Dame 3:
Nun ja … wie soll ich es sagen … Es gibt da in der Tat einen neuen … äh … nennen wir es „Verehrer“ …
Dame 2:
Isch werd’ beklopp !! Uns Schanntall hätt widder enne Neue
… !!! ... Unn ?? Verzäll … Wie iss der e‘su?
Dame 3:
Nun ja … Ich weiß halt noch nicht so recht, wo ich bei ihm dran bin. Ich möchte ihn gern’ mit etwas überraschen. Was soll ich nur tun??
Dame 2:
Janz eenfach … verrôôt imm, wie alt do biss!!
Dame 3 (Sie ist extrem „pikiert“):
Auch mit 40 kann man noch aussehen wie 30 …
Dame 1 (provozierend von der Seite):
Es dauert nur etwas länger!!
(Da erscheint die Bedienung mit dem Kuchen.)
Bedienung:
So, die Damen … der Kuchen … alles ganz ohne Kalorien, wie immer …
Dame 1 (Sie nimmt schon mal ein Stückchen Kuchen):
Schön wär’s … Stellt euch vor … Mein Karl hatte gestern die ganze Hand voller Holzsplitter …
Dame 2:
Och … saach bloß!! … Hätte sich am Kopp jekratz’??
Bedienung:
Soll ich den Kaffee wieder in einer großen Kanne bringen … wie immer?
Dame 3:
Sie denken an meinen Schonkaffee?
Bedienung:
Ach so … ja …
Dame 2:
Ja sischer datt. Brängen Se uns ruhich en jruße Kann. Datt schaffe m’r schon, wa … Angness??
Bedienung:
Große Kanne, wie immer … und ein Kännchen Schonkaffee … sehr wohl, die Damen …
Dame 3 (hochnäsig):
Ich bitte darum … Ach … äh …
(Sie zupft ihre Kleidung zurecht)
Sagt mal … Was ich euch noch fragen wollte … Sehe ich eigentlich aus wie 40?
Dame 2:
Ach watt … (Sie winkt ab)
Att lang’ nimmieh!!
Dame 1:
Sag’ mal, Schanntall … Was war denn da neulich in der Metzgerei??
Dame 3:
In der Metzgerei?!
(Sie fasst sich in die Haare, um ihre Frisur zu richten.) Was soll denn da gewesen sein??
Dame 1:
Na, ich hab’ doch mitgekriegt, dass du 8 Kilo fetten Speck gekauft hast …
Dame 2:
Wahrscheinlich wollt’ ett sehen, wievill datt ett affjenomme hätt …
Dame 3:
Ich habe in der Tat abgenommen …
Dame 1 (entrüstet):
Acht Kilo??!!
Dame 3 (hochnäsig):
so ungefähr!
Dame 2:
Siste … Dä! … Dô hammer ett!!!
Dame 2 (So ganz im Vertrauen):
Passt op! Minge Franz hätt jestern en Fleech verschluck …
Dame 3:
Na, … dann hatte er ja mehr Hirn im Magen als im Kopf, wie??
Dame 1:
Ich habe deinen Karl neulich mit eurem Kleinen gesehen. Ich muss sagen: der Kleine ist ja ganz der Papa …
Dame 2:
Dô sääste jett. … Vür allem, wenn m’r imm sing Fläschel’sche fott mimmp!!
Dame 1:
Apropos Kinder … Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, was die Kinder von Meiers für Namen haben?
Dame 3 (hochnäsig):
Ach??? Was du nicht sagst … Die haben Namen??? Ist ja interessant!
Dame 2:
No maach datt Angness doch nitt wöödich … Watt hann die dann für Namen??
Dame 1:
Na … (Sie zählt auf)
… Der Älteste heißt Waldemar … die Tochter Kunigunde …
Dame 2 (hat den Namen falsch verstanden):
Kinogunde??!! Klarer Fall: … die Pänz heeßen nô demm Ort, wo ett passiert ess …
Dame 3:
Na dann wird’s jetzt aber mal langsam Zeit für eine Bettina
… oder … ???
(Allgemeines großes Gelächter. Da bringt die Bedienung den Kaffee.)
Bedienung:
So, die Damen, Ihr Kaffee …
(Sie gießt den Kaffee ein. Die Damen fangen an, den Kuchen zu essen.)
Dame 2:
Unn denken Se och an der „Muckefuck für uns Schanntall, he …“
Dame 3 (dreht sich pikiert um):
„Muckefuck … phhh!! Wie ordinär!
Ich tue nur was für meine Gesundheit.
Dame 2:
Datt wisse m’r doch, Schanntallche … Datt ess alles wäjen dingem Neue!!
Dame 3:
Na auf jeden Fall hat er mir zum Valentinstag einen großen Strauß rote Rosen geschenkt.
Dame 1 (nachdenklich):
Ja ja … So ist das … Die Geliebte bekommt Blumen.
An die Verheirateten denkt keiner.
Dame 2:
Saach bloß, do häss vun dingem „Männe“ noch nie Bloome jekräht …
Dame 1 (ganz verträumt):
Doch … einmal … da hat er mir 100 rote Rosen geschenkt …
Dame 2:
Do leeven Jott!!! Watt hatt der Keerl dann dô ahnjestellt??
Dame 1:
Mein Mann hat eben Profil …
Dame 2:
Wie ne Autoreifen, wa? … Saat ens … Wisst ihr, worrümm Männer nitt inparken künne??
Dame 3:
Na, … du wirst es uns bestimmt gleich verraten …
Dame 2:
Weil se fünnef Zentimeter für drissich Zentimeter hale …
(allgemeines sehr lautes Gelächter)
Dame 1:
Und wann verliert ein Mann 90 Prozent seiner Denkfähigkeit??
(Sie wartet einen Moment.)
… Na?? Ganz einfach: … wenn seine Frau stirbt!!
Dame 2:
Hüür op , do … Minge Mann hätt hück Morrejen für mich jassat: „Eines schönen Tages werde ich dich verlassen.“
Dame 3:
Das wär‘s doch! Heute ist doch ein schöner Tag.
Aber … warum sind „Single-Frauen“ – wie ich – schlanker als verheiratete Frauen? Na, Angness?? Weißt du’s ?
Dame 1 (leicht verwirrt):
Ich?? Wieso soll ich das wissen??
Dame 3:
Pass auf … Ich erklär’s dir: Wenn ich nach Hause komme und in den Kühlschrank schaue, ist da meistens nichts Gescheites drin … also gehe ich ins Bett …
Dame 2 (lacht):
Haha … ich glööv’, ich hann ett kapiert.
Do meens, … wenn uns Angness ôvends nô Huss kütt unn will innet Bett jonn …
… nix Jescheites drinn unn … zack … hängk ett am Köhlschrank …
Dame 1:
Das muss ich mir jetzt aber nicht bieten lassen … Frollein!! … Zahlen!!
Dame 2:
Ich zahle och … Ich muss mit mingem Kleen noch nomm Zahnarz …
Dame 3:
Na dann … bis nächste Woche …
Alle drei:
Viertel nach drei !!!!
(Die Bedienung erscheint und die drei Damen bezahlen …)
Bedienung:
So … die Damen … Was hatten wir denn?
(Sie singt)
„Einmal Ananas, Marzipan, Kirsch und Banane …“
(Alle drei singen den Refrain: „Aber bitte mit Sahne!!!!“)
ENDE
Nr. 2 „Die Englisch-Stunde“
(Text und Idee: E. Rußkowski)
Darsteller:
Lehrerin, Schulrat, 9 Schüler/innen
Bühnenbild / Szene:
Eine Schulklasse mit der notwendigen Anzahl von Tischen und Stühlen, ein Pult, eventuell Zubehör wie Kartenständer und Tafel. Die Lehrerin erscheint (sehr streng mit Brille), alle Schüler/innen sitzen auf ihren Plätzen.
Lehrerin:
Good morning, boys and girls!
Schüler/innen: (Sehr müde und tränig im Chor)
Juuten Morrejen!
Lehrerin:
Sit down, please.
(mit erhobenem Zeigefinger)
Listen, children. This morning the „Schulrat” will visit us.
Schüler 1:
Watt iss loss? Wer kütt?
Lehrerin:
I said, the „Schulrat“ will visit us.
Schüler 2:
Hadder jehüürt? Mir kriejen Besooch!
(Alle Schüler/innen reden laut durcheinander, jubeln, stöhnen.)
Lehrerin (haut mit dem Lineal auf das Pult und schreit):
Be quiet, please!!
(Da keiner reagiert, schreit sie erneut:)
I said, be quiet, please!!!
(Die Schüler/innen murmeln noch einen Moment und werden dann ruhig.)
Schüler 3:
Watt will der „Dings“ dann he?
Lehrerin:
It is not „the Dings“! It‘s our „Schulrat”!
Schüler 3:
Jô. … Saach ich doch. … Watt will der dann he?
Lehrerin:
He will look after your English.
Schüler 1:
Aafter watt?
Schüler 4:
Kenns´ do nit „Aafter“, do Jeck?
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