Meral Kureyshi - Fünf Jahreszeiten

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Sie hat ihren Master in Filmwissenschaften abgebrochen und arbeitet im Kunstmuseum als Aufseherin. Während ihr Arbeitskollege Nikola unter der Treppe schläft, beobachtet sie den Staub im Sonnenlicht, lauscht den Stimmen der Kunstvermittlerinnen, wartet, dass die Zeit vergeht. In der Stille werden ihre Gedanken laut, die weissen Wände füllen sich mit Erinnerungen, an Manuel, ihren Freund, an Adam, ihren Geliebten. Apathisch wandelt sie durch ihr Leben, streift durch die Stadt, trifft den alten Paul, lässt sich treiben zwischen Resignation und Hoffnung, trauert um den verstorbenen Vater und vermisst die Mutter, die nicht anwesend ist. «Fünf Jahreszeiten» erzählt eine Episode aus dem Leben einer jungen Frau, in der nichts und alles möglich scheint und sich doch Entscheidungen aufdrängen – musikalisch, poetisch, mit leisen Tönen und von grosser Dringlichkeit.
"Fünf Jahreszeiten" wurde ausgezeichnet mit dem Preis «Das zweite Buch» der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung

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Ich bin keine deiner Studentinnen, und jetzt muss ich arbeiten, sage ich zu Manuel.

Im nächsten Raum hängen die Gemälde in einem abge­dunkelten Raum ohne Tageslicht, das sie beschädigen könnte, die Blumen auf den Wiesen, die Farben, den Glanz der Zeit. Der Künstler wollte seinen Augenblick teilen, so stelle ich mir vor, und jetzt ist er eingefroren unter künstlichem Licht. Das tut mir leid. Der Augenblick gehört uns nicht. Wir dürfen ihn nur beiläufig erleben.

Nikola kennt alle Orte, an denen man von den Kameras nicht beobachtet wird, wo wir stehen, um miteinander zu sprechen oder einfach nur die Augen zuzumachen, weil das Licht noch heller ist, wenn man zu wenig geschlafen hat.

Muss Manuel auch in seiner Freizeit referieren, dieser Besserwisser?, sagt Nikola.

Lass Manuel doch einfach mal in Ruhe, sage ich.

Margrit winkt lächelnd hinter der Kasse.

Sie nähe Kleider für die Träume, so sagt sie. Manchmal zieht Margrit sie an, bevor sie schlafen geht. Sie seien bunt, hätten nur einen Ärmel oder seien so kurz, dass man die Beine sehen könne. Einige seien durchsichtig. Zu Hause kann Margrit tun, was sie will, sie lebt allein. Manchmal wünscht sich Margrit dennoch einen Menschen, mit dem sie ihre Gedanken teilen könnte. Aber nur manchmal, sagt sie.

Die Glocken der französischen Kirche schlagen laut, als ich gerade nach der Schnur hinter der Wand schaue wie zu einem Kind, das nicht schlafen kann. Der Schall dringt durch die Mauern nur leise in meine Ohren. Auf der hell beleuchteten Wand versuche ich den durchsichtigen ­kleinen Würmchen nachzusehen, die in meinem Blick schwimmen. Ich fürchte zu erblinden, glaube, dass dieses Phänomen der Anfang vom Ende sein könnte, doch getraue ich mich nicht, darüber zu sprechen, auch nicht zum Augenarzt zu gehen oder im Internet nachzulesen, was es sein könnte.

Mit dem rechten Fuß schiebe ich ein dickes, weißes Haar Schritt für Schritt zu einem Spalt im Parkett, wo es verschwindet.

Es ist kalt, als ich die Wohnung verlasse, die Wärme der Dusche reicht nicht ganz bis zum Museum. Am Kiosk kaufe ich einen Lottoschein, kreuze die gleichen Zahlen an wie Baba und die eins für seinen Todestag. Bis nächste Woche, sagt die Verkäuferin mit den blondierten Haaren, die Luft riecht nach Schnee.

Im Stars Coiffeur lässt sich eine Frau ihre Haare schneiden, der Friseur winkt mir mit der Schere in der Hand und einem Kopfhörer im Ohr. Ich gehe durch die alte Turn­halle, die jetzt eine Bar ist, am Kino vorbei ins Museum, so muss ich keinen Umweg um das Gebäude machen.

Auf die Schnur hinter der Wand hat sich Staub gelegt, sie grau werden lassen. Ich puste in ihre Richtung, doch liegt sie zu weit weg, sie rührt sich nicht. Den Fingernagel, dreiundfünfzig Schritte weiter, halte ich hinter der schwarzen, dünnen Skulptur versteckt, die aussieht, als wäre sie verbrannt worden.

Auf der Toilette schneide ich mir die Fingernägel so kurz, dass die Fingerbeeren brennen beim Händewaschen. Auch meine Haare lasse ich nicht länger wachsen als bis zu den Schultern. Bis nichts mehr da ist, was Adam berührt hat.

Die Haut erinnert sich auch, die ich nicht abschneiden kann, an jede Berührung, an jeden Kuss, jeden Blick.

Die rothaarige Meerjungfrau habe ihn als Kind schon beeindruckt, sagt Manuel, der mich in seiner Mittagspause im Museum besucht.

Sie liegt auf einem Felsen im Meer, während ein blasser Triton unter ihr im Wasser gleitet.

Das Verhältnis der beiden sei schwer zu deuten, sage ich, etwas zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

Das Gemälde hängt in einem goldenen Rahmen. Die gedämpften Farben, die düstere Stimmung, das lange Haar, auch das Gesicht der Meerjungfrau, das einem Mann gleicht, macht mir Angst, ihr Blick schweift in die Weite.

Eine Sirene, sage ich zu Manuel, das Mischwesen, das durch einen verzaubernden Gesang die vorbeifahrenden Seeleute anlockte.

Danke für diese aufschlussreiche Führung, sagt Manuel, ich komme wieder oder schicke meine Studenten zu dir.

Nikola geht mit verdrehten Augen vorbei.

Guten Tag, Professor, sagt er und verschwindet im nächsten Raum.

Guten Tag, sagt Manuel.

Wieso grüßt du ihn?, er macht sich lustig über dich, du bist unmöglich, sage ich.

Nach der Arbeit bin ich die Letzte im Aufenthaltsraum und verlasse das Museum. Die schwere Eingangstüre geht nur langsam zu. Vor dem Museum liegt eine weiße Plastiktüte am Boden, ich falte sie mit den Füßen klein und schaue, wie sie sich langsam entknittert im Dunkeln.

Gerade als ich auf das Fahrrad steigen will, steht Nikola vor mir.

Was ich so lange im Museum getrieben hätte, will er wissen, die Zigarette zittert in seinen Händen.

Ich wusste nicht, dass du auf mich wartest, sage ich.

Das Fahrrad hatte Nikola mir einmal geliehen, Wochen später wurde es gestohlen. Ich fand es wieder, doch ich vergaß, es Nikola zu sagen.

Nikola schüttelt den Kopf, ich muss jetzt los, sagt er, wir sehen uns am Wochenende.

Es wurde wirklich gestohlen, rufe ich ihm hinterher, ich habe es wiedergefunden.

Behalte das Fahrrad, violett ist die Farbe des Todes und der Unlust. Ich wollte es nie haben, es war ein Geschenk meiner Tante, die ich nicht mag.

Der Sattel ist zu hoch eingestellt. Ohne Handschuhe, ziehe ich die Ärmel des Pullovers über die Hände, so weit es geht, der Mantel hat keine Knöpfe mehr, einer nach dem anderen ist abgefallen, es waren sechs. Jetzt hält ihn eine Sicherheitsnadel zusammen, er wird vom Wind aufgerissen, ich halte ihn mit einer Hand zu. Als ich ausrutsche und hinfalle, stehe ich so schnell wieder auf, als würde ein Film vorgespult. Zu Hause streiche ich mir eine dicke Schicht Honig auf ein Stück Brot und weine beim Essen.

Auf dem Boden im Wohnzimmer, an die Couch gelehnt, untersuche ich das Bein, es ist kein Blut zu sehen, es tut nur weh.

Als Manuel kommt, setzt er sich in seinen Lieblingssessel am Fenster.

Ich öffne vorsichtig die Schale, nehme die beiden Erdnüsse heraus. Manuel mustert mich, wie ich die feine Haut von der Nuss trenne und erst die Nuss, danach die Haut auf die Zunge lege.

Ein Foto von Baba und mir hängt über meinem Kopf.

Manchmal rufe ich Baba noch an, sobald es klingelt, lege ich wieder auf. Seine Nummer ist neu vergeben worden. Jemand ruft mich jedes Mal zurück, und ich gehe nicht ran.

An die Stimme meines Vaters kann ich mich jeden Tag weniger erinnern.

Es ist schon spät geworden, ich spiele Filmszenen nach, Manuel will immer nur raten, nicht spielen. Dann zieht er mich aus, manchmal kann ich nicht glauben, dass es dich wirklich gibt, sagt Manuel.

Ich frage ihn, ob man auch zwei Menschen gleichzeitig lieben kann.

Ich glaube schon, antwortet er.

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