Wie funktioniert der Scrum-Prozess
Der Scrum-Prozess orientiert sich an der Theorie des Empirismus. Die Theorie des Empirismus besagt, dass eine Entscheidung nur auf der Basis von Informationen getroffen werden kann. Schauen wir uns jetzt die drei Schritte der Theorie des Empirismus an, fällt auf, dass Diese dem Grundgedanken von Scrum sehr ähnlich sind und deswegen die Scrum-Theorie danach angelehnt ist. Wir unterteilen die Theorie des Empirismus und damit auch die Scrum-Theorie in drei Schritte:
Schritt 1: TransparencyTransparency
Schritt 2: InspectionInspection
Schritt 3: AdaptionAdaption
Schritt 1: Transparency: Alle Mitglieder eines Scrum-Teams legen transparent ihre Arbeit dar. Durch diese neue Transparenz können in den folgenden Schritten Entscheidungen getroffen werden. Diese Transparenz stellt also eine valide Informationsquelle dar.
Schritt 2: Inspection: Hier werden die Informationen, die durch den ersten Schritt offengelegt wurden, verwertet. Wir besprechen innerhalb der Teams, wie wir mit den neuen Informationen umgehen und auf Basis dessen Entscheidungen treffen können, die uns im weiteren Scrum-Verlauf helfen können.
Schritt 3: Adaption: Hier werden die Informationen aus Schritt 1 mit den Entscheidungen aus Schritt 2 umgesetzt. Dieser dritte Schritt Adaption ist demnach der Schritt, wo es um die exekutive Umsetzung der Maßnahmen geht.
Fassen wir diese drei Schritte noch einmal anhand eines Praxisbeispiels zusammen. Das Scrum-Team bemerkt, dass das entwickelte Produkt sehr viele Fehler vorweist und stellt dies in einem ersten Schritt der Transparenz in einem Meeting dar. Wie dieses Meeting heißt, dazu kommen wir noch in einem späteren Kapitel. Im nächsten Schritt erkennen wir als Produktverantwortliche mit dem Schritt 2 Inspection, dass wir viele Fehler mit dem Produkt haben, und kommen dann zu dem Entschluss, dass sich die Zeit um vier Wochen verzögern wird. Daraufhin kommen wir zum Schritt 3, das ist der Schritt der Adaption, der Umsetzung auf Basis der neuen Erkenntnisse. Und auf der Basis der Erkenntnisse Treffen wir die Entscheidung, wir reduzieren den Umfang des Produkts, um weiterhin innerhalb des festgelegten Zeitrahmens zu bleiben. Dadurch haben wir Agilität im perfekten Maße ausgelebt. Wir haben den Umfang reduziert, um die Zeit einzuhalten. Und Dies auf Basis der Scrum-Theorie bzw. der Theorie des Empirismus.
Lesetipp:
Der Scrum-Prozess; https://www.agile-heroes.de/magazine/der-scrum-prozess/
Welche Teammitglieder bzw. Verantwortlichkeiten gibt es in Scrum?
Scrum unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Rollen. Wobei das Wort Rolle bis 2020 das Wort der Wahl war. Seit November 2020 haben die Gründer Jeff Sutherland und Kent Schwaber das Wort Rollen in Verantwortlichkeiten in Scrum unbenannt. Demnach gibt es in Scrum drei Verantwortlichkeiten:
Verantwortlichkeit 1: Der →Scrum MasterScrum Master. Der Scrum Master ist kurzgesagt das methodische Lead des Scrum-Teams. Er hat die Verantwortung für Scrum-Methode.
Verantwortlichkeit 2: Der Scrum-Product OwnerProduct Owner. Der →Product Owner hat die Produktverantwortung. Also die Verantwortung für das entwickelnde Produkt, das von dem Entwicklungsteam umgesetzt wird, also entwickelt wird.
Verantwortlichkeit 3: Das Scrum-Entwicklungsteam. Das Scrum-Entwicklungsteam – oder wie es seit 2020 heißt: Developers bzw. auf Deutsch Entwickler – hat die Verantwortung, dass in jedem Sprint vereinbarte Sprint Backlog abzuarbeiten. Oder anders gesagt, es hat die Verantwortung, die versprochenen Aufgaben für den Zyklus, für den aktuellen Zyklus, abzuarbeiten.
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