Hans Winkler - Herausforderung Migration

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20 Millionen Menschen sind im weiteren Umkreis von Europa auf der Flucht oder in Migration. Sie fliehen vor den Kriegen und Krisen im Nahen Osten und am Horn von Afrika oder möchten der Armut entkommen. Durch die Wüste, über das Mittelmeer und die berüchtigte Balkanroute versuchen sie ins wohlhabende westliche Europa zu gelangen. Euro-Krise und Flüchtlingswelle sind zum Spaltpilz und zur größten Herausforderung für die EU geworden.
Der renommierte Journalist Hans Winkler analysiert die Situation und fasst seine Erkenntnisse in 10 markanten Thesen zusammen, die nicht nur unbequeme Fakten
aussprechen, sondern auch Lösungsansätze bieten.

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Die Migration aus Afrika und die Fluchtbewegungen aus den Unruheherden im Nahen - фото 1

Die Migration aus Afrika und die Fluchtbewegungen aus den Unruheherden im Nahen und Mittleren Osten sind nicht die einzigen Wanderungsbewegungen auf der Welt. Der Exodus aus mittelamerikanischen Ländern und Mexiko in Richtung der Vereinigten Staaten geht ungebrochen weiter. 2014 haben die Grenzbehörden der USA an der Grenze zu Mexiko 470.000 illegale Einwanderer aufgegriffen und wieder zurückgeschickt. 70.000 davon waren unbegleitete Minderjährige. Viele Migranten haben es schon mehrere Male versucht, in die USA zu kommen, andere waren nach längeren illegalem Aufenthalt wieder abgeschoben worden. Für die rund 11 Millionen Lateinamerikaner, die ohne Aufenthaltstitel in den USA leben, wird ein Weg zur Legalisierung gesucht, es wurde aber noch keine politische Einigung zwischen den beiden Parteien einerseits und Union und Bundesstaaten andererseits erzielt.

Neun von zehn Flüchtlingen leben in Entwicklungsländern, sie sind lediglich in ein Nachbarland geflohen. Der weit größere Teil – 2014 waren es 38 Millionen – sind jedoch sogenannte Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons – IDP). Sie verlassen ihren Heimatort, bleiben aber innerhalb der Grenzen ihres eigenen Staates. Die größte Zahl davon gibt es in Syrien und Kolumbien. Aber auch mitten in Europa gibt es Binnenflüchtlinge: Kaum beachtet sind die 646.500 Menschen, die in der Ukraine in der Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes ihre Heimat verlassen mussten.

Da Binnenvertriebene – anders als Flüchtlinge – nicht durch internationale Abkommen geschützt sind, befinden sie sich oft in sehr ähnlichen Situationen wie Flüchtlinge und haben einen ähnlichen Hilfsbedarf. Insgesamt kümmert sich das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR um 35,6 Millionen Menschen. Dazu zählen Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge, Asylbewerber, Rückkehrer und Staatenlose.

Das Schicksal der aus Myanmar (Burma) geflohenen oder vertriebenen Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya hat die weltweite Aufmerksamkeit auf die Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Asien gelenkt. Laut einem UNO-Bericht sind die Rohingya die am „meisten verfolgte Minderheit“. Die noch 1,3 Millionen Menschen im mehrheitlich buddhistischen Myanmar leben an der Grenze zu Bangladesch. Die frühere Militärdiktatur hat ihnen die Staatsbürgerschaft mit der Begründung entzogen, sie seien aus Bangladesch eingewandert und eigentlich Bengalen. Angeblich haben in den letzten Jahrzehnten bereits 1,5 Millionen Rohingya das Land in Richtung der wohlhabenden Nachbarländer vor allem Malaysia und Thailand verlassen.

Australien verfolgt eine rigorose Politik zur Eindämmung des Schlepperunwesens und zur Verhinderung von illegaler Immigration. Die Regierung in Canberra hat Abkommen mit Kambodscha und Papua-Neuguinea abgeschlossen, die bereit sind, gegen Bezahlung Flüchtlinge und Migranten auf ihrem Territorium anzusiedeln. Ausgelegt ist das Abkommen auf vier Jahre, es sieht finanzielle Leistungen der australischen Regierung in Höhe von 28 Millionen Euro vor. Im Juni ist der erste Transport von Nauru nach Kambodscha abgegangen. Es hatten sich aber nur vier Personen dazu bereit erklärt. Die Mehrheit hofft immer noch, letztendlich doch in Australien zu landen und bleiben zu dürfen.

Migranten, die nicht nach Indonesien zurückgebracht werden können, wo die Schlepper mit ihnen gestartet sind, werden in Lager im Inselstaat Nauru und auf Neuguinea gebracht. Ein Plan, in Indonesien Fischerboote in großer Zahl aufzukaufen und dadurch den Schleppern ihre Transportmittel zu nehmen, wurde wieder fallengelassen, weil es in einem Land mit tausenden von Inseln einfach zu viele Boote gibt.

Australien hat auch eine große Kampagne mit Plakaten, Filmen und Zeitungsanzeigen in den Herkunftsländern von Migranten gestartet, um die Menschen davon abzuhalten, überhaupt nach Australien aufzubrechen. Dass Australien Schlepper dafür bezahlt, dass sie mit ihrer menschlichen Fracht wieder nach Indonesien zurückfahren, ist nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert worden. Mit den drastischen Methoden der geheimen „operation sovereign borders“ ist es Australien gelungen, die illegale Immigration weitgehend zum Erliegen zu bringen.

Krieg, Vertreibung, Armut sind nicht die einzigen Ursachen, die Menschen dazu zwingen, aus Wohnung und Heimat zu fliehen und sie oft dauerhaft aufzugeben. Allein im Jahr 2012 mussten rund 25 Millionen nach Naturkatastrophen ihren Wohnsitz verlassen. In Nigeria, Pakistan, Indien, China und auf den Philippinen verursachten die in dem Jahr besonders heftige Regenzeit und der Monsun verheerende Überschwemmungen, die Millionen zur Flucht zwangen. In Ostasien kamen schwere Taifune dazu.

Das Geschäft mit der Flucht

Gambia – Das Land aus dem die Migranten kommen

Gambia ist eines der kleinsten Länder Afrikas und auch eines der ärmsten der Welt, es stellt aber das größte Kontingent von Migranten, die mit Schlauchbooten über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen, obwohl es nur 1,9 Millionen Einwohner hat. Gambias größter Geldgeber ist die EU, die zwischen 2008 und 2013 rund 65 Millionen Euro an Fördergeldern zugesagt, einen Teil jedoch eingefroren hat, weil das Land sich weigert, die Todesstrafe abzuschaffen.

Das Land am Atlantik ist eine Enklave im Senegal und der westlichste Punkt der großen westafrikanischen Migrantenroute, die die Staaten Guinea, Mali, die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Benin, Nigeria erfasst und über Niger an die Grenze Libyens und ans Mittelmeer führt. Wenn in Westafrika in manchen Dörfern alle jungen Männer weggehen und nur noch Frauen und alte Männer zurückbleiben, hat das auch etwas mit Niger zu tun. Denn dort sitzen die „Vermittler“, die die Männer, wenn sie es bis dorthin geschafft haben, auf den gefährlichsten und schwierigsten Teil der Reise durch die Sahara schicken. Diese Vermittler haben Kontakte bis in die entlegensten Winkel des tropischen Afrika. Von Deutschland haben die meisten jungen Leute auch schon etwas gehört. Bekannte und Freunde, die es bis dorthin geschafft haben, haben ihnen übers Handy erzählt, dass man dort „ein Haus bekommt“.

Umschlagplatz in der Wüste

Niger, fünfzehnmal so groß wie Österreich mit rund 17 Millionen Einwohnern, ist zur Drehscheibe der Migration und des Menschenhandels aus Westafrika nach Europa geworden. Dreiviertel des Landes sind Wüste, Niger gilt als das ärmste Land der Welt. Agadez im zentralen Niger ist das Tor zur Sahara. Die Tagestemperatur in der 120.000 Einwohner-Stadt kann in den Sommermonaten leicht 45 Grad im Schatten erreichen. Regen fällt kaum je. Nur wenige der von Müllhäufen gesäumten Straßen sind asphaltiert, Staubwolken hängen in der Luft.

Der einzige nennenswerte Wirtschaftszweig in der Stadt ist der Umschlag von Menschen, es gibt kaum jemanden, der nicht damit zu tun hat und daran verdient. Das können auch Migranten selbst sein, denen das Geld ausgegangen ist oder die von daheim keines mehr nachgeschickt bekommen. Sie bringen sich dann als Chauffeure, „Vermittler“ oder Dolmetscher durch, bis sie so viel verdient haben, dass sie weiterreisen können. Das kann für manche auch viele Monate dauern. „Schlepper“ und Klient können also durchaus derselbe sein.

Die Internationale Organisation für Migration IOM schätzt die Zahl derer, die pro Jahr durch die Stadt kommen, auf 100.000, neunzig Prozent davon aus Westafrika. Nicht alle haben das Ziel Europa, es sind auch welche darunter, die etwa aus dem östlich des Niger liegenden Tschad kommen und die Goldgräberstadt Djadou siebenhundertfünfzig Kilometer nördlich von Agadez erreichen wollen.

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