Joachim Ringelnatz - Flugzeuggedanken

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Inspiriert vom ersten Transatlantikflug von Ost nach West im Jahr 1928 verfasst Joachim Ringelnatz für die Wochenzeitschrift Simplicissimus sein erstes Gedicht über das Fliegen. Die Faszination für die Fortbewegung durch die Höhen der Lüfte inspirierte ihn zu zahlreichen Gedichten, die in diesem Sammelband vereint sind. Eine Ode an das Fliegen, aber auch ein humoristisch wie auch nachdenklicher Blick auf das Thema Flugreisen. -

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Ich bin ein ungezognes Kind,

Weil meine Eltern Säufer sind.

Verzeih mir, daß ich gähne.

Beschütze mich in aller Not,

Mach meine Eltern noch nicht tot

Und schenk der Oma Zähne.

An ein startendes Flugzeug

Da stehst du in nächster Nähe

Vor mir, stumm, starr, dumm und grau.

Torkle davon, du listige Krähe,

Töff töff und surr und dann auf in das Blau.

Weiß ich doch, daß du ganz genau weißt,

Was du zu tun hast, damit du fliegst.

Wenn du so leicht in den Lüften kreist,

Ein wenig wippst und ein wenig dich wiegst,

Fehlt nur noch, daß du trillerst und singst

Wie ein Vogel im erdfernen Glück.

Ach dann scheint uns: Am liebsten gingst

Du gar nicht wieder zum Boden zurück.

Um Gottes willen, du Loser, entrinn nicht

Der Erde, die doch menschlich dich schuf.

Überstürz dich auch nicht und besinn dich

Auf unser Vertraun und auf deinen Beruf.

Stalltüren

Zwei dicke Elefanten

Wollten inkognito

Heimwandern. Doch alle Passanten

Erkannten die Elefanten

Als Flüchtlinge aus dem Zoo.

Und wenn sich auch niemand getraute,

Sie anzufassen, ward ihnen doch klar,

Daß man ihre Absicht durchschaute

Und daß nun bald was im Gange war.

Verfolgt von einem großen Heer

Von Schauvolk und Soldaten

Und Autos, Mob und Feuerwehr

Schwenkten sie links und betraten

Zwei Eingänge einer Bedürfnisanstalt –

Für Herren und für Damen –

Und äpfelten. – Schutzleute kamen

Und haben sie niedergeknallt.

Dickhäuter

Ein Elefant von vorn sieht fast

So aus wie ein Nilpferd von rückwärts.

Sie tragen beide schwere Last,

Manchmal pechwärts und manchmal glückwärts.

Sie tragen unter zementiger Haut

Viel Weiches und viel Zartes.

Wer richtig in ihren Rachen schaut,

Gewahrt es.

Sie lassen von Leuten, die außen weich,

Innen hart sind, sich erschießen.

Ich glaube: Ihr kommt ins Himmelreich,

Ihr Riesen!

Der Flieger, der die Erde umkreist,

Kriegt Ähnliches in Sicht.

Wie die Fliege, die euch belästigt, nicht beißt,

Beißen kann sie euch nicht.

Museumsschweigen

Wie's Gedanken gibt,

Die durch Stein und Welten gehn,

Kann's geschehn,

Daß die Fliege den Ichthyosaurus liebt.

Still ist's im Museumssaal.

»Lieber Freund, ich liege

Fest in Bernstein«, sagt die Fliege,

»Bernstein ist ein Mineral.

Und ich liebe dich, du Riesenexemplar,

Und ich möchte deinetwegen

Nur noch einmal Eier legen.«

»Bernstein?

Kann gern sein«,

Sagt das Ichthyosau,

»Aber ich bin auch eine Frau,

Eine sehr entschlossene sogar.

Weil ich noch in dem Momente,

Als gewisse Elemente

Mich erstickten, noch ein Kind halb gebar.«

»Eier oder lebendig – –«,

Sagt die Fliege, »Wir wohnen

Beide auf der Welt seit Millionen

Jahren. – Wissen Sie die Zahl noch auswendig?«

»Nicht so ganz genau«,

Sagt Frau Ichthyosau,

»Aber wollen wir doch nicht sentimental

Flöten oder winseln.

Nein, versuchen wir jetzt wieder einmal,

Ganz verliebt einander anzublinzeln.«

Da betrat den Museumssaal

Der pensionsberechtigte Museumswärter.

Und da blinzelten die beiden nicht.

Denn solch Wärter

Tut eben seine Pflicht

Und schürft nicht tiefer.

Denn Beamtenpflicht ist härter

Als Bernstein und Schiefer.

Madonnengesichter

Schwer zu ertragen

Ist Dummheit, wenn sie verschlagen

Ist oder sich überhebt.

Aber im Grunde der Dummheit lebt

Das wehrlos Naive.

Der Dummheit schöne Tiefe

Ist kein Loch.

Hat sie doch

Keinen richtigen Rand

Wie etwa Löcher in Strumpf, Flöte, Sand.

Huren, sich einsam zur Weihnacht berauschend;

Wassermädchen, den Gästen lauschend;

Mägde, die wartend vorm Haus stehn,

Können ergreifend schön aussehn.

Je mehr Verzicht

Aus der Dummheit spricht,

Desto tiefer neigt

Desto höher steigt

Sie. – Warum zagte der Dichter

Vor dem Titel »Madonnengesichter«?

Klein-Dummdeifi

Klein-Dummdeifi ging vorüber,

Witzig wie ein Nasenstüber.

Doch ihr schnippisches Geschau

Spielte Hochmut und verneinte,

Ungefragt, was ich nicht meinte,

Sah in mir nur »Kerl zur Frau«.

Daß ich beinah um sie weinte,

Ahnt sie nicht. Ihr eignes, scheues

Proletarisch, tierisch treues

Abwehr-Notgesicht

Kennt sie nicht.

Hab mit ihr nicht angebandelt,

Liebte, schwieg und ging.

Klein-Dummdeifi, junges Ding!

Du und ich! – Die Zeit verwandelt.

Ob auch mir jemals jemand begegnete,

Der mich dumm fand und doch segnete? –

Zimmermädchen

Die Zimmermädchen der Hotels,

Die meine Betten schlagen und dann glätten,

Ach wenn sie doch ein wenig Ahnung hätten

Vom Unterschiede zwischen Polster und Fels.

Ach wüßtet ihr, wie süß ihr für mich ausseht

Im Arbeitskleid, ihr Engel der Hotels!

Wenn wirklich eine heimlich mit mir ausgeht,

Dann trägt sie Seide und trägt sogar Pelz,

Sei's auch nur Wunderwandlung Hasenfells.

Dann im Café krümmt ihr beim Tasseheben

Den kleinen, roten Finger nach Manier.

Und du merkst nicht, wie gern ich doch mit dir

Oft eine Stunde möchte unmanierlich leben.

Und würde dann – nebst Geld – als Souvenir

Ein schließend, stilles, zartes Streicheln geben.

Und würdet ihr dies Streicheln doch nicht spüren.

Denn ihr bedient nur Nummern an den Türen.

Und wenn sie schlichte Ehre eng verschließen,

Dann dienen sie, da andere genießen.

Hab ich euch tausendmal in Korridoren

Heiß zugesehn und heiser angesehn,

Was ich erträumte, war voraus verloren.

Denn meine Liebe könnt ihr nicht verstehn.

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