nach einer längeren Schattenstrecke findet nun in der Fachwelt ein langsames Umdenken statt. Denn so unerträglich heiß die Sonne sein kann, so gesund ist sie auch. Begegnen wir ihr daher, bei aller Umsicht, entspannt. Lernen wir wieder, die Sonne zu lieben. Und mit Hitze umzugehen.
Die große Hitze DIE GROSSE HITZE Die Sonne hat es sich mit uns schon eine Weile verscherzt. Genauer gesagt die SOMMERSONNE. Die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling oder milde, herbstliche Sonnentage, bevor der Winter kommt, mögen wir sehr. Auch gegen die Wintersonne ist nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Unbehagen bereiten uns sommerliche Höchsttemperaturen, zunehmende Hitzewellen, Nächte ohne Abkühlung und Tage, an denen uns die heiße Luft den Atem raubt. GLOBAL GESEHEN SIND DIE TEMPERATUREN HEUTE HÖHER ALS WÄHREND DER LETZTEN 2000 JAHRE. Unsere Sommer waren früher „schön warm“, wir genossen das prachtvolle Wetter, liebten es, bei Badeausflügen in der Sonne zu braten. Endlich Sommer! Es zog uns in südliche Länder, um ordentlich Wärme und Sonne zu tanken. Nie oder ganz selten fanden wir es zu heiß. Heiß war es in Afrika, Indien oder den Wüstenstaaten. Das hat sich geändert. Durch die Klimaveränderung erwärmt sich die Erde stetig. Warm ist es nun in isländischen Sommern, Alaska, Sibirien und, im Vergleich zu früher, sogar in der Antarktis. In den mittleren Breiten hingegen messen wir im Sommer Hitzerekorde.
Die einen feiern, die anderen stöhnen DIE EINEN FEIERN, DIE ANDEREN STÖHNEN Bei heißem Wetter teilen wir uns in ZWEI FRAKTIONEN. Die einen genießen die pralle Sonne in vollen Zügen, fühlen sich bei Hitze richtig wohl und fit. Sehnen sie sogar herbei. Andere hingegen können es an Sonnentagen kaum erwarten, dass der Abend kommt, die Sonne wieder untergeht und das Thermometer fällt. Sie freuen sich schon auf den nächsten kühlen Regentag. Welcher Hitzetyp sind Sie? HITZEFAN, der erst aufblüht, wenn sich die Temperaturen nach oben bewegen? Der sich gerne ausgiebig in die Sonne legt und für den der Sommer eine himmlische Jahreszeit ist? Dem es scheinbar nie zu heiß wird? Oder HITZEMISANTHROP, der bei Hitze leidet, unverträglich wird und kein gutes Haar an der Sonne lässt? Schon eine nahende Hitzewelle kann ihm die Laune verderben. Die Lebensfreude der Hitzefans regt ihn auf, und erst die Mücken! Im Urlaub flüchtet er am liebsten in den kühlen Norden, wenngleich die Mücken dort im Sommer auch nicht ohne sind. Der Sommer: die Hölle auf Erden.
Der menschliche Thermostat DER MENSCHLICHE THERMOSTAT Unsere inneren Organe und das Gehirn funktionieren am besten, wenn ihre Temperatur, die Körperkerntemperatur, möglichst konstant auf 36 bis 37 Grad gehalten wird. Der Körper setzt alles daran, sie auch bei Hitze UNTER KONTROLLE zu behalten. Das schafft er bei durchschnittlichen Außentemperaturen spielend mithilfe des Blutkreislaufs. In einem ausgeklügelten Kühlsystem fließt das Blut zur Kühlung an die Hautoberfläche und gekühlt wieder retour. So reguliert der Körper den Wärmehaushalt. Bei hohen Temperaturen müssen Herz und Kreislauf auf Hochtouren laufen, um den Organismus vor Überhitzung zu schützen. Bei einer anhaltenden Hitzewelle können sie auch einmal an ihre Grenzen geraten. Dann drohen gesundheitliche Probleme. Um dem vorzubeugen, müssen wir den Körper bei der Wärmeregulierung unterstützen. IM KÖRPER GIBT ES ZWEI VERSCHIEDENE TEMPERATUR-ZONEN. IN KOPF UND RUMPF, WO SICH DAS GEHIRN UND DIE WICHTIGSTEN ORGANE BEFINDEN, DIE KÖRPERKERN-TEMPERATUR. IN DEN GLIEDMASSEN UND AN DER KÖRPER-OBERFLÄCHE DIE KÖRPERSCHALENTEMPERATUR, AUCH ALS OBERFLÄCHENTEMPERATUR BEZEICHNET.
Ohne Sonne wäre kein Leben auf der Erde möglich. Denn das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen basiert auf Sonnenlicht. Schon unsere Vorfahren waren daher SONNENANBETER.
In vielen Kulturen und religiösen Systemen wurden Licht und Sonne als göttlich verehrt. Und schon früh erkannte man ihre lebensspendende und heilende Kraft. Heute begegnen wir der Sonne am Himmel mit gemischten Gefühlen.
Denn Sonne bedeutet auch Hitze und Stress für den Körper. Rufen wir uns zunächst die guten Seiten der Sonne in Erinnerung: Ein Sonnenbad ist das ideale Mittel, um den Körper zu stärken, leistungsfähiger zu machen und seine Abwehrkräfte zu mobilisieren. Das wusste man bereits im alten Ägypten und in der römischen und griechischen Antike. Mit Solarien und Heliotherapie rückten schon die damaligen Heilkundigen chronischen Leiden und schwermütiger Stimmung zu Leibe. Heliotherapie ist heute ein anerkanntes Naturheilverfahren, welches das Sonnenlicht medizinisch nutzt.
Uns riet die Medizin in den letzten Jahrzehnten in Sachen Sonne zu disziplinierter Enthaltsamkeit. Nach einer längeren Schattenstrecke findet nun in der Fachwelt ein langsames Umdenken statt. Denn so unerträglich heiß die Sonne sein kann, so gesund ist sie auch. Begegnen wir ihr daher, bei aller Umsicht, entspannt. Lernen wir wieder, die Sonne zu lieben. Und mit Hitze umzugehen.
Sonne ist ein wahrer Tausendsassa. Der Einfluss der Sonne auf unsere Gesundheit und unseren Gemütszustand ist größer, als wir denken. Bei aller gebotenen Vorsicht spricht viel dafür, dass wir uns dem Sonnenlicht so oft wie möglich genussvoll hingeben.
Sonnenstrahlen unterstützen unseren Stoffwechsel und stärken das Immunsystem. Bereits ein einziges Sonnenbad kann den Sauerstoffgehalt des Blutes deutlich erhöhen. Die UV-Strahlen der Sonne sind imstande, allerlei Bakterien, Viren, Pilze und andere Krankheitserreger abzutöten, und tun bei einigen Hauterkrankungen richtig gut. Ob man es glauben will oder nicht: Studien haben bestätigt, dass maßvolle Sonnenbäder den Blutdruck senken und sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken. Sonnenwärme entspannt und lockert unsere Muskeln. Sonnenlicht bringt mittels Hormonen gute Laune und uns in Stimmung. Es bestimmt den Takt unserer inneren Uhr, die eine Vielzahl der biologischen Funktionen unseres Körpers und die Gehirnaktivität steuert. Und es kann noch viel mehr. Etwa in uns das Sonnenvitamin D erzeugen, das für viele Abläufe im Körper essenziell ist.
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