Günther Mohr - Achtsamkeitscoaching

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Im Coaching fragen oft die Klienten, wie sie ihre Ressourcen, ihr Potenzial, ihre eigene Kreativität erkennen und nutzen können. Wie können sie sich vor Burn-out schützen und erfolgreich sein? Wie können sie Zufriedenheit erlangen?

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Achtsamkeit

Für Achtsamkeit findet man verschiedene Definitionen. Der Erfinder des MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), John Kabat Zinn, nennt sie

»offenes, nichturteilendes Gewahrsein von Augenblick zu Augenblick« (Kabat-Zinn 2006, S.35, zit. nach Weiss et al. 2010)

Die »rechte Achtsamkeit« im buddhistischen »edlen achtfachen Pfad« lässt sich nach Auffassung von Weiss et al. (2010) sehen als

»das aufmerksame und unvoreingenommene Beobachten aller Phänomene, um sie wahrzunehmen und zu erfahren, wie sie in Wirklichkeit sind, ohne sie emotional oder intellektuell zu verzerren« (Sole-Leris 1994, S. 26, zit. nach Weis et al. 2010)

Weiss et al. unterscheiden einige Komponenten von Achtsamkeit:

1. Verbunden mit einem bestimmten Modus des Seins

Rezeptives Beobachten und Gewahrsein. Innere und äußere Reize werden bewusst bemerkt und wahrgenommen
Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment
Automatische Reaktionen auf innere und äußere Erfahrungen werden unterlassen, im Gegensatz zum »Autopilotenmodus« (Kabat-Zinn 2006)

2. Eine bestimmte Haltung Erfahrungen gegenüber

Akzeptanz: Erfahrungen so akzeptieren, wie sie sind
Nicht-Bewertung: kein gut oder schlecht
Kein konzeptionelles Denken: keine Einordnung der aktuellen Erfahrungen in bestehende Konzepte, auch nicht in vergangene Erfahrungen
Anfängergeist: Dinge betrachten, als würden man sie zum ersten Mal sehen
Zulassen und Erlauben als Gegensatz zu Vermeidung und Unterdrückung von Erfahrungen
Kein Veränderungswunsch
Intentionalität: vorhandene Absicht, achtsam zu sein

3. Techniken

Konzentration und Fokussierung zu innerer Ruhe als Voraussetzung für Achtsamkeit
Etikettieren – Benennen der Erfahrung in einfachen Worte, nicht Konzeptionen

4. Ziele und Wirkungen

Einsicht und Klarheit – Wahrnehmung der Welt
Ruhe, innerer Frieden und Gleichmut
Entwicklung von Freiheit; Befreiung von Leid im umfassenden Sinne
Entwicklung von liebender Güte, Mitgefühl und Mitfreude
Selbstregulation
Präsenz
Ermöglichung neuer Erfahrungen.

(Weiss et al. 2010, S. 20 ff.)

Manche Menschen erreichen plötzlich Achtsamkeit, ohne viel geübt zu haben. Bei anderen ist es mühsamer, wie es die Zen-Geschichte des großen Meisters Akoshi verdeutlicht.

Er hatte als Zen-Schüler 15 Jahre lang jedes Koan (Rätsel zur Schulung der Geisteskraft) gelöst und während dieser ganzen Zeit asketisch gelebt. Er galt als Vorbild aller Übenden. Allerdings spürte er, dass er die Erleuchtung nicht erreicht hatte. Dies musste auch sein Meister konstatieren. So beschlossen sie, dass er das Kloster verlassen sollte. Er fühlte sich, als wäre er gescheitert. Als er den Klosterbezirk, der direkt neben dem Bordellviertel lag, verließ, dachte er, jetzt komme es auch nicht mehr drauf an und ging zu einer der schönen Frauen, die sich dort anboten. Und als er mit der Frau zusammen war, fühlte er die Erleuchtung. Er wurde ein großer Meister.

Achtsamkeit kennt also viele Wege und sie ist individuell. Achtsamkeit wird sehr unterschiedlich erlebt. Für den einen ist sie tatsächlich Beruhigung, Entspannung, innere Ruhe, und den anderen kratzt sie auf, er bekommt endlich die Energie, seiner Berufung zu folgen. Achtsamkeit ist kein Wellnessprogramm, das auf die bürgerliche Sicherheit aufgesetzt wird. Im Beruf sind wir erfolgreich, die Kinder sind aus dem Haus, das Haus ist abbezahlt, jetzt besorgen wir uns noch Achtsamkeit. Achtsamkeit ist keine Fortsetzung eines unendlichen Entspannungsprogramms. Es ist nicht das permanente »Om« auf den Lippen. Denn der skurrile Auftritt, den manche mit Achtsamkeit verwechseln, trennt von anderen Menschen und lässt so ein wesentliches Moment von Achtsamkeit, die Beziehung zu anderen Menschen, außer Acht.

Achtsamkeit besteht nicht in einem Rückzug aus der Welt. Der Mensch ist ein grundlegend soziales Wesen. Achtsamkeit ist von Mitgefühl oder dem christlichen Begriff »Nächstenliebe« nicht zu trennen. Zur Achtsamkeit gehört die Erkenntnis, dass ausgeprägter Individualismus eine sich zwar verbreitende, aber merkwürdige und unrealistische Sichtweise ist. Ohne andere Menschen, ohne die Beiträge früherer Generationen und auch ohne unsere Umwelt wären wir nichts. Deshalb bedeutet Achtsamkeit auch achtsames Eingreifen in die Welt, jedoch aus einer ›geläuterten‹ Perspektive heraus, die weder gedankenlos noch blind oder etwa hysterisch durch die emotionale Ebene getrieben agiert.

Ab dem mittleren Erwachsenenalter interessieren sich viele Menschen für Spiritualität oder Religion. Vielleicht ist der näher rückende Tod für diese Hinwendung verantwortlich. Das ist in allen Kulturen so. In der traditionell sehr spirituell geprägten Kultur Indiens widmen sich gläubige Hindus nach einem erfolgreichen Berufsleben im dritten Lebensdrittel der Spiritualität. Achtsamkeit ist aber auch hier die intensive Auseinandersetzung mit den kindlich geprägten religiösen Vorstellungen. Da ist vieles auszusortieren, was noch ungeprüft im Unbewussten als wirksame Vorstellung schlummert.

Nach allen Erklärungen, was Achtsamkeit nicht ist, kann man sie viel knapper folgendermaßen beschreiben: Achtsamkeit ist ein ganzheitlicher, bewusster Einsatz der Aufmerksamkeitsebenen. Mit seinem ›inneren Beobachter‹ oder ›inneren Zeugen‹ sieht man das gute Zusammenwirken seiner Aufmerksamkeitsebenen zu einer integrierten Achtsamkeit. Achtsamkeit ist mehr Akzeptanz als Bewertung und Veränderung. Aber akzeptiert man sich erst einmal so wie man ist, entstehen Entwicklung und Veränderung sehr viel leichter. Man hält sich dann nicht mehr mit überlagernden Mustern auf. Der Mensch erfährt seinen individuellen Weg.

Achtsamkeit ist gerade heute ein Weg gegen Burn-out. Achtsamkeit steht dem Sich-Verlieren in der totalen Reizwelt der vielen Pseudoannehmlichkeiten und vermeintlichen Sachzwänge gegenüber.

Übung: »The first appointment of the day«

Mach den ersten Termin morgens mit dir und deiner Aufmerksamkeit. Hol’ dich selbst für den Tag ab. Nimm dir mindestens eine halbe Stunde Zeit, um mit deinem Innersten in Kontakt zu kommen und dich zu zentrieren. Du kannst die verschiedenen Aufmerksamkeitsebenen zu Wort kommen lassen.

Wenn ich diese Übung in Gruppen vorschlage, höre ich vielfältige Proteste, warum das nicht geht. Einer muss Kinder versorgen oder früh zur Arbeit oder ist morgens schlecht drauf oder, oder, oder. Meine Antwort darauf ist: Es geht. Man kann es realisieren. Zur Not geht man abends früher ins Bett.

Mit dem Eigenen zu beginnen, vor allem anderen am Tag, hat viele Vorteile. Man bekommt das Gefühl, schon etwas für sich getan zu haben und jagt dem nicht den ganzen Tag hinterher. Dieser Tagesbeginn mit innerer Aufmerksamkeit ist keine neue Erfindung. In allen Weisheitslehren, ob im Christentum oder im Buddhismus, wird für praktizierende Mönche der Tag mit einer solchen Zentrierung begonnen, bevor die jeweiligen Rollen (Mutter, Berufstätiger, Schüler) den Menschen einnehmen. »So make the first appointment of the day with yourself“

Eine zweite ganz einfache Übung geht in eine ähnliche Richtung.

Übung: Innehalten

Für ein paar Sekunden setzen wir uns aufrecht hin oder, wenn wir unterwegs sind, bleiben stehen oder gehen bewusster, atmen bewusster und konzentrieren uns auf die Freude in unserem Leben. Wir können uns beispielsweise die Menschen vorstellen, die wir lieben.

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