Das ist nicht nur völlig in Ordnung, sondern muss vielleicht für deine Seele genauso sein. Spüre einfach in Achtsamkeit hin und vertraue dir – dann ergibt sich der Rest von selbst oder vom Selbst☺. Du überspringst damit dann allerdings auch die kleinen Intermezzi, die ich eingestreut habe, um dein System an die Erfahrung des Hyperraums heranzuführen, obwohl er dir gleichzeitig im Grunde deines Seins zutiefst vertraut ist. Wenn du einen oder mehrere Abschnitte überspringst, ist das alles andere als tragisch, du nimmst dir dadurch vielleicht nur ein wenig Spaß, Freude und Lesevergnügen.
Der Inhalt des Buches fokussiert oberflächlich betrachtet erst gegen Ende auf die konkrete Methode – wohlgemerkt oberflächlich betrachtet ... Wenn du dich jedoch auf das Abenteuer einlässt, etwas völlig Neues zu erlesen und zu erfahren, kannst du dein Gehirn während des Lesens bewusst verändern und so eine neue Identität manifestieren. Du entwickelst dich also während des Lesens physiologisch weiter und das hat einen Einfluss auf deine Persönlichkeit. Diesen Prozess darfst du beruhigt zulassen, denn schlussendlich kommst du immer genau dort an, wohin dich deine Seele als Ursache deines Seins führt.
Manches mag unnötig erscheinen, ist vielleicht aber-witzig
Lass dich von deinem inneren Kompass leiten, ganz gleich was du tust. Letztendlich kann jedes Instrument nur ein Schritt auf dem Weg zu dir selbst sein. Ein Schritt, den du aber nun in dem Wissen gehen kannst, dass er eben genau das ist – ein Schritt in der zeitlosen Zeit. Wir sind alle noch nicht angekommen – sonst wären wir nicht hier. Wir sind alle auf dem (gleichen) Weg zu entdecken, was da in uns schlummert – die Anbindung an den und das Einssein mit dem Ursprung allen Seins.
Auf dem Weg dorthin nutzen wir die sich bietenden Möglichkeiten und Instrumente immer als (ein) Ego. Auch wenn das Selbst, die Seele, das ewiglich Vorhandene dies alles nicht braucht, so sind diese Werkzeuge jedoch für jedes Ego vonnöten, damit du dir selbst immer näherkommen kannst. Ausgehend hiervon obliegt es folglich doch nur noch uns und unserer Unterscheidungsfähigkeit, auf welche Werkzeuge wir zurückgreifen. Warum sollten wir dann nicht Werkzeuge und Instrumente nutzen, die Freude machen und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern?
HYPERSPACE YOURSELF! ist ein solches Werkzeug und ich möchte es dir in Kürze in den Grundzügen vorstellen.Gerne darf das Lesen selbst auch ein teilweise aber-witziges Abenteuer sein – ein Abenteuer, das durch assoziative Sprünge, durch vermeintliche thematische Brüche, durch oberflächlich kindlich-kindische Spielereien und durch spannende Ausflüge in transdimensionale Bereiche dazu verführt, sich fallen zu lassen. Und zwar sich fallen zu lassen in ein Buch, das durch das Weglassen vom Entweder-oder und durch die Hinwendung zum Sowohl-als-auch neue Räume eröffnet. Räume, die noch erweitert und vertieft werden durch den weitgehenden Verzicht auf das, was unter den Bezeichnungen Kausalität, Actio = Reactio oder Ursache-Wirkung-Prinzip bekannt ist.
Diese Herangehensweise ist sehr stark vom Ausgleich zwischen den beiden Gehirnhälften geprägt und könnte eher als synchronizitär bezeichnet werden. Allerdings nicht etwa, weil dadurch ein mangelnder Ordnungssinn übertüncht werden kann – obwohl zugegeben ein bisschen schon, denn seit Friedrich Nietzsche wissen wir, dass wir nur aus dem Chaos einen tanzenden Stern gebären können ☺ – oder soll, sondern weil es dir die Möglichkeit eröffnet, während des Lesens zusätzliche neuronale Verbindungen zu entwickeln.
Seit der kanadische Neurowissenschaftler Donald Hebb uns in den sogenannten Nullerjahren des 21. Jahrhunderts das Prinzip der Neuroplastizität nahebringen konnte, wissen wir, dass sich das menschliche Gehirn dem Denken anpasst. Durch dein Denken – und auch beim Lesen eines Buches entstehen Gedanken – veränderst du dein Gehirn physiologisch, also körperlich. Das heißt nichts anderes, als dass du durch dein Denken neue Verbindungen im Gehirn erschaffst. Man könnte auch sagen, du manifestierst buchstäblich Materie aus geistiger Energie. Welche bedeutende Rolle Emotionen und Gefühle dabei spielen und welcher Unterschied zwischen beiden besteht, wird an späterer Stelle noch beschrieben werden.
Hebb prägte auch das grundlegende Prinzip der Neuroplastizität mit dem Satz: »Nerve cells that fire together, wire together!« Bewusst oder unbewusst verwendet er Begriffe aus dem Waffenjargon beziehungsweise aus der Technik. Die wörtliche Übersetzung – die ich bis dato auch übernommen hatte – ist zwar auch möglich, führt aber in eine Richtung, die mir der menschlichen Entwicklung eher wenig förderlich scheint. Im Lichte einer neuen Einsicht schlage ich daher nun folgende Übersetzung vor: »Nervenzellen, die gemeinsam aufleuchten, verbinden sich miteinander!« Und das tun sie tatsächlich, denn sie verdrahten sich natürlich nicht im Gehirn, sondern sie verkleben buchstäblich miteinander!
Du erschaffst also durch dein Denken Verbindungen, die dir ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Lektüre dieses Buches zur Verfügung stehen, sondern du erschaffst Verbindungen, die dir neue Sichtweisen ermöglichen und neue Handlungs- und Freiräume eröffnen. Jetzt habe ich mich beispielsweise gerade vertippt. So stand da plötzlich ›Freuräume‹ und ich fände es unendlich schade, dir diesen Freud'schen Vertipper vorzuenthalten! Alles hat einen Sinn, alles folgt einer höheren Ordnung und das wird im Verlaufe des Buches vermutlich immer deutlicher werden.
Praktisch bedeutet das, dass du dich hin und wieder fragen wirst »Was will der Mann eigentlich von mir?« oder »Wovon spricht der Typ da?«. Sei bitte versichert, dass das ein gewünschter Effekt ist, dessen Absicht darin liegt, dein Lesevergnügen zu steigern und die vermittelte Information – ja, das Futter für die linke Hirnhälfte gibt es natürlich auch – so einfach und zielsicher wie möglich an den Adressaten oder die Adressatin zu bringen. Wenn es dir zwischenzeitlich zu viel werden sollte, dann leg das Buch einfach für ein paar Minuten aus der Hand oder blättere ein paar Seiten weiter.
Vielleicht findest du ein Beispiel, eine Geschichte oder ein Wort, die bzw. das dir einen Hinweis auf das Thema gibt, um das es gerade für dich geht. Ich kann dir übrigens auch durchaus empfehlen, das Nachwort zuerst zu lesen. Nicht, weil es zu diesem Zweck geschrieben wurde, sondern eher, weil es geschrieben wurde, ohne einem vorher bestimmten Zweck dienen zu müssen. Dadurch verfügt es über eine innere Freiheit, die bei dir wiederum inneren Raum schaffen kann. Raum, der notwendig ist, wenn du etwas Neues in dein System einlassen möchtest.
Vorher soll aber noch die Frage geklärt werden, wie um alles in der Welt jemand auf die Idee kommt, ein deutsches Buch mit dem Titel HYPERSPACE YOURSELF! zu schmücken. Haben wir nicht schon genügend Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch und wäre es nicht sinnvoller, den Titel so zu wählen, dass man sofort weiß, worum es geht?
Ja und nein. Ja, wir haben inzwischen sicher genügend englische Wörter in die deutsche Sprache einfließen lassen und ich bin von jeher ein großer Verfechter einer sauberen Ausdrucksweise – meine Kinder können ein Lied davon singen ... Bei uns zu Hause wird bewusst darauf geachtet, bestimmte Ausdrücke oder gerade angesagte Worthülsen zu vermeiden. Das ist nicht immer ganz leicht, hilft aber dabei, außer dem korrekten Wort auch den stimmigen Ton zu erlernen – was natürlich auch nicht immer funktioniert. Ich jedenfalls bin ein großer Anhänger davon, den Usus des Fremdwörtervokabulars auf ein Minimum zu reduzieren, wie es mir und meinen beiden Geschwistern schon mein Vater beigebracht hat.
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