Kristof Magnusson - Arztroman

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Anita Cornelius ist Notärztin an einem großen Berliner Krankenhaus und liebt ihren Beruf. Sich auf unerwartete Situationen einzustellen, entspricht ihrem Temperament. Auch wenn es bei ihren Einsätzen nicht immer so aufregend zugeht, wie man sich das vorstellt. Anita ist das recht. Sie kann helfen. Und ab und zu sogar jemandem etwas Gutes tun.
Adrian, ihr Exmann, ist Arzt am selben Krankenhaus. Sie haben sich erst vor kurzem in bestem Einvernehmen getrennt, und Lukas, ihr vierzehnjähriger Sohn, lebt bei seinem Vater und dessen neuer Freundin Heidi.
Hätte Anita Adrian nicht zufällig bewusstlos auf der Krankenhaustoilette gefunden, zugedröhnt mit einem Narkosemittel, und hätte Heidi nicht dauernd diese flotten Sprüche losgelassen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass Arme und Kranke oft genug selbst an ihrem Zustand schuld sind, dann könnte sich Anita weiter vormachen: alles ist in bester Ordnung. Ist es aber nicht. Weder privat noch beruflich.
Kristof Magnusson erzählt mit großer Kenntnis aus dem Alltag einer Notärztin und gleichzeitig aus dem Alltag ihrer Patienten. Vor allem aber erzählt er witzig und unterhaltend aus dem Leben einer Frau Anfang vierzig, die mehr will als Routine und 'schöner Wohnen'.

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»Wirbelsäulenverletzung?«

»Er sagt zumindest, er spürt seine Beine nicht mehr.«

»Dann einmal Cabrio, oder?«, sagte der Staffelführer und zeigte mit der Antenne seines Funkgeräts auf das Autodach. Die Lesebrille auf seiner Nase wollte nur auf den ersten Blick nicht zu der Uniform und dem Feuerwehrhelm passen, auf den zweiten Blick passte sie genau zu der Art, wie er mit ihr sprach: Wie ein in Würde gealterter Handwerksmeister, der einer ahnungslosen Bauherrin eine ebenso teure wie alternativlose Maßnahme ankündigte, bei der alles andere als sofortige Zustimmung eine grobe Dummheit wäre. Er senkte den Kopf und sah sie über die Ränder seiner Lesebrille hinweg an. Um sie herum hatten die Feuerwehrleute bereits ihr hydraulisches Rettungsgerät ausgepackt und angeschlossen. Sie machten sich bereit, das Auto aufzuschneiden, das Dach abzureißen und den Jungen aus dem Sitz zu heben, ohne die Wirbelsäule zu verdrehen. Das wäre die schonendste Art, würde aber auch am längsten dauern. Ob er so lange durchhalten würde, war Anitas Entscheidung. Jemand gab ihr einen Feuerwehrhelm.

»Und?«, fragte Staffelführer Kruschewksy. Anita wischte sich den Schweiß von der Stirn, bevor sie den Helm aufsetzte. Es war immer noch unglaublich heiß. Sie überlegte einen Moment, da sagte der Staffelführer schon:

»Dann machen wir doch mal los.«

Für Anitas Geschmack klang er etwas zu enthusiastisch, was ihre Skepsis weiter wachsen ließ. Auch für ihn konnte das keine alltägliche Situation sein, und doch tat er so, als sei alles ganz eindeutig, wahrscheinlich, weil es ihm und seinen Männern langsam unangenehm wurde, bei diesem eingeklemmten Jungen zu stehen und nichts zu tun. Doch Anita hatte ihn noch nicht genau genug untersucht. Sie wusste nur, dass der Junge genug Sauerstoff im Blut hatte und hören konnte. Und, überraschender Weise, weinen. Was sie hingegen nicht wusste, war, was genau passiert war, als der Junge so abrupt von ungefähr achtzig Stundenkilometern auf Null heruntergebremst worden war. Der Körper war gegen den Sicherheitsgurt geworfen worden, so viel war klar. Die Organe waren auf Gewebe geprallt, Blut gegen Blutgefäße, das Gehirn gegen den Schädel. Doch welcher Teil des Körpers hatte den schwersten Schaden genommen? Medizinisch gesehen waren solche Unfälle immer Ratespiele, das war es, was Anita nicht gefiel.

Anita hatte den Eindruck, dass es den Feuerwehrleuten etwas zu viel Spaß machte, ihr schweres Gerät zum Einsatz zu bringen, um ein Auto zu zersägen, je teurer das Auto, desto besser. Doch eine andere Möglichkeit fiel ihr auch nicht ein. Sie musste den Jungen untersuchen und dazu in das Auto hinein.

»Gut. Los geht’s. Aber macht erst die Beifahrertür auf, damit ich rein kann«, sagte Anita und spürte die Erleichterung, die sich um sie herum breitmachte. Endlich gab es einen Plan. Die Feuerwehrleute schoben Holzbalken unter den Wagen, damit er keine unkontrollierten Bewegungen machte, während sie ihn zerschnitten. Ein Feuerwehrmann kam mit einem Werkzeug, das aussah wie eine riesige Hummerschere, und stellte sich an den Kotflügel der Beifahrerseite. Das Rattern des Generators schwoll an und die Rettungsschere knüllte knarrend den Kotflügel zusammen. Das Auto wackelte, der Junge kniff die Augen zusammen. Unter dem Kotflügel erschienen die unlackierten, fast weißen Scharniere der Tür, an denen der Feuerwehrmann als nächstes ansetzte. Es knallte einmal, zweimal, dann öffnete er die Beifahrertür so leicht wie die Tür eines Adventskalenders.

»Bitte sehr, Frau Doktor«, sagte Staffelführer Kruschewsky, deutete eine Verbeugung an und tippte sich an den Helm, als wäre er eine Chauffeursmütze. Anita bekam ohne Probleme ihre Beine in den auf der Beifahrerseite weniger deformierten Fußraum und ließ sich auf den Sitz fallen.

Es roch scharf, nach heißem Plastik, nach Scheibenwaschwasser. Als der Generator für einen Moment leiser wurde, hörte Anita Musik. Es war Blurred Lines von Robin Thicke, ein hibbeliger, gut gelaunter R’n’B-Sommerhit. Sie sah das Autoradio an, in der Hoffnung, sein Telefon zu finden, das wäre später gut gewesen, um Angehörige zu erreichen, doch die Musik kam aus einem billigen MP3-Spieler. Anita stöpselte ihn aus.

Jemand reichte ihr einen zweiten Helm, den sie dem Jungen aufsetzte, dann löste sie den Gurt, schob die Verbandsschere unter sein T-Shirt und schnitt es auf, mitten durch die Aufschrift ABI 2014 . Als sie das T-Shirt zur Seite schob, entdeckte sie auf dem Brustkrob eine Prellmarke, die den schrägen Verlauf des Anschnallgurtes nachzeichnete. Sie klebte ihm vier Elektroden auf die Brust, um ihren Defibrillator mit dem integrierten Vitaldaten-Monitor anzuschließen. Der Junge blickte starr geradeaus.

Der Monitor auf ihrem Defi zeigte, dass sein Herz in einem regelmäßigen Sinusrhythmus schlug. Sie tastete den Bauch ab, der unbehaart war und weich, keinerlei Abwehrspannung; wollte die Lunge abhören, hörte jedoch nichts vor lauter Lärm, drückte das Stethoskop fester auf die Brust, die Ohrbügel tiefer in ihre Gehörgänge, und irgendwann, als das Rattern des Generators für einen Moment leiser wurde, hörte sie auf der einen, dann auch auf der anderen Seite ein langsames, tiefes Rauschen. Im nächsten Moment sah sie das Gesicht des Staffelführers, der im Fenster erschien und offenbar etwas sagte. Anita nahm die Stethoskopbügel aus den Ohren und rief:

»Was?«

»Wir wären dann so weit«, rief er und gab Anita eine Decke, die sie über sich und den Jungen breitete. Es wurde still und dunkel um sie herum, die Hektik der Umgebung, der Rest ihrer Welt waren weg. Der Junge gab ein leises Stöhnen von sich, da sagte Anita:

»Die Decke schützt uns vor den Glassplittern.«

»Wenn ich hier raus bin, lasse ich auch das Auto stehen. Ich bin noch verabredet. Wir gehen feiern«, sagte der Junge, der wieder schneller atmete, die Wirkung des Ketamins ließ bereits nach. Anita machte die Lampe an und sah abermals auf den Monitor ihres Defi. Sein Herz schlug schneller, der Blutdruck war gesunken, sie hoffte, dass das nicht so weiter ging.

»Wie lange muss ich denn noch hier sitzen?«

»Wir holen dich hier raus. Wir müssen nur erst das Dach abnehmen.«

»Warum?«

»Weil deine Beine eingeklemmt sind.«

»Was ist mit meinen Beinen?«

Der Junge versuchte, sich aufzurichten, sodass Anita bereute, das gesagt zu haben. Es knallte ein weiteres Mal, direkt über ihren Köpfen. Der Junge zuckte erneut zusammen, diesmal klang es, als würde eine riesige Flasche zerbersten, das musste die Spitze der Feuerwehraxt gewesen sein, die die Windschutzscheibe durchschlug. Es folgte ein ewig langes Sägegeräusch, die Axt arbeitete sich um die Scheibe herum.

»Und nach dem Feiern, da gehe ich zu Fuß nach Hause. Versprochen«, sagte der Junge. Anita nickte. So lange Atmung und Blutdruck einigermaßen stabil blieben, gab es nichts zu tun, außer der sogenannten psychologischen Betreuung: Händchenhalten auf hohem Niveau. So saßen sie da, der Vitaldaten-Monitor piepte, piepte, in schneller, aber regelmäßiger Folge. Die Hitze der Spätsommernacht verfing sich unter der Decke. Anita leuchtete ihrem Patienten noch einmal ins Gesicht. Mit dem Feuerwehrhelm und einer kleinen Schnittwunde auf der Wange sah er jetzt wirklich aus wie ein Junge, der Feuerwehr spielte. Was machte er in so einem Auto? Hatte er es gestohlen? Von seinem Vater ausgeliehen und wenn ja, wusste der davon? Oder gab es in Berlin Kinder, die solche Autos zum Führerschein geschenkt bekamen?

»Erinnerst du dich, was passiert ist?«

»Nein.«

»Unglaublich, wie schnell das heiß wird, unter so einer Decke, oder? Mein Sohn und ich, wir haben oft unter der Decke Spiele gespielt, Höhlenforscher, mit Taschenlampe und Funkgerät, ich habe einen Sohn. Der ist vierzehn«, sagte Anita. Sie wollte ihn ohnehin nur ablenken, es war egal, was sie sagte. Sie hätte auch über das Wetter reden können, wie sie es sonst oft tat, doch aus irgendeinem Grund sprach sie über Lukas.

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