Christoph Pitz - Gailana und die frommen Männer

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Gailana und die frommen Männer: краткое содержание, описание и аннотация

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Im ausgehenden 7. Jahrhundert ist Würzburg nicht viel mehr als eine Siedlung von Flussfischern und Bauern. Für die Ordnung in einem bunten Gemisch aus Stämmen und Bräuchen ist ein merowingisches Fürstenpaar zuständig: Herzog Gosbert und seine Frau Gailana.
Alles ändert sich, als der irische Missionar Kilian mit seinen Begleitern erscheint, um einen neuen Glauben zu predigen. Zunächst nimmt der Ort kaum Notiz von ihrem Eifer. Nur der Druide Sigbert, Hüter der alten Sitten und Gebräuche, glaubt, die Gefahr genau zu erkennen, welche von den Ankömmlingen und ihren Lehren ausgeht. Das Unheil zieht schließlich schleichend herauf, als mehr und mehr der stattlichen Erscheinung und dem Auftreten Kilians erliegen. Ein Ringen um Macht und Glauben beginnt, ein Ringen voller Eitelkeiten und sogar Liebe.

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Und da kam sie! Noch strahlender als erwartet. Das Volk brach in Jubel aus.

4

Der Ort mit seinen Pfahlbauten und Hütten wirkte wie ausgestorben, wären da nicht die Geräusche aus Saitenspiel, Trommel und Stimmengewirr gewesen sowie die von der Schwärze der Nacht reflektierte Ahnung eines Feuerscheins. Kilian und seine jungen Gefährten Totnan und Kolonat folgten dem Weg ihrer Sinne.

Schon von weitem drang derbe Fröhlichkeit immer lauter in die Ohren der Neuankömmlinge. Das Tor des großen Gutes oberhalb der Sumpfseite des Flusses stand weit offen, Wachen oder wenigstens doch Knechte, die aufpassten, waren nicht zu sehen. Wie ungewöhnlich. Dafür umso mehr lachende Menschen, Männer wie Frauen, die in die Dunkelheit hinaus torkelten, um sich gleich irgendwo in der Nähe zu erleichtern oder gerade wieder durch das Tor hindurch in einer Masse aus feiernden Menschen zu verschwinden. Wohin sollten sie sich in diesem Durcheinander nur wenden? War der Fürst Gosbert, den Kilian an diesem unheimlichen und offenbar gottlosen Ort zu finden hoffte, überhaupt hier? Würde jemand sein Begleitschreiben des königlichen Hausmeiers lesen können?

„Ist euer Herr, der Fürst Gosbert hier anwesend?“, schrie Kilian einen Mann gegen den Lärm an, „ich muss ihn sprechen.“ Ein Lachen, ein Schulterzucken war die Antwort. Dann tanzte der Angesprochene mit seiner Liebsten davon, den Spielleuten entgegen.

„Dort Bruder, sieh nur“, nahm ihn Kolonat beim Arm, „könnte dies nicht derjenige sein, den wir suchen?“ Auf der gegenüberliegenden Seite des Hofes sah man zwischen den Leibern hindurch bei der Stiege des Herrenhauses für kurze Augenblicke immer wieder einige herrschaftlich Gekleidete an einer Tafel schmausen. Ja, das war eine Möglichkeit, aber seltsam genug, keine erhöhte Position, keine Ehrentafel für Edle und die Geistlichkeit, und sowieso war dies gewiss kein christliches Fest. An diesem Ort wartete viel Arbeit auf sie. Es galt das Werk Gottes zu verrichten.

„Seid ihr Fürst Gosbert?“, wandte sich Kilian in dem fränkischen Dialekt, dessen er mächtig war, überwiegend aber weiter im Westen gesprochen wurde, an den Edelsten der Tafel, „König Theuderich III. schickt uns. Wir führen ein Begleitschreiben seines Hausmeiers Pippin mit uns.“ Kilian, wie auch seine Begleiter, neigten leicht das Haupt vor dem vermuteten Fürsten. Totnan schielte verstohlen nach den vielen saftigen Bratenstücken bei einem der nahen Feuer, Kolonat vermochte dagegen den Blick nicht von der herrlichen Erscheinung einer Frau zu nehmen, welche kaum drei Schritte entfernt an dieser Tafel thronte.

„Herzog Gosbert, ich bin Herzog Gosbert. Herr über die alten fränkischen Besitzungen Austrasiens. Und wie darf ich dich ansprechen, hat man dir auch einen Namen gegeben?“ Das Gelächter der Umgebung beantwortete er mit einem Grinsen. Gleichzeitig ließ ihn aber der Gedanke daran, was diese unübersehbar fremdländischen Wanderer an seinen Hof führen mochte, nüchtern werden. Bestenfalls würde er es mit Abgaben oder Frondiensten zu tun bekommen, schlimmstenfalls musste er sich auf einen erneuten Kriegszug begeben.

„Verzeih Herr, ich bin Kilian und dies sind meine Begleiter und Schüler Kolonat und Totnan. Wir wurden aus Aghagower auf Irland entsandt, um in den fränkischen Reichen das Werk Gottes zu …“

„Mönche! Ihr seid nur ein paar Mönche …“, brüllte Gosbert unterbrechend los und schlug sich vor Lachen auf die Schenkel. „Geht! Nehmt euch vom Wildbret. Nehmt euch vom Wein und dann geht eures Weges!“ Gosbert verschluckte sich am eigenen Gelächter und am Wein. „Geht zurück auf eure Insel oder geht zu meinen Nachbarn, den Thüringern, aber geht und vergesst nicht, euren Gott mitzunehmen. Hier gibt es für eure Sorte nichts zu tun.“

Kilian rührte sich nicht von der Stelle.

„Was noch? Willst du ein Almosen? Ich habe keines für dich und deinen Gott. Nehmt euch an Speis und Trank, was ihr tragen könnt und dann wandert weiter, bevor ich die Geduld mit euch verliere.“

„König Theuderich verlangt von seinen Gefolgsleuten nicht nur die Treue, sondern auch den wahren Glauben. Dieses Schreiben bezeugt seine Wünsche.“ Kilian hielt nun ein überaus wertvolles Pergament in seinen Händen, das er seinem Beutel entnommen hatte.

„Genug!“, herrschte Gosbert den Fremden an, sprang auf, gebot mit einer Geste dem Spiel und Tanz Einhalt. Ruhe kehrte indess erst nach einer kleinen Weile im ganzen Hof ein. Aus der fröhlichen Ausgelassenheit der Neuen Jagd war innerhalb weniger Augenblicke eine gefährliche Anspannung erwachsen. Auch das Weib an Gosberts Seite hatte sich erhoben, die Blicke des jungen Kolonat folgten ihren anmutigen Bewegungen.

„So hör ihn dir doch an, Liebster. Wir sollten erfahren, was er zu sagen hat. Und auch was auf dem Pergament steht, das er in seinen Händen hält. Ist es an uns gerichtet?“ Gailana griff begütigend nach Gosberts Arm. Gleichzeitig vertiefte sich ihr Blick in das Antlitz des Fremden. Stolz drückte es aus, edel gezogen waren die Linien seines unerschrocken gleichmütigen Ausdrucks, die Stirn, die Wangenknochen, das scharfe, endlich einmal bartlose Männerkinn, die lange gerade Nase, die klaren Augen und dazu das volle, auch im Dunkel der Nacht rötlich schimmernde Haar. Ihr gefiel, was sie sah.

„Das verstehst du nicht, Weib. Er will uns die Regeln seines Christengottes aufzwingen. Das ist ein Gott, der unseren Glauben einen Alten Glauben , einen falschen Glauben nennt und vertreiben will. Ich habe es auf meinen Kriegsfahrten gesehen.“ Durch Gailana spielend vom Aufruhr zur Ruhe gebracht, wandte sich Gosbert nun an seine Gefolgsleute. „Ruhe, ihr lieben Leute! Heute Abend am Tag der ersten Jagd des neuen Jahres sind drei Männer aus fremden Landen zu uns gekommen, die uns sagen, wir seien nicht des rechten Glaubens.“ Unruhe, Pfui-Rufe und Gelächter erschallten aus dem Volk.

„Bleibt ruhig!“, rief der Fürst, „was meinst du dazu, Sigbert? Sind wir hier in Virtestat eines falschen Glaubens?“ Wieder erschallendes Gelächter, der Angesprochene schüttelte grinsend den Kopf. Und an Kilian gewandt: „Sigbert ist unser Druide, Christenmönch, er hat viele Schüler. Hier in meinem Haus findest du den Schrein der Diana, der Göttin der Jagd, Beschützerin unserer Kinder und Frauen, welche uns das Fest dieser Nacht schenkt.“ Jubel. „Dort jenseits des Flusses aber steht auf dem Virteberg das Heiligtum der Stammesgötter der zweiten Welt. Wir bitten sie mit einem Opfer um ihren Beistand, wenn morgen der neue Tag anbricht. Unsere Götter kommen gut miteinander aus. Wir brauchen keinen weiteren. Ganz besonders nicht einen, der Zwietracht in meiner Herrschaft sät, weil er die Götter anderen Glaubens schmäht.“ Tosender Jubel.

Kilian zeigte sich inmitten der nicht freundlich gesinnten Menge unbewegt, standhaft. Ganz anders war seinen Begleitern zumute, Totnan brannte im Angesicht der Köstlichkeiten dieses Ortes vor Angst und Hunger der Bauch, Kolonat fürchtete noch immer seine vielleicht wegsackenden Knie beim Anblick des erstrahlenden Weibes an der Seite dieses fränkischen Unholds.

„Und doch fürchtest du das Wort des einen Gottes so sehr, dass du ihn in deinem Reich nicht sprechen lassen willst“, sagte Kilian mit lauter, fester Stimme und einer Drehung zu den Menschen hin, damit diese ihn hörten. „Du fürchtest die von der Not befreiende Wahrheit des einzigen und gegen alle Welt barmherzigen Gottes!“

„Ich fürchte überhaupt nichts. Weder deinen Gott noch den Tod.“

„Dann erweise deinem König Treue und gehorche seiner Anweisung. Auf diesem Pergament steht es besiegelt.“

„Du meinst meinen Verwandten Theuderich? Der ist doch nicht viel mehr als eine Puppe des gefräßigen Arnulfingers.“

„Er ist dein König, und du bist ihm zu Treue und Lehen verpflichtet. Die Worte auf diesem Pergament wurden durch des Königs Hausmeier Pippin selbst gesprochen und niedergeschrieben. Du musst sie ebenso achten, wie meine Gefährten und ich es tun. Sie fordern, dass ich das Werk Gottes in deinen Landen wirke. Lies sie.“

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