Suzanne Maudet - Dem Tod davongelaufen

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Unmittelbar nach Kriegsende aufgeschrieben, erzählt dieser Bericht von der gelungenen Flucht von neun Frauen, die in der französischen Résistance gekämpft hatten und von den Nazis deportiert worden waren. Aus dem KZ Ravensbrück waren sie in das Außenlager Leipzig-Schönefeld verschleppt worden, wo sie Zwangsarbeit für einen Rüstungskonzern leisten mussten. Auf dem Todesmarsch im April 1945 wagen sie die Flucht und erreichen nach acht wechselvollen Tagen die amerikanischen Linien. Dieser Text vibriert geradezu vor Lebenslust, ist beflügelt von der euphorischen Vorfreude auf die Freiheit.

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Mit dem Transport Ende Juni kamen die Holländerinnen »Lon« Madelon Verstijnen und Guillemette Daendels, 28 und 24, die im holländischen Widerstand Fluchtrouten für verfolgte jüdische Familien organisiert hatten und sich in Frankreich der Résistance anschließen wollten. Bereits zwei Tage nach ihrer Ankunft in Paris wurden sie verhaftet.

»Zinka« Renée Lebon Châtenay gehörte mit 29 zu den beiden Ältesten in der Gruppe und war wie Zaza verheiratet. Sie hatte für das Comète-Netzwerk der Résistance gearbeitet, das alliierten Soldaten – insbesondere Angehörigen der Luftwaffe – half, aus den von deutschen Truppen besetzten Gebieten nach Großbritannien zurückzukehren. Sie war festgenommen worden, als sie im Gefängnis nach ihrem verhafteten Mann gesucht hatte. In der Gestapo-Haft in Fresnes bekam sie ihre Tochter France, die ihr weggenommen wurde.

»Mena« Yvonne Le Guillou und ihr Freund Jan van Brakel waren in einer Widerstandsgruppe aktiv, die Fluchtrouten für jüdische Familien aus Holland und Belgien nach Spanien und Portugal organisierte. Sie war 22, als sie zusammen mit ihrem Freund in Paris verhaftet wurde. Jan von Brakel hat die Lagerhaft nicht überlebt.

Die Jüngste, »Josée« Joséphine Bordanava, war gebürtige Spanierin und wuchs in einer Pflegefamilie in Südfrankreich auf. Sie war 20, als sie in Marseille verhaftet wurde. Sie hatte für das Marcel-Netzwerk jüdische Kinder versteckt und Familien in der Klandestinität versorgt. Die Fluchthilfeorganisation war von der französischen Ärztin Odette Rosenstock und ihrem späteren Mann Moussa Abadi – alias Marcel –ins Leben gerufen worden.

»Jacky« Jacqueline Aubéry du Boulley und Nicole Clarence waren wenige Tage vor der Befreiung mit dem letzten Gefangenentransport im August 1944 von Paris nach Ravensbrück deportiert worden. Jacky, sie war 29 und ihr Mann war gefallen, hatte für das Brutus-Netzwerk gearbeitet – ein 1941 aufgebautes Nachrichtennetzwerk der Résistance. Nicole war u.a. Mitglied der Widerstandsbewegung Franc-Tireurs und gehörte bereits mit 22 Jahren dem Sécretariat national, dem Führungsrat, an und arbeitete für die gleichnamige Untergrundzeitung.

Die neun jungen Frauen waren politischen Gefangene und ihre Lagerausweise, die ich in den Arolsen Archives – International Center of Nazi Persecution recherchieren konnte, tragen alle das rote Dreieck.

Nach der entwürdigenden Registrierungsprozedur im Lager – Schmuck abgeben, Ausziehen, Desinfizieren, Aushändigen der Lagerkleidung inklusive Nadel und Faden, um Dreieck und Häftlingsnummer anzunähen – war ihre erste Station der Quarantäneblock. Im völlig überfüllten Ravensbrücker Frauen-KZ, einem der größten des NS-Regimes, dauerten die Morgenappelle vier bis fünf Stunden, in denen die Gefangenen gezwungen waren, zu stehen und durchzuzählen. Von 1939 bis 1945 waren in Ravensbrück 153.000 Frauen, Kinder und Männer inhaftiert: Frauen aus mehr als zwanzig Nationen, klassifiziert in »Politische«, Jüdinnen, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, vermeintlich »Asoziale«. Zehntausende Frauen, Jugendliche, Kinder und Männer haben die Befreiung des Konzentrationslagers im April 1945 nicht erlebt.

Die Neun kommen in das Arbeitslager »HASAG Leipzig«. Der Tag begann um vier Uhr früh. Wenn die in Gruppen arbeitenden Frauen ihr Soll nicht erfüllten, drohte die Selektion: der sichere Tod.

Die Nazis hatten im letzten Kriegsjahr binnen kürzester Zeit das KZ-System durch sogenannte Außenkommandos erweitert. Sie hofften, durch mehr Waffen und bessere Waffensysteme die drohende Niederlage abwenden zu können. Bis zum Kriegsende unterhielt das KZ Buchenwald bis zu 136 Außenlager, in denen Zig-Tausende Gefangene für deutsche Rüstungsunternehmen Zwangsarbeit leisten mussten. Im Zuge dessen entstand im Juni 1944 im Leipziger Stadtteil Schönefeld das erste und größte Frauenaußenlager des KZ Buchenwald mit mehr als 5.000 Gefangenen. Die HASAG mit Firmenhauptsitz in Leipzig gehörte im Zweiten Weltkrieg zu den größten Rüstungskonzernen im Deutschen Reich mit Werken in Deutschland und im besetzten Polen, in denen über 60.000 jüdische Männer und Frauen, zivile Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge Munition und Panzerfäuste herstellten. Als die Rote Armee im Osten näher rückte, wurde im Sommer 1944 die Produktion aus Polen nach Deutschland verlegt.

Danach begann die SS die KZs an der Ostfront zu räumen – am 18. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz aufgelöst – und die Häftlinge wurden zum Abmarsch in Richtung Reichsmitte gezwungen. Adolf Hitler hatte angeordnet, so viele Gefangene wie möglich zu töten. Sie sollten nicht in die Hände der Alliierten fallen – als Zeug*innen der von den Nazis begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die Morde fanden jetzt nicht mehr abgeschirmt hinter Stacheldraht und Wachtürmen statt, sondern vor aller Augen, auf offener Straße, in Scheunen, leeren Fabrikhallen und Straßengräben. Deshalb spricht der israelische Historiker Daniel Blatman in seinem Buch Die Todesmärsche 1944/45: Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords von einer neuen Dimension des Völkermords in den letzten Kriegsmonaten.

Am 11. April 1945 wurde die Fabrik der HASAG schwer bombardiert. Am gleichen Tag führte der Aufstand im 120 Kilometer entfernten Buchenwald zur Befreiung des Konzentrationslagers. In der Nacht des 13. April verbrannte der wegen seiner Brutalität gefürchtete SS-Obersturmführer Wolfgang Plaul, der für alle durch die HASAG betriebenen Buchenwald-Außenlager zuständig war, sämtliche Dokumente und gab den Gefangenen den Befehl, sich draußen zu versammeln. Um zwei Uhr früh am 14. April begann der Abmarsch Richtung Osten.

Die Neun wussten, es würde ein Marsch in die unausweichliche Katastrophe sein. Nur das Wagnis der Flucht konnte sie retten.

Heute beherbergt das ehemalige Fabrikgelände das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, die erste Gedenkstätte für Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen Deutschlands.

»Ohne Hass, aber kein Vergessen« wünschte sich Suzanne Maudet als ursprünglichen Titel für den ihr aufgetragenen Zeitzeuginnenbericht, schreibt Pierre Sauvanet, ihr Neffe, in seiner Vorrede zum Text, die der deutschen Ausgabe nachgestellt ist; ebenso wie einige Anmerkungen zum historischen Kontext, die Patrick Andrivet, ein Cousin ersten Grades von Maudet, verfasste. Dieser war wie Suzanne und ihr Mann René als Aktivist in der französischen Jugendherbergsbewegung engagiert gewesen, die vielen jungen Leuten geholfen hat, sich dem Arbeitsdienst in Deutschland zu entziehen und der Résistance anzuschließen.

Maudet hatte noch 1945 mit der Niederschrift der Geschichte begonnen und sie 1946 fertiggestellt. Die schüchterne Anfrage zur Veröffentlichung bei einer Frauenzeitschrift verlief im Sande. Pierre Sauvanet nahm sich dann in den 1990ern des Manuskriptes an. Zum 60. Jahrestag von Maudets Deportation und zum 10. Jahrestag ihres Todes wurde es im Jahr 2004 im Pariser Verlag Arléa veröffentlicht.

17 Jahre später erscheint jetzt die deutsche Ausgabe. Ein Freund von mir, der Historiker Ralph Klein, der als Aktivist des »Arbeitskreises Angreifbare Traditionspflege« (AK) seit 2002 Gedenk-, Aufklärungs- und Protestveranstaltungen gegen die Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald mit organisierte, um auf die Kriegsverbrechen dieser Wehrmachtselitetruppe hinzuweisen, überreichte mir bei einem Besuch das schmale Bändchen Neuf femmes jeunes qui ne voulaient pas mourir mit den Worten: »Du kannst doch Französisch.«

Ich las die Geschichte, und die Unerschrockenheit, mit der die jungen Frauen ihr Leben riskierten und gleichzeitig ihre Angst mit einer unglaublichen Portion Humor verscheuchten, ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich entschloss mich, den Text zu übersetzen. Normalerweise hätte ich als Erstes einen Verlag suchen müssen; argumentieren, wie außergewöhnlich ich den Text – gleichermaßen ein Jugendbuch wie ein Buch für Erwachsene – finde. Doch ich befürchtete, jemand könnte mir mein Projekt ausreden. Irgendwann, Zeile für Zeile, begann ich an dem Text zu arbeiten.

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