Gerhart Hauptmann - Der arme Heinrich

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Hauptmann adaptiert mit seinem Drama das mittelhochdeutsche Versepos «Der arme Heinrich» von Hartmann von Aue. Erzählt wird die Leidensgeschichte des Edelmannes Heinrich, der schwer erkrankt und sich aus der Gesellschaft zurückzieht. Er entschließt sich zu sterben, besucht jedoch zuvor den Hof einer Meiersfamilie. Besonders die Meierstochter Ottegebe ist Heinrich sehr zugetan. Doch Heinrich will sterben…-

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Heinrich von Aue kommt langsam und nachdenklich; seine Erscheinung ist schlank und ritterlich; freies Gelock, rötlicher, wohlgepflegter Spitzbart; große, blaue, unruhige Augen stehen in seinem ein wenig fahlen Gesicht.

BrigitteGrüß' Euch Gott!

Heinrich blickt auf, scheint sie erst jetzt zu bemerken und sagt hastig und leichthin

Gott grüß' dich, Mutter!

BrigitteDas ist Euer Tisch;

so wenig und so viel steht just darauf,

als ein entlegener Meierhof kann bieten.

HeinrichMich dünkt, ich hörte gestern abend noch

Maultiere klingeln in den Hof, Brigitte.

BrigitteNein, Herr.

HeinrichNicht? Etwa gegen Mitternacht?

Brigitte schüttelt den Kopf.

's ist schade, mich verlangt nach meinen Büchern.

BrigitteHabt Ihr noch irgendeinen Wunsch?

HeinrichJa: . . . viele!

BrigitteIch meine einen, den ich kann erfüllen.

HeinrichDen du erfüllen kannst, Brigitte nein!

vielleicht – wir wollen sehn – jetzt nicht – vielleicht.

Schon gut, ich danke dir.

BrigitteBekomm's Euch wohl.

Ab.

Heinrich allein, legt seine flache Hand an den Ulmenstamm, blickt hinauf und sagt für sich, mit verhaltener Bewegung

Noch ganz in Blättern steht die Ulme, und

gleichwie aus Erz erhebt sie regungslos

sich in des klaren Morgens kalte Luft:

des nahen Frostes scharfer Silberhauch,

vielleicht schon morgen, macht sie nackt und bloß –:

sie regt sich nicht! – Ringsum ist gottergeben,

worauf das Auge fällt, nur nicht der Mensch,

nur ich nicht. – Friede! kehre her zu mir!

Du bist mir nah: auf stillen Wiesenflächen

ruhst du . . . du wehst vom dunklen Vlies der Tannen –

der alten Schwarzwaldtannen meiner Kindheit –

mir um mein Haupt. Ja, zwischen diesen Bergen

in meiner Heimat bist auch du daheim:

so werde mir ein Bruder und ein Freund.

Gottfried tritt in die Haustür.

GottfriedGott grüß' Euch, Herr!

HeinrichHab guten Morgen, Alter.

GottfriedIch habe einen besseren nicht gesehn

zeit meines Lebens, Herr, als dieser ist:

erblick' ich doch beim ersten Schritt ins Freie

den liebsten Gast und meinen edlen Herrn;

doch Ihr beschämt uns und vor allem mich!

Ich bin ein Siebenschläfer, gegen Euch

gehalten, und dazu ein schlechter Wirt.

Heinrich beginnt die Mahlzeit

Freund, sorge nicht um mich. Einst schlief ich wohl

im wildesten Getümmel eines Lagers,

an manches Fürsten Hof, wo Tag und Nacht

der Tore Flügel in den Angeln knarrten . . .

beim Rossestampfen, beim Geschrei der Knechte:

lag wie ein Klotz und schlief. Hier ist es still,

doch in der Stille wird mein Inneres laut,

und während draußen über Moor und Wiesen

der Mond sein totes Licht ergießt und etwa

am Feldrain eine Grille mit ihm wacht,

gibt's ein Getöse hier in meinem Haupt

von Reigentänzen, ritterlichen Spielen,

Schlachtrufen, fremden Sprachen, Flüsterstimmen,

die ich nicht kann beschwichtigen.

GottfriedIhr habt

nicht gut geruht die Nacht?

HeinrichSchlaf ist ein Obdach.

Wehe dem Obdachlosen! Meinst du nicht?

GottfriedJa, gnädiger Herr.

HeinrichIm Ernst: Gewohnheit peitscht

seit vielen Jahren mich vom Lager auf,

meist vor der Sonne, oft schon mitternachts.

Und wenn ihr dies erfahrt, so bitt' ich euch,

laßt mich gewähren, es befremd' euch nicht.

GottfriedHerr, Euer ist das Haus, darin wir wohnen,

und Euer auch der Grund, auf dem es steht –

wie mögt Ihr sagen: lasset mich gewähren?

Nur weckt uns, wenn's zu wachen Euch beliebt.

HeinrichSchlaft, schlummert friedlich! die ihr Ruhe euch

durch arme, schwere Tagesmühn verdient:

was frommt mir euer Wachen? – Habe Dank!

Dankbar erkenn' ich wieder, was ich längst

gekannt in dir – als Knabe schon –, dein Herz!

Doch nicht dein Herz zu stehlen komm' ich her

noch auszurauben seinen goldenen Hort:

nur bittend, Alter, daß du mir nicht wehrst,

an deinem Herd – mit mir allein zu sein.

Gottfried nach einigem Stillschweigen

Wollt Ihr mir Urlaub geben?

HeinrichSetze dich!

Falsch deutest du, was ich dir sagte; komm!

Es tut mir wohl, dein weißes Haupt zu sehn

und deine liebe, väterliche Stimme

nach so viel Jahren wiederum zu hören.

Laß dich's nicht kümmern, wenn ich fremd dir scheine

auf diesem kargen Grunde, den du baust,

ich bin verwelscht und seltsam freilich, doch,

so hoff ich, wird noch eine deutsche Hand –

wenn deine Hand sie drückt – den Druck erwidern.

Gottfried will kniend mit beiden Händen die nicht dargebotene Rechte Heinrichs erfassen, dieser zieht sie heftig zurück

Ihr, Herr, verwelscht? Verhüt's der süße Christ!

Wenn Ihr nicht deutscher Sitte Meister seid

und deutscher Rittertugend Spiegelglas,

wo sollt' ich Mildigkeit und hohen Mut,

Treu' ohne Wank in deutschen Landen suchen?

Euch nenn' ich deutsch wie diese Tanne, rein

aus deutschem Blut entsprungen, rein bewahrt.

Des Vogts von Rome blaue Augensterne

funkeln nicht heller, und der Waise stünde

ob Eures Scheitels Flachsgespinste wohl

so stolz als über seinem!

Heinrich verfinstert Hm, mag sein!

Auch bleibt der Demant freilich, wie du sagst,

ein Demant, trägt ein armer Lazarus

die Spange auch ums Haupt, darin er brennt.

Schnell ablenkend

Doch nun dem Kaiser, was des Kaisers ist!

Genug davon! Sitz und erzähle mir

von anderen Dingen. Was der Haushahn schwatzt

mit seinen Hennen zwischen Stall und Scheuer,

dünkt meinen Ohren jetzt ein beßrer Schmaus

als selbst des Vogelweiders Königsweise.

Wie viele Pferde hast du? Wieviel Kühe?

Lohnt dir der Acker Schweiß und Mühe, wie?

Wie war die Ernte, Obst und Korn und Wein?

Das ist die Zeitung, sieh, wonach mich dürstet.

Von Türk und Christ, von Gibellin und Guelf

und von dem Vogt von Rome sprich mir nicht.

GottfriedHerr, ungezogentlich ist meine Weise,

ich merk' es wohl. Doch wenn sie Euch verdrießt,

erwäget doch in Gnaden, bitt' ich Euch,

ob ich im Zirkel meines Tagewerks

höfischer Sitte mich befleißen kann.

HeinrichDas oberste Gelände hoch am Berge,

wo Ackerland und Wald zusammenstoßen:

ist's nicht ein Wickenfeld?

GottfriedJa, gnädiger Herr!

HeinrichAls wir am Abend gestern, nah dabei –

ich und mein Rößlein – sorgsam abwärts stiegen,

hört' ich im Chor von leisen Kinderstimmen

ein Ave-Maria singen, und zugleich

sah ich, nicht weit von mir, am Rand des Steigs,

im Steinwall flackern eine kleine Brunst.

Ich ließ mein Rößlein stehn und pirschte mich

behutsam näher; so gewahrt' ich dann

Mägdlein und Knaben, die ums Feuer schafften;

just schien mir's wie ein Spuk und Schattenspiel.

Da sagt' ich: »Kleine Hexlein, grüß' euch Gott!

Was braut und backt und kocht ihr hier im Dunklen?«

Doch kaum gesagt – hui! stob der Schwarm davon.

Einzig ein Mägdlein blieb am Feuer stehn,

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