Kurt Langbein - Das Virus in uns

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Sie sind keine Killer: Viren. Diese raffinierten ÜberlebenskünSie sind keine Killer: Viren. Diese raffinierten Überlebenskünstler, so alt wie das Leben selbst, haben die Evolution entscheidend vorangetrieben, auch die des Menschen. Rund 50 Prozent unseres Erbguts stammen von Viren. Sie gestalten das Immunsystem mit, verhelfen uns zu einem Langzeitgedächtnis und machen sich in unserem Verdauungstrakt nützlich. Aber sie können gefährlich werden, wenn wir Menschen die natürlichen Lebensräume von Tieren verändern und die Artenvielfalt zerstören. Bestsellerautor Kurt Langbein erzählt in seinem neuen Buch gemeinsam mit Elisabeth Tschachler die minutiös recherchierte Geschichte der Corona- Pandemie: Wann und wo genau begann sie wirklich? Wie kamen Länder wie Südkorea ohne Lockdown durch die Krise? Und was lernen wir aus alldem – auch für die Zukunft? Zugleich ist das Buch ein echter Wissenschaftskrimi, denn die neuesten Erkenntnisse der noch relativ jungen Viren-Forschung sind atemberaubend: Stand das Virus womöglich am Anfang allen Lebens? Warum kann virenreiches Essen gesund sein? Die winzigen Eiweißpartikel, in die die Erbinformation verpackt ist, sind viel mehr als Bedrohung, sondern unerlässliche Architekten sämtlichen Lebens.

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Zum Jahreswechsel bringen Analysen der Körperflüssigkeit der Patienten Klarheit: Es handelt sich um eine Virusinfektion, um ein SARS-Coronavirus. Jedoch keines der bis dahin bekannten. 2Der Großteil der zu dieser Zeit erkannten Erkrankten war davor auf dem zentralen Fischmarkt, deshalb wird dort der »Patient null« vermutet. Das Coronavirus dürfte am oder um den Markt von Fledermäusen auf den Menschen übergegangen sein.

Am 7. Januar bestätigt der chinesische Virologe Xu Jianguo, dass es sich bei dem neuartigen Virus um ein neues Coronavirus handelt. Doch am 10. Januar wird diese alarmierende Information wieder relativiert: Wang Guangfa, ein Vertreter des aus Peking nach Wuhan entsandten Untersuchungsteams, erklärt im staatlichen Fernsehen, dass das Virus »nicht von Mensch zu Mensch übertragbar« und »unter Kontrolle« sei. 3Bittere Ironie dabei: Dr. Wang Guangfa war zu diesem Zeitpunkt bereits selbst infiziert und erkrankte wenig später. Die Ärzte, die schon Anfang des Monats von einer Epidemie gesprochen haben, werden ermahnt, zu schweigen.

Doch einzelne Klinikärzte verfolgen weiter die Spur der Infektion und wehren sich gegen Vertuschung und Zensur, als sie die Anomalie der Erkrankungen erkennen und das Ausmaß der Gefahr begreifen. Um die Öffentlichkeit zu warnen, setzen Doktoren wie Ai Fen und Li Wenliang ihre Karriere aufs Spiel – sie werden unter Drohungen mundtot gemacht.

Zu dieser Zeit dürfte es schon einige tausend Infizierte in Wuhan gegeben haben, vermuten amerikanische Wissenschaftler. 4Und die Infektion verbreitete sich in der pulsierenden Metropole rasch. Aus Handydaten wurde errechnet, wie rasch: An einem einzigen Tag verließen 175.000 Menschen die Millionenstadt, viele davon über den Hauptbahnhof, einige hundert Meter vom Fischmarkt entfernt.

Im anfänglichen Chaos rund um die Epidemie können sich manche Wissenschaftler in der betroffenen Region auch offen äußern. Und die Zivilgesellschaft ist übers World Wide Web aktiv.

»Selbst eine gewöhnliche Bürgerin wie ich hatte bereits von der Ansteckungsgefahr des neuen Virus gehört und trug ab dem 18. Januar eine Schutzmaske«, schreibt die in Wuhan lebende Schriftstellerin Fang Fang in ihrem Tagebuch, das inzwischen als Buch erschienen ist. »Und die Medien? Am 19. Januar berichteten sie begeistert vom ›Festmahl der 10.000 Familien‹, am 21. Januar über die riesige Neujahrsgala in Anwesenheit der Führungspersönlichkeiten. Tag für Tag erfreute sich die missgeleitete Bevölkerung an den üppigen Festlichkeiten einer ›Welt in Frieden und Wohlstand‹, ohne ein Wort der Warnung.« 5

Erst am 22. Januar erklärt die Regierung die schweren Erkrankungen als Folge einer Epidemie und warnt die Bevölkerung. Am 23. Januar dann der absolute Lockdown für die gesamte Provinz Hubei mit 37 Millionen Bewohnern: Ausgangssperre, Stilllegung der öffentlichen Verkehrsmittel und der Produktion, alle Lokale und Geschäfte geschlossen. Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus positiv Getesteten steigt auf 876 und die Krankenhäuser melden, dass bereits 26 Patienten an der schweren Lungenerkrankung gestorben sind. 6

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Mehr als 6000 Mediziner und Pfleger werden in die Krisenprovinz geflogen, riesige Behelfs-Kliniken errichtet. Aber das Virus verbreitet sich rasant, täglich werden mehr als 3000 Infektionen festgestellt.

»Es ist vorbei. Er kann nicht atmen«, sagt die Frau verzweifelt. Ihr Vater liegt in einem Krankenbett im Hospital Nr. 5 der Metropole Wuhan. »Es gibt keine Lebenszeichen mehr.« Der Blogger Fang Bin zeichnet die traurige Szene auf Video auf. Vor dem Krankenhaus filmt er in einem Kleinbus acht gelbe und orange Säcke mit Leichen. Er will die Wahrheit in den überfüllten Krankenhäusern der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei ans Tageslicht bringen, stellt seine Aufnahmen ins Internet; seine Bilder von überforderten Krankenhäusern. Ein anderes Video auf Twitter zeigt die gleichen gelben und orangen Leichensäcke in einem unbekannten Hospital in Wuhan auf dem Boden direkt neben Betten mit Kranken – selbst auf Sitzen im Wartesaal, wo auch Patienten warten. In Schutzanzügen vermummte Krankenpfleger können sich gar nicht mehr um alles kümmern. 7

Am 4. Februar schließlich die offizielle Selbstkritik: Chinas Führung räumt »Unzulänglichkeiten und Defizite« in der Reaktion auf den Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit ein. Nach einem Treffen unter Vorsitz von Staats- und Parteichef Xi Jinping lässt das Politbüro nach Angaben des Staatsfernsehens mitteilen: »Wir müssen die Erfahrungen zusammenfassen und Lehren daraus ziehen.« Das nationale Krisenmanagement müsse verbessert werden. 8

Die Regierung versucht zu retten, was sich retten lässt. Es ist ein nie dagewesenes Experiment. 37 Millionen Menschen eingekesselt, eine hermetische Abriegelung dieses Ausmaßes hat es in der Menschheitsgeschichte nicht gegeben. Europas Politiker schauen mit Skepsis und Ablehnung auf diesen Lockdown, der so wohl nur in einer Diktatur möglich ist. »Wer eine Stadt wie das chinesische Wuhan mit elf Millionen Einwohnern unter Quarantäne stellt, der wirkt so, als wolle er die Biopolitik der Pestzeit einfach hochskalieren für die Ära der Megacitys«, schreibt Jörg Häntzschel in der »Süddeutschen Zeitung« am 31. Januar, »andererseits waren insgeheim wohl dennoch viele erleichtert darüber, dass Peking zu diesem harten Mittel griff, dass es per Erlass die Menschenrechte Millionen gesunder Menschen über Nacht radikal einschränkte.« Und schließt prophetisch: »Die Wahrheit ist: So drakonisch und ineffektiv die Maßnahme auch erscheint – Millionen flohen kurz vor dem Lockdown aus der Stadt –, und so viel Zeit auch verloren ging, weil anfangs niemand wagte, die ersten Fälle zu melden, so zeitgemäß ist sie.« 9

Wo kommt das Virus wirklich her?

In den ersten Februartagen 2020 sind außerhalb von Festland-China bereits in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 Infektionen und zwei Todesfälle bestätigt. In Deutschland gab es den 14. positiv Getesteten. Der Erreger wurde bei der Frau eines Infizierten aus Bayern nachgewiesen.

Inzwischen wird die offizielle Geschichte von der Herkunft des Virus vom Fischmarkt in Wuhan immer mehr infrage gestellt. Auf diesem Markt, von den Medien inzwischen meist »Wildtiermarkt« genannt, soll das Coronavirus von illegal verkauften Tieren auf den Menschen übertragen worden sein – der Ausgangspunkt einer Pandemie. So stellte es Chinas oberster Seuchenschützer Gao Fu am 22. Januar bei einer Pressekonferenz dar. Den Markt hatten die Behörden drei Wochen zuvor geschlossen, die Waren vernichtet.

Zur selben Zeit verfassen Botao Xiao und sein Kollege Lei Xiao eine Studie, die kurz Aufsehen erregen sollte. »Die Fledermäuse, von denen das neue Virus auf den Menschen überging, leben in Yunnan, 900 Kilometer von Wuhan entfernt«, schreiben die beiden Biologie-Professoren an zwei verschiedenen Universitäten im Wissenschaftsportal »Researchgate«. 10Es seien nur einige der Erst-Infizierten tatsächlich auf dem Markt gewesen, und Befragungen hätten ergeben, dass keine Fledermäuse auf dem Markt verkauft wurden. Allerdings steht nur 280 Meter vom Markt entfernt ein Labor des »Zentrums für Seuchenbekämpfung und Prävention«, wo mit Coronaviren und Fledermäusen als Wirtstieren geforscht wird. Die Tiere werden dort obduziert, die Viren analysiert, berichten die Forscher, es herrsche dort lediglich Sicherheitsstufe zwei von vier. Es sei daher wahrscheinlich, dass das Virus entweder durch Verunreinigung oder durch einen infizierten Labormitarbeiter in die Stadt und zum Fischmarkt gelangt sei.

Einen Tag später ist die Publikation gelöscht, auch das Profil von Professor Botao Xiao von der South China University of Technology ist verschwunden. Er erklärt später in einem Telefonat mit dem »Wall Street Journal«, er habe die Arbeit zurückgezogen, weil es an Beweisen für den Verdacht fehle. 11Allerdings hatte eine andere chinesische Forschergruppe im angesehenen Fachblatt »The Lancet« schon Ende Januar Ergebnisse publiziert, die ebenfalls die Markt-These infrage stellen. Die erste positiv getestete Covid-19-Patientin sei bereits am 1. Dezember erkrankt und habe keinerlei Kontakt zum Fischmarkt gehabt, schreiben sie. 12Und von den ersten 47 Erkrankten hätten sich lediglich 27 auf dem Markt aufgehalten.

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