Ansgar Thiel - Network

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Berlin 2046: Die Innenstadt ist eine glitzernde Metropole, separiert von Außenbezirken, in denen die »Aus-dem-Netz-Gefallenen« ihr erbärmliches Dasein fristen. Diejenigen, die früher zur Mittelschicht gehörten, sind aufgrund fehlender Jobs zum größten Teil erwerbslos. Um soziale Unruhen zu verhindern, werden sie zur »Virtual Work« verpflichtet.
Als der visionäre Erfinder des »Virtual-Work-Gesetzes« brutal ermordet wird, übernehmen Mitglieder einer Spezialeinheit die Ermittlungen. Auf dem Weg zur Lösung des Falls durchstreifen sie das dystopische Berlin. Eine gefährliche Jagd beginnt …

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»Ich will meine Identität zurück!«

Die Stimme des Mannes überschlug sich.

Babic spürte ein Kribbeln in ihren Armen. Lang durfte der Würgegriff nicht mehr andauern. Sie riss sich zusammen und kalkulierte. Sie war sich sicher, dass sie ihn außer Gefecht setzen könnte, aber zu welchem Preis? Am Ende einen weiteren Toten? Außerdem kam ihr der Mann nicht wie ein Krimineller vor, eher panisch, vollkommen außer sich.

»Ich will jemanden von der EPD sprechen, oder ich bringe die Frau um!«

Babic zuckte zusammen. Das Geschrei des Mannes schmerzte in ihrem Trommelfell.

Eine ältere Frau, nur etwa eineinhalb Meter entfernt, mit einer Tüte frischer Möhren in der rechten Hand, fing an, leise zu wimmern.

Babic sah aus dem Augenwinkel, dass nun endlich ein Security-Servant des Supermarkts auftauchte. Er richtete ein halbautomatisches Betäubungsgerät auf den Geiselnehmer.

»Versuch doch zu schießen, dann ist die Frau tot«, brüllte dieser in Richtung Servant. Dabei bewegte er sich wie ein gefangenes Tier im Käfig ruckartig hin und her und trat von einem Fuß auf den anderen. Babic, noch immer im Schwitzkasten, fühlte sich, als würde ihr der Kopf von den Schultern gerissen. Sie versuchte, sich synchron mit dem Mann zu bewegen. Ihre Gedanken rasten.

*

Domuan Di Marco schlenderte gedankenverloren den Mehringdamm entlang. Er dachte nach. Über Elvis Presley. Und über sein Date gestern auf Superficial, dem derzeit angesagtesten virtuellen Themen-Dating-Network. Sie hatte fast wie die originale Priscilla Presley ausgesehen.

Mannomann, die hat nicht lockergelassen mit ihren Verschwörungstheorien. Elvis sei Kronzeuge gegen die Memphis-Mafia gewesen, das FBI hätte es verschwiegen, ein Typ namens Clayton Strat hätte beim FBI ein Foto von Elvis aus dem Jahr 1982 gefunden, also fünf Jahre nach Elvis Tod. Klar, was auch sonst. Diesen Unsinn habe ich schon 100e Male gehört. Und dann hätte Elvis noch weitere 40 Jahre als katholischer Priester in Chapel Hill, North Carolina, weitergelebt. Und sei dann erst 2022 im Alter von 87 Jahren gestorben. Die Frau konnte sogar noch eine originale Predigt rezitieren. Gott, sie hat nicht mal damit aufgehört, als wir endlich zur Sache kamen.

Di Marco schüttelte den Kopf. Nach einer halben Stunde hatte er krampfhaft zu überlegen begonnen, wie er aus dieser Nummer wieder rauskäme. Jeez, er war ja selbst Elvis-Fan, aber … Er wollte sie auf keinen Fall beleidigen, deshalb hatte er sich das alles ohne Kommentar angehört.

Wahnsinn. Als sie damit anfing, dass ihr Vater selbst mal Elvis … Wenn ich nicht den Alarm am Visiophone ausgelöst hätte, würde sie wahrscheinlich jetzt noch davon erzählen. Und heute der ganze VS-Message-Terror über das Visiophone. Lauter »soooo süße« Videos. Katzen. Mit Herzchen drunter und Fetzen aus Songtexten. Jetzt wollte sie mich sogar analog treffen. Ein echtes Date. Vielleicht mal nach Memphis touren, hat sie gesagt. Himmel! Die App heißt doch nicht umsonst Superficial. Für virtuelle One-Night-Stands. Mann, warum konnte ich ihr bloß nicht sagen, dass ich dieses wirre Zeug nicht mehr hören kann. Hoffentlich hat sie mir geglaubt, dass ich übermorgen am Traualtar stehe und sie leider niemals mehr treffen darf. Shit, was anderes ist mir einfach nicht eingefallen.

Di Marco verdrängte die Erinnerung. Er wollte sich mit Richie Hensen treffen, um die neue Kollegin, Mia Babic, abzuholen. Er war schon sehr gespannt. Zwar hatte er noch kein Bild von ihr gesehen, aber was die Kollegen über sie erzählten, machte ihn neugierig.

Sein Blick fiel auf das Werbeschild des Fast-Buy, der gegenüber der E-Bike-Leihstation lag, an der er sich mit Richie Hensen treffen wollte. Er schaute auf die Uhr. Es war noch genug Zeit, um eine Flasche Wasser zu kaufen. Kurz lächelte er einer jungen Mutter zu, die gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Haltestelle für Computertaxis saß. Sie erwiderte sein Lächeln. In der Glasscheibe der Eingangstür zum Fast-Buy überprüfte er sein Spiegelbild und griff fast schon automatisch ordnend in seine Tolle.

Er überlegte gerade, ob er den Seiteneingang nehmen sollte, wo eine attraktive ungefähr 40-Jährige stand, die zu ihm herüberlinste, als ihm auffiel, dass etwas nicht stimmte. Die Leute im Laden bewegten sich nicht. Sie schienen auf etwas zu starren. Auch ein Security-Servant stand da wie angewurzelt.

Er spähte durch die Scheibe. Meine Scheiße! Der in Weiß gehaltene Kassenbereich eins war über und über mit Blut bespritzt. Auf dem Laufband lag etwas, das von Weitem aussah wie ein Stück Arm. Langsam bewegte er die rechte Hand, um die Eingangsautomatik zu betätigen.

Der grauhaarige Mann, der eine junge Frau im Schwitzkasten hielt, schien ihn nicht zu bemerken.

Auf Zehenspitzen näherte er sich den Schaulustigen. Du liebe Güte, was für eine Sauerei. Jetzt sah er auch die Ursache. Dass sich niemand übergeben hatte, wunderte ihn. Andererseits, die Leute heute waren von der virtuellen Realität allerlei gewöhnt.

Er griff an seinen Gürtel, um seine Laserwaffe zu ziehen. Mist, er hatte sie schon wieder zu Hause vergessen. Kurz hielt er inne, um nachzudenken. Als er sah, dass der Mann seinen Griff um den Hals der jungen Frau verstärkte, hatte er sich bereits entschieden.

»Vielleicht kann ich Ihnen helfen.« Di Marcos ruhige, dunkle Stimme durchschnitt den Raum. Die Schaulustigen drehten ihre Köpfe. Auch Fuller war kurzzeitig aus der Fassung gebracht.

Di Marco bewegte sich ein paar Meter weiter auf den Mann zu.

Babic spürte, wie der Würgegriff nachließ. Endlich. Sie versuchte, so gut es ging, aufzuschauen. Trotz ihrer Lage scannte sie den Typen in Sekundenschnelle. Etwa 35 Jahre alt, mediterraner Teint, lässige Jeans, ungefähr ein Meter 85 groß, markantes Gesicht und schwarze Elvis-Frisur. Er stand da, als würde ihn die ganze Sache nicht im Mindesten beunruhigen.

Der Geiselnehmer verstärkte wieder seinen Griff um Babics Hals. »Was wollen Sie?«, stieß er verunsichert hervor.

»Sie leben alleine?«

Die dunkle Stimme klang professionell wie die eines Radiosprechers, beruhigend und kompetent.

»Hä?«, Fuller war sichtlich irritiert.

»Keine Sorge, ich kann Ihnen helfen.«

Fuller verkrampfte. »Wer sind Sie?«

Mia Babic versuchte, möglichst flach und ruhig zu atmen. Langsam wurde ihr die Luft knapp. Ihr Sichtfeld war nun schon voller Sternchen. Wenn nicht bald etwas passierte, blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Kampfkünste einzusetzen. Der Griff des Mannes blieb eisern. Sie spürte, wie ihr der kalte Schweiß den Rücken herunterlief. Ihr wurde schwindlig. Die Beine knickten ein.

»Der bringt sie um!«, rief die ältere Frau, die am ganzen Körper zitterte.

Fuller sah Babic erstaunt an, es schien, als ob er sie vergessen hatte, und lockerte seinen Griff. Babic bekam wieder etwas Luft.

»Sie haben Probleme mit Ihrer Netzidentität?« Di Marco war zwei Schritte näher an Fuller herangerückt.

»Hauen Sie ab, Sie wissen doch gar nicht, wer ich bin«, schrie dieser voller Panik und presste den G-Booster wieder an Babics Schläfe.

Babic spannte ihre Muskeln an.

»Doch«, antwortete Di Marco mit sanfter Stimme. »Sie sind Physiotherapeut?«

Fuller blieb im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke weg. Trotzdem hielt er Babic weiter im Würgegriff.

»Wurden Sie letzten Monat nicht von Ihrer Tante aus den USA angerufen?«, fuhr Di Marco fort.

»Aus England! Woher wissen Sie das?«, rief Fuller entsetzt.

Mit ängstlichem Gesicht hielt er Babic vor sich wie ein Schild.

Babic gab sich alle Mühe, tief und bewusst zu atmen, um wenigstens einigermaßen klar denken zu können. Ihre Angst kam und ging jetzt in Wellen. Der G-Booster beunruhigte sie am meisten. Ein Zucken mit dem Zeigefinger, eine falsche Bewegung des Mannes, und es war aus.

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