Martin Fourcade - Martin Fourcade

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Martin Fourcade ist einer der erfolgreichsten Champions der französischen Sportgeschichte und schon jetzt eine weltweite Biathlon-Legende. In seiner spannend zu lesenden Autobiografie schildert er seinen unglaublichen Werdegang von den ersten Anfängen in den Pyrenäen, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte, bis ganz nach oben an die Spitze seines Sports – olympisches Gold und der mehrfache Gewinn des Gesamt-Weltcups inklusive. Dabei schildert er nicht nur seine größten Erfolge, sondern spricht auch kontroverse Themen – Geld, Doping – an und lässt uns auch an seinen Ängsten und Zweifeln teilhaben. Was seine Schilderung so ergreifend macht, ist sein selbst gewähltes Schreibmotto für diese Autobiografie: «Es geht mir einzig und allein darum, einen privilegierten Einblick zu geben, wie ich zu dem geworden bin, der ich heute bin. So offen und ehrlich wie möglich.»

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Unser Lebensstil hatte vielleicht ein bisschen was hippiemäßiges. Dazu gehörte ein Fernsehzimmer, das aber nur selten benutzt wurde – und nur nach eingehender Diskussion mit meiner Mutter über das Programm. Erlaubt waren zum Beispiel Tierfilme, am Sonntagnachmittag durften wir auch manchmal eine Zeichentrickserie sehen. Mama zog Gesellschaftsspiele dem Fernsehen vor. Und natürlich wollte ich auch beim Memory nur höchst ungern verlieren …

Obwohl meine Eltern mit dem Ferienhaus und ihren beruflichen Verpflichtungen sehr eingespannt waren, fanden sie immer mal wieder Zeit, um mit der ganzen Familie in Urlaub zu fahren. So kam es, dass wir den Sommer des Jahres 1996 in Québec verbrachten. Simon und ich erinnern uns besonders gut an diese Zeit, weil wir damals im Fernsehen die Olympischen Spiele in Atlanta ansehen durften – im Wohnzimmer der kanadischen Freunde meiner Eltern, die eine Bienenzucht in Saint-Laurent-de-l‘Île-d‘Orléans hatten. Meine Mutter behauptet, sie habe damals auf dem Sofa vor dem Fernseher in unseren Augen ein Funkeln gesehen, das wohl zur Initialzündung für unsere Sportbegeisterung wurde …

In einem anderen Sommer, ein paar Jahre früher, machte auf einer Fahrt ins Landeszentrum der Motor unseres Renault Express nach fünfzig Kilometern schlapp. Mein Vater beschloss deshalb, bei Argelès-sur-Mer ein Segelboot für einen Mittelmeertörn zu mieten. Einer meiner Cousins, der uns damals begleitete, hatte eine ungefähre Vorstellung und vielleicht auch ein paar Kenntnisse vom Segeln – aber das genügte meinem Vater, um sich mit uns aufs Schiff zu begeben. So war das immer: Nie schien er groß beunruhigt zu sein, immer hatte er scheinbar alles im Griff, auch wenn er sich selbst wohl tief im Innern eingestehen musste, dass es manchmal grenzwertig war, in welche Situationen uns seine Aktivitäten brachten. So erinnere mich daran, dass meine Brüder, mein Cousin und ich uns die Zeit im Beiboot vertrieben, während das Segelboot auf den Wellen trieb – bis ich ins Wasser geschleudert wurde, mitten auf dem offenen Meer …

Mag sein, dass sich die Zeiten geändert haben – damals erschien uns all das als ganz normal. (Tatsächlich würde ich heute nicht mal ein Zehntel der Aktivitäten, die uns damals zugemutet wurden, mit meinen Töchtern machen.)

Einmal reisten wir nach Marokko für eine Trekkingtour im Atlasgebirge, wo mein Vater bereits einige MTB-Touren für Kunden organisiert hatte. Die Schluchten, durch die wir gingen, waren überschwemmt, und unser lokaler Guide zeigte sich dementsprechend beunruhigt – doch mein Vater entgegnete ihm nur, dass er schon wisse, was er tue. Am Ende saßen wir in der Nähe des Dorfes unseres Guides fest, weit ab vom Schuss. Er lud uns zu sich für drei Tage ein, bis der Weg wieder frei war. Diese Zeit war für mich sehr beeindruckend. Die Leute im Dorf hatten fast nichts und schienen sich doch zu freuen, das Wenige mit uns zu teilen. Sie wollten ein Fest für uns veranstalten. Und so feierten wir: drei Tage lang. Beim Abschied habe ich einem Jungen, der kaum jünger war als ich, meine Kappe geschenkt. Noch heute sehe ich seine leuchtenden Augen vor mir. Er strahlte mich an, als hätte ich ihm mein Haus geschenkt. Das hat mich tief berührt. Ich muss damals etwa zwölf Jahre alt gewesen sein, und ich habe diesen besonderen Moment nie vergessen.

Immer der Erste sein

Natürlich war Sport in diesen privilegierten Lebensbedingungen in den Bergen unsere Hauptbeschäftigung. Ski alpin, ausgedehnte Schneeschuhtouren oder Skilanglauf im Winter, Wandern, Fahrradfahren oder Laufen im Sommer. Mir kam es von Anfang an auf den Wettbewerb an: Egal mit welcher Art der Fortbewegung, ich musste immer als Erster auf dem Gipfel sein. Simon begann mit Eishockey – selbstverständlich habe ich es ihm nachgemacht. Zuvor hatte ich es auch bereits mit Judo versucht, aber nun wurde mir klar, dass Kontaktsportarten nichts für mich sind. Was das Eishockey betrifft, dürften auch die nicht unerheblichen Kosten eine Rolle dabei gespielt haben, dass wir diesen Sport bald wieder aufgaben. So entschieden wir uns für den Skilanglauf, der für unsere Familie sowieso etwas ganz Natürliches war. Im Skiclub bekamen wir es dann zunächst mit Trainern zu tun, denen der Spaß an der Bewegung in der freien Natur wichtiger war als das reine Techniktraining. Dennoch erkannte man schon in diesen ersten Anfängen, dass die drei Fourcade-Brüder nicht ganz unbegabt waren. In meinem Fall wurde auch schnell eine gewisse Vorliebe für den Wettkampf erkennbar …

Mein Ehrgeiz beschränkte sich nicht nur auf den Sport. Wenn ich eine gute Note aus der Schule mit nach Hause brachte, auf die ich stolz war, so war es mit Sicherheit die beste. Wenn ich nur der Zweitbeste war, war ich enttäuscht und zeigte dies auch.

Aber im Sport war es noch schlimmer. Im Collège von Font-Romeu, wo ich den Sportzweig besuchte, hatte ich hauptsächlich mit Kindern zu tun, die sich mit Leichtathletik beschäftigten, während ich beim Skilanglauf blieb. Was mich aber nicht daran hinderte, loszuheulen, wenn ich beim Schul-Crosslauf nicht gewann. (Zum Glück für mich geschah das aber nur ein einziges Mal – in der sechsten Klasse. Danach besetzte ich das oberste Treppchen des Siegerpodests bis zum Übertritt ins Gymnasium.)

Simon war bei all dem als großer Bruder perfekt. Mehr als einmal verteidigte er mich, wenn andere mich verprügeln wollten. (Sogar Thibaut, der später einer meiner besten Freunde wurde, wollte mich anfangs vermöbeln. Viele Jahre später gestand er Simon, dass er nur deshalb davon abgesehen hatte, weil er es nicht mit ihm zu tun bekommen wollte.)

Mit seinen Freunden hatte Simon sich für Biathlon entschieden, und ich folgte meinem großer Bruder auch darin. Zunächst von Weitem, auch wenn ihn dies ärgerte. Ich glaube, dass er sich damals noch selbst suchte. Er hatte die Reife, sich einer Aktivität mit vollem Einsatz zu widmen. Und er war umso mehr dazu entschlossen, alles für eine wirklich gute Leistung zu geben, als er die bittere Enttäuschung erlebte, sich anders als seine besten Freunde nicht für die französischen Meisterschaften qualifizieren zu können.

Ich war damals ein begabter Dilettant. Als solcher gehörte ich zum Team der Pyrénées-Orientales, das regelmäßig mit unseren Konkurrenten aus den Hautes-Pyrénées ins Trainingslager oder zu Wettkämpfen in die Alpen fuhr. Dort habe ich dann Hélène getroffen …

»Du wirst mich öfter im Fernsehen sehen als in echt …«

Wenn ich die Briefe lese, die wir uns damals schrieben, schäme ich mich fast ein wenig, so kindisch scheinen sie mir. Ein kleiner Junge war ich, als wir uns bei den französischen Clubmeisterschaften in den Alpen trafen. Ich muss damals erst elf oder zwölf Jahre alt gewesen sein, aber ich war nicht auf den Mund gefallen und hatte keinerlei Hemmungen. Hélène war ein Jahr älter als ich. Sie gefiel mir, und so fragte ich sie mit in unter der Tür durchgeschobenen Briefchen, ob sie mich küssen wolle. Erstaunlicherweise wollte sie nicht! – Ich glaube, sie hielt mich für einen ungehobelten Kerl, und damit hatte sie auch gar nicht unrecht.

Ein Jahr später hing sie aufgrund eines heftigen Schneesturms in Font-Romeu fest. Ich versuchte mein Glück erneut und stellte mich diesmal schon deutlich weniger plump an. (In diesem Alter lernt man schnell und ändert sich enorm …)

Nach diesem bedeutungsvollen Wochenende verging keine einzige Woche, ohne dass wir nicht mindestens eine Stunde lang telefoniert hätten.

Da wir relativ weit voneinander entfernt wohnten, ging dieser erste Teil unserer gemeinsamen Geschichte irgendwann leise zu Ende, aber mit 17 oder 18 trafen wir uns wieder, ohne das Band, das uns einte, jemals zerschnitten zu haben. Obwohl sie zum Studieren nach Toulouse ging, während ich als richtiger Biathlet zwischen Prémanon und Villard-de-Lans pendelte, wurde unsere Beziehung ernster.

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