Dilan Aksoy - Über Umwege zum Lehrberuf

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Der Wechsel von Berufsleuten in den Lehrberuf ist anspruchsvoll. Sie verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz, bringen aus der angestammten Arbeitswelt aber gefestigte Routinen und Erwartungen mit. Was bedeutet das für den neuen Beruf? Welches sind ihre Anforderungen – und wie ist mit ihnen umzugehen, um im Lehrberuf längerfristig zu bestehen? Der Band liefert Forschungsbefunde zu dieser wichtigen Zielgruppe für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Er liefert wertvolle Schlussfolgerungen für Bildungsverwaltung, Schulleitungen und die Ausbildung zur Lehrperson ableiten.

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Schliesslich können die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen auch für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung bedeutsame Rückschlüsse darüber geben, welche Voraussetzungen Studierende und Lehrkräfte mit Vorberufserfahrungen ins Studium und den Beruf mitbringen, welche Herausforderungen sich ihnen stellen und welche Unterstützung sie benötigen. Die Kapitel dieses Bands sind entlang der Fragestellungen des Forschungsprojekts «Berufsleute als Lehrpersonen» aufgebaut, das von 2013 bis 2015 an der Pädagogischen Hochschule Bern durchgeführt wurde und dessen Ergebnisse hier zusammengefasst und im Kontext ihrer praktischen Relevanz diskutiert werden sollen. Wie Abbildung 1zeigt, haben wir die Fragestellungen in mehrere inhaltliche Facetten gegliedert, denen die einzelnen Kapitel folgen. So kann jedes Kapitel als in sich geschlossen und für sich verständliche Einheit gelesen werden. Zunächst folgen in Kapitel 2eine Übersicht der relevanten Hintergründe des Themen- und Forschungsfelds sowie in Kapitel 3die wichtigsten Stichworte zum Forschungsprojekt, bevor in Kapitel 4bis 8 die Studienergebnisse zu den einzelnen Facetten dargelegt werden. Zum Abschluss bietet Kapitel 9 eine Integration der verschiedenen Erkenntnisse zu einem Gesamtbild sowie konkrete Schlussfolgerungen für die Praxis.

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Abbildung 1: Der Band im Überblick

2Das Forschungsfeld im Überblick

Welche Kompetenzen und Ressourcen bringen Berufswechslerinnen und Quereinsteiger in die Ausbildung und den Beruf mit? Welche spezifischen Herausforderungen und Schwierigkeiten stellen sich ihnen? Inwiefern sind diese für die berufliche Entwicklung und den weiteren Karriereverlauf bedeutsam? Diese Fragen sind für Bildungspolitik und Lehrerbildung relevant, da für Berufswechsler und Berufswechslerinnen in der Schweiz wie auch in vielen anderen Ländern mit beträchtlichem Aufwand spezifisch konzipierte Zugangswege und Ausbildungsprogramme geschaffen werden. Implizit geht man davon aus, dass Quereinsteigerinnen und Berufswechsler berufsrelevante Kenntnisse mitbringen, die eine Verkürzung der Ausbildung oder eine Aufweichung der regulären Aufnahmekriterien – in der Schweiz die Matura – rechtfertigen. Diese Praxis ist in verschiedener Hinsicht sinnvoll und notwendig: Um die Durchlässigkeit des Bildungs-systems zu erhöhen, um Lücken im Personalbedarf zu füllen und um zusätzliche für den Lehrberuf attraktive Kandidatinnen und Kandidaten anzuziehen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für diese Praxis sind jedoch relativ dünn, denn es existieren bisher nur wenige gesicherte, systematische Erkenntnisse zum Wissen, Können und der beruflichen Entwicklung von Lehrpersonen auf dem zweiten oder späteren Bildungsweg. Dementsprechend vage ist die wissenschaftliche Datenlage, aus der Anforderungen an Programme für Quereinsteigende oder Hinweise für die Anrechnung von Vorleistungen abgeleitet werden könnten. Entsprechende Kriterien und Standards zu definieren, ist nicht Aufgabe der Forschung, sondern der Bildungspolitik und der Lehrerbildungsinstitutionen. So wurden von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) im Jahr 2012 ein neues Anerkennungsreglement für Quereinsteigende in den Lehrberuf geschaffen und die Reglemente aus den neunziger Jahren entsprechend ergänzt (EDK, 1999a; EDK, 1999b; EDK, 2012). Wissenschaftliche Studien können aber dazu beitragen, den Wissensstand über die Merkmale und die professionelle Entwicklung von Berufswechslerinnen und Berufswechslern in den Lehrberuf zu erweitern und zu ergänzen und damit bei solchen Entwicklungsprozessen unterstützend wirken.

Bevor die Resultate der Studie «Berufsleute als Lehrpersonen» dargelegt werden, möchten wir drei sehr grundlegende Fragen ansprechen, die das Forschungsfeld zu Quereinstieg und Berufswechsel in den Lehrberuf stark prägen und deren Klärung hilft, die Ergebnisse breiter einordnen zu können:

–Wer sind Berufswechsler und Berufswechslerinnen oder auch Quereinsteigende? Was verbindet beziehungsweise unterscheidet sie?

–Können frühere Berufserfahrungen auf das Studium und den neuen Beruf übertragen werden? Tragen sie also positiv zum Prozess der Professionalisierung als Lehrperson bei?

–Welche Funktionen werden Berufswechslerinnen und Berufswechslern im Bildungssystem zugedacht: Sind sie primär Lückenbüsser bei Personalmangel – oder können und sollen sie ein fester Bestandteil des Schulsystems sein?

2.1Wer sind Berufswechslerinnen und Berufswechsler in den Lehrberuf?

Angehende Lehrpersonen, die bei Eintritt in die Lehrerinnen- und Lehrerbildung bereits berufliche Qualifikationen und Erfahrungen in einem anderen Berufsfeld erworben haben, sind keine einheitliche Gruppe. Die beruflichen Hintergründe und/oder Studienabschlüsse, das Altersspektrum und die Art der Zugangswege und Ausbildungsprogramme, in die diese angehenden Lehrkräfte eintreten, können ebenso unterschiedlich sein wie ihre längerfristigen Laufbahnziele. Das kann ein 23-jähriger Schneider sein, der gestalterische Fächer auf der Sekundarstufe I unterrichten möchte und daher die Aufnahmeprüfung für einen regulären Studiengang absolviert. Eine Mitdreissigerin mit kaufmännischem Hintergrund, die sich für ein Quereinsteigerprogramm bewirbt mit dem Wunsch, später vielleicht Schulleiterin zu werden. Oder ein 50-jähriger Mathematiker, der im letzten Berufsabschnitt sein Wissen an die jüngere Generation weitergeben möchte.

Diese Heterogenität widerspiegelt sich in den zahlreichen Bezeichnungen für diese Gruppe von angehenden und praktizierenden Lehrkräften. Während sich im englischsprachigen Kontext relativ einheitlich die Begriffe «second career teachers» und «career switchers» etabliert haben, findet sich im deutschen Sprachraum eine verwirrende Vielfalt von Begriffen: Berufwechslerinnen und Berufswechsler, Lehrpersonen mit Vorberuf, Quereinsteigende, Seiteneinsteigende, Berufsumsteigende, nicht-traditionelle Studierende, alternativ zertifizierte Lehrkräfte, Lehrpersonen auf dem zweiten Bildungsweg oder zuweilen auch berufserfahrene Lehrpersonen. All diese Begriffe beziehen sich in der Regel auf Studierende oder Lehrpersonen, die bereits über einen früheren Berufs- oder Studienabschluss verfügen und mehrheitlich Berufserfahrung in diesem Feld aufweisen. Eine Übersicht für Deutschland, Österreich und die Schweiz bieten Puderbach, Stein und Gehrmann (2016) in ihrer Bestandsaufnahme zu sogenannt nicht-grundständigen Wegen in den Lehrberuf. Die Autoren klären die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bezeichnungen und legen die spezifischen Ausbildungsprogramme dar, die für diese unterschiedlichen Zielgruppen angeboten werden.

Bei aller Heterogenität gibt es aber auch verbindende Elemente, die Quereinsteigerinnen und Berufswechsler teilen. Mit einer beruflichen Neuorientierung ist zudem in der Regel ein Wechsel vom Experten- zurück zum Novizenstatus verbunden sowie die Herausforderung, Denkmuster, Arbeitsroutinen, Erwartungen und Kenntnisse aus dem alten Beruf in die neue Berufssituation zu übertragen. Zudem fällt der zweite Berufseinstieg oft in die Phase der Familiengründung, was zu Doppelbelastungen, aber auch zu einem gegenseitigen Transfer von Kompetenzen führen kann, wie Keller-Schneider, Arslan und Hericks (2016) ausführen. Desweiteren haben Lehrkräfte mit Vorberufserfahrung die Entwicklungsaufgabe «Berufseinstieg» im Sinne eines zentralen Rollenübergangs (Oerter & Dreher, 2002) schon mindestens einmal vollzogen und sind damit den Lehrpersonen im Erstberuf einen Schritt voraus, was die Bewältigung berufsunspezifischer Entwicklungsaspekte des Berufseinstiegs angeht. Dazu wird vor allem die berufliche Sozialisation gezählt und damit der Wechsel von der klar strukturierten Ausbildungssituation in eine offenere, weniger strukturierte Arbeitswelt, der Umgang mit noch unbekannten Handlungsfeldern und Rollenerwartungen, die Eingliederung in ein Arbeitsteam sowie die allmähliche Übernahme der Hauptverantwortung für eine berufliche Funktion (Ganser & Hinz, 2007). Schliesslich ist neben dem höheren Alter auch der Aspekt verbindend, die notwendigen finanziellen, personellen und oft auch sozialen Ressourcen für einen Berufswechsel mobilisiert zu haben. Diese Gemeinsamkeiten legen nahe, dass Berufswechslerinnen und Quereinsteiger möglicherweise über besonders hohe Ressourcen verfügen, die ihnen im Lehrberuf zugutekommen könnten. Ob diese Hypothese tatsächlich bestätigt werden kann, ist unter anderem Inhalt dieses Bandes.

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