Marge Piercy - Er, Sie und Es

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Shira Shipman wirft ihren Job bei einem Großkonzern hin und kehrt nach ihrer Scheidung endlich heim in die freie Stadt Tikva. Ihre Großmutter Malkah arbeitet dort an einem neuen Projekt mit, das Shira zunächst suspekt ist: Malkah und der alte Dr. Stein haben heimlich eine künstliche Person erschaffen. Ein Tabu, das unter strenger Strafe steht. Das Ding soll, so erklärt Dr. Stein, eine Art Verteidigungswaffe für die Stadt Tikva sein, die sich die mächtigen Multi-Konzerne unter den Nagel reißen wollen. Allerdings muss der künstliche Mitbürger, um nicht aufzufallen, in menschlichem Sozialverhalten ausgebildet werden. Und das soll jetzt Shira übernehmen. Parallel erzählt Malkah dem neuen Wesen eine komplexe Gutenachtgeschichte, die zurück ins Prag des 16. Jahrhunderts führt. Denn dort schuf einst Rabbi Loew einen Golem aus Lehm, um das Ghetto vor Pogromen zu schützen. Ein Akt der Verzweiflung, der beide – Schöpfer und Kreatur – in Widersprüche stürzte. Malkah hofft nun, dass Jod, so haben sie ihren Neuzeit-Golem genannt, aus der Geschichte und den Legenden mehr lernen kann als die Menschen seiner Zeit … Ein ganz aktueller philosophischer Roman, den die Verfasserin Primo Levi gewidmet hat. Gewalt, Abhängigkeit, Beziehungsfähigkeit, Gefühle, Machtverhältnisse und Politik: Das alles wird in packender Prosa neu beleuchtet und spannend hinterfragt.

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»Hältst du dich selbst für lebendig?«

»Ich bin mir meiner Existenz bewusst. Ich denke, ich plane, ich fühle, ich reagiere. Ich nehme Nährstoffe zu mir und gewinne daraus Energie. Ich wachse geistig, wenn ich auch nicht körperlich zunehme, aber macht mich das Unvermögen zur Fettleibigkeit weniger lebendig? Ich spüre das Verlangen nach Gesellschaft. Wenn ich nicht zeugungsfähig bin, so sind das viele Menschen auch nicht. Wird nicht die Hälfte eurer Bevölkerung von Unfruchtbarkeit heimgesucht?«

Sie beschloss, auf dieses Thema nicht weiter einzugehen. Stattdessen führte sie ihn in die Küche. »Was meinst du damit, deine Vorgänger waren Geschöpfe einer Stunde?«

»Benutze ich die sinnbildliche Sprache nicht korrekt?«

»Das kann ich nicht sagen, bevor du es weiter erklärst.«

»Du kennst das Schicksal von Alef. Du warst zugegen, nicht wahr?«

»Avram hat dir davon erzählt?«

Yod blieb stehen und wandte sich zu ihr um. Seine Augen bohrten sich in sie. »Avram hat mir nichts erzählt. Ich verschaffte mir Zugriff zu seinen Aufzeichnungen. Außer Gimel, den man völlig zu Recht zurückgeblieben nennen kann, hat Avram jeden meiner Brüder zerstört.«

»Alle Cyborgs, die dir vorangingen, meinst du.«

»Sie hatten alle ein Bewusstsein, Shira, außer Gimel. Einen völlig lebendigen Geist.«

»Das verstört dich.«

»Wenn deine Mutter vor deiner Geburt acht Geschwister von dir umgebracht hätte, weil sie nicht ihren Vorstellungen entsprachen, wärst du da nicht beunruhigt?«

»Du fürchtest, dass er dich auch zerstören wird?«

»Ich wäre töricht, wenn mir dieser Gedanke nicht gekommen wäre.« Dann lächelte er, mit melancholischem Ausdruck. »Deshalb rede ich ihn mit Vater an.«

»Bitte was?«

»Es ist ein schwacher Versuch, eine Bindung herzustellen, die mich vielleicht bewahren wird. Woher weiß ich, dass er nicht beschließt, mich zu verschrotten? … Also zeige mir das Haus.«

»Warum interessierst du dich dafür?«, fragte sie, führte ihn aber dennoch in das zentrale Computerarchiv, Malkahs Büro daheim und das Gehirn des Hauses. Ihr war bewusst, dass er das Thema zweimal taktvoll gewechselt hatte, und sie merkte außerdem, dass sie ein anderes Fürwort dachte: ›er‹.

Er setzte sich an den Computer und koppelte sich rasch an die Schnittstellen. Sie nickte ihm zu, dass er ihren Stecker benutzen konnte. Schließlich würde Yod sie nicht mit Keimen infizieren. Sie bezweifelte, dass Bakterien auf ihm gediehen; er gab wohl keinen fruchtbaren Nährboden ab. »Sogar in ihren Programmen«, bemerkte er ein paar Minuten später, während er die Verbindung löste, »erhält man einen starken Eindruck von Malkahs Persönlichkeit, ist dir das aufgefallen?«

»Ich denke, das gilt für alle kreativeren Systeme.«

Er wartete darauf, dass sie ihn führte, also tat sie es, durchs Wohnzimmer, dann hinauf zu den oberen Zimmern. Doch als sie die Treppe hochkamen und den im ersten Stock rundum laufenden Balkon betraten, kündigte das Haus Malkah an. Yod beugte sich über das Geländer und winkte. »Malkah! Schau, ich bin zu Besuch. Shira hat mich hergebracht.« Sofort stieg er über die Brüstung und ließ sich wie eine Katze auf die Steinfliesen im Hof fallen. Shira beugte sich vor. »Yod! Alles in Ordnung?«

»Vollkommen.« Er wirkte verwundert. Er eilte auf Malkah zu, die ihm ihre weit geöffneten Arme entgegenstreckte. Shira stöhnte und stieg langsam die Treppe hinunter. Malkah mochte ja ein Stück weit recht haben, man musste Yod als eine Art Wesenheit behandeln, eine Maschine mit Bewusstsein, aber ihn in die Arme zu schließen schien mehr als abstrus.

Als sie zu ihnen stieß, hatte sich Malkah in ihren gewohnten Sessel gesetzt und Yod kniete vor ihr, er redete sehr viel schneller, als sie ihn je hatte sprechen hören, die Worte überkugelten sich: »… wie sehr ich dich vermisst habe. Über die Datenleitung zu kommunizieren ist nicht das Gleiche, wie dich zu sehen, das verstehe ich jetzt.«

»Avram entschied, dass ich einen schlechten Einfluss auf Yod hatte, also schloss er mich aus.«

»Einen schlechten Einfluss?«, fragte Shira.

»Ich bin für einen Teil von Yods Programmierung verantwortlich. Avram hat mich als letzte verzweifelte Karte ins Spiel gebracht, um das Projekt zu retten.«

»Malkah, ich habe hier heute etwas Schlimmes getan. Ich habe deine Kletterrose zerstört.« Er erklärte es rasch.

»Yod, du kannst nichts für deine gewalttätigen Triebe, aber ich habe versucht, ein Gegengewicht einzubringen. Mit der Zeit wirst du vielleicht lernen, deine Kraft klüger einzusetzen.«

»Malkah ist meine Freundin. Die Einzige, die mich als Person behandelt und nicht als Werkzeug.« Er strahlte sie beide an, ein offenes, unschuldiges Lächeln der Freude. »Aber du hast mich heute mehr zu einer Person gemacht, indem du mich in die Welt hinausgebracht hast.«

»Aber, Malkah, wieso bist du so früh nach Hause gekommen?« Shira las die Zeit auf ihrer inneren Uhr ab. Es war 14:35:11. Bald musste sie Yod ins Labor zurückbringen.

Malkah lehnte sich in ihrem Sessel zurück, erschöpft oder von etwas bedrückt. »Yod informierte mich über die Datenleitung, dass er hier ist.«

»Du bist sehr schnell«, sagte Shira zu ihm. Sie hatte es überhaupt nicht gemerkt.

Er nickte, immer noch strahlend. »Der Schnellste.«

»Wir hatten heute Vormittag wieder einen Unglücksfall«, sagte Malkah und rieb sich heftig die Augen. »Aviva Emet.« Sie seufzte, ihre Hände umklammerten die Armlehnen ihres Sessels.

»Was meinst du damit, wieder ein Unglücksfall?«, fragte Shira.

»Im letzten Jahr wurden fünf unserer Programmierer getötet und zwei weitere zu menschlichem Gemüse reduziert. Es passiert, während sie in die Basis eingestöpselt sind und arbeiten. Überdies wird uns unser Zeug gestohlen. Wir nehmen an, dass es Piraten sind. Sie morden, und dann stehlen sie.«

Plötzlich verstand Shira. »Und Yod soll darauf vorbereitet werden, sich in die Basis zu begeben und diese Bedrohung zu bekämpfen?«

Malkah nickte. »Unter anderem.«

»Ich kannte Aviva Emet gar nicht. War sie eine Freundin?«

»Sie war jünger als du, Shira, und hochintelligent. Sie kam letzten Herbst her und hat sich alles selber beigebracht. Das, wofür sie sie umbrachten, um es zu stehlen, war etwas, was wir zu einem sehr guten Preis verkaufen wollten. Es war für den Verkauf noch nicht vollständig genug, aber offensichtlich genügte es, um gestohlen zu werden.«

Shira fragte Yod: »Verstehst du, was sie mit dir vorhaben?«

»Ich wurde geschaffen, um zu dienen.« Yod zuckte die Achseln. »Ich bin besser dazu geeignet, diese Überfälle zu untersuchen als irgendjemand sonst. Vielleicht bald.« Er stand auf und schaute sich nach etwas um, worauf er sitzen konnte. Da kein passender Stuhl vorhanden war, hob er einen Granitblock auf, eine alte Pferdetränke, die im Garten stand, und stellte ihn beiläufig neben Malkahs Sessel, zu einer Gesprächsrunde. Malkah warf Shira einen amüsierten Blick zu. Sie nahm sich sichtlich zusammen, wie sie es immer nach einem seelischen Schock tat. Malkah hatte Shira in dem Glauben aufgezogen, dass die richtige Antwort auf einen Schicksalsschlag ist, sich aufzurichten und voranzuschreiten. Falls Malkah der getöteten Frau nahe gestanden hatte, so würde Shira das nur nach und nach herausfinden, denn sie trauerte langsam und nur dann und wann.

Shira beobachtete immer noch Malkahs Verhalten gegenüber Yod. Es war fast kokett. Es schockierte sie etwas. Malkah reagierte auf Yod eindeutig wie auf ein männliches Wesen. Shira hatte erlebt, wie Malkah mit Katern flirtete, aber mit einer Maschine?

Wie Shira befürchtet hatte, war Avram wütend. Er wies Yod an, in das innere Labor zu gehen, aber Yod setzte sich still in die Ecke.

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