Kurt Langbein - Das Virus in uns

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Sie sind keine Killer: Viren. Diese raffinierten ÜberlebenskünSie sind keine Killer: Viren. Diese raffinierten Überlebenskünstler, so alt wie das Leben selbst, haben die Evolution entscheidend vorangetrieben, auch die des Menschen. Rund 50 Prozent unseres Erbguts stammen von Viren. Sie gestalten das Immunsystem mit, verhelfen uns zu einem Langzeitgedächtnis und machen sich in unserem Verdauungstrakt nützlich. Aber sie können gefährlich werden, wenn wir Menschen die natürlichen Lebensräume von Tieren verändern und die Artenvielfalt zerstören. Bestsellerautor Kurt Langbein erzählt in seinem neuen Buch gemeinsam mit Elisabeth Tschachler die minutiös recherchierte Geschichte der Corona- Pandemie: Wann und wo genau begann sie wirklich? Wie kamen Länder wie Südkorea ohne Lockdown durch die Krise? Und was lernen wir aus alldem – auch für die Zukunft? Zugleich ist das Buch ein echter Wissenschaftskrimi, denn die neuesten Erkenntnisse der noch relativ jungen Viren-Forschung sind atemberaubend: Stand das Virus womöglich am Anfang allen Lebens? Warum kann virenreiches Essen gesund sein? Die winzigen Eiweißpartikel, in die die Erbinformation verpackt ist, sind viel mehr als Bedrohung, sondern unerlässliche Architekten sämtlichen Lebens.

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Daren Bland aus East Sussex, England, kam am 15. Januar für eine Woche mit seinen Freunden, zwei aus Dänemark und einer aus den USA. Und erlebte, wie schön »schräg« sein kann. Bis zu 25.000 Menschen drängen sich tagsüber durch die Tunnel-Anlagen unter dem Dorf über Rolltreppen, die an U-Bahn-Stationen erinnern, zu den Liftanlagen und den 238 Pistenkilometern. Die werden meist schon von den Lautsprechern der immer noch »Hütten« genannten Mega-Restaurants und Schirmbars am Pistenrand beschallt.

Und abends ging’s zum Feiern. »Die Bar war gerammelt voll, die Leute sangen und tanzten auf den Tischen«, berichtet der englische IT-Berater über Après-Ski im »Kitzloch«, einer weiteren Bar gleich neben dem »Kuhstall«. »Die Leute waren heiß und verschwitzt vom Skifahren, und die Kellner haben zu Hunderten Shots an die Tische gebracht.« 39Seine Handyvideos zeigen, wie die Menschen sich anschreien und in enger Umarmung tanzend Lieder wie »Highway to Hell« grölen. 40Bland berichtet auch von durchaus extravaganten Spielen. Die Bar sei bekannt für »Beer Pong« – ein Trinkspiel, bei dem die Après-Ski-Sportler abwechselnd versuchen, denselben Tischtennisball in ein Bierglas zu werfen. Manchmal werden die Bälle auch in den Mund genommen und gespuckt.

Schon in der Woche davor, am 9. Januar, warnte die EU-Kommission alle Mitgliedsländer mittels »Early Warning and Response System« (EWRS) vor einer »ernsten, grenzüberschreitenden Bedrohung für die Gesundheit« durch ein neues Virus aus China. Die Plattform wurde 1998 für den Austausch von Informationen zu Infektionskrankheiten etabliert und vernetzt die Europäische Kommission, die Seuchenbehörde und die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. So sollen Infektionsausbrüche durch geeignete Diagnosemethoden rasch erkannt und durch Quarantäne-Maßnahmen für die Kontaktpersonen von Infizierten sofort gebremst werden, um eine Pandemie zu verhindern.

Am 12. Januar übermittelte China das Genom des neuen Coronavirus an die Weltgesundheitsorganisation WHO. Vier Tage später, am 16. Januar, vermeldet der Virologe Christian Drosten an der Charité Berlin, dass bereits ein Test zum Nachweis entwickelt wurde. 41Die Virologie in Berlin entwickelte sich zusehends zur weltweiten Drehscheibe für den teuren Test.

Ab dem 20. Januar vermeldeten auch die Medien die massive Verbreitung der Erkrankung in China. Die Börsen reagierten, der Ölpreis sank, auf den Flughäfen wurden erste Kontrollen eingeführt, und die WHO berief am 20. Januar den Notfallausschuss ein. »Wir haben Isolationsrichtlinien erarbeitet, sowohl für Heimquarantäne als auch für Spitäler, und wir haben einen ersten Kapazitätscheck für die Krankenhäuser vorgenommen«, erinnert sich Reinhild Strauss, Epidemiologin im österreichischen Gesundheitsministerium. 42

Ankunft in Europa

Am 24. Januar wird Wuhan abgeriegelt, erste Studien zeigen, dass das neue Virus durchaus gefährlich ist. Am selben Tag meldet das Frühwarnsystem des ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) drei SARS-CoV-2-Infizierte in Frankreich. Das Virus ist in Europa angekommen.

Zwei Tage später erlässt der neue Gesundheitsminister Österreichs, Rudolf Anschober, seine erste Verordnung. Die »neue Erkrankung an 2019-nCoV« wird zur anzeigepflichtigen Infektion nach dem Epidemiegesetz. 43Von da an sind die Ärzte und Behörden verpflichtet, bei jedem Verdacht »unverzüglich die zur Feststellung der Krankheit und der Infektionsquelle erforderlichen Erhebungen und Untersuchungen einzuleiten«. Betroffene müssen Auskunft geben, und bei Gefährdung sind Betriebsstätten zu schließen und auch für Kontaktpersonen von Infizierten Quarantänen zu verhängen.

Inzwischen gibt es erste positiv Getestete auch in Deutschland und mit der Untersuchung der von ihnen Angesteckten neue Erkenntnisse. Eine Person des Clusters hatte gar keine Symptome, andere Infizierte nur sehr milde. Dennoch trugen sie alle eine hohe Viruskonzentration im Rachen. Die Forscher schließen, dass auch Menschen, die sich gesund fühlen, infiziert sein und das Virus weitergeben können. Das war bei SARS-1 nicht der Fall. »Ab dem Moment war mir klar: Das Virus marschiert durch«, sagt Dorothee von Laer, Professorin am Lehrstuhl für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck. 44Von Laer wendet sich an die Tiroler Behörden: »Ich habe an die Landessanitätsdirektion geschrieben und angeboten, dass wir testen können. Ich habe aber keine Antwort erhalten.« 45So wurde in Tirol wochenlang auf die Durchführung von Tests zum Erkennen der Infektionen verzichtet.

Die WHO ruft am 30. Januar eine internationale Gesundheitsnotlage aus. Aber in den Hotelburgen der Alpen nimmt davon niemand Notiz.

»Nach meiner Rückkehr war ich zehn Tage lang krank. Ich konnte nicht aufstehen, ich konnte nicht arbeiten, ich hatte Atemnot«, berichtet Daren Blank. Er hat auch seine Frau angesteckt. Seine Freunde reisten nach dem Urlaub zurück nach Dänemark und in die USA. Dort wurden sie etwas später positiv auf das Coronavirus getestet.

Feiern bis zum Untergang

Aber in den Tiroler Skigebieten wurde munter weitergefeiert, von Infektionen in der Gegend erfuhren die Fremdenverkehrs-Mitarbeiter und die Gäste nichts.

Im Februar erkrankten in Ischgl Dutzende Mitarbeiterinnen von Hotels und Restaurants sowie auch Gäste an Grippe mit merkwürdigen Symptomen – zu Fieber und Husten kam oft auch Erbrechen. Zumindest in einem Fall – bei einer Kellnerin, die am 8. Februar erkrankte –, wurde nachträglich von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nachgewiesen, dass es sich um Covid-19 handelte. 46

Aber niemand meldete das und bei den Gesundheitsbehörden nahm davon niemand Notiz. »Es wurde Mitarbeitern verboten, nach Landeck ins Krankenhaus zu fahren, um sich testen zu lassen, damit keine Panik entsteht. Man wollte das so lang wie möglich rauszögern«, berichtete ein Seilbahn-Mitarbeiter in der ORF-Sendung »Am Schauplatz«. 47

»Beer Pong« erfreute sich weiter großer Beliebtheit im »Kitzloch« und anderen Bars, erzählt Henrik Lerfeldt dem US-Sender CNN aus seiner Quarantäne, in die er nach dem Skiurlaub wegen der SARS-CoV-2-Infektion musste. Der 56-jährige Däne berichtet, dass die »Kitzloch«-Barkeeper mit Trillerpfeifen unterwegs waren, um die Leute dazu zu bringen, den Weg frei zu machen. Mehrere Gäste hätten zum Spaß in dieselbe Trillerpfeife geblasen. Und die Gläser, in die die Tischtennisbälle gespuckt werden, machten weiter die Runde. 48

Am 25. Februar wurde in Tirol der »erste Covid-19-Fall« offiziell. Eine Angestellte des Hotels Europa in Innsbruck kam mit Symptomen aus ihrem Urlaub in Italien zurück, wurde positiv auf SARS-CoV-2 getestet und separiert. Hier reagierten die Gesundheitsbehörden, wie es im Epidemiegesetz festgelegt ist: Am selben Abend wurde das Hotel von Polizisten abgesperrt. Es wurden alle Angestellten getestet und das Hotel konnte erst wieder öffnen, als alle weiteren Speichelproben negativ waren. Die Landesregierung bildete einen Krisenstab. Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete am 26. Februar die weitere Marschrichtung: Es bräuchte rasche und harte Maßnahmen, um das Virus bestmöglich einzudämmen.

Pingpong aus Island

Sonntag, 1. März: Alle Passagiere eines Flugs von München nach Island werden nach der Landung auf das Coronavirus getestet. Torolfur Gudnason, Chefepidemiologe in Island, meldet am 3. März 16 Corona-Fälle über das EU-weite Frühwarnsystem für Infektionskrankheiten »Early Warning and Response System« nach Wien. 49Alle Betroffenen sind Ischgl-Heimkehrer. Die isländischen Gesundheitsbehörden geben eine Reisewarnung für Ischgl heraus.

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