Kleine Packliste für die Sommermonate
bequeme, auch wetterfeste Kleidung
rutschfeste Schuhe mit flacher Sohle
Sonnenbrille
Sonnencreme, Sonnenhut oder Käppi
Mückenschutzspray für die Haut
Badesachen und Strandhandtücher
Taschenlampe
Fernglas
Proviant für die ersten Tage
zweilagiges Toilettenpapier (viele Bordtoiletten verstopfen bei dickerem Papier schnell)
eventuell Gartenhandschuhe (zum Schutz der Hände z. B. beim Halten der Taue während des Schleusens)
eventuell kleiner Wanderrucksack für Landgänge
Die Schleusen: Mit Wärter oder in Selbstbedienung
Ein besonderer Moment auf einer Hausboottour ist, die erste Schleuse anzusteuern. Schleusen regulieren Höhenunterschiede auf Wasserstraßen. Beim Abwärtsschleusen sinkt das Boot mit dem Wasserspiegel nach unten, beim Aufwärtsschleusen steigt es nach oben. Normalerweise sollte der Vorgang während der Charterscheinschulung ausreichend erklärt und das Verhalten bei Schleusungen auch praktisch geübt werden.
Es gibt Schleusen, die mit Wärter funktionieren, und Selbstbedienungsschleusen, bei denen die Personen auf dem ersten einfahrenden Boot den Vorgang der Schleusung selbst auslösen – dafür wird in der Regel ein grüner Hebel am Ufer betätigt. In beiden Fällen gibt es klare Anweisungen, die unbedingt zu befolgen sind. Der Wärter weist z. B. einen Platz in der Schleusenkammer zu und achtet im Idealfall auch auf das sichere Verhalten der Skipper. Bei Selbstbedienungsschleusen erläutern große Hinweistafeln jeden einzelnen Schritt, und der Schleusungsvorgang lässt sich dort im Notfall mit einem roten Hebel stoppen.
In der Schleuse muss das Boot gut gesichert werden .
Hinweise und Verhaltensregeln beim Schleusen.
Bei rotem Lichtsignal vor der Schleuse in ausreichendem Abstand warten (Haltemarkierung beachten, meist gibt es Anlegemöglichkeiten am Ufer).
Erst bei grünem Lichtsignal in die Schleusenkammer einfahren.
Berufsschiffe haben Vorfahrt und fahren in der Regel zuerst ein.
Leinen vorbereiten, optional für ein Anlegen an jeder Seite.
Personen einweisen, die die Leinen führen (je nach Situation vom Bootsrand oder von Land aus) und Bootshaken bereithalten.
So langsam wie möglich, aber noch gut steuerbar in die Schleuse einfahren.
Den Anweisungen des Schleusenpersonals bzw. (bei einer Selbstbedienungsschleuse) den Hinweisen auf der Anzeigetafel folgen.
So weit wie möglich nach vorn fahren, um auch anderen Fahrzeugen das Einfahren zu ermöglichen.
Falls die Seite ausgesucht werden kann, möglichst an der Luvseite (der dem Wind zugewandten Seite) anlegen. Das erleichtert das Ausfahren.
So weit einfahren, dass kein Teil des Bootes über die gelbe Farbmarkierung (Drempel) am Obertor hinausragt.
An der Anlegeseite die Leinen an Bug und Heck um dafür vorgesehene (in der Regel gelbe) Metallbügel, Stangen oder Poller legen (Bootshaken helfen, diese Vorrichtungen zu fassen zu bekommen).
Niemals Leinen in der Schleuse festknoten (!), nur auf Slip legen, sodass die Leinen bei sinkendem/steigendem Wasserstand nachgegeben bzw. eingeholt werden können.
Während der Schleusung den Motor abstellen.
Beim Aufleuchten des grünen Signals auf die Ausfahrt vorbereiten (Motor starten).
Die Leinen so lange festhalten, bis voraus liegende Boote abgelegt und Fahrt aufgenommen haben, erst dann nach Anweisung des Kapitäns einholen.
Der Schleusenwärter freut sich über ein zugerufenes Dankeschön oder auch mal einen Obolus.
Leinen in der Schleuse nie verknoten, sondern auf Slip legen und immer gut festhalten .
Boot fahren auf Binnengewässern
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