Marko Rostek - 33 Tage

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In den 33 Tagen nach dem Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 fielen die verhängnisvollen Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Tagesgenau und detailliert erzählt Marko Rostek die Stationen der Julikrise 1914, in seiner packenden Zusammenschau der Ereignisse werden dabei sowohl die österreichisch-ungarischen als auch die deutschen, englischen, französischen und russischen Positionen und Entscheidungen beschrieben. Hautnah begleitet der Leser die maßgeblichen Akteure auf ihrem Weg in den Krieg. Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur! Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa im Juli 1914 sehenden Auges in den Untergang marschiert

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Unmittelbar nach dem Befehl erschallt weithin vernehmbar das „Habt Acht“ und die Ehrenkompanie formiert sich. 16 Männer lösen sich aus der Truppe, bewegen sich im Gleichschritt auf die Landungsboote zu und nehmen dort die Särge in Empfang. Nichts außer dem dumpfen Klang der Schritte ist in diesen Momenten zu hören. Selbst die Brandung, die für gewöhnlich in den Morgenstunden lebhaft an den Pier des Hafens schlägt, schwappt an diesem Tag nur zaghaft an die Betonmauer. Die Bevölkerung nimmt in stummer Trauer von den Toten Abschied.

In die Ehrenkompanie kommt wieder Bewegung. Ein laut schallendes „Präääsentiiiiiert!“ wird über den Platz gebrüllt und vollkommen gleichzeitig heben die Männer ihre Gewehre in einem komplexen Bewegungsablauf vor die Brust, um sie dort mit beiden Händen zu fixieren. Unmittelbar danach setzen sich mit Trommelbegleitung die Sargträger in Bewegung und steuern die Mitte des Platzes an. Die Sarkophage, zur Gänze mit schwarz-gelben Fahnen bedeckt, werden dort gut sichtbar auf mit Blumenbouquets und Kränzen üppig geschmückte Podeste gestellt.

Aus der Reihe der hohen Trauergäste tritt ein Kardinal hervor und nimmt, die Särge dabei umrundend, in lateinischer Sprache und dem liturgischen Ritual entsprechend die Einsegnung vor. Während sich im Hintergrund die Ehrenkompanie neuerlich formiert, werden die Särge wieder angehoben und diesmal auf Hüfthöhe zu den Trauerwägen getragen, die neben den Podesten bereitstehen. Die beiden Kutschen sind vollkommen in hochglänzendem Schwarz lackiert und weisen eine reichhaltige goldene Verzierung mit Symbolen und Ornamenten auf, die auf die allerhöchste Verwendung dieser Kutschwägen hinweisen. Durch riesige Glasfenster zu beiden Seiten ist das Innere ersichtlich. Es ist mit feinster schwarzer Seide ausgekleidet und ebenfalls mit kaiserlichen und katholischen Verzierungen geschmückt.

Vor die Leichenwägen sind je vier schwarze Pferde gespannt, an deren Spitze eine Einheit der örtlichen Garnison Aufstellung nimmt. Weitere Abordnungen diverser Waffengattungen stellen sich auf beiden Seiten auf. Während die Särge in die Leichenwägen geschoben werden, erschallen im Hintergrund Salutschüsse. Meisterhaft haben die Pfleger ihre Pferde auf Ereignisse dieser Art vorbereitet, sodass keines der Tiere scheut oder in der Formation zu bocken beginnt. Ein kurzes Verweilen, ein letztes Kommando und mit dem neuerlichen Einsetzen der Trommelbegleitung setzt sich der Trauerzug Richtung Bahnhof in Bewegung, wo bereits ein Sonderzug unter Dampf steht. Für die beiden Sarkophage wird jener Salonwagen bereitgehalten, mit dem der Erzherzog knapp zehn Tage zuvor seine Reise nach Sarajevo angetreten hat.

***

Während in Triest die beiden Särge in den Zug nach Wien verbracht werden, betritt in der Reichshauptstadt der königlich-ungarische Ministerpräsident Graf István Tisza das Büro von Leopold Berchtold. Für Berchtold ist es nach dem Treffen mit Conrad der zweite schwere Gesprächsbrocken, den er in diesen Tagen zu verdauen hat. Während er mit Conrad und dessen allseits bekannten Haltungen umzugehen gelernt hat, verspürt er gegenüber dem ungarischen Ministerpräsidenten stets das Gefühl der ohnmächtigen Unterlegenheit. Conrad gilt es zu besänftigen, ihn vor einem übereilten Schritt gegenüber Serbien zurückzuhalten. Bei Tisza ist die Sache anders gelagert, ihm gegenüber hat er Stärke und Handlungsbereitschaft zu demonstrieren. Einen ersten Teilerfolg gegenüber Conrad hat Berchtold vorgestern relativ problemlos erringen können, denn der General hat sich gegenüber seinen Argumenten fürs Erste einsichtig gezeigt.

István Tisza war schon einmal, von 1903 bis 1905, ungarischer Ministerpräsident und hat seit dieser Zeit seinen politischen Einfluss und seine Macht – auch in Österreich – über viele Verbindungen und Kontakte ausbauen und festigen können. Als Tisza im Juni letzten Jahres erneut zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, ahnte Berchtold, dass in der Außenpolitik eine neue Zeitrechnung anbrechen würde. Er hat recht behalten. Durch ihre gegensätzlichen politischen Ansichten ist es zwischen ihnen seither immer wieder zu einem harten politischen Schlagabtausch gekommen. Oft ist es der Ungar, der die komplizierte politische Landschaft in der Doppelmonarchie besser auszunutzen versteht und mit gefinkelten Schachzügen, aber vor allem mit dem Rückhalt des Kaisers, den Sieg in der Auseinandersetzung davonträgt. Berchtolds politisches Selbstvertrauen wird dadurch immer wieder schwer in Mitleidenschaft gezogen, hat ihm dies doch die wenig schmeichelhafte Nachrede des außenpolitischen Schwächlings eingebracht. Heute aber ist Berchtold auf dieses Treffen gut vorbereitet. Er will dem Ungarn klarmachen, dass er allein es sei, der von nun an die Außenpolitik bestimmen, das Heft an sich reißen und als Schrittmacher der österreichischen Reaktionen fungieren würde. Ab nun soll ein anderer Führungsstil in der Außenpolitik herrschen, der ein im Sinne des Grafen Aehrenthals geführtes Selbstverständnis demonstriert.

Als István Tisza in Begleitung eines Mitarbeiters des Ministeriums das Büro betritt, zeigt Berchtold daher keinerlei Anzeichen von Unsicherheit oder Nervosität. Im Gegenteil, zuversichtlich und gestärkt durch die penible Vorbereitung geht Berchtold dem Ungarn einige Schritte entgegen und führt ihn nach der Begrüßung zu einer Sitzgruppe. Im Verhalten der beiden Männer liegt gespielte Freundlichkeit, zu viele diplomatische Niederlagen hat Berchtold im letzten Jahr einstecken müssen, als dass er sich jetzt über das Formelle hinausgehend freundlich zeigen wollte. „Darf ich Sie zu einer Tasse Tee einladen, Exzellenz?“ „Sehr gerne, Herr Minister.“ Ihr Tonfall ist vorsichtig und abtastend.

Berchtold dreht sich zu seinem Mitarbeiter um, der nach wie vor in der Tür auf Anweisung wartet und veranlasst diesen mit einem Kopfnicken, sich zu entfernen. Tisza und Berchtold sitzen einander wortlos gegenüber und beobachten den Mitarbeiter, wie dieser kurze Zeit später eine Kanne auf den Tisch stellt und die beiden Tassen jeweils einem der Herren zuordnet. Sanft steigt heißer Dampf aus der schmalen Öffnung der Kanne und windet sich in die Höhe. Mit einer Verbeugung verlässt der Mitarbeiter den Raum.

„Exzellenz“, Berchtold, der wartet, bis die Tür geschlossen ist, ergreift das Wort, „ich hatte gestern und vorgestern Gelegenheit, mit dem Kriegsminister und auch mit dem Chef des Generalstabes über die Lage nach dem abscheulichen Attentat in Sarajevo zu konferieren. Beide sind wie ich der Meinung, dass wir dieses nicht ungesühnt verstreichen lassen dürfen.“ Berchtold verschweigt Tisza bewusst seine gegenüber Conrad geäußerten Zweifel in dieser Sache und bemüht sich, ihn mit dem Hinweis auf eine meinungsbildende Eintracht zwischen den beiden obersten österreichischen Heeresleitern und ihm zu beeindrucken. Tisza lächelt zynisch und gibt Berchtold zu verstehen, dass er nicht gewillt ist, schon jetzt zu reagieren, sondern erst einmal hören möchte, was Berchtold vorzubringen hat. Er streicht mit zwei Fingern über seinen weit nach unten gezogenen Oberlippenbart, legt sein rechtes Bein über das linke und lehnt sich entspannt zurück.

Berchtold, dem die Süffisanz seines Gegenübers nicht entgeht, hebt die Schale mit dem Zucker hoch und blickt fragend auf Tisza. Dieser wehrt mit einem leichten Kopfschütteln und einer eindeutigen Bewegung der linken Hand ab. Während Berchtold ein Stück Würfelzucker in seine Tasse fallen lässt, fährt er fort: „Ich bin überzeugt, dass auch Sie der Meinung sind, dass dem Verhalten der Monarchie gegenüber diesem unglaublichen Gewaltverbrechen entscheidende Bedeutung zukommt.“

Ihre Blicke treffen sich. Berchtold versucht, eine Reaktion beim Ungarn zu provozieren. Nichts. Kein Nicken, kein Kopfschütteln, nur unbeirrte Blicke.

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