Elias muss grinsen: »Schön wär’s. Für Max zählen nur die Jungen, die Fußball spielen.«
»Und die, die Süßigkeiten und Geld in ihrer Schultasche haben«, ergänzt Papa.
»Vielleicht sollte ich ihm ein große Tüte Gummibärchen kaufen, sie vor ihn auf den Tisch knallen und ganz laut sagen, dass es alle hören: Hier, damit du sie nicht wieder bei mir klauen musst! « Elias Augen leuchten.
»Das wäre sehr mutig«, bestätigt Papa anerkennend, »aber viel verlangt für den Anfang.«
Da die Eltern am Nachmittag einkaufen müssen, lässt Elias Hannah bei seinen Ninjago-Kämpfen mitspielen. Sie muss Nya sein, die von dem bösen Lord Garmadon eingesperrt worden war. Ihr Bruder, der starke Schmied Kai , will sie befreien und übt fliegende Fußtritte. Dabei klopft Elias mit seinem Ninja-Kämpfer Kai gegen alles, was ihm in den Weg kommt.
Als die Eltern mit den Einkäufen zurückkommen, läuft Hannah schnell zu ihnen und hilft beim Auspacken.
»Ich habe mir überlegt, ob ich mit dir zur Polizei gehen sollte, um den Vorfall anzuzeigen«, sagt Papa sehr ernst, als er später mit Elias das Trampolin im Garten aufbaut.
Elias denkt nach. »Kommt dann die Polizei in die Schule und verhört uns?«
»Vermutlich ja!«
»Dann will ich es nicht!«, sagt Elias bestimmt. Er kann es nicht erklären, aber es ist ihm einfach zu viel. Er beginnt zu zittern, als ständen die Polizisten schon direkt vor ihm.
Der Vater nickt. »Wir können es im Hinterkopf behalten!«
Da hat Elias plötzlich eine Idee: »Ich könnte doch auf einen Zettel schreiben: Wenn du mich noch einmal überfällst, gehe ich zur Polizei! Den knalle ich ihm am Montagmorgen auf den Tisch. Beim Reden habe ich Angst, dass ich was Falsches sage und alle lachen.«
Der Vater hält beim Arbeiten inne und schaut seinem Sohn fest in die Augen: »Das ist es! Du hast die Lösung!«
Elias rennt ins Haus und drückt sich an Mama: »Ich hab die Lösung!«, ruft er und tanzt mit ihr herum.
Nach dem Abendessen setzt sich Elias an seinen Schreibtisch und holt ein sauberes Blatt aus der Schublade. Mit einem dicken schwarzen Filzstift schreibt er in Großbuchstaben:
LASS MICH IN RUHE! SONST GEHE ICH ZUR POLIZEI!
Als er es den Eltern zeigt, nicken diese ihm anerkennend zu.
In dieser Nacht schläft Elias sehr unruhig. Die Mutter muss oft an sein Bett kommen, weil er laut stöhnt. Mit dunklen Augenringen macht er sich am Montagmorgen auf den Weg zur Schule.
Heute kommt Elias der Weg zur Schule weit vor. Er findet auch keine neuen Schätze am Gehsteig, obwohl er genau schaut, um sich abzulenken. Gut, dass er sich nicht vorgenommen hat, Max zu sagen, was er von ihm hält, denn seine Stimme krächzt, als er »Hallo« zu Robin sagt. Er presst die Lippen zusammen und geht zu Max’ Tisch.
Der sitzt rücklings auf dem Stuhl und erzählt den anderen Jungen vom Fußball: »Diese Luschen! Die hätten wir vom Platz gefegt, wenn der Schiri nicht falsch gepfiffen hätte«, hört Elias gerade noch.
Dann haut er seinen Zettel vor Max auf den Tisch. Aua, seine Hand tut weh! Doch er lässt sich nichts anmerken und geht wortlos an seinen Platz.
»Hey, Loser, was soll das?«, brüllt Max durch die Reihen.
Die anderen Jungen reißen ihm den Zettel weg und lesen auch.
»Lass mich in Ruhe!« Elias wundert sich, dass seine Stimme nicht versagt.
Max wendet sich dem Jungen zu, der neben ihm sitzt, und gestikuliert wild.
Da kommt Frau Lange herein. Der Zettel ist nicht mehr zu sehen.
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