Ludwig Bechstein - Rheinsagen
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Den Stauffacher schmerzte die Rede sehr; aber sein kluges Weib tröstete ihn und sagte zu ihm, er solle sich doch umtun bei anderen Freunden und mit ihnen Rats pflegen, daß es anders werde. Da ging Werner Stauffacher gen Uri zu einem Freund, der hieß Walter Fürst, und bei diesem fand er Arnold vom Melchthal, der sich noch flüchtig hielt. Und da ratschlagten die drei miteinander und wurden eins, daß sie noch andere treue und vertraute Männer aufsuchen und mit ihnen einen Bund gegen den Druck der Vögte schließen wollten. Das gelang ihnen vortrefflich, und es ward ein großer heimlicher Bund, zu dem traten auch viele von ritterlichem Geschlecht; denn die Vögte waren auch ihnen aufsässig und nannten sie Bauernadel und adelige Kuhmelker.
Darauf erkieseten die Männer des Bundes zwölf aus ihrer Mitte als ihren Vorstand, die kamen zusammen und tagten in ihren Sachen auf einer Matte, die man nennt das „Rütli“, am Vierwaldstätter See. Da rieten die von Unterwalden, man solle noch verziehen und warten, weil es schwer wäre, in aller Schnelle die festen Plätze, wie Sarnen und Roßberg, zu gewinnen, und wolle man sie belagern, so gewinne der Kaiser Zeit, ein Heer zu senden, das sie allzumal aufreiben werde. Man solle lieber die Schlösser mit List gewinnen, niemand töten, der sich nicht bewaffnet widersetze, allen übrigen freien Abzug gewähren und dann die Festen bis auf den Boden schleifen. Als die Männer so tagten und den großen Bund beschwuren, da entsprangen der Matte heilige Quellen.
Nun geschah es, daß ein Mann aus Uri, Wilhelm Tell geheißen, etliche Male achtlos an Geßlers Hut vorüberging und ihm keine Reverenz machte. Kaum ward das angezeigt, so ließ der Vogt ihn vor sich kommen. Tell aber sprach: „Ich bin ein Bauersmann und vermeint’ nit, daß soviel an dem Hut lieg’; hab’ auch nit sonder acht darauf gehabt.“ Da ergrimmte der Vogt, schickte nach des Tellen allerliebstem Kind und sagte: „Du bist ja ein Schütz und trägst Geschoß und Gewaffen mit dir herum; jetzt schieße diesem deinem Kind einen Apfel vom Kopf!“ — Dem Tell erschrak das Herz, und er sprach: „Ich schieße nicht; nehmt lieber mein Leben!“ — „Du schießest, Tell!“ schrie der Landvogt, „oder ich lasse dein Kind vor deinen Augen und dich hinterdrein niederstoßen.“ Da betete der Tell innerlich zu Gott, daß er seine Hand führe und des liebsten Kindes Haupt schirme. Und der Knabe stand still und zuckte nicht, und Tell schoß und traf den Apfel. Da jauchzte das Volk laut auf und umjubelte den Tell, den meisterlichen Schützen.
Das verdroß erst recht den Geßler, und er schrie den Tell an, der noch einen Pfeil im Koller hatte: „Du hast noch einen Pfeil, Tell; sag an, was hätt’st du getan, wenn du dein Kind getroffen?“ Tell antwortete: „Das ist so Schützenbrauch, Herr.“ — „Nein, das ist eine Ausrede, Tell!“ antwortete der Landvogt. „Sag es frei; ich sichere dich deines Lebens.“ — „Wenn Ihr es denn wissen müßt,“ sprach Tell, „und mich meines Lebens versichert, so höret denn: traf ich mein Kind, so hätte dieser Pfeil Euer wahrlich nicht fehlen sollen!“ —; „Ha, du Schalk und Erzbösewicht!“ schrie der Landvogt, „das Leben hab’ ich dir versichert, aber nicht die Freiheit. Ich will dich an einen Ort bringen, wo weder Sonne noch Mond dich bescheinen soll!“ Hieß alsobald seine Knechte den Tell binden und ihn in sein Schiff bringen, darin er über den Vierwaldstätter See fahren wollte und von Weggis nach Küßnacht reiten.
Da schuf Gott der Herr einen Sturmwind und ein schrecklich Ungewitter, daß das Wasser ins Schiff schlug. Da sagten die Schiffsleute dem Landvogt, daß der Tell der beste Schiffslenker sei, der allein könne sie noch aus der Todesgefahr retten. Darauf ließ der Landvogt den Tell losbinden; der ruderte flugs mit starken Armen und brachte das Schifflein nach dem rechten Ufer, wo das Schwyzer Gelände sich hinabsenkt. Da war ein Vorsprung mit einer Felsenplatte, auf diese sprang plötzlich der Tell mit seinem Geschoß, das er rasch ergriff, stieß mit Gewalt das Schifflein von sich und ließ es durch die Wellen treiben. Des erschraken der Landvogt und seine Leute mächtig; Tell aber entfloh eilend auf Pfaden, die ihm wohlbekannt waren.
Als die im Schiff bei Laupen 1 ) waren, legte sich der Sturm. Geßler ließ aber dennoch bei Brunnen 2 ) anlegen; denn er fürchtete sich vor dem Ungestüm der Seen. Tell wandelte auf Bergpfaden hoch über den Seetälern und sah, wohin der Landvogt zog. Und da fand sich zwischen dem Art 3 ) und Küßnacht eine hohle Gasse, dort harrte Tell des Vogts. Und als er durch die hohle Gasse dahergeritten kam, schoß ihn der Tell mit dem aufgesparten Pfeil vom Rosse herunter, wie ein Jäger eine wilde Katze vom Baume schießt. Nach solcher Tat wich der Tell von hinnen, kam im Dunkel der Nacht im Lande Schwyz in des Stauffachers Haus zu Steinen, eilte dann durchs Gebirg zu Walter Fürst in Uri und sagte allen an, was sich zugetragen und daß es jetzt an der Zeit sei, loszuschlagen und das fremde Joch abzuschütteln.
Nun war es nicht mehr weit hin bis zum neuen Jahr; denn als der Bund auf dem Rütli tagte, war schon Wintermond. Und da ward zuerst Roßberg mit List eingenommen von den Unterwaldnern und darauf Sarnen ohne Schwertschlag. Und es mußten alle Dienstleute der Vögte Urfehde geloben und schwören, nimmer wieder in das Schweizerland zu kommen. Das noch nicht fertig ausgebaute Schloß Zwing-Uri wurde wie die genannten Schlösser der Erde gleichgemacht, und Werner Stauffacher brach Schloß Louvers, das in den See hineingebaut stand.
Da nun Kaiser Albrecht von allen diesen Dingen die Kunde vernahm, geriet er in großen Zorn und nahm gleich ein Kriegsheer, die Schweizer zu züchtigen. Aber auf diesem Zuge, da er durch den Aargau ritt und gen Brugg wollte, wurde er von seinem eigenen Neffen, Johann, Herzog von Schwaben, ohnweit Königsfelden meuchlings erschlagen. Darum behielten die Schweizer Frieden und ihre Freiheit bis auf den heutigen Tag.
Das ist die Sage von der Schweizer Bündnis und der Tat des Tell. Ja, die drei ersten Gründer des Bundes der Schwyzer, Unterwaldner und derer von Uri — denen sich dann Zürich, Luzern, Zug, Glarus, Freiburg und Solothurn anschlossen, denen endlich Schaffhausen und Appenzell folgten — galten und gelten dem Landvolke als drei Telle, die in einer Felskluft verzaubert schlafen, wie Kaiser Friedrich im Kyffhäuser und Kaiser Karl im Untersberge. Sollte das Schweizer Vaterland in Not kommen, so werden die drei Telle aus ihrer Gruft hervorgehen und es aufs neue befreien. Den Weg zu ihrer Höhle weiß keiner. Nur zufällig kam einst ein Hirte, der einer verlaufenen Ziege nachging, an eine Höhle; da fand er die drei Männer, und der eine Tell richtete sich vom Schlummer auf und fragte: „Welch’ Zeit ist’s auf der Welt?“ — „Hochmittag!“ antwortete der Hirte. „So ist’s noch nicht an der Zeit!“ sprach der Tell und legte sich wieder zum Schlummer hin. Keiner hat nachher die Höhle wiedergefunden.
Der Pilatus und die Herdmanndli1 )
In der ganzen Schweiz, im Berner und Luzerner Land, im Haslital und fast allenthalben gehen Sagen von Zwergen und Berggeistern, die sich vielfach ähnlich sind. Absonderlich viel Redens ist von dem hohen Berge Pilatus und den Zwergen, die in seinem Geklüft wohnen, die heißen Herdmanndli.
Der Pilatus ist der rechte Blocksberg der Schweiz, auf lateinisch mons pileatus (Hutberg) geheißen, weil im Land die bekannte Regel geht:
„Hat der Pilatus einen Hut,
so steht im Land das Wetter gut.“
Aber es geht die Sage, daß nach Christi, unsers Herrn, Leiden, Tod und Auferstehung der römische Landpfleger Pilatus in dieses Land gezogen sei, oder gar, daß der Satan ihn hergetragen. Und da habe er am Berge den ungeheuerlichen See gefunden, der weder Zu- noch Abfluß hat und wegen der unergründlichen Tiefe schwarz und gräßlich anzusehen ist, ein unheimlicher Moorgrund. In diesen See habe sich der römische Landpfleger gestürzt, weil sein Gewissen ihn fort und fort gepeinigt; andere sagen, der Teufel habe ihn hineingesteckt. —
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