Emotionen im Unterricht

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Emotionen sind ausschlaggebend für den Erfolg von Lehr- und Lernprozessen. Ob Kinder gerne in die Schule gehen oder nicht, hängt wesentlich davon ab, ob sie im Unterricht und im Umgang mit Lehrkräften und Mitschüler*innen eher Freude und Stolz oder Ärger und Angst verspüren. Die einzelnen Beiträge des Bandes beleuchten Emotionen von Lernenden und Lehrenden aus erziehungsphilosophischer, bildungstheoretischer, pädagogischer, psychologischer und fachdidaktischer Perspektive. Theoretische und empirische Zugänge werden gleichermaßen berücksichtigt.

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Schlagwörter: Fachspezifische Emotionen, fachdidaktische Emotionsforschung, fachbezogene Emotionen auf der Subjekt- und auf der Objektseite des Fachlichen, Emotionen fachlich Lehrender und Lernender, Emotionen als Teil des fachlichen Gegenstandes, Allgemeine Fachdidaktik, fachliche Bildung

3.1 Bausteine zu einer fachdidaktischen Theorie der Emotionen. Eine Analyse aus der Perspektive Allgemeiner Fachdidaktik

Fachdidaktiken sind die Wissenschaften fachlichen Lehrens und Lernens (KVFF, 1998, S. 1). Im akademischen Diskurs treten sie zumeist im Plural auf, d. h. als bunte Vielfalt einzelner Fachdidaktiken mit einem je eigenen fachspezifischen Nukleus. Die Theorie der Allgemeinen Fachdidaktik stellt den Versuch dar, eine Reflexions- und Diskursebene zu etablieren, auf der die Fachdidaktiken vergleichend betrachtet werden, um Allgemeines wie Spezifisches theoretisch zu erfassen. Auf dieser Basis kann der Dialog innerhalb der Fachdidaktiken erleichtert werden, aber auch der mit den Fachwissenschaften, der Erziehungswissenschaft oder der Pädagogischen Psychologie (vgl. Frederking, 2017; Rothgangel, 2017). 1

Wissenschaftstheoretisch gesprochen zielt die Theorie der Allgemeinen Fachdidaktik damit auf die transdisziplinäre Selbstvergewisserung der Fachdidaktiken aus metawissenschaftlicher Perspektive. Als Metawissenschaft fungiert die Allgemeine Fachdidaktik insofern, als mit ihr eine fachdidaktische Gesamtperspektive etabliert ist (vgl. Frederking, 2017). Allgemeine Fachdidaktik ist in diesem Sinne auch als Wissenschaftstheorie der Fachdidaktiken, als Forschung über fachdidaktische Forschung, als fachdidaktische »Wissenschaftsforschung« oder fachdidaktische »Meta-Forschung« zu bezeichnen. Im Unterschied zu den aus dem Blickfeld des je eigenen Fachbezuges heraus operierenden Fachdidaktiken als Einzeldisziplinen werden im Horizont der Allgemeinen Fachdidaktik in einem selbstreflexiven Prozess Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fachdidaktiken in ihrer Gesamtheit herausgearbeitet sowie Inhalte und Prämissen, Forschungsmethoden, Forschungsziele und Forschungsergebnisse der Fachdidaktiken verglichen und mit anderen Wissenschaften in Beziehung gesetzt (vgl. Frederking, 2017, S. 183; Rothgangel, 2020).

Die Frage nach der Bedeutung von Emotionen im Rahmen fachlichen Lehrens und Lernens und fachdidaktischer Forschung ist auf einer solchen metawissenschaftlichen Forschungs- bzw. Reflexionsebene angesiedelt. In zwei Untersuchungskreisen soll diese Frage nachfolgend angegangen werden. Zunächst werden Emotionen aus fachdidaktischer Sicht reflektiert ( картинка 29 Kap. 3.1.1), sodann soll ein heuristisches Modell fachlich kodierter Emotionen vorgestellt und erläutert werden ( картинка 30 Kap. 3.1.2).

3.1.1 Emotionen aus fachdidaktischer Sicht

Um die Bedeutung von Emotionen aus fachdidaktischer Sicht zu diskutieren, ist zunächst zu klären, was Emotionen sind. Der psychologische Emotionsdiskurs liegt dafür als Ausgangs- und Bezugspunkt nahe, zumal er pädagogisch wie fachdidaktisch intensiv rezipiert wurde.

Erste wichtige Impulse hat die psychologische Forschung durch Wilhelm Wundts Klassifikation von Affekten erhalten. Wundt differenzierte zwischen Gefühlen als kurzzeitigen und Affekten als einer Abfolge von zusammenhängenden Gefühlen, die ein länger fortbestehendes Ganzes bilden, »das im allgemeinen zugleich intensivere Wirkungen auf das Subjekt ausübt als ein einzelnes Gefühl« (Wundt, 1896, S. 120). In Anknüpfung an die Aristotelische Ethik unterschied Wundt »Lust- und Unlustaffekte« und ordnete diese nach Stärke und Dauer, Körperreaktionen usw. Eine fachdidaktische Emotionsforschung könnte hier frühe Anknüpfungspunkte für eine Analyse von Lust- und Unlustgefühlen im Zusammenhang mit schulischem Unterricht bzw. fachlichem Lehren und Lernen finden – in Übereinstimmung zu philosophischen Ansätzen in der Tradition des Aristoteles, an die Wundt explizit anschloss.

Allerdings orientieren sich Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken wie die moderne Psychologie im Unterschied zu Wundt heute zumeist nicht mehr am Affekt-, sondern am Emotionsbegriff. Der Emotionsbegriff, der sich in der amerikanischen Psychologie bereits im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts etablierte, hatte entscheidende Impulse durch Charles Darwins Studie ›The expression of the emotions in man and animals‹ (1872) erhalten. Emotionen wie Liebe, Freude, Vergnügen, Ärger oder Hass, die Darwin bei Menschen wie bei vielen Tierarten beobachtete, wurden hier erstmals systematisch in ihrer evolutionären Verwurzelung und physiologischen Basis aufgearbeitet. Dieser Sachverhalt ist aus fachdidaktischer Sicht interessant, weil hier erkennbar wird: Die moderne Emotionsforschung hat ihren Ausgang nicht in der Psychologie, sondern in der Biologie genommen. Mehr noch – die psychologische Forschung hat durch die biologische ihren entscheidenden Anstoß erhalten. William James hat Darwins evolutionstheoretische Sicht in seinem grundlegenden Artikel ›What is an emotion?‹ (James, 1884, S. 188–204) aufgegriffen und psychologisch appliziert. In seinem Fokus stand die physiologische Basis von Emotionen: »emotions […] have a distinct bodily expression« (ebd., S. 188), so James’ Kernthese, die über »perception« und Verankerung im »cortex« bis zur physischen Manifestation verläuft: »An object falls on a sense-organ and is apperceived by the appropriate cortical centre«, komplexe physiologische Prozesse überführen dann »an object-simply-apprehended into an object-emotionally-felt« (ebd., S. 203). Mit dieser These antizipierte James das moderne Verständnis von Emotionen, das sich in der Psychologie nach einer zwischen 1920 und 1980 durch den Behaviorismus bedingten Randstellung des Themas mittlerweile fest etabliert hat. Dies gilt auch für den deutschsprachigen Raum. Die Fülle an aktuellen psychologischen Forschungsarbeiten verdeutlicht dies eindrucksvoll ( картинка 31 Kap. 2).

Wie aber lässt sich das psychologische Emotionsverständnis fachdidaktisch anwenden und theoretisch verorten? Exemplarisch soll dies an den empirischen Forschungen von Ulrich Mees (1991; 2006) veranschaulicht werden. Nach Mees sind Emotionen aktuelle Gefühlszustände, die im Unterschied zu Stimmungen auf etwas als »Objekt« gerichtet sind bzw. von diesem Objekt ausgelöst werden. Dieser Objektbezug von Emotionen eröffnet Ansatzpunkte für eine genuin fachdidaktische Emotionstheorie. In dieser avanciert das Fachliche bzw. Fachliches zu dem Objekt, auf das die Emotionen gerichtet sind. Ein heuristisches Raster solcher fachbezogenen Emotionen könnte in Anwendung einer von Mees entwickelten Typologie (vgl. 1991, S. 86–168; 2006, S. 4–7) folgende Elemente aufweisen:

• ›Ereignisbezogene‹ Emotionen in Bezug auf fachliche Inhalte, fachliche Fragen und fachliche Methoden (Freude, Glück, Entzücken, Leid, Trauer, Hoffnung, Befriedigung, Erleichterung, Furcht bzw. Angst, Enttäuschung);

• ›Handlungsbezogene‹ Emotionen in Bezug auf fachliches Lehren und Lernen, fachlichen Wissens- und Kompetenzerwerb und fachbezogene Interaktionsprozesse (Stolz, Billigung, Scham, Zorn, Selbstzufriedenheit, Dankbarkeit, Unzufriedenheit, Ärger);

• ›Beziehungsbezogene‹ Emotionen in Bezug auf fachlich Lehrende und (Mit)Lernende, Fachkolleg*innen bzw. Mitschüler*innen (Bewunderung, Verachtung; Liebe, Hass, Mitfreude, Mitleid, Schadenfreude, Neid; Eifersucht, Schuld, Genugtuung).

Darüber hinaus lassen sich »selbstbezügliche« Emotionen mit Blick auf das eigene fachliche Selbstkonzept (z. B. Selbstwertschätzung, Selbstmitleid) und Lust-Unlust-Emotionen (z. B. Langeweile, Interesse, Faszination) unterscheiden.

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