Joachim Ringelnatz - Flugzeuggedanken

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Inspiriert vom ersten Transatlantikflug von Ost nach West im Jahr 1928 verfasst Joachim Ringelnatz für die Wochenzeitschrift Simplicissimus sein erstes Gedicht über das Fliegen. Die Faszination für die Fortbewegung durch die Höhen der Lüfte inspirierte ihn zu zahlreichen Gedichten, die in diesem Sammelband vereint sind. Eine Ode an das Fliegen, aber auch ein humoristisch wie auch nachdenklicher Blick auf das Thema Flugreisen. -

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Bei einer Frau, der Sänger.

Sie staunte über seinen Fraß

Und wurde immer länger.

Der Sänger auf die Bühne trat,

Schlicht, ohne sich zu rühmen.

Ein Hauch von Bier und Fleischsalat

Verlor sich in Parfümen.

Der Sänger sang das hohe C.

Der Beifall wuchs und tobte.

Die Dame in der Loge B

Stand auf und garderobte.

Der Sänger stürzte aus dem Haus

In den verschneiten Garten.

Die Dame folgte, einen Strauß

Auspackend, voll Erwarten.

Der Sänger lüpfte seinen Frack

Und duckte sich im Garten.

Es klang wie »Schlacht am Skagerrak«.

Die Dame mußte warten.

Vom langen Stehn im nassen Schnee

Holt man sich Rheumatismus. –

Der Sänger mit dem hohen C

Kennt seinen Mechanismus.

Gedanken an Wedekind

(März 1928)

Wedekind war immer interessant,

Ein Stoßhorn in die häßlich mittlere Welt.

Wahrscheinlich hat er mich nie gekannt.

Ich bin ihm wohl zehnmal vorgestellt.

Das letzte Mal hatten wir eine absurde,

Mir unvergeßliche Stunde mitnand,

Als ich zum Kriege gerufen wurde

Nach dem Nordseestrand.

Und als ich zurückkehrte,

War der Verehrte

Verstorben.

Mehr bekämpft als umworben,

Hat er doch trotzig gesiegt.

Ehrliche und unehrliche Feinde

Haben doch ihn nicht kleingekriegt.

In seiner treuen Gemeinde

Will ich mitgenannt sein.

Ich senke jetzt meine Nase

Zu einem stillen Glase

Wein.

Apropos:

Wein gibt sich anders als Bier. Und wo

Ist in München die Wedekindstraße?

Freunde, die wir nie erlebten

Ihr, die nie ich sah,

Nimmer menschlich sehe,

Seid mir nun so nah,

Wenn ich einsam gehe.

Was ich weiß, nicht wußte

Über euch, hab ich's versäumt?

Ich's verfehlt? –

Oder mußte

Fern vergehn, was ich erträumt? –

Schenkte Gott die Kunst, das Wort

Ferner, Toter nachzulesen.

Ach wie heiß mich das beschlich:

Dann und dann und da und dort

Ist ein Herz wie meins gewesen,

Still für sich.

Tröstliches Gefühl: Es dächte

Später wer so über mich. –

Keine aller Erdenmächte,

Wär sie noch so übermütig,

Kann uns trennen,

Die wir Gleiche sind zu nennen.

Denn wir waren nie gesellt,

Weil der Gott uns weise, gütig

Fern vonander aufgestellt,

Wissend um die Welt.

An der alten Elster

Wenn die Pappeln an dem Uferhange

Schrecklich sich im Sturme bogen,

Hu, wie war mir kleinem Kinde bange! –

Drohend gelb ist unten Fluß gezogen.

Jenseits, an der Pferdeschwemme,

Zog einmal ein Mann mit einer Stange

Eine Leiche an das Land.

Meine Butterbemme

Biß ein Hund mir aus der Hand. –

O wie war mir bange,

Als der große Hund plötzlich neben mir stand!

Längs des steilen Abhangs waren

Büsche, Höhlen, Übergangsgefahren. –

Dumme abenteuerliche Spiele ließen

Mich nach niemand anvertrauten Träumen

Allzuoft und allzulange

Schulzeit, Gunst und Förderndes versäumen. –

Hulewind beugte die Pappelriesen.

O wie war mir bange!

Pappeln, Hang und Fluß, wo dieses Kind

So viel heimlichstes Erleben hatte,

Sind nicht mehr. Mir spiegelt dort der glatte

Asphalt Wolken, wie sie heute sind.

Fliegerleute

(1928)

Vielleicht wird sich das später ändern.

Auch ist es vielleicht in verschiedenen Ländern

Anders. Doch wie das in Deutschland heute

Liegt, muß ich sagen: Die Fliegerleute,

Piloten, Bordmonteure, Flugleiter,

Bezirksleiter, Funker und so weiter,

Auch die im Büro und der luftige Boy

Sind goldige Kerls. – Ihnen Gutes! Ahoi!

Nur ehrliche Leistung bringt nach der Ferne

Durch Wetter und Wogen ein Schiff.

Doch bei der Luftfahrt kommt die moderne

Weltmännische Bildung hinzu und der Schliff.

Humorvoll und kühn, sich beherrschend, bescheiden –.

Heraus ohne Schmeichelei:

Ich mag diese Kerls leiden.

Ihre Welt ist noch frei.

So, wie sie sind, und dort, wo sie sind,

Wehn alle Flaggen und ein guter Wind.

Wie wohl das heute tut.

Prost Fliegerleute, ich denke an euch!

Ändert euch nicht. Ich schwenke vor euch

Meinen Hut.

Dreiste Blicke

Über die Knie

Unter ein Röckchen zu schaun – –

Wenn sie doch das und die

Haben, die schönen Fraun!

Über einen öffnenden Saum

In Täler zwischen Brüstchen

Darf Blick wie stiller Traum

Stürzen sein Lüstchen.

Sollen doch Frauen auch

So blicken, – nicht schielen –

Wenn Arm, Popo und Bauch

In Fältchen spielen.

Nimm, was der Blick dir gibt,

Sei es, was es sei.

Bevor sich das selber liebt,

Ist's schon vorbei.

Streit

Mächtig ist die Ehrlichkeit.

Glückt es listigen Gewalten,

Sie im Gradweg aufzuhalten,

Immer nur für kurze Zeit.

Doch die kurze Zeit kann lang sein,

Länger als ein Flügelheben,

Länger als ein wartend Leben,

Und das Ehrliche kann bang sein.

Die um Falsch und Ehrlich deuten,

Ältere mit jüngren Leuten,

Irreleitend, irrgeleitet,

Wie's um Falsch und Ehrlich streitet – –,

All die Zeit, die sie vergeuden,

Könnte die mit Lustspielfreuden

Besser ausgenossen sein?

Ich sag: Nein!

Wenn ich doch so ehrlich wäre

Wie ein neugebornes Kind,

Und mich trüge dann ein Wind –

Freiballons – ins Ungefähre.

Schlag mich einer flach und breit:

Mächtig ist die Ehrlichkeit.

Wie machen wir uns gegenseitig das Leben leichter?

Wir haben zu großen Respekt vor dem,

Was menschlich über uns himmelt.

Wir sind zu feig oder sind zu bequem,

Zu schauen, was unter uns wimmelt.

Wir trauen zu wenig dem Nebenuns.

Wir träumen zu wenig im Wachen.

Und könnten so leicht das Leben uns

Einander leichter machen.

Wir dürften viel egoistischer sein

Aus tierisch frommem Gemüte. –

In dem pompösesten Leichenstein

Liegt soviel dauernde Güte.

Ich habe nicht die geringste Lust,

Dies Thema weiter zu breiten.

Wir tragen alle in unsrer Brust

Lösung und Schwierigkeiten.

An Alfred Schloßhauer

Lieber Alfred Schloßhauer,

Du wußtest nie, was in mir um Dich warb.

Ich sah Dich einst in tiefster stiller Trauer

Um einen Freund, der Dir entstarb.

Was rauh und stacheldrähtig uns verband,

Verlegner Witz und scheuer Stichelscherz,

Ich sah Lücken darin, doch hinter Lücken Herz.

Und hinterm Herzen weites offnes Land.

Weil Du mir so im Innersten gefällst,

Bitte ich Dich – doch prüfe dieses kühl –:

Bewahre mir ein Stück von dem Gefühl,

Was jenem Freund Du schenktest und behältst.

Kindergebetchen

Erstes

Lieber Gott, ich liege

Im Bett. Ich weiß, ich wiege

Seit gestern fünfunddreißig Pfund.

Halte Pa und Ma gesund.

Ich bin ein armes Zwiebelchen,

Nimm mir das nicht übelchen.

Zweites

Lieber Gott, recht gute Nacht.

Ich hab noch schnell Pipi gemacht,

Damit ich von dir träume.

Ich stelle mir den Himmel vor

Wie hinterm Brandenburger Tor

Die Lindenbäume.

Nimm meine Worte freundlich hin,

Weil ich schon sehr erwachsen bin.

Drittes

Lieber Gott mit Christussohn,

Ach schenk mir doch ein Grammophon.

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