Daniel Juhr - Tote und andere Entdeckungen

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Das Buch „Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.“ Und so weiter und so fort … Ach, ist das Land nicht zauberhaft mit seinen tiefen Wäldern, sanften Hügeln, satten Weiden, kleinen Flüssen und vielen schönen Städtchen und Orten. Doch halt, ist es wirklich so schön, so romantisch, so friedlich? Schon bald werden Sie feststellen, dass der Schein trügt. Düstere, oft unheimliche, auch abgründige Gestalten schleichen umher. Unheil kann dem friedlichsten Haus, dem anständigsten Menschen drohen. Habt acht in den Städten und Orten von Radevormwald bis Marienheide, von Wipperfürth bis Gummersbach, von Nümbrecht bis Waldbröl, was euch dort begegnen kann! Spannende, fesselnde, melancholische, aber auch humorvolle Geschichten suchen ihre Leser. „Tote und andere Entdeckungen“: Nach „Morde und andere Gemeinheiten“ ein weiteres Spannungsvergnügen – nicht nur für oberbergische Krimifans!

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„Ist ja gut, Paul“, redet Edgar auf den Jungen ein, während Fritz zum Auto läuft. Edgar sieht, wie ihm eine ältere Frau entgegenkommt. Ömchen Rietmöller, das hat gerade noch gefehlt. Die geht jeden Tag hier spazieren, und prompt quatscht sie Fritz an, der gerade das Zeugs zum Verbinden aus dem Auto holt.

Weil die Alte offenbar sehr schwer hört, brüllt sie immer, wenn sie spricht: „Oh, haben Sie sich was getan?“, hört Edgar ihre alte Knatterstimme.

„Halb so wild“, ruft Fritz und will sich schon, den Verbandskasten in der Hand, abwenden.

„Waaas?“, brüllt die Alte.

„Halb so schlimm!“, brüllt Fritz.

„Et knallt auf der Krim? Ja, der Russe, woll!“

Vom Winkel her, überlegt Edgar, kann die Alte die Portion Pommes mit Ketchup, die hier gerade zu seinen Füßen liegt, doch eigentlich gar nicht sehen. Hoffentlich gibt sie jetzt Ruhe. Es scheint so, denn sie watschelt wie eine fossile Ente mit ihrem Krückstock davon. Aber was hat die Frau nur mit Krim gemeint?

Fritz kommt zurück und öffnet den Verbandkasten. „Muss mir diese blöde Alte auch noch übern Weg laufen.“

„Sag mal, was ist denn eine Krim? Ich kenn nur Krim-i.“

Fritz betrachtet Edgar eine Weile und sagt nichts.

„Was denn?“

Aber Fritz schüttelt nur den Kopf. „Sag mal: Bist du sicher, dass du da immer nur Popel aus deiner Nase ziehst? Oder bist du schon bis ganz nach oben vorgestoßen?“

„Versteh ich nicht.“

„Musse auch nich. Jetzt nimm hier den Verband und halt den Paul fest. Ich zähle. Bei drei, ja?“

„Röhhhh … grschschschsch … hhhrrrrrgghhhhhh“, macht Paul noch einmal. Es klingt verzweifelt.

„Alles gut, Paul. Gleich kannste wieder normal sprechen, wart’s ab“, beruhigt ihn Edgar.

Fritz packt mit beiden Händen den Griff der Mistgabel und zählt: „Eins – zwei – drei!“

Mit einem Ruck öffnet er alle Schleusen. Aus vier Löchern gleichzeitig sickert das Blut auf Pauls gelben Overall, so viel Ketchup auf einmal ertränkt selbst die größte Portion Fritten.

„Scheiße, Fritz, scheiße, scheiße, scheiße!“, blökt Edgar los und seine Tiefenentspannung ist jetzt doch ziemlich für die Tonne. Blutrot verfärben sich seine Hände, die an Pauls Brust gepresst sind. „Ich hab’s dir doch gesagt, Mann: Die Zaunpfahltheorie!“

„Die … was?“, fragt Fritz verständnislos, legt die Mistgabel weg und kniet sich zu Paul und Edgar hin.

„Na, aus meiner Serie! Der Pfahl im Bauch, den man besser drin lässt. Jetzt guck dir die Sauerei an!“

Fritz stemmt beleidigt die Hände in die Hüften. „Weißte, eben wussteste noch nicht mal, was die Krim ist, und jetzt willste mich hier in Medizin belehren, oder was? Lass mal schön stecken, Alter!“

„Ja, wollte ich doch! Du hast die Gabel rausgezogen, du Idiot! Jetzt hilf mir, den zu verbinden!“

„Nenn mich noch einmal Idiot, du …!“

Edgar und Fritz drehen das Verbandszeug so schnell wie möglich ab und wickeln es so fest sie nur können um Pauls vor Blut triefende Brust. Sie legen Schicht über Schicht über ihn, doch jede neue Lage leuchtet sogleich blutrot.

„Super“, meckert Edgar, „jetzt haben wir Pommes rot-weiß.“

„Halt’s Maul und wickel, verdammt noch mal.“

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist das gesamte Verbandszeug verbraucht und die vier roten Blutflecken sind endlich etwas kleiner geworden.

Als Fritz den Verband einigermaßen fixiert hat, atmen die beiden kurz durch und betrachten das Ergebnis.

„So, müsste gehen“, findet Fritz.

„Was müsste gehen? Wie sollen wir den denn jetzt bitte von hier wegkriegen? Und wohin überhaupt?“

Fritz starrt erst zum Pavillon hin und dann in die Ferne. Er schüttelt den Kopf und schweigt. Edgar beugt sich nach vorne und wünscht sich, er könnte sich jetzt schnell noch einen drehen. Aber dafür müsste er sich ja erst mal neuen Stoff besorgen.

Wie die beiden einen Moment lang da sitzen, fällt ihnen nicht auf, dass sich Pauls Mund ganz allmählich füllt. Erst als er noch einmal ein „Röhhhh … grschschschsch … hhhrrrrrgghhhhhh“ von sich gibt, sein Kopf zur Seite fällt und sich ein blutroter Schwall aus seinen halb geöffneten Lippen ergießt, schrecken Fritz und Edgar auf.

Und erstarren.

Fritz macht einen Satz auf Paul zu und hält seinen Kopf. „Paul? Paul! Paul!!!“, brüllt er.

„Nicht so laut“, zischt Edgar.

„Nicht so laut? Der verreckt uns hier, Mann! Los, mach Mund-zu-Mund-Beatmung! Ich pumpe.“

Edgar wird blass. Er starrt angewidert auf Pauls noch immer mit Blut gefüllten Mund. „Ich soll … da rein blasen?“

„Nee, in ein Röhrchen, wie sonst immer!“, blökt Fritz. „Natürlich sollst du da reinblasen!“

Edgar verschränkt die Arme. „Also, ich mach ja eine Menge, Fritz. Aber … das nicht.“

Fritz schaut Edgar mit einem Blick an, der ihn frösteln lässt, trotz der Sommerwärme hier im Schlossgarten. Aber Edgar bleibt stur.

„Ach, leck mich doch, du Versager!“, ruft Fritz. „Dann eben andersrum. Kannst du wenigstens bis dreißig zählen?“

Manchmal wird Fritz gemein, findet Edgar, aber er kniet sich über Paul und fängt an, seine Brust einzudrücken. Aus Pommes Rot-Weiß wird Pommes tiefrot.

„Nicht so feste!“, brüllt Fritz.

„Doch feste! Machen die in der Serie auch so!“

Aber Fritz stößt ihn einfach zur Seite. „Was kannst du eigentlich?“

Dann sagt er eine ganze Weile nichts mehr, sondern drückt dreißigmal auf Pauls Brustkorb. Als er sich danach mit seinen Lippen ganz nah über Pauls Mund beugt, tief einatmet und ihm die Nase zuhält, röchelt Paul noch ein letztes Mal und spuckt Fritz einen roten Schwall warmen Blutes ins Gesicht. Es ist sein letzter Atemzug.

Während Fritz angewidert zur Seite kippt, verschränkt Edgar die Arme: „Na, haste wieder alles besser gewusst, ja?“

Da springt Fritz auf, stürzt auf Edgar zu, packt ihn am Kragen und schiebt ihn bis an den Pavillon heran. Er drückt ihn mit aller Kraft gegen die Wand. „Hältst du jetzt endlich mal deine blöde Fresse, Edgar? Der Junge ist tot, Mann! Kapierst du das? Der steht nicht gleich wieder auf wie in einer deiner beschissenen Serien. Der ist uns hier gerade verreckt, weil … weil …“, doch in diesem Moment versagt ihm die Stimme. Er kniet nieder und weint. Edgar spürt, wie ihm der Hals eng wird. Er kennt Fritz schon lange, aber er hat ihn noch nie weinen sehen. Und als fiele auch Fritz das gerade auf, reißt er sich ganz schnell zusammen und steht auf. Er tritt wieder so verdammt nah an Edgar heran.

„Haust du mich jetzt?“, entfährt es Edgar.

„Was tu ich?“

„Nichts … jedenfalls … tut mir leid … mit Paul.“

„Ja, super, Edgar, bringt uns nur jetzt nix, ne? Der durfte gar nicht hier sein, zum Glück weiß das nur seine Mutter, und sonst keiner, und die Alte ist eh den halben Tag voll wie ne ganze Destille. Und außerdem hat er das ja unter der Hand gemacht …“

„ … aber gut war er!“, unterbricht ihn Edgar, weil er das Gefühl hat, noch was Lobendes sagen zu müssen, „der Paul, der war schon … nee, also … der könnte echt mal … also, ich meine vielmehr, der hätte mal können …“

Fritz schließt nur genervt die Augen. „Ist gut, Edgar. Jetzt kann der gar nichts mehr. Also muss er weg.“

Edgar schaut Paul einen Moment lang an. Als er in die toten Augen des dürren langen Jungen blickt, beginnt er zu frösteln. „Er starrt uns an, Fritz! Er starrt uns an, weil wir … weil wir …“

Aber Fritz packt ihn mit beiden Händen an den Schultern: „GAR NICHTS haben wir, klar? Und gleich glotzt der auch nicht mehr, wart’s ab.“

Er beugt sich über den gelb-rot-weißen Paul, legt eine Hand auf seine Augenlider und schließt sie. Doch sie klappen sofort wieder auf. Fritz versucht es erneut, doch wieder klappen die Lider auf.

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