Gerhart Hauptmann - Der arme Heinrich

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Hauptmann adaptiert mit seinem Drama das mittelhochdeutsche Versepos «Der arme Heinrich» von Hartmann von Aue. Erzählt wird die Leidensgeschichte des Edelmannes Heinrich, der schwer erkrankt und sich aus der Gesellschaft zurückzieht. Er entschließt sich zu sterben, besucht jedoch zuvor den Hof einer Meiersfamilie. Besonders die Meierstochter Ottegebe ist Heinrich sehr zugetan. Doch Heinrich will sterben…-

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aufrecht und zögernd, schwieg und sah mich an.

»Hast du gesungen?« fragt' ich. Doch sie schwieg.

GottfriedVergebt's dem Kinde, lieber gnädiger Herr,

denn Ottegebe war es, meine Tochter,

ein seltsamliches Ding, das ihrer Mutter

und mir schlaflose Nächte schon gemacht.

HeinrichEin seltsamliches Ding! da hast du recht! . . .

GottfriedUnd Herr, Ihr kanntet sie, nahmt sie zu Euch

aufs Roß, so manches Mal, in alter Zeit.

Denn war sie scheuer auch schon dazumal

als eine Wachtel, die im Kornfeld nistet:

Ihr locktet sie hervor, Euch ward sie kirr.

HeinrichJa, damals, damals! wohl erinnr' ich mich:

Wenn ich von fröhlicher Pirsch in Klamm und Kluft

heimkehrte abends, müd, doch frohgemut,

da faßt' ich oft zuerst das Kind ins Auge

und grüßt' es lustig als mein klein Gemahl.

Ja, damals, damals! wie das Herz mir schwoll

und tolle Mücken mir im Haupte tanzten,

ich weiß, ich weiß! – Nun sieh, ich bin so weit

entrückt aus jener goldenen Frühezeit,

daß Ottegebe mir, mein klein Gemahl,

nun ich sie wieder sah, so fremd erschien,

als hätte nie Diana, meine Hündin,

ihr ungestüm Gesicht und Hand geleckt,

als hätt' ich übers Haar ihr nie gestreichelt

noch ihr zur Kurzweil manche Jägerweise

geblasen auf dem Hörnlein, das ich trug,

wie ich doch oftmals tat.

Ottegebe bringt Honigwaben in einem Schüsselchen.

GottfriedDort kommt sie, Herr.

HeinrichWas bringst du mir?

Ottegebe atemlos Ganz frischen Honig, Herr.

HeinrichSieh doch nur an, du sprichst und bist nicht stumm!

Das ist mir lieb, und wo ich dies nun weiß,

mein Kind, so mußt du dort auf jene Bank

dich setzen und mir Red' und Antwort stehn.

Bedenkst du dich? – Hast du denn Furcht vor mir?

Oh, ich bin zahm! so zahm! . . . du glaubst es kaum,

wie zahm ich bin! Wohlan, wie geht's dir?

Ottegebe windet sich in Schüchternheit Gut.

HeinrichWie? Immer gut?

Ottegebe fast vergehend vor Schüchternheit

Ja, Herr.

HeinrichDir geht es gut –

und Kaiser Friedrich mit der goldenen Krone

kennt Drangsal nur und Kampf und ewige Not!

Da bist du reicher ja als er, mein Kind,

von mir ganz zu geschweigen. – Wird dir nun

auch nie hier oben Zeit und Weile lang?

Ottegebe schüttelt verneinend den Kopf.

Was tust du, dir die Grillen zu vertreiben?

Ottegebe ohne zu antworten, windet sich in sehr großer Verlegenheit, schließlich sagt sie

Ich bete.

HeinrichBeten ist ein gutes Ding!

Zu welcher Heiligen betest du am liebsten?

Ottegebe wie oben

Die Jungfrau hat mich schon geheilt einmal.

HeinrichSo?! Hat sie dich geheilt! Mir schlug sie Wunden!

Sie kann auch Wunden schlagen, glaube mir.

OttegebeNein, Herr.

HeinrichWie? Nicht? Was meinst du? Meinst du, nicht?

Willst du mich unterweisen und belehren,

so unterweise und belehre mich.

Ottegebe schüttelt heftig verneinend den Kopf.

GottfriedHabt Nachsicht mit ihr. Denket, gnädiger Herr,

sie ist vom Siechbett unlängst erst erstanden . . .

HeinrichWarum verbirgt sie ihre rechte Hand?

GottfriedWie, Herr? – –

HeinrichWarum versteckst du sie? – – –

GottfriedZeig her!

OttegebeNein, Vater!

GottfriedEi, du Jungfer Eigensinn,

der Herr befiehlt! So weise deine Rechte.

Brigitte hinter der Szene

Gottfried!

OttegebeDie Mutter ruft! Sie will fort.

Brigitte hinter der Szene Gottfried.

GottfriedVerzeiht!

HeinrichHab Urlaub!

Gottfried ab.

Sag mir nun in Eile noch:

kennst du mich denn?

Ottegebe nicht übertrieben.

Wer bin ich?

OttegebeUnser Herr.

HeinrichDie Otter hat ihr Loch, sein Nest der Vogel,

die Füchse haben Gruben, doch der Mann,

den du für einen Herren lässest gelten,

ist ohne Zuflucht – sieh, ihn brennt die Erde,

wohin er auch die Sohlen immer setzt,

wie Feuer der Hölle. – Warum lachst du?

Ottegebe die in ein kurzes, krankhaft freudiges Lachen ausgebrochen war, bezwingt sich und blickt nun wieder bleich, scheu und mit furchtsamen Augen

Ich?

HeinrichWie heiß' ich?

Ottegebe bebend Heinrich.

HeinrichHeinrich – gut – wie noch?

OttegebeDu heißest Heinrich Graf von Aue, Herr.

HeinrichGott weiß es – ja – so heiß' ich. Und seit wann

kennst du mich, Kind?

Ottegebe bebend Seit wann?

HeinrichWie lange schon?

Ottegebe bebend

Seit . . . seit zwei Jahren.

HeinrichSeit zwei Jahren? wie?

Mir scheint, da irrst du! denn zum letzten Mal,

auf Ritterwort, war ich in diesem Hause

vor gut neun Jahren – seit der Zeit nicht mehr.

Ottegebe in höchster Verlegenheit

Ich war noch klein!

HeinrichAch so – du warst noch klein!

Dann nimmst du's mit der Zahl der Jahre wohl

nicht so genau. – Vor zween Jahren, Kind,

lag dieser arme Gast, den du hier siehst

am magren Ranft hausbacknen Brotes zehren,

in Marmorhallen, wo die Brunnen klangen,

wo goldene Fische in den Becken flossen,

und wenn er schweifen ließ den trunknen Blick,

so war's dorthin, woher der Weihrauch quoll,

war's in die Zaubergärten Azzahras.

Oh, liebes Kind, von solchen Paradiesen

hast du wohl nie geträumt, wo süß und schwer

Pracht auf uns lastet, Wonne uns bedrückt . . .

der Bambus zittert am verschwiegenen Platz,

von Zedern überdacht und überdunkelt,

die Azaleenbüsche breiten sich

wie blühende Kissen. Blaues Blütenblut

scheint dir das Meer, das Marmorstufen leckt

und Gondeln schaukelt, die von Edelsteinen

und Gold und Purpur blitzen. – Und du hörst

Gesang. Die Sklavin singt: schwermütiges Blühn

auch hier! sie neigt sich zum Zypressenborn

und schöpft in Silbereimern . . . fremde Worte,

in heißer Flut der Seele aufgelöst,

umwehen dich. Du trinkst sie in dich ein

mit allen Düften, die der sanfte West

dir zuträgt, immer liebreich dich bedrängend. –

Doch dies beiseite! jetzund bin ich hier,

bin zu Palermo, zu Granada nicht –

und bitte dich, mir weiter zu erzählen,

was du nach einer gar so langen Frist,

die dich so kurz bedünkt, noch von mir weißt.

Ottegebe bestürzt

Nichts, Herr! sonst nichts!

HeinrichDas glaub' ich nimmermehr

sonst nichts als nichts? Wie wenig wäre das!

zu wenig fast für deine klugen Augen.

Jetzt aber frag' ich aufs Gewissen dich,

klein Ottegeb! Sankt Ottegebe du,

mit deinem Heiligenschein aus Flachs und Seide:

wie nannt' ich dich in jener frühen Zeit?

Wie? – sprich, wie nannt' ich dich? – nun? – Dazumal,

wo du mir anhingst, traun, mehr als der Mutter,

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