Das Mittl Das Mittl Znagst hab i’n Plentnbauern troffn, i hab zerscht gmant, der Mendsch is bsoffn! Zwa Koffer tragt er mit viel Gschnauf und noch an Rucksack hintn drauf! „Ja, he! wohin denn, Plentnbauer?“ „I“, sagt der draufhin voller Trauer, „i halt’s daham rein niammer aus, i wer ja direkt tamisch zhaus!“ „No geh“, sag i, „das kann nit sein! Dei Wohnung is so schön und fein – i glab, du siehgst die reinsten Gspenster! Hast a schöns Bankl vor dein Fenster …“ Drauf sagt er: „Das is ja der Graus! Grad wegn dem Banklan ziahg i aus! Weil auf dem Banklan, was mir ham, da kummen so viel Liabspaar zsamm, de lischpln, wischpln, bußln, lachn und tuamb dabei an Wirbel machn, da is die ganze Nacht ka Ruah! Na, i ziahg aus! I hab hiatz gnua!“ „Geh, Plentnbauer“, sag i drauf, „wegn so was Klanen regst di auf? Da waß i dir an bessern Rat, daß schnell a End dei Ärger hat!“ Da Plentnbauer tuat sich gfreun: „Ah, wenn das wahr war, das war fein!“ „Paß auf!“ sag i. „Wann’s nächste Mal (bei Mondschein und bei Nachtigall und wann da Sternenhimmel blitzt) a Liabspaar auf dein Banklan sitzt, dann, liaber Freund, derwischt du halt an Kübl Wasser – aber kalt! –, den schüttest auße aus dein Fenster, dann hast a Ruah vor deine Gspenster!“ Drauf sagt zu mir der Plentnbauer mit ganz gebrochner Stimm, voll Trauer: „Das hab i gestern auf die Nacht ja eh schon selber grad so gmacht! Und wer is hamkemm? Waßt du das?? Mei eigne Alte – waschlnaß!!“
Zeit laßn Zeit laßn Da Plotschntone klagt mit Grolln: „Mei Fahrrad hams ma heute gstohln!“ Da Pepe sagt: „Da gehst wohl glei und meldest es der Polizei?!“ „Ob ih nit liaber wartn tat? A Sprichwort sagt: Kummt Zeit, kummt Rad!“
Redefluß Redefluß Den Plotschntone fragt der Rat, bei dem er grad Verhandlung hat: „Wieso ham Sie drei volle Wochn kein Wort mit Ihrer Gattin gsprochn?“ Drauf sagt der Tone ohne Grolln: „I habs nit unterbrechn wolln!“
In da Schul In da Schul In Plentnbauern sei jüngster Suhn is gegn das Gscheitarwerdn immun! Das Schualgehn is für den umsunst! – Das Rechnan is für ihn a Kunst, beim Turnan fallt er allweil her, beim Singan brummt er wia a Bär – zum Schreiben hat er ah ka Pfotn! – A Vierer is sei schönste Notn! Es nutzt nix, wann er sich ah plagt! – Amol, da hat der Lehrer gfragt: „Wie nennt man das, wer sagt es gschwind, wenn viele Ochsen beisammen sind?“ „Ich weiß!“ meldt sich der Gruaber Ferde: „Viel Ochsen … das sind … eine Herde!“ „Brav!“ sagt der Lehra … Mit Bedauern siehgt er den Suhn vom Plentnbauern, wia der im Halbtram hingebuckt ganz teilnahmslos im Banklan huckt. Er schreit ihn an: „Du fauler Fratz! Wiederhole mir den letzten Satz!“ Der Bua schreckt auf. Dann sagt er gschwind: „Wenn viele Ochsen beisammen sind – (a bißle hat er ghört vom Ferde) dann nennt man das – eine Beherde!“
Fliederfarben Fliederfarben „A Hemd –“, so sagt der Plotschntone, „– a fliederfarbnes, war nit ohne!“ A König is im Gschäft der Kunde. Aus diesem ungeschriebnen Grunde suacht der Verkäufer, suacht und suacht, wobei er öfters leise fluacht – Dann kummt a Lächeln, ganz a klans: „Nein! fliederfarbnes ham mir kans!“ Der Plotschntone mant draufhin: „Da liegt ja ans im Fenster drin! Schaun S’, durt, das mit’m hohen Preis!“ „Mein lieber Herr, das ist ja weiß!“ „No und?“ haut der den Einwand nieder: „A kennan Sö kan weißn Flieder??“
Schwerarbeit Schwerarbeit A Quizspiel werd grad durchgeführt. Die Fragen, Bua, seind kompliziert! „Was ist“, wird jetzt die Frage gstellt, „die schwerste Arbeit auf der Welt?“ Die Kandidaten denkn nach … Der Plotschntone werd hellwach und tuat sich um den Preis bewerbn. „Die schwerste Arbeit is das Sterbn!“ sagt er mit siegessicherm Sinn: „Da bist am nächstn Tag ganz hin!“
Scharfer Hund Scharfer Hund Zum Plotschntone sagt sei Freind, wias wieder amol zsamman seind: „Am Zaun da draußn auf dein Grund, da is a Tafl:, Scharfer Hund!’ I glab, da gibt’s schon an Bedarf. Aber is dei Hund wohl wirklich scharf?“ Der Tone sagt: „Wann bei der Nacht bei mir a Strolch an Einbruch macht, brauch i den Hund nur weckn, gelt? dann is schon möglich, daß er bellt!“
Da Supa-Compjuta Da Supa-Compjuta In aner groaßen Messehalle steht a Compjuta, der auf alle (ah auf de tollsten) Fragn safurt de rechte Antwort geben tuat. Da Fischer Valte steht davur und siehgt, wia der in aner Tur de Fragen zerscht entgegennimmt und dann de Antwurt gibt, de stimmt! Hiatz schiabt er ah an Zettl ein, drauf steht: „Wo tut mein Vater sein?“ Da leuchten Farbn und Lampen auf, es summt und brummt, und blitzschnell drauf steht auf an Blatt, das außerzischt: „ihr vater sitzt am bach und fischt …“ Da Fischer Valte schreibt drauf: „Nein! Mein Vater tut gestorben sein!“ Den Zettl schiabt er ein. Und dann fangts wiedarum zan summan an, drauf kummt de Antwurt vom Compjuter: „es starb der gatte ihrer mutter, den hat ein schlaganfall erwischt … ihr vater sitzt am bach und fischt …“
Petri Heil Petri Heil Auf aner Wiesn steht a Mann, a Gwandle wia a Fischer an. – Der hat a Angl in der Hand und schaut und schaut ganz unvawondt zum Köder hin, der, wie man siehgt, inmitten von der Wiesn liegt! Da Fischer Valte kummt dazua und denkt sich: „No, mei liaber Bua, der hat im Hirn a Würmle drein, zu dem muaßt bsunders freundlich sein!“ Der Fischer Valte gibt dem Mann zehn Schilling, und er fragt ihn dann: „No, is es Ihnen guat ergangen? Wiaviel ham S’ heute denn schon gfangen?“ „Wann’s mi nit täuscht“, sagt der und lacht, „ham Sö das Dutzend voll dermacht!“
Der Sorgenträger Der Sorgenträger Da Fritz sagt zu sein Freund, dem Valte: „Heut bist du aber nit der alte! Du hast doch alleweil an Grant, daß jeder, der di anschaugt, mant, du warst a Trauerweidnzwilling! Heut lachst als wia a neuer Schilling!“ „Jaa!“ lacht da Valte: „Hurch lei her! I hab hiatz kane Sorgen mehr! I hab seit gestern, was ma gspürt, an Sorgnträger angaschiert!“ „An Sorgnträger?“ mant da Fritz: „Da machst du aber hiatz an Witz! Du bist ja … na, i waß nit, was! Geh, sag amol, was is denn das?“ „Paß auf!“ fangt hiatz da Valte an: „Ein Sorgnträger is ein Mann, der is verpflichtet, jeden Tag, was immer da ah kumman mag, für di zan schaffn, ohne Rast, damit du kane Sorgn hast! Es is sei Aufgab, stets zu waltn, um dir die Sorgn fernzuhaltn! Man mietet ihn, solang ma mag: a Jahr, a Monat oder an Tag!“ Da Fritz mant: „Prima! Doch vur alln: Was muaß ma denn für so an zahln?“ Da Valte antwurt auf die Frag: „Der kost fünf Tausender pro Tag!“ „Fünf Tausender?!“ erschrickt da Fritz: „Pro Tag?? Hiatz sag ma, meinarsix, da vasteht ma ja die Welt nit mehr!üp Wo nimmst denn du die Summe her?“ Da Valte mant und lacht ganz fein: „Das soll sei erste Sorge sein!“
Telewischn Telewischn Da Valte hat hiatz akkarat daham an Fernsehapparat. „Uh, der is klass! Ganz wunderbor!“ schwärmt er dem Later Lute vor: „Da siehgst in Farb die tollsten Sachn – zum Lernan oft und oft zan Lachn! Und nit nur das, mei liaber Bua! Stell dir das Wunder nur recht vur: Wann i die Augen zuamach gar, dann is wia Radio, richtig wahr!“
Zu spat
Was ist ein Ästhet?
Aufn Volksfest
Unglaublich
Da Möblhändla Bretterspahl
Werkzeuge
Wurmstichig
Dreimal
Aufstehn!
Da klane Nante
Dressur
Ka Angst
Falscher Verdacht
Kriagsgefahr
Michi
Abholung
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