Moritz Braun - Jugendliche Mobilität im ländlichen Raum

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Jugendliche sind Expert:innen für Mobilität, und daher müssen wir sie fragen.
Kinder und Jugendliche an politischen Entscheidungen zu beteiligen, ist kein großzügig gewährtes oder eben auch verwehrtes Privileg, sondern eine gesetzliche Pflicht. Nicht erst durch die Neuaufnahme des § 41a in die Gemeindeordnung des Landes Baden-Württemberg ist es für die Gemeinden verbindlich, dass sie Jugendliche in allen sie betreffenden Angelegenheiten einbeziehen müssen. Der Paragraph allerdings läuft ins Leere, weil er lediglich die Kommunen in die Pflicht nimmt, nicht jedoch die Landkreise, die für den Nahverkehr die eigentliche Verantwortung tragen. In dem Bundesmodellprojekt «Jugendliche Mobilität» hat sich gezeigt, dass es bislang kaum einen Dialog zwischen der Nahverkehrsbranche, Nahverkehrsbehörden (Aufgabenträger) und Jugendlichen gab.
Das Buch berichtet über die Erfahrungen aus dem Bundesmodellprojekt «Jugendliche Mobilität im ländlichen Raum» des Postillion e. V. in der Gemeinde Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis) und fordert eine konkrete Beteiligung von Jugendlichen in Fragen der Mobilität. Die Ergebnisse sind überregional interessant. Mit Beiträgen von Christoph Gipp und Klaus Farin.

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Um eine Buslinie nach Heidelberg zu bekommen musste die Gemeinde eine - фото 4

Um eine Buslinie nach Heidelberg zu bekommen, musste die Gemeinde eine Wagenhalle bauen, die „Autohalle“ – Foto von 1982. Foto: Archiv Postillion e. V.

Der Postillion e. V. hat für seinen hauptamtlichen Bereich im Jahr 2018 eine Mobilitätsbefragung durchgeführt und darauf aufbauend gemeinsam mit dem Berliner Planungsinstitut IGES ein Mobilitätskonzept erstellt. Dabei hat sich gezeigt, dass gerade junge Menschen ohne Auto in der Region leben wollen und damit auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind. Gleichzeitig gibt es hier sehr viele Schwachstellen und Lücken. Eine Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Mobilität ist ohne Auto im Rhein-Neckar-Kreis oft eingeschränkt. Dies hat natürlich Bedeutung für den Berufseinstieg von jungen Menschen, aber auch für den Postillion e. V., da wir mitunter Stellen nur sehr schwer besetzen können, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht oder gar nicht zu erreichen sind. Von daher ist hier politischer Druck wichtig, um Verbesserungen zu erzielen.

Das Projekt im Bundesmodellprojekt LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen

Mit der Fördermaßnahme „LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen“ fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft modellhafte Projekte, die eine Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen zum Ziel haben. Die Fördermaßnahme ist ein Baustein des Bundesprogramms „Ländliche Entwicklung“. Die 41 geförderten Einzel- und Verbundprojekte haben 2020 ihre Arbeit aufgenommen und befassen sich mit aktuellen Aspekten der Mobilität in ländlichen Räumen. Die Projekte erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 180.000 Euro für einen Projektzeitraum von rund drei Jahren.

Die Projekte befassen sich mit den Themenbereichen „Integrierte Mobilität“, „Bewusstseinswandel in Richtung alternativer Mobilitätsformen“, „Neue Geschäfts- und Finanzierungsmodelle im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit für Anbieter und Nutzer“, „Verbesserung der Anschlussmobilität“ sowie „Elternunabhängige Mobilitätslösungen“. Die nachfolgenden Beispiele stellen einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt der Ansätze zur Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen dar.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - фото 5

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert

So erweitert eine Regionalvermarktungsinitiative in der Mecklenburgischen Schweiz beispielsweise ihr bisheriges Angebot der Auslieferung von Waren des täglichen Bedarfs um den Personennahverkehr. Ziel ist es, die neue Kombination von Personentransport und Warentransport zu erproben. In den Gemeinden Spiekeroog und Neuharlingersiel entsteht ein auf den speziellen Bedarf der Küsten- und Inselbewohner:innen ausgerichtetes stationsgebundenes Elektromobilitätsangebot. Um die Erreichbarkeit von Bahnhöfen und somit die Anschlussmobilität für Einwohner:innen und Urlaubsgäste zu verbessern, ist hierzu am Fährhafen Neuharlingersiel ein Carsharing-Angebot mit einer Flotte von Elektrofahrzeugen geplant.

An der Bundesautobahn 24 wird ein Pendler:innenparkplatz im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu einem Mobilitätszentrum auf dem Land ausgebaut. Dort werden eine Mitfahrstation in vier Himmelsrichtungen, eine Lade- und Mietstation für Elektromobilität – E-Autos und E-Fahrräder bzw. Pedelecs – sowie eine digitale Infosäule eingerichtet. Die Bewohner:innen der Region können mit einer Mobilitäts-App zusätzlich zu den lokalen Ride-Sharing-Angeboten auch überregionale Mitfahrgelegenheiten nutzen. Die Beratung der Nutzer:innen in den umliegenden Dörfern übernehmen ehrenamtliche Mobilitätsbeauftragte.

Gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung wird in der Thüringer Rhön ein Mobilitätsnetzwerk mit öffentlichen und privaten Partner:innen entwickelt und getestet. Dabei geht es um die Kombination von ÖPNV und Ride-Sharing-Angeboten. Geplant ist zudem eine länderübergreifende Umstrukturierung des ÖPNV-Netzes, sodass künftig eine Abstimmung der Fahrpläne länderübergreifend erfolgen kann und gemeinsame Tickets, Übergangstarife und neue Mobilitätslösungen in der Grenzregion der Bundesländer Thüringen, Hessen und Bayern geschaffen werden können.

Mobilitätsangebote sind ein wesentlicher Faktor, damit die ländlichen Räume und ihre Gemeinden für Menschen und Unternehmen attraktiv bleiben. Sie stellen die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes sowie von Nahversorgungsmöglichkeiten, ärztlicher Versorgung, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten sicher. Im Zuge des demografischen Wandels und mit sinkenden Bevölkerungszahlen verändert sich in ländlichen Regionen die Nachfrage- und Angebotssituation von Gütern und Dienstleistungen. Zunehmend auf zentrale Orte konzentrierte Versorgungs- und Dienstleistungsangebote erschweren gerade bei weitgestreuten Wohnstandorten den Zugang zu Bildungs-, Gesundheitsund weiteren Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Die zu überwindenden Distanzen und der Mobilitätsbedarf nehmen zu. Die Sicherung der Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für die Erreichbarkeit dieser Angebote und Einrichtungen und trägt damit zum Erhalt der Lebensqualität bei.

Zwei Buslinien erschließen Wilhelmsfeld Die Linie nach Heidelberg und - фото 6

Zwei Buslinien erschließen Wilhelmsfeld: Die Linie nach Heidelberg und Schriesheim. Ursprünglich Post, dann Bahn nach Heidelberg, die OEG nach Schriesheim. Inzwischen beide vom DB Rhein-Neckar-Bus. Foto: Archiv Postillion e. V.

Aus den bis Anfang April 2019 eingereichten über 150 Projektskizzen wurde fast ein Drittel für das weitere Antragsverfahren vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung ausgewählt. Diese kreativen Projektideen verdeutlichten das große Interesse der verschiedenen Akteur:innen an guten Lösungen für die Mobilität auf dem Land und das große, in vielen Fällen ehrenamtliche Engagement der Menschen vor Ort.

Das Modellprojekt im Luftkurort Wilhelmsfeld

Der Luftkurort Wilhelmsfeld liegt auf circa 500 Metern Höhe im vorderen Odenwald. Dort leben etwa 3.200 Einwohner:innen in einer sehr weit verzweigten Siedlungsstruktur. Die Bedingungen für einen ÖPNV sind nicht besonders ideal, da teilweise bis zu einem Kilometer bzw. ein Höhenunterschied von bis zu 100 Metern bis zur nächsten Bushaltestelle zurückgelegt werden müssen. An der Hauptstraße, durch die sich die beiden Buslinien schlängeln, liegen nicht die großen Siedlungsgebiete der Gemeinde. Dies macht Wilhelmsfeld zu einem klassischen Auto-Dorf, in dem innerorts bzw. überregional eher mit dem Auto als mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV gefahren wird. Die Einführung der E-Bikes lässt für den Innerortsverkehr zarte Pflänzchen eines Rückgangs des Autoverkehrs vermuten. Dies dürfte sich bisher jedoch in einem unbedeutenden Prozentbereich bewegen.

Dennoch ist der ÖPNV in Wilhelmsfeld sehr gut ausgebaut worden. Wie kam es dazu? Es gab bereits vor dem Ersten Weltkrieg Bürgerinitiativen, die vom badischen Staat die Einrichtung von Kraftbuslinien forderten. Diese Initiativen wurden durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen.

Erst durch Eigenleistungen in den 1920er Jahren durch Errichtung einer Wagenhalle für drei Busse plus Fahrerwohnungen sowie dem Ausbau einer Straße nach Heidelberg konnte 1927 die erste Buslinie eröffnet werden, die von der Deutschen Reichspost betrieben wurde. Dies ist natürlich umso bemerkenswerter, wenn man sich angesichts der Einwohner:innenzahl von nur 950 Personen und der in dieser Zeit geringen Finanzkraft diese Eigenleistungen vor Augen führt. Der Unterstellplatz für die damaligen Busse ist heute noch vorhanden. Die Gebäude werden von der Gemeinde als Bauhof genutzt.

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