John Densmore - Music Lovers

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Doors-Schlagzeuger John Densmore: Auf der Suche nach der Seele der Musik
Seit dem Ende der Doors vor knapp fünfzig Jahren hat John Densmore beinahe mehr als Autor denn als Musiker von sich reden gemacht. Er verfasste zwei Bücher über seine frühere Band – seine Autobiografie «Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors» verkaufte sich weltweit knapp eine halbe Million Mal – und schrieb für den «Rolling Stone» und die «Los Angeles Times». Jetzt hat er sich Zeit für eine ganz andere Art des Rückblicks genommen und mit Blick auf seine zahllosen Begegnungen mit anderen Künstlern nach dem besonderen Etwas geforscht, das ihre Kreativität ausmacht.
In «Music Lovers» geht Densmore auf die Suche nach der Seele, die hinter bewegender Musik oder bewegenden Gedanken steht, nach der mystischen Kraft, die dazu führt, dass ein Song über die Grenzen von Ort und Zeit hinweg viele Menschen auf ganz unterschiedliche Art berührt. Dabei hat er sich vor allem gefragt, wer ihn selbst nachhaltig beeindruckt hat und welche Erfahrungen mit der Musik anderer ihn beeinflussten und inspirierten.
Daraus entstand eine bewegende Sammlung von Erinnerungen, in der er zahlreiche große Rockstars zu Wort kommen lässt. Jerry Lee Lewis, Willie Nelson, Lou Reed, Patti Smith, Paul Simon, Van Morrison – die Liste jener, die sich mit ihm über die spirituelle Energie der Musik austauschten, ist schier endlos. Zwei Musiker spielen jedoch eine ganz besondere Rolle in diesem Buch: seine beiden Bandkollegen Jim Morrison und Ray Manzarek, an die sich Densmore mit großer Innigkeit erinnert und deren Schaffenskraft er hier noch einmal ein Denkmal setzt.

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Nicht allzu lange, nachdem Fred seinen Hut hatte nehmen müssen, brachen Studentenrevolten über den Campus herein. Es schien fast so, als ob die Leute, die unsere Colleges leiteten, nicht wirklich wussten, wie die Studentenschaft tickte. Ihre Haltung erinnerte mich ein wenig an Antonin Scalia, einen inzwischen verstorbenen Richter am Obersten Gerichtshof der USA. Er grämte sich angesichts der Legalisierung der Homo-Ehe und sah in den Hippies die Hauptschuldigen für diese Entwicklung. Offenbar hatten sie eine respektlose Einstellung gegenüber der Institution Ehe gezeigt. Scalia war von Ronald Reagan ernannt worden. Auch er war ein großer Hippie-Hasser. Heute, im Jahr 2020, protestieren die Studenten (schon wieder diese verdammten jungen Leute!) gegen die Erhöhung der Studiengebühren.

Es ist offenkundig, was die Hochschulverwaltung vor 50 Jahren an Professor Katz auszusetzen hatte: Er wich vom Lehrplan ab und sprach einfach aus, was ihn so beschäftigte. Doch er sprudelte förmlich über vor Vitalität und Lebensfreude – und das war die allerbeste Lektion.

Ich habe eigentlich immer noch ein Jahr am College vor mir, in dem ich 30 Kurspunkte sammeln muss, bevor ich meinen Bachelor in Anthropologie erhalte. Aber ich glaube nicht, dass ich mir das noch antun werde. Allerdings erwies ich Fred Katz noch einmal die Ehre, als er schon in seinen Neunzigern war. In der Los Angeles Times hatte ich gelesen, dass das überaus ehrwürdige Skirball Cultural Center nach 20 Jahren eine Neuauflage von Freds Wohnzimmer-Konzerten organisierte. Da durfte ich nicht fehlen und saß in der zweiten Reihe. Die Bühne war mit Stühlen und Sofas ausstaffiert, um eine einwandfreie Wohnzimmer-Atmosphäre zu garantieren. Die Kulisse war dem tatsächlichen Wohnzimmer des Professors nachempfunden, in dem er jahrelang Jam-Sessions veranstaltet hatte.

Seinerzeit kreuzten etliche klassisch ausgebildete Musiker bei ihm zuhause auf. Immerhin hatte Fred in seinen jungen Jahren bei Pablo Casals gelernt. Aber auch eingefleischte Jazzer standen auf der Matte. Schließlich hatte Fred mit Dexter Gordon, Charles Mingus, Lester Young, Lena Horne, Tony Bennett, Gerry Mulligan, Ken Nordine und Buddy Collette gespielt, um nur ein paar zu nennen, und mit Jim Hall, Paul Horn, Eric Dolphy, Gábor Szabó und Charles Lloyd musiziert, um noch ein paar weitere Jazz-Granden zu erwähnen.

Der Maestro jammte ein bisschen auf seinem Cello, nahm auf einer Couch Platz und begann drauflos zu plaudern. Der Mann liebte es zu quasseln. Er dankte uns dafür, dass wir zur Probe für seinen 92. Geburtstag erschienen waren. Er erzählte Witze. Dann spielte er noch mehr Musik. Die Warmherzigkeit, die den Raum erfüllte, war förmlich greifbar. Es fühlte sich so an, als hätte er tatsächlich alle 200 Anwesenden zu sich in sein Wohnzimmer eingeladen. Wieder einmal wurde einem klar, was die College-Leitung so an Fred Katz frustriert hatte: Seine eindrucksvollste Lektion bestand schlicht darin, wer er war.

Am Ende der Festivitäten wartete ich zunächst noch ein bisschen, ging dann aber doch zu ihm hinüber und stellte mich ihm noch einmal vor. Professor Katz rief mit lauter Stimme: „Hey, du bist der Typ von den Doors! John! Der Schlagzeuger!“ Das war einerseits sehr schmeichelhaft, andererseits aber auch ein bisschen peinlich. Doch wenn es meinen Mentor glücklich machte, mich zu sehen, dann machte mich das erst recht glücklich! Wir verabschiedeten uns und ich fuhr ganz selig heimwärts.

Etwa einen Monat später kam Freds Herz hingegen endgültig zum Stillstand. Sein Geist flog nun jedoch noch höher als jemals zuvor. Die Berichterstattung über sein Ableben überschlug sich nur so vor Superlativen: „Sein großes musikalisches Genie ist nunmehr überall! Es durchdringt den Äther! Es erfüllt den Ozean! Man kann sich überall mit ihm in Verbindung setzen. Es ist für alle verfügbar! Man muss nicht mal mehr eine Eintrittskarte kaufen. Seine Liebe und seine Weisheit kennen keine Grenzen! Dieser Mann, der das Leben so geliebt hat, ist nun ein Schutzengel! Ruft ihn einfach an … er wird euch stets erhören. Er wird euch allen mittels Schallwellen eine Nachricht zukommen lassen.“

IV.

Elvin Jones

* * *

Auf Messers Schneide

Vom Rand aus überblickt man besser das große Ganze.

Als jugendlicher Schlagzeuger stolperte ich über John Coltranes Schallplatten und spürte, dass hier etwas Magisches vonstattenging. Ich war noch zu jung, um begreifen zu können, was mich so ansprach. Allerdings wusste ich, dass das unablässige „Suchende“ in Elvin Jones’ Schlagzeugspiel mich in einen Trance-Zustand zu versetzen vermochte. Jones bediente sich des Rhythmus’, um mit der Ewigkeit in Kontakt zu treten.

Am allerwichtigsten für Schlagzeuger – und eigentlich für alle Musiker – ist ein ausgeprägtes Taktgefühl, eine Art verinnerlichtes Metronom, um ein gleichmäßiges Tempo halten zu können. Ohne dieses Gespür sind sie nämlich nicht in der Lage, in einen hypnotischen Zustand der Zeitlosigkeit einzutreten. Wenn man jegliches Gefühl für das richtige Tempo vermissen lässt, wird einem auch kein technischer Schnickschnack weiterhelfen.

Der Jazz-Titan Thelonius Monk brachte es perfekt auf den Punkt, als er eine Liste der zehn wichtigsten Eigenschaften erstellte, die ein guter Musiker benötigt. Ganz oben stand bei ihm das Timing: „Vor allem, wenn du nicht der Schlagzeuger bist!“ Das war ein richtig cleverer Kommentar. Monk wusste, dass ein Saxofonist zwar wie ein Irrer Solos vom Stapel lassen konnte, es aber alles nichts nutzte, wenn das innere Metronom nicht richtig eingestellt war. Wenn es einem am musikalischen Timing mangelt, fühlt es sich an, als würde man im Krankenhaus auf einer Pritsche liegen und dabei zusehen müssen, wie das eigenen EKG auf und ab fluktuiert.

Mein Mentor Elvin Jones brach am 18. Mai 2004 zur anderen Seite durch. Doch sein Schaffen hinterm Schlagzeug war so einprägsam und stark, dass man seinen Puls noch über Jahrhunderte hinweg wird vernehmen können. Elvin Jones, diese polyrhythmische „Jazz-Maschine“ und der Motor hinter Coltrane, war über den Jordan. Er hatte eine bahnbrechende Vorarbeit für alle anderen Takthalter geleistet. Er war der erste, der sich wirklich von der Aufgabe verabschiedete, als Uhrwerk zu fungieren. Stattdessen improvisierte er durchgehend, ohne dabei die Orientierung und den Takt aus den Augen zu verlieren.

Für Schlagzeuger ist es am wichtigsten, ein konstantes Tempo zu halten. Ganz egal, was für einen Rhythmus man spielt, wenn der Pulsschlag nicht sitzt, wird man nicht zum Publikum durchdringen. Die amerikanischen Ureinwohner betonen gerne, dass die Trommeln, die sie für ihre Tänze einsetzen, einen schnörkellosen, monotonen Rhythmus vorgeben, weil dieser den Herzschlag von Mutter Erde repräsentiert. Wir Schlagzeuger wissen, dass der Herzschlag unserer Mütter das erste Musikinstrument war, das wir jemals zu hören bekamen. Wenn der rhythmische Pulsschlag auch nur im Geringsten kompromittiert ist, wird sich das auf das gesamte Ensemble auswirken, mit dem man spielt. Als ob sie sich noch immer im Bauch der Mutter befänden und der Puls der Mutter aussetzen würde. Wenn der Beat aber Konsistenz vermittelt, fühlt sich der Hörer geborgen, kann zum Sound grooven und sich in einen Song, der in seiner Funktion an warmes Fruchtwasser erinnern mag, so richtig eintauchen.

Als Spezies haben wir seit jeher versucht, in den Schoß der Mutter zurückzukehren. Das ist auch der Grund, warum wir uns zum Rhythmus bewegen, warum wir tanzen. Wenn Leute zu Jazz grooven, zu Reggae oder Hip-Hop tanzen, bewegen sie sich immer auf der Eins, also dem ersten Beat eines Takts. Als wären unsere Körper elektrisch mit dem Puls eines Songs, dessen Herzschlag, verbunden.

Ich traf Elvin zum ersten Mal 1963. Nervös zeigte ich dem Türsteher im Shelly’s Manne Hole, einem Jazz-Schuppen in Hollywood, meinen gefälschten Ausweis aus Tijuana. Er sah ihn sich an und warf mir einen Blick zu, der zu sagen schien: Dein Ausweis ist ein ganz klarer Fake, Kleiner. Dann winkte er mich in den Club rein, in dem ich meinen Helden sehen wollte. Mit meinen 16 Jahren hatte ich mich bereits durch Coltranes LPs auf Impulse! Records gehört. Ich fütterte diese Musik meinen Ohren wie Bonbons. Es fühlte sich so an, als würden die Musikgötter mit jedem neuen Album einen akustischen Eisbecher mit heißer Karamellsauce kredenzen. Auch in meiner Autobiografie Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors brachte ich diese Obsession zur Sprache: „Immer, wenn ich die Plattennadel auf eine Coltrane-Platte senkte, versetzte mich die kraftvolle, treibende Energie in meiner Vorstellung in den Körper des Schlagzeugers Elvin Jones. Der Takt pulsierte in meinen Adern.“ Nachdem ich bereits jede Nuance seines Stils mithilfe der Schallplatten seziert hatte (inklusive seinem Stöhnen zwischen den Viertelnoten), sollte ich Elvin nun zum ersten Mal in Fleisch und Blut gegenübertreten. Es sollte nicht das einzige Treffen bleiben, was ich aber noch nicht wusste. Er saß hinter einer der herausragendsten Formationen in der Geschichte des Jazz – und er tat das mit seinem typischen breiten Grinsen im Gesicht. Die Beatles waren noch keine feste Größe und Elvin Jones war meine Muse.

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