Peter Zimmermann - Halt mir nur still

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Glanzmann, der Philosoph, hat den Faden verloren. In seinem Seminar sitzen drei Burschen, die niemand sonst zu sehen scheint, und behaupten, er habe nichts verstanden.Martin, der Handwerker, baut in seinem Garten einen Fischteich. Es könnte ein Paradies sein, wäre da nicht diese aufdringliche Ente.Monika, die Köchin, erhält Besuch. Sie weiß, um wen es sich bei dem Mann handelt, der im langen Mantel vor ihr steht. Am besten, sie bietet ihm einen Schnaps an. Dreizehn Menschen, von der Ärztin zur Bettlerin, vom Jäger zum Kaufmann, begegnen in diesem literarischen Zyklus über Sein und Vergehen dem Tod. Wie in den klassischen Totentänzen gestalten sich die Begegnungen mal tragisch, mal skurril, mal mit verborgenem Witz. Auch wenn am Sterben kein Weg vorbeiführt, handeln die Geschichten in erster Linie von der Zeit davor: von Streben und Begehren, Straucheln und Scheitern, und davon, was es braucht, um ein Leben gelingen zu lassen.

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Sie hört das Geräusch von Autoreifen auf Kies, Scheinwerferlicht gleitet über die Decke. Ruth steht auf und öffnet die Haustür, bevor sie anklopfen.

Berlinger blickt zu Boden. Neben ihm steht ein Junge, den sie noch nie gesehen hat. Die Uniform, die er trägt, ist ihm viel zu groß.

Ruth, sagt Berlinger.

Tränen steigen in ihre Augen. Ja?

Dein Mann und der Ruedi. Er räuspert sich. Sie haben auf Lussi geschossen. Und auf seine Begleiter.

Das ist nicht wahr! Du lügst!

Sie mussten sich wehren. Sie konnten nicht anders. Berlinger nimmt die Mütze vom Kopf.

Unter der Haut – Die Ärztin

Ein Fenster schlägt zu. Vor Schreck verschüttet Karin das halbe Glas Wein. Sie blickt nach draußen. Schwarze Wolken ziehen über den Himmel, in der Ferne zucken Blitze. Sie eilt in den Flur, kann ihre Hausschuhe nicht finden, schlüpft in Adrians Schlappen, die ihr viel zu groß sind, und rennt in den Keller. Dort nimmt sie den leeren Korb von der Waschmaschine und öffnet die Tür zum Garten. An der Wäschespinne flattern Hemden und Blusen, die Laken blähen sich im Wind. Eine kurze Treppe führt ins Freie, Karin nimmt zwei Stufen auf einmal, den Korb umarmt sie wie ein dickes Kind. Auf dem obersten Tritt rutscht der linke Fuß aus der Schlappe. Sie fällt rückwärts. Den Korb lässt sie nicht los.

Das Wohnzimmer ist in helles Licht getaucht. Karin sitzt am Esstisch und blickt auf die Umzugskartons, die noch immer in der Ecke stehen. Für einen Moment schließt sie die Augen und hält das Gesicht in die wärmende Sonne. Dann rückt sie den Stuhl zurecht und löst den Deckel vom Leuchtstift. Neben dem aufgeklappten Laptop liegt ein Stapel Kopien.

Wie lange musst du arbeiten?, fragt Adrian. Er steht im Flur, den Wäschekorb in den Händen.

Sicher den ganzen Morgen.

Es ist dein freier Tag, sagt er und nach einer Pause: Darfst du die Unterlagen überhaupt heimnehmen?

Das sind Fachartikel. Wäre es dir lieber, wenn ich in die Klinik fahre?

So habe ich das nicht gemeint.

Karin steckt die Kappe auf den Leuchtstift. Ich auch nicht.

Adrian nickt. Hast du noch etwas, das in die Wäsche kommt?

Nein.

Das Shirt, das du gerade trägst, vielleicht? Er stellt den Korb hin und bewegt den Zeigefinger auf und ab. Die Hose?

Sie lacht, dann merkt sie, dass er es ernst meint. Ich habe wirklich viel zu tun, sagt sie.

Klar. Er öffnet die Tür und schiebt den Korb mit dem Fuß ins Treppenhaus. Sehr geehrte Damen und Herren, sagt er, die frivole Einweihung unserer Wohnung ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir bitten um Geduld und wünschen einen schönen Tag.

Karin beobachtet, wie sich die Tür langsam schließt. Dass er immer alles ins Lächerliche ziehen muss!

Benommen kriecht Karin die Treppe hoch. Sie hebt den Kopf. Vor ihr im Gras steht ein Einkaufstrolley und daneben eine Frau. Sie trägt einen roten Rock, einen abgewetzten Kittel und hat silbern schimmernde Kopfhörer aufgesetzt.

Ich bin hingefallen, ruft Karin. Können Sie mir helfen?

Die Frau nimmt die Kopfhörer ab. Die sind toll, sagt sie. Da hörst du nur die Musik und sonst nichts. Wird alles herausgefiltert.

Ich bin gefallen, wiederholt Karin. Die Treppe runter.

Ja. Die Frau zieht zwei Bierbüchsen aus der Tasche. Sie ist füllig, ihre grauen Haare stehen in alle Richtungen ab. Trinkst du was mit mir?, fragt sie.

Karin schüttelt den Kopf. Mit den Fingern gleitet sie über ihren Schädel, tastet nach einer Wunde, findet aber keine. Das Schwindelgefühl wird schwächer.

Ich muss die Wäsche abhängen.

Wozu die Eile?, fragt die Frau und blickt zum Himmel. Das Gewitter ist vorübergezogen, die Bettlaken hängen schlaff im milden Licht der Abendsonne. Die Frau hat recht, die Wäsche kann warten. Karin richtet sich auf, streckt die Hand aus und nimmt die Büchse entgegen. Sie ist kalt, winzige Wassertropfen haften am Aluminium. Wohnen Sie hier?, fragt sie.

Die Frau zeigt mit dem Kopf zum Nachbarhaus. Du bist Ärztin?

Hat sich das bereits herumgesprochen?

Und wie ist es so?

Was?

Eine Ärztin zu sein.

Adrian hat sich umgezogen. Er stellt eine Tasse Kaffee und ein Glas Wasser neben den Laptop und setzt sich zu ihr.

Sie bedankt sich, streicht über seinen Arm und greift nach der Tasse.

Er legt sein Smartphone auf den Tisch, klopft mit den Fingern darauf herum und hüstelt. Er sieht Karin nicht an. Ich habe Simon angerufen, sagt er. Wir gehen was essen und danach – wir wissen es noch nicht. Ist das in Ordnung für dich?

Muss es wohl. Sie zieht die Beine an, blickt auf ihre nackten Füße, nippt am Kaffee. Ich dachte, wir verbringen den Nachmittag zusammen.

Das dachte ich auch. Er legt die Hand auf den Stapel Papier. Die erste Ladung Wäsche sei fertig, sagt er und fragt, ob Karin den Rest übernehmen könne.

Echt jetzt?

Wenn du eh zu Hause bist, sagt er in einem Ton, den sie kaum ertragen kann. Er beugt sich zu ihr und gibt ihr mit gespitzten Lippen einen Kuss. Ich weiß, dass du viel zu tun hast. Ich respektiere das. Aber mir fällt die Decke auf den Kopf. Er steht auf und steckt das Smartphone ein. Am Abend bin ich wieder zurück.

Die Frau scheint nett zu sein, ihre Neugier aufrichtig.

Wie es ist, Ärztin zu sein? Auf alle Fälle verändert es den Blick, sagt Karin, so wie immer, wenn sie auf ihren Beruf angesprochen wird. Sie verschränkt die Arme vor der Brust und fragt: Was ist das wichtigste Organ des Menschen?

Die Frau schüttelt den Kopf.

Die Haut. Stellen Sie sich vor, wir hätten keine. Was für ein Anblick! Blut und Schleim und Fleisch. Mit so etwas will man sich nicht paaren, oder? Ohne Hülle gäbe es keine Schönheit des Menschen, keine Anmut und Pracht.

Die Frau nickt ohne Anflug eines Lächelns. Dann zeigt sie auf die Gartenstühle vor der Hauswand und legt die Hand auf Karins Arm. Setzen wir uns, sagt sie.

Karin steht vor der Waschmaschine, die Bedienungsanleitung in der Hand. Im Keller ist es kühl, ihr fröstelt. Sie stellt die Temperatur auf vierzig Grad, stopft Kleider und Laken in die Trommel. Wie Adrian das Smartphone auf den Tisch gelegt hat! Die kunstvollen Pausen zwischen den Sätzen. Die ruhige Stimme, kein Riss in der Fassade.

Später hängt sie die Wäsche auf. Die Julisonne brennt auf ihren Nacken. Elstern hüpfen übers Gras, machen sich davon, als eine Katze durch den Zaun schlüpft. Karin lockt sie zu sich, krault ihr den Kopf. Für einen kurzen Augenblick lässt es die Katze geschehen. Danach zieht sie weiter, bestimmt spürt sie, was in Karin gärt.

Oben in der Wohnung liest sie den letzten Artikel zu Ende. Sie holt eine Flasche Weißwein aus dem Kühlschrank, trinkt das Glas in einem Zug leer, schenkt nach und setzt sich auf die Couch. Jetzt habe ich Zeit, sagt sie zur kahlen Wand.

Vor drei Wochen seien sie hergezogen, sagt Karin. Sie habe eine neue Stelle angetreten. Alles ein wenig drunter und drüber, sagt sie. Ich habe unendlich viel zu tun.

Wieder legt die Frau die Hand auf ihren Arm. Und heute? Wie geht es dir heute?

Mein Freund hat mich die Wäsche machen lassen. Karin trinkt vom Bier. Wäre sein Job gewesen. Stattdessen haut er einfach ab.

Ach je.

Am schlimmsten ist, dass er so tut, als wäre alles in Ordnung. Wenn er seine Wut wenigstens einmal zeigen würde, damit wir uns richtig streiten können.

Ja, sagt die Frau. Manchmal klären sich im Streit die Dinge.

Er fühlt sich vernachlässigt, wissen Sie? Weil ich so viel arbeite.

Die Frau nickt und stößt ein tiefes Brummen aus. Sie sagt: Womöglich liegt unter der Anmut der Haut nichts anderes als die Schönheit des Herzens.

Wie bitte?

Womöglich ist dein Freund gar nicht wütend. Vielleicht musste er einfach mal raus, für sich sein, spüren, dass er unabhängig ist.

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